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WINCHESTER (Spendid)

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In einer verlassenen Gegend von San Jose, lebt die Witwe Sarah Winchester in ihrer riesigen Villa. Die Erbin des Waffen-Imperiums von William Winchester lässt das Haus immer mehr erweitern, so das es mittlerweile an die 500 Zimmer hat. Dabei hat das Anwesen keine bestimmte Struktur, sondern wird so erbaut, wie es ihr die Geister, der durch Winchester Gewehre Ermordeten, angeblich vorgeben. Der bekannte Psychologe Dr. Eric Price wird daraufhin beauftragt, den Geisteszustand der Millionenerbin zu untersuchen, denn sie verpulvert immerhin das ganze Vermögen, was den restlichen Mitgliedern des Aufsichtsrates gar nicht passt. Doch nach anfänglichen Zweifeln muss auch Price feststellen, dass es in der Villa tatsächlich nicht mit rechten Dingen zugeht, und er wird mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Gibt es irgend ein Genre das in den letzten 40 Jahren, beginnend mit AMITYVILLE, durchgenudelter ist als das des Spukhauses? Sicherlich nicht. Es gibt hier wirklich nichts mehr neues zu erzählen und ich habe mir den Streifen nur angesehen, weil Helen Mirren in den letzten 20 Jahren keinen schlechten Film gemacht hat. Und siehe da, ich wurde positiv überrascht.

Das es das WINCHESTER HOUSE tatsächlich gibt, war mir nicht bekannt. Es ist heute wohl auch ein Ausflugsort für viele. Ob das alles wirklich so stattgefunden hat wie in dem vorliegenden Streifen ist Spekulation und eher unwahrscheinlich.

Das man es aber schafft hier wirklich gänzlich neue Aspekte einzubringen, die ich so noch nicht kenne, ist erstaunlich. Alleine die Idee mit dem Abschluss der Zimmer mit 13 Stahlschrauben, damit die Geister nicht rauskönnen habe ich so noch nie gesehen. Auch die architektonischen Kuriositäten sind teilweise wirklich originell und auch noch real, denn Treppen die ins Nichts führen und Serpentinen als Aufgänge, kann man auch heute dort noch bewundern. Auch andere Aspekte sind sehr einfallsreich ,würden aber zu vielen Spoilern führen.

Helen Mirren kann zwar ihre Klasse nicht ganz ausspielen, da sie oft mit einem Schleier bedeckt ist und die Hausbesitzerin wohl auch eine merkwürdige Frau war, die über nur 2 Gesichtsausdrücke verfügte. Die Ähnlichkeit mit der echten Winchester (sieht man in den Extras) ist fast schon erschreckend.

Wer hier aber Blutfontänen erwartet, wird völlig enttäuscht sein, denn der Streifen orientiert sich an Vorbildern wie DIE FRAU IN SCHWARZ oder THE OTHERS. Hier setzt mal vielmehr auf altmodisches wie Türen knarren, vorbeihuschende Gestalten und der Einsatz von CGI ist minimal.

Trotzdem oder aus meiner Sicht gerade deshalb, ist WINCHESTER ein gelungenes Beispiel, wie man einen Film auch so spannend gestalten kann, ohne das man jetzt im 5 Minuten Takt eine zerfetzte Leiche sieht.

Fazit: Eine tolle Atmosphäre, oldschoolig inszeniert, aber eben keine Empfehlung für die Splatterfreunde.

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