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Archiv für den 30. August 2018

REVENGE (Koch Media)

am 30. August 2018 unter Horror, Suspense, Thriller abgelegt

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Die atemberaubende Jen genießt ein luxuriös-romantisches Wochenende in der Villa ihres reichen Lovers Richard , als dessen Geschäftsfreunde zu einem unangekündigten Jagdausflug auftauchen. Im Verlauf einer lockeren Party steigert sich die Spannung unter den Anwesenden ins Unermessliche und entlädt sich in der brutalen Vergewaltigung Jens. Um den Vorfall zu vertuschen, wird sie von Richard eine Klippe in den sicheren Tod hinuntergestoßen. Doch unglücklicherweise für die Männer hat Jen den mörderischen Sturz überlebt – schwer verletzt und aufgespießt von einem Baum. Das vermeintliche Freiwild rettet sich blutüberströmt in die Wüste, versorgt ihre Wunden und macht sich nun selbst unerbittlich auf die Jagd nach ihren Peinigern, mit nur einem Ziel: Rache!

So weit der wirklich gelungene Pressetext. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie man es schafft, aus einer praktisch nicht vorhandenen Geschichte, eine so lange Zusammenfassung zu pressen – das hätte ich niemals hinbekommen.

Daher fangen wir auch gleich mit den negativen Dingen an. Wie man einen Sturz aus gefühlten 80 Metern überleben kann und das auch noch aufgespießt von einem Baumstumpf, ist schon reichlich weit hergeholt und Madame ist anscheinend ein anatomisches Wunder. Das hätte man nun wirklich auch logischer präsentieren können. Wie sie die Wunde heilt, schlägt dann dem Fass den Boden aus.

Aber o.k. Es handelt sich hier um einen klassischen REVENGE Film, da muss man über solche Sachen wohl hinwegsehen, zumal der Film wirklich auch einige Stärken zu bieten hat.

Dem Mädel gelingt die Wandlung von der kleinen dummen Blondine zum Racheengel durchaus überzeugend. Regisseurin Coralie Fargeat , die eher aussieht, als würde sie lustige Familienkomödien drehen, lässt ihr dabei auch Platz für Improvisation.

Was die eben erwähnte Dame aber visuell aus ihrem Spielfilmdebüt herauszaubert, ist aller Ehren wert. Im 5 Minuten-Takt streut sie optische Highlights ein, die ich in einem Film aus diesem Genre noch nie gesehen habe und die ein wenig an STAY erinnern. Ich nenne da nur mal Mond, Ameise oder Apfel als Beispiel. Zudem ist alles sehr farbenprächtig inszeniert.

Das wird den Freund von viel Blut wenig beeindrucken, denn der will lieber viele rote Flüssigkeit sehen und bekommt diese auch reichlich geboten. Besonders der Showdown ist doch recht drastisch inszeniert.

Wer also REVENGE als Metzelfilm mit öder Story aburteilt, liegt in meinen Augen falsch. Der Streifen ist durchgehend spannend und man leidet mit der Protagonistin und im Zusammenspiel mit den bereits erwähnten visuellen Spielereien, ergibt sich daraus ein positives Gesamtbild.

Fazit: Die guten Kritiken sind durchaus berechtigt, denn REVENGE ist mehr als ein tumbes Gemetzel, ordentlich besetzt und wird nie langweilig, Über einige doch recht unlogische Szenen muss man in diesem Fall hinwegsehen, die durch grandiose Ideen im visuellen Bereich auch kompensiert werden.

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THELMA (Koch Media)

am 30. August 2018 unter Drama, Horror, mystery abgelegt

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Die eher schüchterne Thelma verlässt ihr streng religiöses Elternhaus, um in Oslo zu studieren. Sie tut sich sehr schwer Freunde zu finden, zumal sie eben auch durch ihre Erziehung nicht zu der heutigen Jugend passt. Dann allerdings lernt sie auf dem Campus ihre Kommilitonin Anja kennen und verliebt sich in sie. Diese Liebe wird erwidert, so dass sie glücklich zu sein scheint. Außerdem nimmt sie nun auch am Osloer Nachleben teil und mutiert zu einer völlig normalen Jugendlichen – oder auch nicht, denn plötzlich erlebt Thelma epilepsieartige Anfälle und es geschehen äußerst merkwürdige Dinge. Sie glaubt, das mit ihrem Entfliehen aus dem religiösen Umfeld auch übersinnliche Fähigkeiten freigesetzt wurden, die in ihrer Familiengeschichte bekannt sind und die sie nicht kontrollieren kann.

Oha, Arthouse-Horror, das ist immer so eine Sache. Wie ich gelesen habe, steht der Film wie Blei in den Regalen, was ich mir fast gedacht habe. Viele wird die FSK Freigabe stören, denn was kann das schon sein, wenn da ein grünes Schildchen draufklebt? Das deutsche Cover ist zudem komplett irreführend und sieht eher nach einem Drama aus. Das hätte man beides etwas besser lösen können.

Viele verpassen nämlich nun ein originelles und äußerst subtiles und gut gespieltes Kleinod, mit hervorragenden Kamerafahrten und vielen Ideen, die man so nicht nicht gesehen hat.

Regisseur Trier ist nicht verwandt mit seinem dänischen Kollegen, versieht THELMA aber auch mit einer künstlerischen Note, die den Film in meinen Augen zu einem Geheimtipp werden lässt. Denn hier kommt das Grauen nicht mit dem Holzhammer, sondern bahnt sich den Weg ganz langsam.

Die Auflösung ist relativ offen und ich muss zugeben, das ich das Ende nicht ganz verstanden habe. Da es anderen Rezensenten aber genauso ging, bin ich ja froh, das ich nicht der einzigste Trottel bin.

Die beiden Hauptdarstellerinnen liefern eine hervorragende Leistung ab, und ihre lesbische Beziehung ist zudem glaubwürdig und auch nicht nur oberflächlich inszeniert. Diese immer wieder garniert mit visuellen Kniffs und einer sich langsam aber stetig entwickelten Geschichte wurde wirklich überzeugend umgesetzt

Fazit. THELMA ist ein echter Geheimtipp, allerdings wirklich nur für Leute, die Streifen wie zum Beispiel DARK SKIES mögen. Metzelfreunde oder Mainstreamhorror-Schauer sind hier leider völlig fehl am Platz.

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ORIGIN UNKNOWN (Splendid)

am 30. August 2018 unter SciFi abgelegt

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Nachdem vor ein einigen Jahren der Landeanflug der ersten bemannten Mars-Mission in einer tödlichen Katastrophe endete, werden die Expertin Mackenzie “Mack” Wilson und die künstliche Intelligenz A.R.T.I. damit beauftragt, die Geschehnisse zu rekonstruieren. Da erstere bei dem Unfall ihren Vater verlor, ist sie besonders motiviert, die Geschehnisse aufzuklären. Als eine Raumsonde auf dem Planeten landet, entdecken Sie ein geheimnisvolles Objekt in Form eines Würfels. Nun versucht man von der Erde aus herauszufinden, woher dieses stammt und was es damit auf sich hat, doch von manchen Dingen sollte man besser die Greifarme lassen.

Der Film wird fast überall ziemlich niedergemacht, bei ofdb hat er gar einen Schnitt von unter 3. Also das ist alleine schon deshalb ungerechtfertigt, weil der Regisseur aus seinem durchaus beschränkten Budget, tolle Bilder zaubert.

Zudem ist gerade die erste Stunde recht interessant aufgebaut und die Geschichte deutlich komplexer, als es zunächst scheint. Auch die Wende mir A.R.T.I., die ich jetzt nicht verraten will, hätte ich so nicht erwartet.

Zugegebenerweise verliebt sich Hasraf Dulull dann irgendwann doch sehr in seine eigenen Bilder und opfert die Geschichte eben diesen. Das ist in etwa so wie bei LUCY und den hat ein Herr Besson gedreht, der gegen Ende auch etwas den Überblick verlor.

So ergeht es auch ORIGIN UMKNOWN, denn in der letzten halben Stunde wird die Geschichte doch sehr abgehoben und nur noch schwer nachvollziehbar – alles aber wie gesagt hübsch verpackt in tollen Bildern.

Katee Sackhoff hat den Sprung in die A-Liga immer noch nicht geschafft und das wird wohl auch so bleiben, macht aber wie immer eine gute Figur, da sie bereits in vielen Filmen mitspielte, die überwiegend eine gute Qualität besaßen, wie etwa OCOLUS oder DONT KNOCK TWICE.

Insgesamt finde ich den Streifen bei weitem nicht so schlecht wie er geredet wird. Ich kann mich zugegebenermaßen aber auch für optische Spielereien begeistern und von denen hat ORIGIN UNKNOWN reichlich zu bieten. Gegen Ende ufert alles aber eben doch etwas aus, dennoch:

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DEATH WISH (Universum Film)

am 30. August 2018 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Der Chirurg Dr. Paul Kersey ist Notarzt in Chicago und mit viel Leid vertraut. Eines Tages widerfährt es ihm aber selbst, denn seine Frau und die Tochter werden von Vermummten angegriffen und schwer verletzt. Während der Nachwuchs noch mit dem Leben ringt und im Koma liegt, stirbt die Gattin an ihren Verletzungen. Als die Polizei auch nach Wochen noch keinen Schritt weiter ist, bricht in Kersey eine Bombe los. Er besorgt sich eine Waffe, lernt schießen und streift nachts durch die Straßen und erledigt Räuber, Mörder und anderes Gesindel. Dann wird jedoch ein Video gefunden auf dem er zu sehen ist – wenn auch nur von hinten und er droht aufzufliegen, zumal es in den sozialen Medien rauf und runter gespielt wird. Doch bevor er nicht alle Mörder seiner Frau erledigt hat, wird er nicht aufhören.

Natürlich erzähle ich hier niemandem, der sich auch nur rudimentär mit Filmen auskennt etwas Neues, dass das Ganze ein Remake des Charles Bronson Filmes aus dem Jahre 1974 ist, bei dem allerdings einige Dinge geändert wurden.

Nachdem Bruce Willis irgendwann meinte, seinen Ruf zerstören zu müssen und in einem unnötigen Streifen nach dem anderen mitzuwirken, hat er jetzt mal wieder einen gescheiten Film abgeliefert, was bei dem Regisseur zudem sehr bemerkenswert ist, denn Eli Roth gehört für mich zu den überbewertesten seiner Zunft.

Um so mehr überrascht, das DEATH WISH nicht als Dauergeballer daherkommt, sondern erstaunlich viel Wert auf Charakterzeichnung legt, was in seinen vorherigen filmischen Gurken nun wirklich nicht seine Stärke war.

Insbesondere die Figur von Willis ist sehr gut ausgearbeitet und dieser hat natürlich auch die schauspielerischen Möglichkeiten, sowohl die ernste, als auch die Rolle des Rächers glaubwürdig zu spielen..

Daher kommt der Streifen erstaunlich subtil daher und es dauert auch einige Zeit bis er mal richtig in Fahrt kommt.

Insgesamt gibt es auch deutlich weniger Actioneinlagen, als man bei einem Remake des ultimativen Rächerfilms erwarten durfte, was dann natürlich auch wieder einigen nicht in den Kram passt. Allen kann man es eben nie Recht machen.

Ich muss sagen, das ich bei dem Regisseur über das Resultat überrascht bin Natürlich wird hier nichts umwerfend Neues erzählt, denn rächende Familienväter sind nunmal ein alter Hut. Trotzdem bietet der Streifen 100 Minuten spannende Unterhaltung mit einem sehr gut aufgelegten Willis, der sich anscheinend langsam mal wieder die Drehbücher vorher durchliest.

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