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Archiv des Monats Juni 2018

THE DROWNSMAN (Ion-New-Media/Splendid)

am 14. Juni 2018 unter Horror abgelegt

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Die hübsche Madison leidet seit einem guten Jahr an Wahnvorstellungen und glaubt das sie von einem mysteriösen Wesen verfolgt wird. Das alles begann, als sie bei einer Party einen Unfall hatte und fast im See ertrunken wäre. Sie glaubt nun, das sie einen Blick ins Totenreich werfen durfte und nun von einem der Kreaturen, die dort leben, verfolgt wird. Ihre Freundinnen verzweifeln, zumal sich Madison komplett absondert und die ganze Zeit nur noch Bett verbringt und panische Angst vor Wasser hat. Mit einer gefakten Seance will man sie davon überzeugen, das sie sich alles nur einbildet. Doch eben bei dieser geht alles schief und man lässt dieses Wesen in unsere Welt, was zu einer erheblichen Dezimierung der Clique führt.

Von diesem Streifen habe ich eigentlich nichts erwartet, obwohl der Trailer ganz gut war und ich ihn mir deshalb bestellt habe. Doch was sich nach einem recht banalen Horrorfilmchen anhört, entwickelt sich zu einem durchaus interessanten Genrebeitrag.

Das Wesen (ich nenne es mal so weil ich ansonsten viel spoilern müsste) ist aus einem ganz bestimmten Grund da, den man erst gegen Ende erfährt. Die Idee, das eben dieses immer über das Wasser in unsere Welt kommen kann, ähnlich wie es Freddy Krüger über die Träume der Kinder schafft, ist ein interessanter Schachzug. Ich kann mich nicht erinnern, etwas ähnliches schon mal gesehen zu haben.

Mittendrin eine durchaus begabte Hautdarstellerin, die sonst eher in TV-Serien zu sehen ist, ihre Rolle aber hervorragend ausfüllt und meiner Meinung nach auch zu höherem berufen ist.

Natürlich sieht man dem Streifen irgendwo an, das das Budget etwas limitiert ist, wie alle Filme bei denen Regisseur Chad Archibald beteiligt ist, deren Produktionen anscheinend von ION-NEW-MEDIA exklusiv in Deutschland vermarktet werden, denn auch BITE, HERETICS oder LET HER OUT und einige andere wurden von ihm gedreht oder eben produziert.

Ich habe fast alle gesehen und muss sagen, das man dort immer solide Horrorkost geboten bekam, wobei ich DROWNSMAN als den besten von allen bezeichnen würde, denn auch wenn einiges natürlich nicht logisch erscheint, ist die Geschichte spannend bis zum Schluss, der sogar eine Fortsetzung offenlässt.

Fazit: Spannender kleiner B-Movie der in der Synchronisation etwas steif ist (die englische Fassung ist aber auch dabei), aber eine überraschende Geschichte zu bieten hat. Natürlich muss man beim Budget Abstriche machen, bei der Spannung allerdings nicht.

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SUMMER PARTY MASSACRE (Koch Media)

am 14. Juni 2018 unter Horror abgelegt

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Während einer Segelregatta, zu der sechs Freunde eine überraschende Einladung von einem Unbekannten auf ein schickes Anwesen erhalten, gerät plötzlich alles außer Kontrolle, denn die Herrschaften geraten ins Visier eines Mörders. Einer nach dem anderen wird umgebracht . Schnell dämmert es den Twens, worum es hier geht. Bei einer Clubaufnahme-Party vor 2 Jahren kam bei eine „Eignungstest“ einer der Anwärter uns Leben, und das wurde von den restlichen vertuscht und als Unfall dargestellt. Jetzt scheint der Tag der Rache gekommen, doch wer verbirgt sich hinter dem Killer?

Und genau diese Frage wird erst kurz vor Ende aufgelöst, so dass man die ganze Zeit mitraten kann, wobei der Verdächtige natürlich ständig wechselt. Das ist überraschend gut gemacht, wenn die Auflösung auch etwas weit hergeholt ist.

Natürlich ist das Vorbild ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST, hier nicht zu übersehen und man versucht auch erst gar nicht diese Nähe zu verleugnen.

Hierbei handelt es sich um einen holländischen Horrorfilm, meines Wissens nach der erste den ich je gesehen habe, denn aus dem Land der Holzschuhe kenne ich bestenfalls mal eine Komödie oder auch mal einen Thriller, wie zum Beispiel VERFLUCHTES AMSTERDAM.

Das der Streifen nicht zum „08/15 und hab ich schon 1000 mal gesehen Streifen“ verkommt, liegt auch an den ganz ordentlichen Darstellern und an einem nicht untalentierten Regisseur und dem Kameramann, die eine nette Atmosphäre einfangen. Hier und da hätte man einiges straffen können, denn 105 Minuten sind schon relativ lange.

Von MASSACRE, kann allerdings keine Rede sein, denn richtig heftigen Splatter bekommt man nicht geboten, alles bestenfalls soft oder auch nur angedeutet.

Fazit: Nicht besonders origineller, aber durchaus unterhaltsamer Horrorfilm, den man sich ohne Bedenken ansehen kann.

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OPERATION DUVAL (Lighthouse)

am 14. Juni 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Nach einem überstandenen Burn-Out versucht der ehemalige Unternehmensberater Duval wieder einen Job zu finden, was sich allerdings auf Grund seines Alters als schwierig erweist. Das er ehemaliger Alkoholiker ist, kommt noch erschwerend hinzu. Doch dann bekommt er eines Abends per Telefon ein völlig überraschendes und auch gut bezahltes Angebot. In einer leerstehenden Wohnung soll er heimlich den ganzen Tag aufgezeichnete Telefongespräche auf einer Schreibmaschine abtippen. Anfangs scheint das ein lockerer Job zu sein, doch bei manchen Telefonaten wird Duval hellhörig. Zu spät erkennt er, das er mittendrin in einer großen Verschwörung steckt.

Ich würde die Bezeichnung Thriller für diesen Streifen nicht verwenden, da dieser Begriff, gerade in den letzten Jahren, eher für eine andere Art Film steht. OPERATION DUVAL ist eigentlich ein klassischer Krimi, der auch in den 70er Jahren spielen könnte – von den Handyszenen mal abgesehen.

Daher ist der Streifen auch nichts für Schnellschnitt-Stakkato Freaks, denn der ruhige Erzählstil orientiert sich ganz klar an Filmen aus oben genannter Zeit. Mir würde da zum Beispiel DIE 3 TAGE DES CONDOR einfallen, der hier als Referenzfilm perfekt geeignet ist.

Mittendrin ein gut aufgelegter Hautdarsteller, der den einfachen Angestellten, der plötzlich in ein unglaubliches Komplett gerät, sehr überzeugend und auch mit Zurückhaltung spielt, was dem Streifen zu Gute kommt, denn ihn als Superheld darzustellen, wäre völlig fehl am Platz gewesen.

Die Wendungen des Films sind meiner Meinung nach nahezu nicht vorhersehbar und am Ende merkt man dann, das praktisch alle Dreck am Stecken haben, mit Ausnahme des Protagonisten, der einfach nur einen Job haben wollte.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Film im Jahre 2018, denn der Erzählstil ist gänzlich anders, als in sonstigen Produktionen. Freunde der 70er Jahre Krimis dürften begeistert sein – Jason Bourne Fans eher nicht.

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DER CLUB DER ROTEN BÄNDER – FINALE STAFFEL (Universum Film)

am 14. Juni 2018 unter Drama, TV-SERIE abgelegt

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Wie? So spät kommt der mit der Bewertung der dritten Staffel werden sich jetzt einige denken – die gibt es doch schon ewig auf dem Markt. Stimmt, aber ich hatte ein großes Problem, nämlich das ich die letzten beiden Folgen lange vor mir hergeschoben habe, weil ich wusste, es sind die letzten die ich zu sehen bekomme. Auf diesen Umstand gehe ich später noch mal ein.

Der Club hat Benito beerdigt und kehrt in das Krankenhaus zurück. Leo unterzieht sich erneut einer Operation. Während Jonas sich in seine Schwimmlehrerin verliebt, die nur leider doppelt so alt ist wie er. Hugo versucht, ein normales Leben zu führen, was allerdings nicht gelingt, da er in der Schule gehänselt wird. Emma hat ihre Krankheit im Griff, lebt aber in ständiger Sorge um Leo und während Alex weiterhin als Gast kurze Einsätze hat, lernt Toni die Liebe kennen, ein Gefühl, mit dem er als Autist nur schwer umgehen kann.

Man sieht also, hier ist noch jede Menge Raum für weitere Geschichten rund um den Club, zumal nur die erste Staffel vom Original adaptiert wurde, während die Nachfolger von 2 deutschen Autoren geschrieben wurden.

Auch wenn ich vorher schon volle Punktzahl vergab, setzt diese Staffel nochmal einen drauf. Das liegt vor allem daran, das die Darsteller, die sich wohl auch privat extrem gut verstanden haben sollen, so aufeinander eingespielt sind, das das ganze nicht mehr wirkt wie eine gespielte TV-Produktion, sondern eher wie eine reale Dokumentation.

Insbesondere Nick Julius Schuck muss ich hierbei hervorheben, der ja nun eine gänzlich andere Rolle spielt, als nur im Bett rumzudösen, und das wirklich klasse erledigt.

Soweit mein Lob und jetzt kommt mein Gemecker. Niemand kann mir erklären, wieso diese Serie eingestellt wird. Auch von VOX habe ich dazu keinerlei Information bekommen, während visueller Sondermüll wie GZSZ oder BERLIN TAG UND NACHT hier Jahre lang jeden Tag ausgestrahlt wird.

Und man schaue sich mal die Kritiken an – egal ob bei amazon oder von Rezensenten, die das beruflich tun – alle sind begeistert. Anscheinend hat man das nun gemerkt und will nächstes Jahr einen Spielfilm hinterherschießen der VOR den Ereignissen, der ersten Staffel spielt. Das sehe ich mehr als kritisch. Tim Oliver Schulz ist dann 31 und soll einen 15 jährigen spielen? Und der oben erwähnte Herr Schuck ist ja mittlerweile vom Kind zum Teenager geworden, wie soll das gehen? Ich befürchte da großen Murks.

Fazit: Leider geht einer der besten Serien nun zu Ende – meiner Meinung nach ungerechtfertigt, zumal ja auch die Einschaltquoten stimmten. Fast alle Charaktere sind noch nicht auserzählt und wenn man die Geschichten eh selbst schreibt und nicht adaptiert, dann wäre doch hier noch einiges möglich gewesen. Natürlich volle Punktzahl, aber mit erheblichem Unmut..

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BRIMSTONE (Koch Media)

am 07. Juni 2018 unter Drama, Horror, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Ende des 19. Jahrhunderts im amerikanischen Westen: Die junge Liz hat einen älteren Witwer geheiratet, der sie aufnahm, obwohl sie keine Zunge mehr hat und nicht sprechen kann. Sie kümmert sich auch rührend um die beiden Kinder. Eines Tages jedoch kommt ein neuer Referent in die Stadt, den Liz nur allzu gut kennt. Als sich verschiedene merkwürdige Dinge ereignen und Madame dafür verantwortlich gemacht wird, verschwindet sie. Doch das Grauen ist damit nicht zu Ende.

Die Zusammenfassung habe ich bewusst kurz gehalten, denn man könnte diese fast zu einem Roman ausarten lassen, denn das o.g ist nur die Essenz von eines der 4 Kapiteln, die dieser Streifen beinhaltet. Diese nennen sich

Offenbarung, Exodus und Genese  und Rache.

Jetzt werden einige erschrocken zusammenzucken und denken es handelt sich hier um einen biblischen Film mit viel Gottgelaber und Metaphern. Sicherlich spielt Religion in diesem Film eine Rolle, aber nur eine insgesamt eher untergeordnete.

Hauptsächlich geht es darum zu zeigen, wie die Frauen zu dieser Zeit behandelt wurden und nahezu keine Rechte hatten und entweder von ihren Männern geschlagen wurden oder als Nutten in einem Bordell endeten. Das ist zwar etwas dick aufgetragen, aber in vielen Fällen war das eben so.

In allen 4 Kapiteln spielen die Charaktere der Liz und des Referent die Haupttrolle. Es dauert ein wenig bis man erkennt, das die Geschichten zusammengehören, aber nicht in der zeitlichen Reihenfolge erzählt werden (da kennt Pearce sich ja seit Memento aus).Normalerweise ein Stilmittel, welches mir nicht unbedingt zusagt, das aber hier hervorragend umgesetzt wurde.

Ich habe auf meiner Seite bei einem einzigem Film noch nie so viele Genre markiert, aber BRIMSTONE bietet wirklich sowohl Drama, Mystery, Thriller als auch Horrorelemente. Sehr gut passt hierzu, dass der Streifen, gerade in den dunklen Szenen, fantastisch ausgeleuchtet wurde.

Weder Dakota Fanning (ging mir früher auf den Nerv, weil sie in jedem Film mitspielte, in dem man ein 8-13 jähriges Mädchen zu besetzen hatte), als auch Guy Pearce (teilweise grottenschlechte Filmauswahl) sind besondere Favoriten von mir, spielen aber hervorragend. Insbesondere der normal eher smarte Pearce hat sichtlich Spaß an der Rolle des dämonischen Referents.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Genre-Misch-Masch der aber erstaunlich gut funktioniert und das sagt jemand, der Geschichten, die in anderen Jahrhunderten spielen, eigentlich grundsätzlich erst gar nicht schaut. Daher eine klare Empfehlung von meiner Seite. Die FSK Freigabe ist fast grenzwertig…eine 18er Einstufung hätte ich auch verstanden, denn der Streifen hat schon üble Szenen.

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DER KURIER (Ascot/Alive)

am 07. Juni 2018 unter Thriller abgelegt

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Sean Haggerty braucht dringend Kohle, denn seine Frau leidet an einer Krankheit und muss dringend operiert werden. Um das finanzieren zu können, fliegt er als ausgebildeter Pilot, Aufträge für ein Drogenkartell, erzählt seiner Gattin aber das er legale Dinge tut. Bei einem Flug tritt plötzlich eine Ungereimtheit ein und er soll mittendrin den Landepunkt wechseln,. Das kommt ihm komisch vor. Und dann schaltet sich auch noch ein Mann von Geheimdienst ein, und er weiß nicht wem er noch trauen kann.

Das hat man sich schlau ausgedacht, zumal das offensichtliche Vorbild ja hervorragend funktioniert hat, denn BURIED war etwa die gleiche Situation, dass jemand in einem engen Raum sitzt und nichts hat, außer einem Telefon und Entscheidungen treffen muss, die sein Leben beeinflussen.

Leider aber hat der Regisseur dabei übersehen, dass man doch ein paar Spannungsmomente und vor allem Wendungen einbauen muss, denn sonst wird das ganze ziemlich langweilig und während dies bei BURIED der Fall war und ständig etwas Überraschendes passierte, plätschert DER KURIER so vor sich hin und kommt nicht in die Gänge.

Gut, für Herrn Radcliffe war das schnell verdientes Geld, denn die Dreharbeiten für diesen Möchtegern-Thriller dauerten nicht besonders lange.

Wahrscheinlich fiel sogar der größte Teil des Budgets an den Hauptdarsteller. Dieser hat in letzter Zeit einige Rollen angenommen, die ich nicht verstanden habe und die sein durchaus vorhandenes schauspielerisches Potenzial, das ihm kaum einer zutraute nach den Harry Potter Filmen, doch ein wenig beleidigt.

Fazit: Drehbücher vorher lesen macht manchmal Sinn Herr Potter.

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