Kalender

September 2018
M D M D F S S
« Aug   Okt »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv für den 25. September 2018

RACER AND THE JAILBIRD (Koch Media)

am 25. September 2018 unter Action, Drama abgelegt

302206

Gino ist ein Gangster in Brüssel, der mit seinen Kumpels regelmäßig Banken überfällt. Als er die Rennfahrerin Bibi kennenlernt, beschließt er, sein Leben komplett zu ändern, denn sie ist seine große Liebe, die diese auch erwidert. Doch bei dem letzten Coup geht etwas schief und er landet im Knast – und das für mindestens 10 Jahre. Vorbei ist es mit dem neuen erträumten Leben. Aber Bibi ist bereit auf ihn zu warten, sehr zum Missmut ihrer Familie. Doch dann tritt eine dramatische Wendung im Leben der beiden ein.

Anscheinend veröffentlicht KOCH nur noch Filme mit Überlange, denn dieser Streifen geht wieder satte 130 Minuten. Allerdings muss man in diesem Fall sagen, das diese nicht langatmig werden. Die Vergleiche mit Bonnie und Clyde, die auf der Rückseite des Covers angestellt werden, sind natürlich kompletter Schwachsinn, denn ich sehe hier und weit und breit keine Bonnie.

Der Film ist eine Mischung aus Drama und Actionanteilen, wobei ersteres Genre klar im Vordergrund steht. Die Beziehung der beiden Protagonisten wird sehr schön herausgearbeitet und da die Chemie zwischen den beiden Darstellern stimmt, auch gut vermittelt.

Überhaupt bin ich überrascht, dass Frauenschwarm Schoenearts so nuanciert und ansprechend agiert, denn die vielen Facetten, die sein Charakter zu bieten hat und auch die innere Zerrissenheit sich zwischen Freunden und einer Frau entscheiden zu müssen, wird von ihm glaubwürdig dargestellt.

Gegen Ende wird das ganze dann doch recht dramatisch und man wandelt als Zuschauer wieder auf dem dünnen Eis, Mitleid mit dem eigentlich „Bösen“ zu haben, denn eigentlich ist Gigi kein schlechter Mensch, der sein Leben ja auch ändern wollte.

Insgesamt hat mir RACING (was sicher darauf anspielt das BIBI Rennfahrerin ist)AN DTHE JAILBIRD sehr gut gefallen. Man sollte nur nicht mit der Erwartung eines Actionfeuerwerks an den Streifen herangehen, dann wird man enttäuscht sein. Wer ein gut gespieltes Drama sehen will, ist hier richtig, Die 130 Minuten vergehen wie im Flug und danach dachte ich sofort, das dem Ganzen sogar eine Miniserie gut getan hätte, um alles komplett auszuerzählen.

6-chucky1212222411341162224453222

AUDREY ROSE (Alive)

am 25. September 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

51pqfvkqvgl

Das Ehepaar Templeton wird seit mehreren Wochen von einem Mann namens Hoover verfolgt. Eines Tages spricht er die beiden an und erzählt ihnen eine merkwürdige Geschichte. Er versucht sie nämlich davon zu überzeugen, dass seine Tochter Audrey Rose, die vor sieben Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam, in ihrer Tochter Ivy weiterlebt. Audrey starb nämlich nur Minuten vor Ivys Geburt. Als das Mädchen immer häufiger von Alpträumen heimgesucht wird – sie sieht darin den Flammentod im Auto und hat danach auch Brandwunden an den Händen, bekommen die Eltern den Verdacht, dass Hoover gar nicht so falsch liegt.

Mittlerweile hat der Streifen auch satte 40 Jahre hinter sich und das merkt man auch, denn an manchen Stellen wirkt das ganze doch relativ antiquiert. Heute könnte man das ganze doch wesentlich spannender gestalten und vor allem einiges an Effekten einsetzen. So weit mir bekannt, gibt es bislang aber kein Remake und auch keine Ankündigung, dass es zu einem kommen wird.

Anthony Hopkins wirkt irgendwie ein wenig fahrig und bewegt sich nahe am Overacting, während beide Eltern eine solide Leistung abliefern. Das Mädel das Audrey Rose spielt, hat eine unfassbar unpassende Stimme bekommen, so dass man da besser auf den Originalton zurückgreifen sollte.

Das Bild ist insgesamt ganz ordentlich restauriert. Insbesondere in hellen Abschnitten gefällt es gut – in dunkleren Szenen erkennt man aber doch ab und zu Grieseln und einiges an Blitzern. Ich würde sagen gutes DVD-Niveau.

AUDREY ROSE wird von vielen gesucht und die sind sicher froh, diese Lücke jetzt schließen zu können. Die Umsetzung ist für einen 40 Jahre alten Film auch gelungen. Ob er einen noch so fasziniert wie es in den 70ern scher der Fall war, ist jedem selbst überlasen.

UNDER FIRE (Justbridge)

am 25. September 2018 unter Action, Drama, Klassiker, Suspense abgelegt

4efeb797-24e3-42df-b343-b04240758f70._CR0,0,1678,2237_PT0_SX300__

Drei US-amerikanische Journalisten berichten 1979 über die Revolution in Nicaragua. Russell Price ist ein Kriegsfotograf, dekoriert mit vielen Preisen. Mit vor Ort sind auch die Reporterin Claire Stryder und deren Ehemann Alex Grazier. Price versucht sich immer neutral zu verhalten und sich nicht in die Geschehnisse einzumischen, was aber immer schwieriger fällt, da er auch so etwas wie ein Gewissen hat. Im Krieg zwischen den nicaraguanischen Machthabern und den Rebellen wird er vor die Entscheidung gestellt, nicht mehr nur Fotos, sondern Politik zu machen. Als Grazier von Regierungstruppen erschossen wird und er davon Bildmaterial besitzt, gerät er in Lebensgefahr.

Mittlerweile hat der Streifen auch satte 35 Jahren auf dem Buckel. Die Besetzung ist durchaus imposant, denn Nick Nolte, Gene Hackman und Jean-Louis Trintignant sind unter anderem mit dabei.

Der Film hat die Zeit auch sehr gut überstanden. Am Anfang gerät das ganze zwar etwas geschwätzig, aber nach einer guten halben Stunde geht’s dann richtig los und gerade im letzten Abschnitt ist der Streifen richtig spannend und wirkt auch sehr realistisch. Besonders interessant und auch gut herausgearbeitet ist hierbei der Konflikt, in den Russel Price gerät.

Überragend ist hier das Bild. Sollte man Nick Nolte oder Gene Hackman nicht kennen, könnte man meinen, es wäre ein ganz neuer Film, der eben im Jahre 1979 spielt. Das Bild ist auf absolutem TOP-Niveau. Hier ist keinerlei Grieseln zu sehen, auch Blitzer sind nicht vorhanden. Ich kenne mindestens 20 neue Blu Rays von Filmen, die mit so einem grandiosen Transfer nicht aufwarten können. Auch der Ton ist mehr als ordentlich aufgemotzt und die Kampfszenen und Actioneinlagen dröhnen aus den Boxen.

Das ganze erscheint als wunderschön gestaltetes Media-Book mit dem Original Filmplakat als Cover. Noch dazu gibt es ein 20seitiges Booklet, das sich mit den damaligen Geschehnissen in Nicaragua beschäftigt und auch Informationen vom Set liefert.

Merkwürdigerweise war der Streifen damals ein echter Flop und spielte nicht mal sein Geld wieder ein, trotz der guten Besetzung und des hervorragenden Regisseurs Roger Spottiswide, der ja später richtig bekannt wurde und mit Filmen wie SCOTT UND HUTSCH oder AIR AMERICA Erfolge feierte.

Fazit: Eine hervorragende Umsetzung eines ordentlich gealterten Streifens, den man heute auch noch gut schauen kann. Zudem ist das Mediabook sehr schön gestaltet.