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Archiv für den 16. Mai 2018

CHILD EATER (Splendid)

am 16. Mai 2018 unter Horror abgelegt

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Augen auf bei der Jobwahl. Helen will sich etwas dazuverdienen und nimmt eine Arbeit als Babysitter für den kleinen Lucas an. Er und sein Vater wohnen außerhalb der Stadt, in einer Gegend, die nicht unbedingt den besten Ruf genießt, denn angeblich wohnte dort früher ein Serienkiller, der es auf die Augen von Kindern abgesehen hatte, weil der Bekloppte dachte, er könnte damit seine eigenen, kaputten Sehorgane wieder reparieren. Als Lucas nachts verschwindet, geraten er und Helen in tödliche Gefahr, denn der Killer scheint nämlich durchaus noch lebendig zu sein und mittlerweile ist er auch bei dem einsammeln der Augenpaare nicht mehr so wählerisch, was das Alter der Opfer angeht.

Eine etwas krude Geschichte die uns hier präsentiert wird, die aber, für einen doch schmal budgetierten Film, ordentlich umgesetzt wurde.

Zimperlich geht der Mann nicht gerade zur Sache, so dass hier auch die Splatterfreunde durchaus an manchen Stellen auf ihre Kosten kommen. Einige Effekte erinnerten mich ein wenig an STITCH.

Für einen B-Movie sind auch die Schauspieler in Ordnung und der Spannungsbogen wird recht gut aufrecht erhalten. Die sehr gute Musik (von Soundtrack möchte ich hier nicht sprechen, da es eher wiederkehrende Themen sind) untermalt das Geschehen dabei sehr gut, besonders gegen Ende, als es dann zur Sache geht.

Das Cover, das man sich für CHILDEATER ausgesucht hat, ist allerdings mal richtig gelungen, auch wenn er später nicht nur Kinderäuglein klaut, finde ich dies für einen Horrorfilm extrem ansprechend und aufgrund von diesem, werden sich auch viele diesen Streifen zulegen ohne ihn zu kennen, denn ansonsten habe ich über den Titel recht wenig im Internet gefunden.

Die werden auch nicht enttäuscht sein, wenn man jetzt keinen Überfilm erwartet, sondern einen soliden, kleinen Horrorfilm mit einer erstaunlich konsequenten Hauptdarstellerin. Das Ende lässt einen zweiten Teil offen.

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AUF DER FÄHRTE DES ADLERS (Koch Media)

am 16. Mai 2018 unter Klassiker, Suspense abgelegt

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Es scheint ein Morgen wie jeder andere zu sein für Ellen und ihre beiden Kinder. Doch plötzlich fallen Schüsse. Eine Handvoll Terroristen dringt, mit Masken verkleidet, in ihr Haus ein und entführt die drei – ihre Hausangestellten werden mal so nebenbei erschossen. Der Ehemann, der sich zur Tatzeit auf einem Schiff befand und nicht gerade zu den armen Menschen gehört, erhält wenig später die Lösegeldforderung: Waffen und Munition im Wert von 25 Millionen Dollar. McCabe, Abenteurer, Draufgänger und praktischerweise Ellens Ex-Mann, wird ebenfalls über die Entführung informiert und hilft eher widerwillig. Er findet heraus, dass die Entführten auf einem Berg in einem alten griechischen Kloster festgehalten werden. Zusammen mit einer Gruppe von Drachenfliegern schmiedet McCabe einen Befreiungsplan. Der gestaltet sich aber schwierig.

Nun, ich habe den Film heute zum ersten Mal gesehen und muss sagen, dass er die Zeit ganz gut überlebt hat, denn immerhin hat er auch schon über 40 Jahre auf dem Buckel. Einige Handlungsweisen, auch der Entführer sind dabei genauso unsinnig wie in heutigen Filmen – das hat man sich bis in die Neuzeit bewahrt. Zudem sterben die Darsteller erbärmlich schlecht, was aber auch eine Krankheit der 70er Jahre Filme ist.

James Coburn wurde immer gerufen, wenn man einen harten, rauen Typen mit Herz am rechten Fleck zu besetzen hatte. Das war insgesamt seine Paraderolle,obwohl er in sehr vielen verschiedenen Genres daheim war.

Er ist auch der bekannteste Darsteller in dem Streifen, zusammen mit Robert Culp, der in den 60ern mit Bill Cosby in der Serie „Mit Tennisschläger und Kanonen“ (einer der blödesten Titel aller Zeiten) agierte. Zum Glück kann er die Demontage seines Freundes heute nicht mehr miterleben.

Der Ton macht einen ordentlichen Eindruck, auch wenn es manchmal in lauten Szenen etwas scheppert in den Boxen. Das Bild ist durchwachsen. Anfangs grieselt es gewaltig, wird aber dann nach einigen Minuten besser, hat aber im Laufe des Films immer wieder kleine Probleme in dieser Richtung,

Insgesamt ordentlich umgesetzte Veröffentlichung eines angeblichen Klassikers, den ich aber noch nie zuvor gehört hatte. Aber ich bin nun auch kein ausgewiesener 70er Jahre Experte. Kollege Halmer wird ihn sicherlich kennen^^.

HUMANS – STAFFEL 1 + 2 (Justbridge)

am 16. Mai 2018 unter SciFi, TV-SERIE abgelegt

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Der von Kindern und Stress herausgeforderte Ehemann Joe Hawkins kauft, einen „Synth“, da er den Haushalt nicht mehr alleine schafft. Die Gattin ist davon wenig begeistert, denn sie hat eine Antipathie gegen diese Herrschaften, obwohl sie den Alltag enorm erleichtern können. Sie sehen aus wie Menschen, sie sprechen wie Menschen, aber sie haben eben keinerlei Emotionen – glauben alle!!Sexueller Gebrauch der Synths ist erstaunlicherweise möglich, was auch viele gerne wahrnehmen. Zudem gibt es auch Menschen, die sich in diese verlieben, was durchaus problematisch sein kann. Einige Synths entwickeln jedoch mit der Zeit ein Bewusstsein, aufgrund ihrer fortschrittlichen und sich kontinuierlich weiterentwickelnden Intelligenz. Da droht Ungemach, denn viele der Synths wollen ein eigenes Leben führen und nicht nur Sklaven der Menschen sein. Eine Gruppe von diesen, fliehen vor Leo Elster. Dieser ist der Sohn des Erfinders, der längst verstanden hat, das diese angeeigneten Emotionen auch sehr gefährliche Ausmaße annehmen können.

2 ganze Staffeln sind schwer zusammenzufassen, denn ich will die Leute ja auch nicht langweilen oder zu viel vorweg nehmen, aber ich denke das grobe Gerüst ist hiermit abgedeckt.

HUMANS ist die amerikanische (Co-Produziert von GB) Version der schwedischen Serie REAL HUMANS, die bereits vor einigen Jahren recht erfolgreich lief, allerdings versteckt in kleineren Fernsehanstalten, ich glaube damals war es ARTE.

Erstaunlicherweise unterscheidet sich das Remake nahezu gar nicht vom Original. Insbesondere Staffel Nummer 1 scheint fast eine 1:1 Adaption zu sein, was für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich ist, denn da nimmt man meist nur die Grundidee und wandelt viele der Ereignisse um.

Auch Nummer 2 kam mir in vielen Teilen doch sehr bekannt vor (habe das Original vor einigen Jahren gesehen), ein paar Sachen kannte ich jedoch nicht, da hat man wohl ein paar Dinge etwas umgeschrieben.

Die Gretchenfrage ist jetzt natürlich, welche Version die bessere ist und das vermag ich eigentlich nicht zu sagen. Die Amerikaner und Briten haben natürlich einen ganz anderen Stil als die Schweden, die ruhig die Ereignisse präsentieren, während die Kollegen  deutlich mehr Action in die Serie einbauen, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Das ist in meinen Augen reine Geschmackssache.

Einziger Unterschied ist für mich, das im Remake mit Carrie-Ann Moss, Gemma Chan (aus dem grandiosen EXAM) oder auch natürlich William Hurt sehr bekannte Namen dabei sind, deren Gesichter man bestens kennt, während im Original die Schauspieler doch alle sehr unbekannt waren.

Am besten vergleicht man das ganze mit VERGEBUNG. Wer das Original und auch das Remake kennt, wird wissen, welches ihm besser gefiel – und so ähnlich verhält es sich auch hier. Ich denke das die amerikanische Fassung insgesamt mehr interessierte Zuschauer gefunden hat, denn soweit mir bekannt, waren die Verkaufszahlen des Originals, trotz guter Kritiken, eher mau.

Was jedoch wirklich gelungen herausgearbeitet wird, sind die Schwierigkeiten die sich mit solch einer künstlichen Intelligenz ergeben, aber auch ihr enormer Nutzen. Ob diese Spezies insgesamt mehr Vorteile oder Nachteile bringt, muss der Zuschauer für sich selbst entscheiden.

Fazit: Selten kommt es vor, dass Serien sowohl bei den Rezensenten als auch bei den Zuschauern gleich gut ankommen. Die Grundidee ist gelungen, die Schauspieler sind gut ausgewählt. Ob man sich, wenn man das Original kennt, das Remake noch anschauen muss, kann jeder für sich selbst entscheiden.

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COMMUTER (Studio Canal)

am 16. Mai 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Ja auch die Firma StudioCanal gibt es noch. Da diese mit Promos aber extrem geizig ist und mal zu mir sagte „wir brauchen keine Rezensionen, unsere Filme laufen von alleine“, stehen sie bei mir nicht wirklich im Focus. Aber da ich eigentlich jeden Film von Liam Neeson bespreche, mache ich hier mal eine Ausnahme.

Der sympathische Ire spielt den Versicherungsmakler Michael MacCauley, der seit 10 Jahren hin und her pendelt. Doch als er nach einem harten Tag und der gerade erhaltenen Kündigung, mal wieder in den ewig gleichen Zug einsteigt, ist alles anders. Eine Fremde setzt sich zu ihm und verspricht ihm eine hohe Belohnung, wenn er für sie einen ganz bestimmten Passagier findet, der etwas sehr Ungewöhnliches transportieren soll. Da Michael früher Polizist war, glaubt sie, mit ihm den richtigen gefunden zu haben. Der nimmt das erst nicht ernst, doch als er auf der Toilette die angekündigten 25000 Dollar findet und danach einen Anruf bekommt, dass seine Familie unter Beobachtung steht und er die Person finden soll, da anderseits denen etwas zustoßen wird, muss er handeln. Doch wie soll er einen Mann erkenen, von dem er nur weiß, wann er aussteigt und das er eine Tasche mitführt?

Liam Neeson und Jaume-Collet Serra, der Regisseur, haben sich gesucht und gefunden, denn letzterer besetzt Neeson in praktisch alle seinen Filmen, denn auch NONSTOP und UNKNOW IDENTITY waren eine Zusammenarbeit der beiden.

Nun erinnert COMMUTER durchaus an NONSTOP, denn einige Handlungsstränge sind schon etwas ähnlich, nur eben diesmal in einem Zug. Dennoch ist die Grundidee ganz interessant und spannend, wenn auch nicht immer logisch umgesetzt. In weiteren kurzen Rollen sind unter anderem die von mir geschätzte Vera Farmiga, Sam Neill und Patrick Wilson zu sehen. Eine mehr als ordentliche Besetzung.

Das Problem bei den Filmen des Iren ist, das sie sich eben schon immer etwas ähneln. Dafür hat er aber in den letzten Jahren auch keinen einzigen schlechten Film abgeliefert. Das kann man dann als solide bezeichnen, wobei es in diesem Kontext eher ein positiv besetztes Wort ist.

Finde zumindest ich, denn wie oben erwähnt schaue ich mir jeden Film des Darstellers an, weil man einfach immer weiß, das man auf jeden Fall gut unterhalten wird, auch mal mit Ausschlägen nach oben, aber nie nach unten (UI fand ich genial).

Fazit. Netter kleiner Thriller mit guten Darstellern und einer recht pfiffigen Story. Das Ende hätte etwas origineller ausfallen können.

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