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Archiv für den 03. Juli 2018

LOCKDOWN (Tiberius)

am 03. Juli 2018 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Nach einer Party wacht Liv neben ihrem schwer verletzten Freund Lex auf und weiß nicht wo sie ist. Ihr Nachbar Kurt hat sie bei sich aufgenommen und erzählt eine haarsträubende Geschichte. Angeblich habe es einen Anschlag mit Biowaffen gegeben und er hätte die beiden vor dem sicheren Tod gerettet. Verantwortlich dafür sei ein Virus, das sich aus den Nebenwirkungen eines Medikaments ergeben hätte, welches von Liv und Lex mitentwickelt wurde. Als sich herausstellt das Kurt früher beim BND gearbeitet hat, kommen den beiden immer mehr Zweifel, insbesondere als sie Bilder sieht, auf denen sie überwacht wurde. Anscheinend hält er die beiden aus einem bestimmten Grund fest – aber welchem?

Sollte jemand die Handlung ein bisschen bekannt vorkommen, so liegt das wohl daran, das sie ein wenig 10 CLOVERFIELD LANE ähnelt und die ersten 30 Minuten auch so aufgebaut ist.

Danach entwickelt sich der Streifen aber in eine völlig andere Richtung, als der o.g. vermeintliche Referenzfilm. Es bleibt jedoch die ganze Zeit das Rätselraten, ob die Geschichte von Kurt stimmt oder ob er die beiden unter einem Vorwand eingesperrt hat.

LOCKDOWN ist einer der besten Thriller aus deutschen Landen, den ich seit Jahren gesehen habe. Die Story hält ständig Wendungen bereit und man weiß wirklich bis zum Schluss nicht was die Wahrheit ist.

Auch die darstellerischen Leistungen sind gelungen und ich frage mich, wieso man das ganze im ZDF unter dem „Kleinen Kammerspiel“ gezeigt hat, statt dem Streifen eine Kinoauswertung zu gönnen, denn er ist in allen Bereichen absolut professionell gemacht, auch Kamera und Regie sind neben dem Drehbuch top.

Der Film wurde wohl vor einem Jahr ausgestrahlt, wahrscheinlich irgendwann im ZDF zur Nachtzeit, dass es auch ja keiner mitbekam.

Für mich ein absoluter Geheimtipp, der es auf Anhieb in die TOP 5 meiner deutschen Lieblingsfilme geschafft hat (da befinden sich unter anderem 23, TATTOO und DAS EXPERIMENT). Absolut spannend von Anfang bis Ende und zudem mit einer durchaus interessanten Geschichte ausgestattet, deren Hintergründe einem erst nach und nach klar werden.

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MOTHER OF DARKNESS (Tiberius)

am 03. Juli 2018 unter Horror abgelegt

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Madison Shaw kehrt in das Haus zurück, in dem vor Jahren ihre kleine Schwester getötet wurde – von ihrer eigenen Mutter. Dieses wird am nächsten Tag abgerissen und vorher möchte sie es einfach noch einmal sehen, denn sie hatte auch schöne Zeiten dort und zudem will man sich das ein oder andere Souvenir mitnehmen. Zusammen mit ihrem Verlobten Jake und ihrer Cousine Izzy will Madison wandert man also durch die Zimmer und sucht nach Erinnerungsstücken. Das das Haus verflucht ist, halten alle für einen lächerlichen Mythos – tja falsch gedacht denn als sie gehen wollen, stellen sie fest, dass das Haus etwas dagegen hat.

Bei IMDB bekommt dieser Film einen Schnitt von 3,3!. Das ist die schlechteste Note die ich dort je gesehen habe und ich frage mich aller ernstes warum? Die Geschichte ist zwar nicht sonderlich neu, wurde aber gut umgesetzt. Die Art und Weise wie die drei dort gefangen sind, wird ebenfalls interessant geschildert.

Natürlich ist hier wenig Budget im Spiel, welches wohl für die Spezialeffekte draufgingen, die für so eine kleine Produktion völlig in Ordnung sind. Außerdem handelt es sich hier nicht um einen klassischen Spukhaus Film, wie man zuerst meinen könnte, sondern um eine interessante Variante hiervon.

Die drei Schauspieler sind relativ unbekannt, machen aber einen guten Job und auch die Synchronisation ist gelungen.

Natürlich wird hier das Rad nicht neu erfunden, aber der Film ist praktisch von der ersten Minute an spannend und hat dabei, bis zum gelungenen Ende, keinerlei Durchhänger.

Vielleicht sollten sich manche Leute erstmal informieren, bevor sie sich solche Filme anschauen. Das der hier nicht mit Streifen wie CONJURING mithalten kann, muss einem schon klar sein.

Fazit: Völlig unterschätzter, kleiner Film, der eine schöne Atmosphäre bietet. Die Szene mit den Spielzeugaugen ist sensationell.

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SUGAR MOUNTAIN (Lighthouse)

am 03. Juli 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Miles hat ein Suchtproblem, er zockt einfach gerne. Als er das Erbe der Mutter durchgebracht hat und noch dazu bei dem brutalen Ganoven Joe Bright in der Kreide steht, kommt ihm eine Idee. In der öden Wildnis von Alaska wollen sie (seine Freundin und sein Bruder) sein Verschwinden vortäuschen. Daraufhin wird die ganze Stadt nach ihm suchen und es wird eine große Publicity geben, durch die man, per Rechteverkauf, an der Geschichte richtig viel Geld verdienen kann. Keine schlechte Idee, wie sich herausstellt, doch dann taucht Miles nicht mehr auf. Hat er sich verirrt und lebt er gar nicht mehr?

Juhu es gibt Geschichten, die noch nicht 100 mal erzählt wurden und diese findet man meistens immer in kleineren B-Movies, weil die Majors alles was man eh schon oft gesehen hat, immer wieder durchkauen.

Allerdings muss man sagen, das es sich hierbei mitnichten um einen Thriller handelt, wie der Trailer suggeriert, sondern eher um ein Drama mit spannenden Momenten und einigen, recht intelligenten Wendungen.

Der einzige mir bekannte Darsteller ist SAW 1 Opfer Cary Elwes, der den Sheriff spielt – die anderen Darsteller habe ich noch nie gesehen, aber insbesondere das Brüderpaar wurde sehr gut besetzt.

Dazu gibt es schöne Landschaftsaufnahmen, wobei ich nicht weiß, ob diese wirklich in Alaska gedreht wurden, denn da ist es doch sehr kalt. Der Titel des Films bezieht sich übrigens auf den Namen der Kleinstadt, in der der Film spielt.

Es müssen nicht immer 100 Millionen Dollar zur Verfügung stehen und Megastars, um einen feinen Film abzuliefern. Auch wenn SUGAR MOUNTAIN insgesamt einen Tick zu lang ausfällt, mit seinen fast 2 Stunden, ist die Geschichte gut und interessant bis zum Ende, welches auch logisch erscheint.

Zudem ist der Streifen hervorragend synchronisiert, was mich bei dem kleinen Label Lighthouse eh immer wundert, denn wenn man sich mal andere Indie-Produktionen anschaut, muss man auf das englische Original umswitchen, da die deutschen Stimmen nicht zu ertragen sind.

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KNIGHT MOVES (Koch Media)

am 03. Juli 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Die Geschichte dieses Kult-Thrillers dürfte allgemein bekannt sein, daher nur eine ganz kurze Zusammenfassung.

Während eines Schachturniers an der amerikanischen Westküste wird der Großmeister Peter Sandersen in eine mysteriöse Mordserie verwickelt: Das erste Opfer ist eine junge Frau, mit der er gerade die Nacht verbracht hat. Kurz darauf gibt sich ein Anrufer mit verstellter Stimme als Mörder zu erkennen und kündigt an, das tödliche “Spiel” fortzuführen. Deshalb gerät Peter Sandersen unter Verdacht und die Polizei setzt die Psychologin Kathy auf ihn an. Doch es geschehen weitere Morde..

KNIGHT MOVES gehörte für ich immer zu den besten Thrillern aller Zeiten, allerdings habe ich ihn auch das letzte Mal vor 20 Jahren gesehen und war nicht sicher, ob er mir im  2018 immer noch gefällt.

Die Antwort hierauf ist ein klares JA. Natürlich sind die Frisuren und Klamotten etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Geschichte ist und bleibt weiterhin faszinierend.

Alleine die Idee das der Killer die Mordserie nach einer Eröffnungsvariante des Schachs aufbaut, ist einfach sensationell. Auch wenn man auf die Auflösung nicht wirklich kommen kann, sind die Wendungen in dem Film sehr gelungen. On Top gibt’s noch die geniale Musik von ART OF NOISE Mitglied Anne Dudley.

Damals war die große Zeit von Christopher Lambert, der einen Kinohit nach dem nächsten landete – davon ist er heute meilenweit entfernt und froh, wenn ein Streifen überhaupt mal eine Kinoauswertung schafft. Diane Lane ist auch heute noch gut im Geschäft, während man von dem damals viel beschäftigten Tom Skeritt auch nur noch wenig hört.

Über Bild und Ton müssen wir uns nicht groß unterhalten, da KOCH dort immer Qualität anbietet und das dieser Streifen schon ein Viertel Jahrhundert alt ist, erkennt man wirklich nur an den Klamotten, denn das Bild ist hervorragend.

Endlich gibt es diesen Klassiker auf Blu Ray. Dazu hat man sogar noch einiges an Extras ausgebuddelt, es kommen alle Darsteller und der Regisseur zu Wort und noch einige weitere Schmankerl.

Fazit: Rundum gelungene Veröffentlichung.