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Archiv für den 10. Mai 2018

DOWNRANGE (Splendid)

am 10. Mai 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Eine Gruppe von sechs Freunden wird auf ihrem Roadtrip durch ein einsames Stück Land von einem platten Reifen aufgehalten. Gelassen setzen sich die Beifahrer in den Schatten des SUVs, während Fahrer Jeff den Reifen wechselt.  Als Sara nach einiger Zeit nach ihm sieht, klafft ein riesiges Loch in seinem Schädel – er wurde erschossen! Schnell wird klar, dass auch der Reifen nicht zufällig geplatzt ist. Ein Scharfschütze versteckt sich irgendwo im Umkreis und kann jederzeit von überall aus den Abzug betätigen. Die Freunde versuchen das Auto als Schutzschild zu nutzen, doch je länger sie dort ausharren, desto treffsicherer wird auch der unbekannte Killer…

Es ist eigentlich nun wirklich nicht meine Art, Pressetexte zu übernehmen, doch den hier fand ich so gelungen, weil mir nicht im Ansatz eine so lange Zusammenfassung des Streifens eingefallen wäre, denn die Geschichte passt auf einen halben Bierdeckel. „Sechs Freunde bleiben mit dem Auto liegen, wollen den Reifen wechseln und werden von nem Spinner erschossen“. Das würde auch reichen.

Die wirkliche Kunst ist es aber, aus dieser Minimalhandlung einen solch unterhaltsamen Streifen zu gestalten, wie es Regisseur Kitamura gelingt und mit diversen Wendungen das Geschehen spannend zu halten. Hatte MIDNIGHT MEAT TRAIN eine noch sehr krude, ausführliche und auch ausgefallene Geschichte zeigt er hier, das er auch aus einer simplen Rahmenhandlung viel herausholen kann.

Besonders gefällt mir, das die Darsteller versuchen, dem Schützen zu entkommen und sich dabei recht intelligente Sachen ausdenken, statt nur heulend rumzulaufen und sich abmurksen zu lassen. wie es in vielen Horrorfilmen der Fall ist, wobei ich diesen Film eher dem Thriller-Genre zuordnen würde.

Der Höhepunkt ist aber die Schlussszene – selten habe ich ein so geniales Ende gesehen, und man muss definitiv schmunzeln, auch wenn es eigentlich nicht wirklich komisch ist, aber konsequent und perfide.

Wer für alles eine Erklärung will (zum Beispiel warum der Irre durch die Gegend ballert), der wird hier nicht fündig werden. Das ist in diesem Fall aber ziemlich egal , denn DOWNRANGE ist für mich bisher der Geheimtipp des Jahres. Dazu ist die FSK Freigabe 18 absolut gerechtfertigt, denn hier spritzt das Blut wirklich in Fontänen.

Fazit: Unbedingt ansehen!

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DAS JOSHUA PROFIL (Universum Film)

am 10. Mai 2018 unter Thriller abgelegt

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Der erfolglose Schriftsteller Max wird in ein paar Tagen ein Verbrechen begehen, und das wissen angeblich andere schon. Nach einem sehr merkwürdigen Anruf kommt Max nach Hause und findet seine Pflegetochter halbtot im Bett liegen. Schnell gerät er unter Verdacht, da sich keine Zeichen eines Einbruchs finden lassen. Als sie sich nach kurzer Zeit aber wieder erholt hat, will das Jugendamt sie ihm wegnehmen, also flieht er mit ihr. Doch auf der Flucht hat er einen Autounfall. Als er aufwacht ist Jola weg. Wer hat sie entführt?

Verbrechen schon erkennen, bevor sie begangen wurden, das kommt einem doch sehr bekannt vor, denn da lässt Minority Report, bis heute der mit Abstand beste Film von Spielberg, grüßen.

Im Gegensatz zu seinem großen Vorbild kann man hier den Geschehnissen leider nur bedingt folgen. Anfangs glaubt man noch, das das wirklich ein spannender Thriller werden kann, aber nach etwa 30 Minuten werden die Erzählstränge immer chaotischer und unsinniger.

Ich kenne die Buchvorlage leider nicht, doch man kann schon erkennen, das die Zeit viel zu knapp ist, um hier alle Dinge aufzuklären, die der Zuschauer nicht versteht. Hier wäre vielleicht ein Dreiteiler besser gewesen, um vieles auszuarbeiten – denn alles wird nur angedeutet, statt erklärt. Man hat das Gefühl das alle Bestandteile der Vorlage irgendwie reingequetscht werden sollen, aber alles nur so kurz, das niemand dem ganzen folgen kann.

So bleibt dann unter dem Strich nur eine Hetzjagd durch Berlin, mit einigen Sci-Fi Elementen, die aber insgesamt zu kurz kommen und nicht mehr Spannung aufkommen lassen als bei jedem Tatort. Da wäre von der Geschichte deutlich mehr drin gewesen.

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24 HOURS TO LIVE (Universum Film)

am 10. Mai 2018 unter Action, Thriller abgelegt

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Der ehemalige Elitesoldat Travis Conrad ist nach dem Tod seiner Frau und seines Sohnes zum Wrack geworden und hat seinen Job geschmissen, der eh grenzwertig war, denn er arbeitete als Söldner für ein dubioses Unternehmen. Dann besucht ihn sein alter Weggefährte Jim Morrow, mit dem er für Red Mountain gearbeitet hat und unterbreitet ihm ein millionenschweres Angebot. Travis soll jemanden töten, der das Unternehmen mit seinem Insider-Wissen in den Ruin treiben könnte. Dazu muss er aber zunächst deren Leibwächterin außer Gefecht setzen, was er aber nach einer Liebesnacht nicht übers Herz bringt (klingt kitschiger als es ist). Ein folgenschwerer Fehler wie sich herausstellt, denn sie ist nicht so zimperlich und knallt ihn ab. Doch dann wacht er von den Toten wieder auf. Conrad wurde reanimiert, mit einem völlig neuen Verfahren, um der Firma den Ort zu nennen, an dem sich der Spitzel aufhält. Als er danach wieder ins Jenseits befördert werden soll, kann er sich befreien und wechselt die Seiten. Doch die Reanimation hält nur 24 Stunden.

Filme mit Ethan Hawke schaue ich grundsätzlich. Zum einen, weil ich ihn für einen der besten Schauspieler halte, er mit GATTACA einst einen meiner absoluten Lieblingsfilme ablieferte, und weil er sich praktisch in jedem Genre zuhause fühlt. Sei es Horror (Sinister), Sci-Fi (Gattaca), Action (Getaway, Purge) oder Drama (Boyhood). Ich mag es, wenn sich ein Schauspieler so wandeln kann.

Allerdings muss man fairer halber sagen, das er für diesen Streifen keiner großen darstellerischen Künste bedarf, denn in diesem Film nimmt die Action einfach die größte Zeit ein und die Charakterzeichnung wird größtenteils außen vor gelassen.

Wer hier nach Logik sucht, dem wird schnell schwindlig, die gibt es nämlich nicht. Da der Film aber mit diesem Anspruch auch gar nicht antritt, bewerte ich das nicht als negativ.

Fakt ist, das in diesem Streifen mal richtig die Post abgeht und der Bodycount sicher in der Nähe des vierstelligen Bereiches liegt. Hier wird geballert, erstochen, Genicke gebrochen – allerdings alles nicht übermäßig blutig oder gewalttätig dargestellt, so dass die FSK Freigabe ab 16 gerechtfertigt ist.

Insgesamt hat Ethan Hawke natürlich schon anspruchsvolleres gedreht, aber als sehr gute Unterhaltung geht der Film problemlos durch. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Blade-Runner Gegner und 90er Jahre Videothekenstar Rutger Hauer, der einige Kurzauftritte hat.

Unter dem Strich gibt es hierfür 5 Chuckies und einen halben Sympathiebonus für den Hauptdarsteller.

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THE CURED (Splendid)

am 10. Mai 2018 unter Drama, Horror, Reviews abgelegt

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Wieder einmal hat ein tödlicher Virus ein ganzes Land dahingerafft, in diesem Fall Irland. Glücklicherweise wurde ein Heilmittel gefunden, das 75 % der Menschen, die damit infiziert wurden, wieder zu normalen Lebewesen macht. Doch diese sind in der Bevölkerung nicht gerade willkommen, da man Angst vor ihnen hat. Zudem können sie sich an alle Gräueltaten, die sie während der Krankheit begingen, erinnern. Auch Senan ist einer von ihnen, hat aber Glück im Unglück, denn seine Schwägerin Abbie nimmt ihn bei sich auf. Zudem war das Heilmittel wie erwähnt nur bei 75 % der Menschen erfolgreich und die Regierung berät nun, was mit dem Rest passieren soll, die in unterirdischen Zellen eingesperrt sind. Von den ewigen Schikanen und dem Hass der ihnen entgegenschlägt angewidert, schließen sich zudem die Geheilten zusammen und wollen für ihre Rechte kämpfen. Doch das führt zu einer weiteren Katastrophe.

Wie man an der Zusammenfassung deutlich erkennen kann, handelt es sich hierbei nicht um einen Horrorfilm, sondern um ein Drama, das im Horror-Genre spielt,was ein großer Unterschied ist. Eigentlich ist das ganze sogar eher ein sozialkritischer Film.

Wieso Ellen Page in einen Streifen auftaucht, der in Irland gedreht wurde, ist mir nicht bekannt. Noch dazu hat sie diesen mitproduziert, was auch ungewöhnlich ist, denn sie ist nun nicht wirklich bekannt dafür, dieses Genre zu bedienen.

Für ein Regiedebüt sieht das ganze auch sehr ordentlich aus. Mit vielen Blaufiltern und tristen Kulissen wird eine trostlose Atmosphäre erzeugt, die die Geschichte sehr gut unterstützt.

Mit Ausnahmen der letzten 20 Minuten fehlen hier allerdings nahezu jegliche Action-Elemente und auch die Horrorfreaks kommen nicht wirklich auf ihre Kosten. Das erinnert mich ein wenig an ARRIVAL, von dem viele enttäuscht waren, weil er eben doch weitestgehend kein Science-Fiction-Film, sondern ein Drama war.

Daher ist die Zielgruppe für CURED sehr schwierig. Dem Freund des Massakers wird zu wenig Blut geboten und Fans des Drama-Genres mögen im Allgemeinen keine Filme über Zombies.

So bleibt unter dem Strich ein gut gefilmtes und gespieltes Sozialdrama, mit einigen kleinen Längen, das aber, wie bereits erwähnt, nicht sehr viele Menschen ansprechen wird, was schade ist, denn am Film selbst gibt es wenig zu meckern.

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THE ARRIVAL (NSM/Alive)

am 10. Mai 2018 unter Reviews abgelegt

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Charlie Sheen spielt in dem spannenden Sci-Fi Thriller den Astronomen Zane Zaminksi (wer um Himmels willen läßt sich dermaßen beknackte Namen einfallen?), der ähnlich wie Jodie Foster in “Contact”, der festen Meinung ist, das es außerirdisches Leben gibt. Als er eines Nachts extraterrestische Signale auffängt, will ihm keiner glauben, erst recht nicht sein Chef, der ihn zur Belohnung auch noch entläßt. Als Zane aber hartnäckig weiterforscht, in dem er alle umliegenden Satelitenschüsseln als Empfänger “mißbraucht” hört er die gleichen Signale wieder, stellt allerdings fest, das diese aus Mexico stammen. Trotzdem ist er überzeugt davon, das diese nicht irdischen Ursprungs sind. Daraufhin versucht er vor Ort herauszufinden, was sich dahinter verbirgt. Doch die Wahrheit ist viel weitgreifender und erschreckender als angenommen.

Dawid Twohy, der mit “Pitch Black” zeigte, das er es versteht, aus wenig Budget viel zu machen und danach bewies, das man ihm auch besser nicht mehr Geld zur Verfügung stellen sollte (”Riddick”), schrieb auch gleich das Drehbuch zu dem spannenden, wenn auch nicht immer ganz logischn Streifen.Bild hinzufügen

Charlie Sheen sieht man eh immer gerne und auch Ron Silver, der meiner Meinung viel zu wenig gute Rollenangeote in Majorfilmen bekam, spielt seine Rolle als zwielichtiger Chef, der ein Geheimnis verbirgt, absolut überzeugend.

Sicher, die Effekte würden heute deutlich besser aussehen und an manchen Stellen merkt man dem Film das eher geringe Budget auch an, das macht ihn auf der anderen Seite aber auch symphatisch, zumal Twohy das durch gute Einfälle (ich sage nur “Staubsauger” und “Badewanne”) und ständig wechselnde Schauplätze wettmacht.

Die 110 Minuten gehen rum wie im Flug und man bekommt sofort Lust auf die Fortsetzung, die allerdings bei weitem nicht so gut ist wie der Vorgänger .

Wer diesen Film noch nicht gesehen hat und auf Geschichten um Außerirdische steht, kann getrost zugreifen.