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GHOSTLAND (Capelight/Alive)

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Nach dem Tod ihrer Tante bezieht Colleen mit ihren Töchtern Beth und Vera, das alte, leer stehende Haus der Verstorbenen, das sich als sehr unheimlich erweist. Es wimmelt von Spielzeug und Puppen. Gleich in der ersten Nacht werden sie von brutalen Einbrechern überfallen. Das Trauma sitzt tief und prägt die Schwestern bis ins Erwachsenenalter.  Beth hat ihre persönliche Bewältigung im Schreiben gefunden und ist mittlerweile erfolgreiche Autorin von Horrorliteratur. Vera hingegen lebt immer noch mit der Mutter in dem alten Haus und leidet unter schlimmer Paranoia. Als Beth von ihrer Schwester einen seltsamen Anruf bekommt, eilt sie zu ihr.
Das hätte sie mal besser gelassen…..

ICH bespreche einen Film von Pascal Laugier. Leute die mich kennen, halten das sicher für keine gute Idee, denn im Gegensatz zu der allgemeinen Meinung vieler Horrorfans, halte ich dessen Kultstreifen MÄRTYRS für absoluten Müll, bei dem es wirklich an allem fehlt – besonders an Atmosphäre.

Aber hee, der Mann kann ja doch was. Dies bewiest er uns jetzt mit dem wirklich gelungenen Ghostland, der eigentlich eine im Grundsatz eher simple Houseterror-Geschichte erzählt, die aber im Verlaufe des Films eine sensationelle Wende erfährt, die dem Film richtig Pluspunkte beschert.

Im Gegensatz zu Märtyrs gelingt dem Regisseur hier auch eine schöne Atmosphäre, unterlegt von einem kongenialen Soundtrack, aufzubauen, an dem Mylene Farmer, die die Mutter der beiden Kids spielt, übrigens nicht mitgeschrieben hat. Die „Madonna“-Frankreichs, die dort Stadien füllt und hier kaum bekannt ist, spielt die Rolle auch durchaus ansprechend.

Zwar bleibt hier auch jegliches Motiv der Einbrecher im Unklaren und die beiden sind zudem schon morbide Figuren – das ist aber immer noch 1000 mal besser als dieses unsägliche Sado-maso-alter-Leute Geschwurbel wie in Märtyrs.

Sehr stimmig auch der Abschluss. Die Szene in der Mylene Farmer sagt „willst du das wirklich tun“ und das darauffolgende Geschehen ist nicht nur von der Idee grandios, sondern auch toll bebildert.

Zudem hat man beim Casting alles richtig gemacht. Da die Ereignisse schließlich 16 Jahre auseinander liegen, brauchte man für Beth und Vera natürlich 2 verschiedene Schauspielerinnen. Besonders gelang das mit der Besetzung von Crystal Reed und Emilia Jones, die sich im normalen Leben wirklich NULL ähnlich sehen, hier aber tatsächlich die gleiche Person sein könnten.

Insgesamt ist die Geschichte aber nicht wirklich neu. Dennoch ist das eben alles spannend inszeniert und die beiden Wendungen sind klasse – genau wie die Ausstattung des Hauses und des „Wagens“

Wie der Film es geschafft hat, in dieser Version ungeschnitten ab 16 durch die FSK zu kommen, ist mir unbegreiflich. Insbesondere die seelischen Grausamkeiten sind doch teilweise sehr verstörend, und auch sonst gibt es einige deftige Gewalteinlagen.

In einem ändere ich meine Meinung jedoch nicht, denn Laugier hat definitiv einen an der Klatsche und wirkt im Interview, als hätte er sich 1 Kilo Speed reingepfiffen. Wahrscheinlich kann man aber auch nur so solche Drehbücher schreiben. In diesem Film ist es überraschend gut umgesetzt worden.

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