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BODYCHECK (Justbridge)

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Der 17-jährige Farmersohn Dean Youngblood will unbedingt Profi in der kanadischen Eishockey-Junioren-Liga werden. Obwohl sein Vater gegen diese Karriere ist, schließt Dean sich den Hamilton Mustangs an. Auf dem Weg dorthin, bekommt er jedoch ganz schon auf die Fresse, denn in diesen unteren Ligen wird mehr geprügelt als gespielt. Als sein bester Freund Derek bei einem Spiel schwer lebensgefährlich verletzt wird, verlässt er das Team und geht auf die Farm zurück. Das Ende seiner Karriere, bevor sie begonnen hat?

Als ich den Film damals als kleiner Steppke gesehen habe fand ich ihn natürlich toll. Ein Typ der sich durchbeißt, dann natürlich auch noch ein süßes Mädel abbekommt und Karriere macht. Nach diesem Schema liefen alle Filme aus diesem Jahrzehnt ab, durchsetzt mit der „wenn du es willst kannst Du alles schaffen“-Attitüde.

Mittlerweile weiß ich aufgrund meines Alters natürlich das das Käse ist, weil viel zu viele Faktoren eine Rolle spielen. Deshalb gehe ich an Filme meiner Jugend immer eher mit gemischten Gefühlen heran.

Insgesamt muss ich aber sagen, dass sich der Streifen erstaunlich gut gehalten hat. Trotz seiner strammen Laufzeit von 105 Minuten kommt nie Langeweile auf und die Geschehnisse sind einigermaßen glaubwürdig. Die Dialoge sind wie immer bei Filmen aus der Zeit, ich formuliere es mal freundlich, „anders als man sie heute führen würde“, aber das war nunmal damals so. Insgesamt war ich aber doch überrascht, das mir der Film auch heute noch gefallen hat. Auch die Szenen auf dem Feld haben die Zeit gut überstanden und wirken nicht antiquiert, sondern dynamisch.

Apropos gefallen. Das kann man auch zur Restauration des Bildes sagen. Das ist nämlich besser, als manche neue Blu-Ray die ich in diesem Jahr gesehen habe. In den Innenaufnahmen ist das Bild im Hintergrund leicht verwaschen, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau. Ansonsten gibt es hier weder Filmblitzer, knackige Farben und nicht den Hauch von irgendwelchem Filmgrieseln. Hier hat man hervorragende Arbeit geleistet.

Dazu gibt es noch ein schickes Mediabook mit einem wunderschönen Inlay von 20 Seiten Geschichte rund um den Film. Der Regisseur war übrigens früher selbst Eishockeyspieler und weiß wovon er spricht.

Wer den Film schon immer haben wollte – hier ist er – in einer wirklich gelungenen Umsetzung.

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