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Archiv für den 20. Juli 2018

MOLLYS GAME (Universum Film)

am 20. Juli 2018 unter Biopic, Drama, Suspense abgelegt

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MOLLY’S GAME beruht auf einer recht obskuren, realen Geschichte. Für den Zuschauer beginnt alles als sie eines Nachts von schwer bewaffneten FBI-Agenten festgenommen wird. Sie ist sich keiner Schuld bewusst, denn sie organisierte zwar Poker-Runden für reiche Gäste unter anderem Schauspieler oder Sportler. Sie nahm sich aber kein Geld von den Einsätzen und Gewinnen, denn das wäre strafbar gewesen,.Leider stellte sich heraus, das auch die russische Mafia an diesen Spielen teilnahm, was dem FBI gar nicht gefiel. Merkwürdig wird es, als Molly die Namen ihre Gäste verschweigt und sich damit noch tiefer in die Misere reitet, aus der sie der renommierte Anwalt Jaaffey nun herauspauken soll, Kein leichtes Unterfangen.

Molly gibt es wirklich und beim googeln kann man eine recht ausführliche Biographie nachlesen – wenn ich das nun alles auch erzählen würde, könnte das zu Langeweile des Lesers führen.Wenn man keine Ahnung hat, wer die Dame ist, sollte man sich meiner Meinung nach aber vorher gar nicht informieren, sondern einfach den Film genießen, der laut der echten Molly Bloom, ganz nahe an der Realität ist, wie sie in den Extras bestätigt.

Da mittlerweile bekannt sein sollte, das ich Jessica Chastain extrem gerne sehe, weil sie irgendwie in jeder Rolle überzeugt, war der Film für mich eh schon Pflicht, hätte aber nicht gedacht, dass er so spannend ausfällt.

Großartig auch die tollen Wortduelle zwischen Chastain und ihrem Anwalt Idris Elba, die sich bei ihren Begegnungen einen gekonnten Schlagabtausch liefern. Ich bleibe auch dabei, das der Mann einfach für positive Rollen geschaffen ist. Die beiden Filme, in denen er den vermeintlich Bösen spielte, fand ich kompletten Müll.

So ist aufgrund der spannenden Erzählweise der Film auch für Menschen interessant, die von Poker nichts verstehen. Die wenigen Szenen, bei denen man die Karten sieht, werden zudem sehr gut von Molly aus dem Off erklärt, so das auch jeder problemlos mitkommt, der dieses Spiel nicht beherrscht.

So bleibt unter dem Strich ein hervorragend gespieltes Drama, mit vielen spannenden, aber auch einigen amüsanten Momenten. Auf jeden Fall sehenswert.

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THE RESURRECTED (Koch Media)

am 20. Juli 2018 unter Horror abgelegt

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Nachdem der wohlhabende Chemiker Charles Dexter Ward eine Kiste mit alten Familienerbstücken erhalten hat, beginnt er sich zusehends zu verändern. Dies beunruhigt seine Ehefrau Clare so sehr dass sie sich an den Privatdetektiv John March wendet, um die Ursache zu ergründen. Die Erkenntnisse, die John im Zuge seiner Ermittlungen gewinnt, sind jedoch alles andere als erfreulich: So lässt sich der immer weiter von der Außenwelt abschottende Charles größere Mengen Blut und Leichenteile in das abgeschiedene Haus seines Vorfahren Joseph Curwen liefern, in das er sich zurückgezogen hat. Es scheint beinahe so, als ob er von dem Geist seines Ahnen besessen sei, der als Alchemist mit Leben und Tod experimentiert hatte…

Ich habe diesen Film 1991 gesehen, konnte mich aber nicht wirklich daran erinnern, da ich seitdem sicherlich weitere 10000 konsumiert habe, verband aber nichts negatives mit ihm und habe ihn mir im Zuge der Neuveröffentlichung von KOCH jetzt noch einmal angeschaut.

Die Geschichte ist zwar grundsätzlich interessant, wird gegen Ende aber relativ krude und gerät auch eine halbe Stunde zu lang. Nicht das man sich in dieser Zeit langweilen würde, aber trotzdem hätten 90 Minuten auch gereicht.

In einer der Hauptrollen ist unter anderem Chris Sarandon zu sehen, der Bruder von Susan, der unter anderem im allerersten CHUCKY mitspielte und Ende der 80er und Anfang der 90er in sehr vielen kleinen B-Movies zu bewundern war.

Die fast 30 Jahre hat der Film aber überraschend gut überstanden, denn die ganze Machart wirkt nicht irgendwie altbacken, sondern man erkennt nur an den Klamotten, das es keine aktuelle Produktion ist zumal das Bild auch klasse restauriert ist. Natürlich geht der Streifen gegen Ende etwas in die Knie, als die Special Effects hinzukommen, die natürlich nicht mehr zeitgemäß sind, wie sollten sie auch?

Wer den Film bislang nicht besitzt, kann hier zuschlagen, zumal dies die ungeschnittene Fassung ist.

WIE EIN LICHT IN DUNKLER NACHT (Koch Media)

am 20. Juli 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Linda Voss ist Halbjüdin und darf im Jahre 1940 dank ihrer Deutschkenntnisse für den Anwalt Ed Leland arbeiten. Der Übersetzer-Job ändert sich schlagartig, als die Amerikaner in den Zweiten Weltkrieg eintreten und damit beginnen, das Deutsche Reich mit Spionen zu infiltrieren. Zudem hat sie längst herausgefunden das Leland ein Spion ist und die Kanzlei nur eine Fassade. Die ehrgeizige Linda bekniet Leland, mit dem sie inzwischen eine Affäre hat, solange, bis dieser sie als Agentin in die faschistische Hochburg schleusen lässt, weil sie eben perfekt deutsch kann. Tatsächlich schafft es die unerfahrene Linda, als Berliner Hausmädchen getarnt, geheime Unterlagen auf Mikrofilm zu bannen. Doch die Rückholaktion gestaltet sich schwierig.

Als der Streifen im Jahre 1992 auf den Markt kam, habe ich es vermieden ihn anzusehen, weil die damaligen Kritiken alle in Richtung Liebesgeschichte im zweiten Weltkrieg hindeuteten, doch ein Vierteljahrhundert später wurde ich eines besseren belehrt.

Da KOCH mir den Film zuschickte, dachte ich mir..na ja lässt ihn eben mal nebenbei laufen. Allerdings änderte sich das schon nach etwa 10 Minuten und ich begann aufmerksam hinzuschauen, denn schnell war der Film fesselnd und hatte eine interessante Geschichte zu bieten, die ich mir vorher übrigens nicht durchgelesen hatte.

Manchmal soll man doch vielleicht nicht zu sehr auf andere Kritiker hören, denn eine Liebesgeschichte ist sicherlich vorhanden, doch die nimmt bestenfalls 10 % der 132 Minuten ein.

Ansonsten handelt es sich hierbei um einen spannenden Agententhriller mit einer Melanie Griffith, die ich noch nie so gut gesehen habe. Die Chemie mit Michael Douglas stimmt ebenfalls. In einer Nebenrolle ist unter anderem auch der junge Liam Neeson dabei.

Hier gibt es zudem ständig überraschende Wendungen und Twists, so das der Film über die doch stattliche Laufzeit nie langweilig wird. Von Liebesmelodram kann wirklich keine Rede sein, denn die Romanze zwischen den beide Protagonisten gehört zwar dazu, rückt aber nie wirklich in den Vordergrund.

Spannender, zu Unrecht von mir lange Zeit nicht beachteter Streifen für Fans des klassischen Agentenfilms. Obwohl ich normalerweise für Filme vor dem Jahre 2000 keine Wertung vergebe mache ich hier eine Ausnahme, um die Qualität des Streifens zu untermauern.

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