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Archiv des Monats September 2018

RACER AND THE JAILBIRD (Koch Media)

am 25. September 2018 unter Action, Drama abgelegt

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Gino ist ein Gangster in Brüssel, der mit seinen Kumpels regelmäßig Banken überfällt. Als er die Rennfahrerin Bibi kennenlernt, beschließt er, sein Leben komplett zu ändern, denn sie ist seine große Liebe, die diese auch erwidert. Doch bei dem letzten Coup geht etwas schief und er landet im Knast – und das für mindestens 10 Jahre. Vorbei ist es mit dem neuen erträumten Leben. Aber Bibi ist bereit auf ihn zu warten, sehr zum Missmut ihrer Familie. Doch dann tritt eine dramatische Wendung im Leben der beiden ein.

Anscheinend veröffentlicht KOCH nur noch Filme mit Überlange, denn dieser Streifen geht wieder satte 130 Minuten. Allerdings muss man in diesem Fall sagen, das diese nicht langatmig werden. Die Vergleiche mit Bonnie und Clyde, die auf der Rückseite des Covers angestellt werden, sind natürlich kompletter Schwachsinn, denn ich sehe hier und weit und breit keine Bonnie.

Der Film ist eine Mischung aus Drama und Actionanteilen, wobei ersteres Genre klar im Vordergrund steht. Die Beziehung der beiden Protagonisten wird sehr schön herausgearbeitet und da die Chemie zwischen den beiden Darstellern stimmt, auch gut vermittelt.

Überhaupt bin ich überrascht, dass Frauenschwarm Schoenearts so nuanciert und ansprechend agiert, denn die vielen Facetten, die sein Charakter zu bieten hat und auch die innere Zerrissenheit sich zwischen Freunden und einer Frau entscheiden zu müssen, wird von ihm glaubwürdig dargestellt.

Gegen Ende wird das ganze dann doch recht dramatisch und man wandelt als Zuschauer wieder auf dem dünnen Eis, Mitleid mit dem eigentlich „Bösen“ zu haben, denn eigentlich ist Gigi kein schlechter Mensch, der sein Leben ja auch ändern wollte.

Insgesamt hat mir RACING (was sicher darauf anspielt das BIBI Rennfahrerin ist)AN DTHE JAILBIRD sehr gut gefallen. Man sollte nur nicht mit der Erwartung eines Actionfeuerwerks an den Streifen herangehen, dann wird man enttäuscht sein. Wer ein gut gespieltes Drama sehen will, ist hier richtig, Die 130 Minuten vergehen wie im Flug und danach dachte ich sofort, das dem Ganzen sogar eine Miniserie gut getan hätte, um alles komplett auszuerzählen.

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AUDREY ROSE (Alive)

am 25. September 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Das Ehepaar Templeton wird seit mehreren Wochen von einem Mann namens Hoover verfolgt. Eines Tages spricht er die beiden an und erzählt ihnen eine merkwürdige Geschichte. Er versucht sie nämlich davon zu überzeugen, dass seine Tochter Audrey Rose, die vor sieben Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam, in ihrer Tochter Ivy weiterlebt. Audrey starb nämlich nur Minuten vor Ivys Geburt. Als das Mädchen immer häufiger von Alpträumen heimgesucht wird – sie sieht darin den Flammentod im Auto und hat danach auch Brandwunden an den Händen, bekommen die Eltern den Verdacht, dass Hoover gar nicht so falsch liegt.

Mittlerweile hat der Streifen auch satte 40 Jahre hinter sich und das merkt man auch, denn an manchen Stellen wirkt das ganze doch relativ antiquiert. Heute könnte man das ganze doch wesentlich spannender gestalten und vor allem einiges an Effekten einsetzen. So weit mir bekannt, gibt es bislang aber kein Remake und auch keine Ankündigung, dass es zu einem kommen wird.

Anthony Hopkins wirkt irgendwie ein wenig fahrig und bewegt sich nahe am Overacting, während beide Eltern eine solide Leistung abliefern. Das Mädel das Audrey Rose spielt, hat eine unfassbar unpassende Stimme bekommen, so dass man da besser auf den Originalton zurückgreifen sollte.

Das Bild ist insgesamt ganz ordentlich restauriert. Insbesondere in hellen Abschnitten gefällt es gut – in dunkleren Szenen erkennt man aber doch ab und zu Grieseln und einiges an Blitzern. Ich würde sagen gutes DVD-Niveau.

AUDREY ROSE wird von vielen gesucht und die sind sicher froh, diese Lücke jetzt schließen zu können. Die Umsetzung ist für einen 40 Jahre alten Film auch gelungen. Ob er einen noch so fasziniert wie es in den 70ern scher der Fall war, ist jedem selbst überlasen.

UNDER FIRE (Justbridge)

am 25. September 2018 unter Action, Drama, Klassiker, Suspense abgelegt

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Drei US-amerikanische Journalisten berichten 1979 über die Revolution in Nicaragua. Russell Price ist ein Kriegsfotograf, dekoriert mit vielen Preisen. Mit vor Ort sind auch die Reporterin Claire Stryder und deren Ehemann Alex Grazier. Price versucht sich immer neutral zu verhalten und sich nicht in die Geschehnisse einzumischen, was aber immer schwieriger fällt, da er auch so etwas wie ein Gewissen hat. Im Krieg zwischen den nicaraguanischen Machthabern und den Rebellen wird er vor die Entscheidung gestellt, nicht mehr nur Fotos, sondern Politik zu machen. Als Grazier von Regierungstruppen erschossen wird und er davon Bildmaterial besitzt, gerät er in Lebensgefahr.

Mittlerweile hat der Streifen auch satte 35 Jahren auf dem Buckel. Die Besetzung ist durchaus imposant, denn Nick Nolte, Gene Hackman und Jean-Louis Trintignant sind unter anderem mit dabei.

Der Film hat die Zeit auch sehr gut überstanden. Am Anfang gerät das ganze zwar etwas geschwätzig, aber nach einer guten halben Stunde geht’s dann richtig los und gerade im letzten Abschnitt ist der Streifen richtig spannend und wirkt auch sehr realistisch. Besonders interessant und auch gut herausgearbeitet ist hierbei der Konflikt, in den Russel Price gerät.

Überragend ist hier das Bild. Sollte man Nick Nolte oder Gene Hackman nicht kennen, könnte man meinen, es wäre ein ganz neuer Film, der eben im Jahre 1979 spielt. Das Bild ist auf absolutem TOP-Niveau. Hier ist keinerlei Grieseln zu sehen, auch Blitzer sind nicht vorhanden. Ich kenne mindestens 20 neue Blu Rays von Filmen, die mit so einem grandiosen Transfer nicht aufwarten können. Auch der Ton ist mehr als ordentlich aufgemotzt und die Kampfszenen und Actioneinlagen dröhnen aus den Boxen.

Das ganze erscheint als wunderschön gestaltetes Media-Book mit dem Original Filmplakat als Cover. Noch dazu gibt es ein 20seitiges Booklet, das sich mit den damaligen Geschehnissen in Nicaragua beschäftigt und auch Informationen vom Set liefert.

Merkwürdigerweise war der Streifen damals ein echter Flop und spielte nicht mal sein Geld wieder ein, trotz der guten Besetzung und des hervorragenden Regisseurs Roger Spottiswide, der ja später richtig bekannt wurde und mit Filmen wie SCOTT UND HUTSCH oder AIR AMERICA Erfolge feierte.

Fazit: Eine hervorragende Umsetzung eines ordentlich gealterten Streifens, den man heute auch noch gut schauen kann. Zudem ist das Mediabook sehr schön gestaltet.

DER NEBELMANN (Koch Media)

am 20. September 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Bereits vor einigen Jahrzehnten ging in einem kleinen Dorf in den Alpen ein Kindesentführer um, auch wenn das von offizieller Seite niemand bestätigen wollte. Dann verschwindet plötzlich wieder ein Mädchen und man stellt sich die Frage, ob es es sich um den gleichen Täter handelt. Der selbstverliebte und pressegeile Star-Ermittler Vogels wird mit dem Fall beauftragt und stößt auf eine gläubige Gemeinschaft und einer Mauer des Schweigens. Dann entdeckt er auf einem Video eines Freundes der Entführten, immer wieder einen weißen Jeep, der einem Lehrer gehört. Ohne große Beweise zu haben, das dieser Wagen etwas mit dem Verbrechen zu tun hat, spielt er diese Aufnahmen der Presse zu und es beginnt eine Hetzjagd auf den Pädagogen und das Dorf wendet sich komplett von ihm ab.

DER NEBELMANN hat ein Problem – und das ist seine Länge. Auf satte 130 Minuten kommt der Streifen, dessen Geschichte aber so eine Dauer eigentlich nicht hergibt und der Film daher partiell sehr dialoglastig ausfällt.

Das hört sich aber negativer an, als es eigentlich ist, denn gegen Ende gibt es sage und schreibe 3 Wendungen, die zwar nicht zwingend logisch, aber allesamt überraschend daherkommen. Insbesondere die Schlusspointe ist originell.

Jean Reno ist zwar dick auf dem Cover abgebildet, hat aber eine eher kleinere Rolle und spielt den Psychiater, der Vogels verhört, nachdem dieser einen Autounfall hatte. Dies ist eigentlich das Ende der Geschichte. Von da an wird immer wieder mit zahlreichen Zeitsprüngen gearbeitet, was meiner Meinung nach dem Film einfach zu viel Tempo nimmt. Ich denke eine stringente Abfolge hätte dem Streifen besser getan.

Auch Toni Servillo spielt die Rolle des selbstverliebten Ermittlers ansprechend. Überhaupt kann man gegen den Cast nichts einwenden. Auch die mir unbekannten Darsteller machen ihre Sache gut und der Streifen wirkt insgesamt auch sehr homogen.

In den Extras quasselt der Drehbuchautor ohne Luft zu holen – wäre der Streifen in dem gleichen Tempo gedreht, ginge hier richtig die Post ab. Zudem scheint er auch ein wenig selbstverliebt zu sein – wie sein erdachter Ermittler.

In einer Nebenrolle ist übrigens Greta Scacchi zu sehen, von der mir schon ewig kein Film mehr aufgefallen ist. Das war die Darstellerin, die die Rolle in Basic Instinct ablehnte und Sharon Stone damit zu Weltruhm verhalf.

Unter dem Strich eine Mischung aus Drama und Thriller, bei dem einen nur die Laufzeit ein wenig zu schaffen macht. Für die Charakterzeichnung nimmt man sich sehr viel Zeit – manchmal zu viel. Die Schlusswendungen und die letzten 30 Minuten an sich, entschädigen aber für den ein oder anderen Leerlauf.

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GRINGO (Universum Film)

am 20. September 2018 unter Action, Komödie, Thriller abgelegt

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Harold Soyinka ging es blendend, als er morgens zur Arbeit aufbrach, doch dann kommt es knüppeldick. Erst erfährt er, das er faktisch pleite ist, danach scheint sich anzudeuten, dass die Firma verkauft werden soll und er seinen Job verliert und dann stellt er auch noch fest, das seine Frau fremdgeht – und das über Skype. Also übernimmt Harold die Initiative und täuscht eine Entführung vor, denn für gewisse Leute kann der gute durchaus gefährlich werden, denn er hat seit Jahren im Rahmen der Firmentätigkeit mit einem mexikanischen Drogendealer zusammengearbeitet – selbstverständlich ohne das zu wissen. Dieser benötigt aber ebenfalls seine Dienste und hält ihr für den Chef des Unternehmens. Und dann hetzt ihm sein wirklicher Boss auch noch seinen Bruder auf die Pelle, einen ehemaligen Söldner. So wird er plötzlich von der halben Welt gejagt – ohne genau zu wissen warum.

Diese Ausgangslage führt dann zu recht unterhaltsamen Abschnitten, in denen David Oyelowo als harmloser und hilfloser Angestellter, durchaus komödiantisches Talent beweist, obwohl er in der Vergangenheit doch eher anspruchsvolle Filme drehte. (NINA oder SELMA seien hier erwähnt)

Auch der Rest des Castes ist wahrlich hochkarätig. Charlize Theron, Joel Edgerton, Amanda Seyfried und einige andere mehr, tauchen hier teilweise sogar nur in kleineren Rollen auf.

Das Drehbuch ist fein ausgeklügelt, denn die ständig vorhandenen Wendungen sind nur schwer zu erahnen und gerade gegen Ende wird es dann komplett chaotisch, wobei das Wort in diese Fall positiv gemeint ist.

Allerdings dauert es ein wenig bis der Streifen in die Gänge kommt und man auch die Geschichte durchschaut. Zudem ist es gar nicht so einfach GRINGO einem Genre zuzuordnen. Actionkomödie triffts wohl am ehesten, wobei auch durchaus Thrillerelemente vorhanden sind.

Der Film ist an manchen Stellen überraschend brutal. Das fällt einem im ersten Moment gar nicht so sehr auf, doch wenn man mal genauer drüber nachdenkt, gibt es schon einige Szenen (Stichwort Kopfschuss oder großer Fußzeh) die nicht ohne sind. Von daher geht die FSK-Freigabe 16 auch durchaus in Ordnung.

Leider nimmt der Trailer in diesem Fall wieder zu viel vorweg und nahezu alle guten Szenen sind da bereits vorhanden. Ein Phänomen, das sich insbesondere bei Horrorstreifen oft beobachten lässt und da frage ich mich schon, wer so etwas zusammenschneidet.

Ich habe diesen erst im Nachhinein gehen und konnte ohne vorgefertigte Meinung oder Wissen an GRINGO herangehen und bin insgesamt positiv überrascht, denn insbesondere gegen Ende ist das Drehbuch, wie bereits oben kurz erwähnt, extrem pfiffig.

Sehen aber nicht alle so, denn die Durchschnittsbewertungen im Internet sind nicht besonders gut, was ich nicht verstehen kann. Ich fand GRINGO sehr unterhaltsam.

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FREDDY /EDDY (Eurovideo)

am 11. September 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Der Maler Freddy hat ein ziemliches Problem. Denn seine Frau hat ihn angeklagt, weil er sie schwer verletzt hat. Als er sie mit einem anderen im Bett entdeckte, brannten bei ihm die Sicherungen durch. Sie erhält das Sorgerecht und er darf sein Kind nur alle 2 Wochen sehen. Doch das hat noch andere Folgen. Viele Freunde wenden sich von ihm ab und auch die Nachbarn wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben, obwohl er immer noch behauptet, nichts mit der Tat zu tun zu haben. Lediglich Paula und Mizi, die neu im Haus gegenüber einziehen, sind ein Lichtblick in Freddys Leben, denn er freundet sich mit beiden an. Doch dann taucht sein früherer Freund Eddy wieder auf. Ein imaginärer Kumpel, den er als Kind immer mit sich trug und der aussieht wie er selbst. Freddy ist sich jedoch sicher, das hier ein Mensch aus Fleisch und Blut existiert und es keine Wahnvorstellung ist, doch keiner glaubt ihm. Dreht er nun total durch und ist Eddy, nur ein Hirngespinst oder doch eine reale Person, die sich in sein Leben einmischt ?

Mit einem Budget von sage und schreibe 75.000 EURO hat die Regisseurin Tini Tüllmann (es handelt sich hierbei um eine Frau – selbst in Pressetexten steht hier desöfteren Regisseur!) einen spannenden kleinen Thriller inszeniert, der bis in die kleinsten Nebenrollen prominent besetzt ist.

Hier wirken neben den Hautdarstellern Felix Schaefer und Jessica Schwarz so bekannte Namen wie Robert Stadlober, Burghardt Klaußner und sogar der Anführer der „roten Bänder“ Tim Oliver Schulz, in teilweise winzigen Nebenrollen mit. Das war natürlich nur möglich, weil diese alle auf ihre normale Gage verzichteten.

Auch der Streifen selbst hat überhaupt keinen Low Budget Look und sieht wirklich auch aus, wie eine hochprofessionelle Kinoproduktion.

Die ersten 60 Minuten weiß man natürlich nicht, was Sache ist. Gibt es Eddy wirklich oder hat Freddy sich diesen nur erschaffen, um unter einen anderen Ich seine dominante Seite auszuleben? Danach wird der Film insgesamt ein wenig konventioneller was schade, aber eigentlich auch nicht vermeidbar ist. Das Ende wiederum ergattert einen Pluspunkt.

Wenn man mal wieder sagt, das es ohne Budget in Deutschland nicht möglich ist einen guten Film zu drehen, kann man FREDDY/EDDY als Paradebeispiel gegen diese These anführen. Sicher bekommt nicht jede/r Regisseur/in so gute Schauspieler für Umme, aber im Endeffekt ist es doch die Umsetzung und die Geschichte, die den Streifen zu einem kleinen Geheimtipp werden lässt.

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A THOUGHT OF ECSTASY (Koch Media)

am 11. September 2018 unter Drama abgelegt

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Wir schreiben den Sommer 2019: Frank erkennt in einem neu erschienenen Buch seine eigene, zwanzig Jahre zurückliegende Lebensgeschichte wieder. Er erinnert sich an seine Freundin Marie, mit der er eine intensive Beziehung hatte – bevor sie plötzlich nach Amerika verschwand. Daraufhin beschließt er, sich auf den Weg zu machen, um sie zu suchen.

Ich halte die Zusammenfassung bewusst kurz, denn wenn man das so liest, klingt das ja erst mal gar nicht uninteressant und man könnte meinen, man bekommt hier (wenn man das Cover vorher nicht gesehen hat) eine romantische Liebesgeschichte erzählt – doch dem ist mitnichten so. Denn wer weiß, für welche Art Film Regisseur RP Kahl, der auch die Hauptrolle spielt, steht, dem ist klar was er hier zu sehen bekommt.

Juhu, das Arthouse-Feuileeton schreit aus allen Rohren: KUNST, KUNST, KUNST und man überstürzt sich mit Lobeshymnen. Gleich auf mehreren Portalen habe ich Begriffe wie „Ausnahmefilm“ und „einer der besten Streifen aller Zeiten“ gelesen.

Ach ja ist das so? Also wenn ich das mal als normaler Zuschauer, und das sind sicher die überwiegende Mehrheit der Käufer, betrachte, ist dieser Streifen ziemlicher Humbug und vor allen Dingen eins – tot sterbenslangweilig. Aber hee das ist Kunst und Kunst muss so sein.

Wie bereits erwähnt die Idee ist ja grundsätzlich nicht übel, doch diese ständigen erotischen Einlagen, die der Zuschauer kredenzt bekommt und die ja auch so künstlerisch sind, finde ich persönlich einfach nur zum Gähnen langweilig, haben aber sicher einen Sinn, der sich mir aber nicht erschließt.

Zudem blamiert sich Deborah Unger, die mal für wirklich gute Filme stand, in dem sie mit 56 Jahren einen auf kühle Domina macht, was man ihr nun wahrlich nicht abnimmt. Sie hat den Streifen auch mitproduziert.

Der Regisseur bezeichnet seinen Film als „Erotikthriller“. Erotik? Ja, reichlich sogar, doch wo bleibt der Thrill? Habe ich den irgendwie nicht erkannt oder bin ich zu früh eingeschlafen?

Fazit: Kunst bleibt Kunst und da kann jemand wie ich wohl nicht mitreden, deshalb lasse ich den Streifen auch ohne Bewertung, weil ich sonst bestimmt verbal auf die Mütze bekomme.

VIDEODROME – MEDIABOOK (Koch Media)

am 11. September 2018 unter Horror, Klassiker, SciFi, Suspense abgelegt

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Ich denke zu diesem Film noch einmal eine völlig neue Zusammenfassung zu schreiben ist unsinnig, denn die Interessenten kennen diese eh, daher schreibt Koch Media:
Max Renn hat die Zeichen der Zeit verstanden: Sein Fernsehsender hat sich auf Softpornos und Gewaltfilme spezialisiert. Als einer von Max‘ Technikern das Signal des Underground-Kanals Videodrome auffängt und entschlüsselt, stößt der skrupellose Medienmacher an seine Grenzen – und überschreitet sie. Denn in den scheinbar authentischen Snuff-Filmen erkennt Max die Zukunft der Unterhaltungsindustrie. Gemeinsam mit einer Pornoregisseurin sucht er nach dem Ursprung der Signale – und verliert sich in einem Alptraum aus Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Der Film hat fast 40 Jahre auf dem Buckel und da fragt man sich natürlich – wirkt der noch wie früher, da die heutigen Sehgewohnheiten eben ganz anders sind als die damals? Ich denke viele Menschen, die sich 1981 diesen Streifen angeschaut haben werden komplett verwirrt gewesen sein, was ihnen hier präsentiert wurde, während fast zur gleichen Zeit E.T. in den Kinos lief. Doch im Nachhinein war VIDEODROME seiner Zeit weit voraus.
Um die Frage zu beantworten. Ja er wirkt heute immer noch, was wohl an 2 Dingen liegt. Die Effekte sind für einen so alten Film absolut erstaunlich – besonders die handgemachten. Zudem hat der mystisch schräge Synthie-Soundtrack von B-Movie Spezi Richard Band, der später für nahezu alle Puppenfilme von Full Moon die Musik beisteuerte, nichts von seinem Reiz verloren.
Ich wiederhole mich oft, aber KOCH hat auch hier mal wieder einen tollen Job gemacht und dem Film eine tolle Edition spendiert. Die Bildqualität befindet sich auf gutem DVD Niveau und die Musik kommt bedrohlich, in ordentlichem Ton aus den Boxen.
Dazu gibt’s dann noch ein 80 !!! Minütiges Selbst-Interview mit Cronenberg und jede Menge Infos zum Film, das alles verpackt in einer tollen Optik und auch ein 24.seitiges Booklet wurde noch integriert. Mehr geht eigentlich nicht.
Fazit; Wer diesen Film schon lange haben wollte, sollte sich ihn in dieser Version zulegen, zumal man sich auch nach dem Streifen noch ewig lang mit der Entstehung befassen kann. Das Cover sieht zudem klasse aus und ist ein echter Hingucker.
Ich denke zu diesem Film noch einmal eine völlig neue Zusammenfassung zu schreiben ist unsinnig, denn die Interessenten kennen diese eh, daher schreibt Koch Media:
Max Renn hat die Zeichen der Zeit verstanden: Sein Fernsehsender hat sich auf Softpornos und Gewaltfilme spezialisiert. Als einer von Max‘ Technikern das Signal des Underground-Kanals Videodrome auffängt und entschlüsselt, stößt der skrupellose Medienmacher an seine Grenzen – und überschreitet sie. Denn in den scheinbar authentischen Snuff-Filmen erkennt Max die Zukunft der Unterhaltungsindustrie. Gemeinsam mit einer Pornoregisseurin sucht er nach dem Ursprung der Signale – und verliert sich in einem Alptraum aus Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Der Film hat fast 40 Jahre auf dem Buckel und da fragt man sich natürlich – wirkt der noch wie früher, da die heutigen Sehgewohnheiten eben ganz anders sind als die damals? Ich denke viele Menschen, die sich 1983 diesen Streifen angeschaut haben werden komplett verwirrt gewesen sein, was ihnen hier präsentiert wurde, während fast zur gleichen Zeit E.T. in den Kinos lief. Doch im Nachhinein war VIDEODROME seiner Zeit weit voraus.
Um die Frage zu beantworten. Ja er wirkt heute immer noch, was wohl an 2 Dingen liegt. Die Effekte sind für einen so alten Film absolut erstaunlich – besonders die handgemachten. Zudem hat der mystisch schräge Synthie-Soundtrack von B-Movie Spezi Richard Band, der später für nahezu alle Puppenfilme von Full Moon die Musik beisteuerte, nichts von seinem Reiz verloren.
Ich wiederhole mich oft, aber KOCH hat auch hier mal wieder einen tollen Job gemacht und dem Film eine tolle Edition spendiert. Die Bildqualität befindet sich auf gutem DVD Niveau und die Musik kommt bedrohlich, in ordentlichem Ton aus den Boxen.
Dazu gibt’s dann noch ein 80 !!! Minütiges Selbst-Interview mit Cronenberg und jede Menge Infos zum Film, das alles verpackt in einer tollen Optik und auch ein 24.seitiges Booklet wurde noch integriert. Mehr geht eigentlich nicht.
Fazit; Wer diesen Film schon lange haben wollte, sollte sich ihn in dieser Version zulegen, zumal man sich auch nach dem Streifen noch ewig lang mit der Entstehung befassen kann. Das Cover sieht zudem klasse aus und ist ein echter Hingucker.

THE ENDLESS (Meteor/Alive)

am 11. September 2018 unter Drama, SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Zehn Jahre sind vergangen, seit die Brüder Aaron und Justin den Klauen des religiösen Kults entkommen sind, in dem sie einst aufwuchsen. Doch nun taucht plötzlich ein Videoband auf, durch das die Vergangenheit wieder allgegenwärtig ist. Aaron war damals noch klein und sein Bruder erzählte ihm all die Jahre, dass er ihn aus der Sekte befreit hätte ,die seiner Meinung nach einen kollektiven Selbstmord plante. Trotzdem kann ihn Aaron überreden, der Gemeinschaft einen Besuch abzustatten. Man wird auch erstaunlich freundlich aufgenommen. Zudem scheint es den Mitgliedern gut zu gehen, denn sie wirken gesund und sind kaum gealtert. Doch irgend etwas stimmt nicht, denn wieso fliegen Vögel in merkwürdigen Formationen und man sieht bis zu 3 Monde am Abend? Als das Brüderpaar der Wahrheit auf die Spur kommt, ist diese bitter für alle Beteiligten.

Auch THE ENDLESS ist kein einfacher Film, doch handelt es sich hier explizit nicht um Kunstkino, sondern einen Thriller mit künstlerischem Touch, was bedeutet, das auch der Normalbürger wie ich diesen schauen kann, ohne gleich Roger Ebert zu sein.

Leichte Kost ist THE ENDLESS aber keineswegs, denn auch nach 2-maliger Sichtung des Streifens habe ich noch immer nicht alles verstanden. Ich versuche hier auch bewusst relativ wenig zu verraten – man sollte den Film einfach selbst schauen und ihn auf sich wirken lassen. Einen Referenzfilm hierfür zu finden, ist dabei äußerst schwer, denn THE ENDLESS ist dafür einfach zu speziell.

Auf vielen Seiten wird er aber gut bewertet und auch der Schnitt auf imdb von 7,2 deutet daraufhin, dass auch andere diesen Film mögen, der, das muss man allerdings schon anmerken, sehr langsam beginnt und erst nach einer Weile Fahrt aufnimmt, weil man auch versucht, die damalige Flicht des Brüderpaars herauszuarbeiten.

Selbst die Zuordnung des Genre fällt hier schwer. Ein wenig Sozialdrama, Science Fiction, Thriller – von allem ist etwas dabei.

Fazit: Sicher nicht für jedermann ,ist dieser Streifen mit einigen Preisen ausgezeichnet worden und dies nicht ganz zu Unrecht. Man bekommt zwar keine leichte Kost geboten, doch insbesondere der letzte Abschnitt und einige Ideen sind herausragend, obwohl auch hier nicht viel Budget zur Verfügung stand. Wer allerdings alles erklärt haben möchte, wird enttäuscht werden.

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