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THE WHISKEY BANDIT (Koch Media)

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In den 90er Jahren wird Ungarn von einer Reihe Banküberfälle erschüttert, für die Attila Ambrus zuständig ist. Nachdem er in seinem Leben viel Mist erlebt und sich mit Bestechungsgeld die ungarische Staatsbürgerschaft ergaunert hat, ist die Kohle komplett alle. Er weiß sich nicht mehr zu helfen, zumal er auch gerade die große Liebe kennengelernt hat. Also beginnt er, Banken auszurauben, um das Leben zu finanzieren. Eines Tages erzählt ein Opfer, das er nach Whiskey gerochen haben soll, und daraufhin bekommt er den Stempel „Whiskey Bandit“ aufgedrückt, der in der Öffentlichkeit auf deutlich mehr Zuneigung als Abneigung stößt, was dem zuständigen Ermittler gar nicht passt.

Nimród E. Antal ist wieder in seiner Heimat angekommen. Der Regisseur der mit KONTROLL damals einen Geheimtipp landete, wurde daraufhin für Hollywood „gecastet“ und durfte da ein paar Filme drehen. Außer dem soliden MOTEL kam dabei aber nur ziemlicher Mist heraus, denn PREDATORS kann man nun wirklich nicht anders bezeichnen.

Hier setzt er nun dem ungarischen Dieb Attila Ambrus so etwas wie ein kleines Denkmal. Der Mann ist in Ungarn bekannt wie ein bunter Hund, was Antal dazu veranlasste, seinen Film in Rückblenden zu erzählen. Aus Sicht der Ungarn, die die Geschichte um den Räuber, der gleichzeitig professioneller Eishockeyspieler war, (!) sicherlich kein Problem.

Für Menschen wie mich oder andere Leute die diesen Herren nicht kennen, erweist sich dieser Erzählstil allerdings als etwas unglücklich, denn eigentlich weiß man nach nur wenigen Minuten, wie der Film ausgeht, abgesehen von einer kleineren Überraschung gegen Ende. Das hätte ich anders gedreht.

Ansonsten gibt es nicht viel auszusetzen. Antal legt sehr viel Wert auf Charakterzeichnung und resümiert punktgenau, wie sein „Held“ in diese Situation geriet – mit Rückblicken in die Kindheit und seiner Jugend. So ist das ganze auch deutlich mehr ein Drama. Welchen Film der Kritiker der den Film als „ Ein Actionspektakel, wie man es noch nie gesehen hat” (Filmtett)“ bezeichnete, weiß ich daher nicht.

Das heißt nicht, da der Film schlecht wäre, aber mit der Beschreibung hat er nun gar nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich um die Lebensgeschichte eines Mannes, der nicht gerade viel Glück hatte und als es dann mal auf seiner Seite war, er den Bogen überspannte.

Fazit: Fein gezeichnetes Portrait, das jedoch NICHTS mit einem Thriller oder Actionfilm zu tun hat, sondern ein ordentlich gespieltes Drama ist…

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