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Archiv für den 08. August 2018

I KILL GIANTS (Koch Media)

am 08. August 2018 unter Drama, SciFi abgelegt

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Riesen gibt es wirklich! Sie lauern in den Wäldern und warten nur auf die passende Gelegenheit, um die Heimatstadt der 15-jährigen Barbara anzugreifen. Kein Wunder, dass die neue Schulpsychologin Mrs. Mollé diese Geschichte wenig überzeugend findet. Stattdessen setzt sie alles daran, der cleveren jungen Eigenbrötlerin zu helfen. Doch die fantasievolle Barbara hält weiter an ihrer Mission fest: Gemeinsam mit ihrer einzigen Freundin Sophia will sie die gigantische Bedrohung aufspüren und sich einem finalen Kampf stellen.

Das ist der Pressetext, den ich ganz bewusst hier rein kopiert habe. Nehmen wir mal an, der geneigte Zuschauer liest diese Geschichte und ist zusätzlich noch Fan von Fantasy-Filmen. Zudem steht auf den Cover „von den Produzenten von Harry Potter“. Na dann wird doch sicherlich gerne zugegriffen – und man wird gegen Ende komplett enttäuscht sein, denn die Fantasy-Elemente belaufen sich insgesamt vielleicht auf 10 Minuten.

Auf der anderen Seite – schaut man sich den Streifen nicht an, verpasst man aber auch ein wirklich schön bebildertes und auch glaubwürdiges Drama, das in einer Kleinstadt spielt und mit einer wirklich putzigen Hauptdarstellerin besetzt ist.

Die Auflösung des Ganzen bekommt man erst knapp vor Ende und auch diese hat mir gefallen. Da ich dieses Genre eigentlich gar nicht mag, habe ich mir diesen Film bis zum Schluss aufgehoben von allen Neuheiten, die ich da hatte. Mir hat der Streifen gut gefallen weben weil er ein völlig anderes Genre bedient als man glaubt – bei anderen Menschen dürfte das genau anders herum sein.

Die Effekte sind eigentlich recht gelungen, auch wenn natürlich hier kein Potter-Budget am Start war. Zoe Saldana versucht sich mal wieder als Schauspielerin – mit mittelprächtigem Erfolg. Sorry nix gegen die Dame, aber in Filmen wie COLUMBIANA ist sie einfach besser aufgehoben, die Psychotherapeutin nimmt man ihr nur bedingt ab.

Fazit: Nicht das was man erwartet, aber trotzdem oder deswegen (je nach Sichtweise) gelungen, zumal hier nebenbei auch noch Themen wie Mobbing angesprochen werden. Die neuklugen Sprüche der kleinen Barbara sind außerdem klasse. Aber man darf eben keinen reinen Fantasy-Streifen erwarten.

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OPEN THE DOOR (Tiberius)

am 08. August 2018 unter Horror, Suspense, Thriller abgelegt

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Der ehemalige LAPD Cop Brett arbeitet seit kurzem als Security Chef in einem alten historischen Gebäude in Bulgarien. Dort zog es ihn hin, als er seine Frau kennenlernte, die aber verstarb. Das gesamte Haus scheint bis auf den obersten Stock unbewohnt zu sein. Unten im Keller hat er lediglich die Aufgabe auf den Monitoren die Lagerräume zu überwachen und bei etwas ungewöhnlichem eine bestimmte Nummer zu wählen. Ein lockerer Job, wie sich herausstellt, denn viel passiert nicht. Dann sieht er auf einmal einen Schatten durchs Bild huschen. Ein paar Tage später entdeckt er Fußspuren. Langsam wird er neugierig was sich in den riesigen Kellerräumen verbirgt.

Ein Film mit Robert Englund deutet normalerweise immer daraufhin, dass wir es hier mit Schrott zu tun haben, den ich kann mich an keine 3 guten Filme erinnern, außer den Nightmare Teilen, in denen er mitspielte.

OPEN THE DOOR hingegen ist einer seiner besten, denn der Film schafft es, mit sehr wenigen Mitteln eine hervorragende Spannung aufzubauen. Englunds Charakter ist (man möchte sagen wie immer) etwas morbide, wird von ihm aber glücklicherweise nicht übertrieben dargestellt.

Der Streifen schafft es, das man als Zuschauer wirklich mit der Zeit neugierig wird, was denn jetzt in diesem verdammten Keller lauert.

Die Auflösung mit dem Herren im Bett (mehr kann ich leider aus Spoilergründen nicht verraten), ist zudem äußerst originell und hat einen leichten Fantasy-Touch, der aber nur angedeutet wird.

Im letzten Teil gerät OPEN THE DOOR ein wenig konservativ und orientiert sich dann doch stark an Filmen wie INSIDIOUS, denn dann kommen wieder die Toten ins Siel. Das hätte etwas origineller ausfallen können. Auch die Romanze mit der Kellnerin erschließt sich mir nicht, denn sie hat eigentlich keine Auswirkungen auf das Geschehen.

Sehr ansprechend dann die Abschluss-Szenen mit den Gesichtern am Fenster, das hat man toll eingefangen.

Fazit. Durchaus spannender und gar nicht mal dummer Horrorstreifen, der eine ganz nette Geschichte zu bieten hat. Die Schauspieler sind solide, die Kameraführung gefällt. Sehr brutal ist er nicht, so dass die FSK 16 Freigabe in Ordnung geht.

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Dont Move (Tiberius)

am 08. August 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Ein Campingtrip mitten im Paradies wird zu einem ziemlichen Alptraum… Adam und seine Frau Gwyn wandern durch die Wälder Australiens. Ein Trip, um wieder zueinander zu finden, denn aufgrund dessen, das er sehr viel herumreist, ist sie sehr oft alleine. Das hat auch dazu geführt, das sie eine Affäre hatte, die sie mit diesem Urlaube beenden will.. In der Nacht stellen sie erschrocken fest, dass eine Schlange in ihr Zelt gekrochen ist. Jede Bewegung könnte nun ihre letzte sein, denn ein Biss des giftigen Tieres endet tödlich. Problem ist: Sie haben nur eine einzige Dosis des lebensrettenden Gegenmittels bei sich. Wehrlos und gefangen in ihrem Zelt sind die beiden völlig auf sich allein gestellt. In dieser ausweglosen Situation stößt Adam zufällig auf Nachrichten von Gwyns Affäre…

Zuerst einmal handelt es sich hierbei um einen Thriller und nicht um einen Horrorfilm, wie das Cover vermuten lässt. Gemischt mit Versatzstücken des Dramas.

Eigentlich ist die Handlung recht unspektakulär. Interessant wird es eben im Zelt. Was ist wenn man von einer schwarzen Mamba eingezingelt ist und gerade erfahren hat das die Gattin einen Lover hat. Versucht man alles um sie zu retten oder ist man sich selbst der Nächste?

Diese Konstellation ist durchaus interessant, insgesamt für einen Spielfilm aber etwas zu wenig, denn trotz der recht knackigen Laufzeit ist es eben schwer, die an sich seltsame Lage so lange auszureizen.

Das hat die Regisseurin auch erkannt und fährt deshalb ein paar Trick auf in Sachen Kameraführung. Zum Beispiel die Idee das Zelt auf dem Kopf zu zeigen und immer wieder zur nächsten Szene zu schwenken ist klasse und hab ich so noch nie gesehen. Aber auch in anderen Situationen ist die Kameraführung eigentlich das Highlight des Streifens.

Insgesamt ist das durchaus ein solider Film der in der Mitte etwas durchhängt und auch die ein oder andere unlogische Stelle hat (wies löscht man nicht einfach Nachrichten des Liebhabers?). Zu Gute halte ich ihm, das er keine mutierten Monster oder sonstige Viecher auffährt, sonder einfach nur die Gefahren der Natur sprechen lässt. Das Ende ist leider etwas weit hergeholt.

Natürlich erfindet DONT MOVE das Genre nicht neu, für einen spannenden Abend jedoch ist er vollkommen ausreichend. Zudem halte ich die Regisseurin für talentiert.

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