Kalender

Mai 2018
M D M D F S S
« Apr    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv für den 02. Mai 2018

DAS LETZTE ABTEIL (Falcom Media/Alive)

am 02. Mai 2018 unter Drama, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

295240

Gretas Mutter ist weder tot noch lebendig. Seit vielen Jahren liegt sie im Koma und wird künstlich am Leben gehalten. Doch was ist das Leben wert, wenn es keine Hoffnung mehr gibt?  Diese Frage stellt sich auch ihre Tochter die gerade auf dem Weg nach Graz ins Krankenhaus ist, als plötzlich der Zug von einer Lawine erfasst wird und das letzte Abteil wegreißt. Nun sitzt sie dort in klirrender Kälte mit 5 anderen Herrschaften, die sich in diesem befanden und sucht verzweifelt einen Ausweg. Als dann plötzlich der Kopf eines Verblichenen gefunden wird, spitzt sich die Lage zu. Man versucht über die Kamera und das Telefon Hilfe zu rufen, die zunächst auch zugesagt wird, doch nach einer gewissen Zeit stellt man fest, das diese nie kommen wird. Doch warum?

Diese Zusammenfassung beschreibt nur etwa die Hälfte des Films, der danach eine überraschende Wendung bekommt, obwohl ich mir so etwas ähnliches schon gedacht hatte.

Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden vom Krankenhaus, in dem Gretas Mutter liegt und sie erzählt aus dem Off über sie. Das wirkt zunächst etwas störend, ergibt im Verlaufe des Streifens aber durchaus einen Sinn.

Regisseur Andreas Schaap will allerdings ein wenig zuviel. Neben einem Thriller und einem Drama, wollte er auch noch ein bisschen Mystery und Arthaus einbauen, was den Film dann im Endeffekt ein wenig zu gewollt künstlerisch aussehen lässt.

Das klingt allerdings schlechter als es tatsächlich ist, denn insgesamt hat der Streifen wirklich Potenzial. Aber es ist aufgrund der vielen Wendungen und Zeitsprüngen nicht einfach, den Geschehnissen zu folgen und man sollte den Film nicht schauen, wenn man schon müde ist, so wie das getan habe und dann irgendwann kapitulierte.

Deshalb habe ich ihn mir am nächsten Tag noch einmal von vorne angesehen und dann auch die Zusammenhänge begriffen.Trotzdem hat sich mir nicht alles erschlossen, was mich dazu ermutigt, diesen in einem halben Jahr nochmals herauszukramen

Fazit. Beginnt als normaler Thriller, ändert dann aber die Richtung. Wer meint, hier zwischendurch eine Toilettenpause machen zu können, ohne die Pause-Taste zu betätigen hat verloren. Hier ist 100%ige Aufmerksamkeit gefordert.

5-chucky223312233331111231314231232

05chucky11221112122131

HOUSE HARKER (Koch Media)

am 02. Mai 2018 unter Horror, Komödie abgelegt

bild96281

Die Brüder Charlie und Gerry Harker sind direkte Nachkommen des legendären Vampirjägers Jonathan Harker. Doch ihr Glaube an die Familiengeschichte rund um die Jagd auf Vampire macht sie in der heutigen Zeit nicht zu Helden, sondern zum Gespött der Stadt. Zudem gehen die Gelder aus und das Haus soll verkauft werden. Da kommt man auf eine geniale Idee. Mit Hilfe eines Schauspielers soll die Jagd auf einen „echten“ Vampir realisiert und gefilmt werden, was sicherlich mit einer netten finanziellen Spritze verbunden ist. Pech ist aber, das der engagierte Schauspieler wirklich auf der Hinfahrt auf einen Vampir trifft und dieser ihn um die Ecke bringt. Nun wartet eben ein echter Blutsauger auf die ahnungslosen Harkers…

HOUSE HARKER springt so ein wenig auf den Humor von TUCKER UND DALE auf, ohne jedoch dessen Qualität zu erreichen. Dafür sind leider einige Witze ziemliche Rohrkrepierer, andere komischerweise erstaunlich lustig. Ob da wieder die deutsche Synchronisation schale Gags eingebaut hat – es steht zu befürchten?

Die Idee an sich ist ganz putzig und das Finale ist mit der FSK Freigabe 16 fast schon grenzwertig. Vor 10 Jahren wäre der nicht mal ungeschnitten durchgegangen, doch bei Horrorkomödien ist man in der letzten Zeit doch etwas gnädiger geworden.

Die Charaktere sind zwar nicht wirklich glaubwürdig und die Nummer mit dem Stift hinter dem Ohr ziemlich bescheuert, dem entgegen stehen aber auch ein paar wirklich gelungene Einfälle.

Solche Filme sind dann immer schwer zu bewerten. Zudem tue ich mich grundsätzlich schwer mit Komödien aus dem Horrorgenre, weil sie einfach oft zu sehr in Quatsch abdriften. Dieser Film findet eine gesunde Mitte und ist recht unterhaltsam, wenn auch nicht der ganz große Wurf.

Scheinbar sind viele aber nicht meiner Meinung, denn die Kritiken in Internet sind erstaunlich gut.

4chucky112211131

DIE MORDE VON MADRID (Inseed Film/Alive)

am 02. Mai 2018 unter Thriller abgelegt

291693

Wir haben das Jahr 2011. Der Polizei droht viel Arbeit, denn anderthalb Millionen Pilger, die auf die Ankunft des Papstes warten, versammeln sich in der Metropole. Zur gleichen Zeit tötet ein Serienkiller ältere Damen, nachdem er vorher mit Ihnen Geschlechtsverkehr hatte – selbstverständlich ohne deren Einverständnis. Die Ermittler Velarde und Alfaro geraten schnell unter Druck, da diese Morde immer häufiger und in kürzeren Abständen erfolgen. Zudem soll das ganze der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden und die Geheimhaltung solcher Fälle ist nunmal schwierig. Die beiden sehr unterschiedlichen Cops haben es jedoch mit einer sehr gerissenen Person zu tun, doch dann begeht dieser einen Fehler…

Die Spanier sind bekannt dafür gute Thriller zu drehen, was gerade letztes Jahr mit dem fantastischen DER UNSICHTBARE GAST untermauert wurde – einer der besten Streifen die ich in den letzten Jahren gesehen habe.

Da kann DIE MORDE VON MADRID nicht mithalten. Die Geschichte ist zwar durchaus interessant, genauso wie die Auflösung und auch das recht konsequente Ende, doch bis man da mal hinkommt, sind sage und schreibe 2 Stunden vergangen.

Man verheddert sich zu viel in Nebensträngen und die Charakterzeichnungen der beiden Cops sind leider zu lang ausgefallen. Grundsätzlich heiße ich das ja gut, aber die Probleme die Alfaro zum Beispiel mit Frauen hat, bringen den Streifen in keinster Weise vorwärts, ebenso wenig wie die Ausraster seines Kollegen.

So bleibt unter dem Strich zwar kein schlechter Film, der nur einfach 30 Minuten zu lang geht, was schade ist, denn die Darsteller sind gut und auch die Story ist, wie bereits erwähnt, durchdacht. Dieses Phänomen beobachtet man allerdings öfters bei Filmen aus dem Land der Paella. Auch MÖRDERLAND war so ein Beispiel. Gute Geschichte, aber zu lang….

4chucky112211131

05chucky11221112122131