Kalender

April 2018
M D M D F S S
« Mrz   Mai »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv für den 10. April 2018

SHORTWAVE (Ion New Media)

am 10. April 2018 unter Drama, Horror abgelegt

SHORTWAVE-MOT-CREATIVE-3

Josh und Isabel können das spurlose Verschwinden ihrer kleinen Tochter auch nach 2 Jahren nicht verarbeiten und ziehen in ein abgelegenes Landhaus, das Joshs Chef ihnen zur Verfügung gestellt hat. Ihr Mann arbeitet an etwas sehr speziellem. Mit Hilfe von Radiokurzwellensignalen will er beweisen, das es Außerirdische gibt, die so über die Erde miteinander kommunizieren. Rein zufällig stellt sich heraus, das Isabel sehr zugänglich für diese Sache ist und bei Abhören dieser Signale von Visionen eingeholt wird, die teilweise recht schmerzhaft sind, ihr aber auch verraten, dass sie ihre Tochter wiedersehen kann. Doch so einfach ist das nicht, denn diese Experimente haben ungeahnte Auswirkungen auf alle Beteiligten.

Die Geschichte dieses Streifens ist so ziemlich das schrägste, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Alleine schon die Idee dass man mit Hilfe von Radiogeräten erforschen will, das Außerirdische Signale schicken und so kommunizieren ist schon reichlich abstrus..Dennoch macht der Film vieles richtig.

Da wäre zuerst der geniale elektronische Score zu nennen, der die Ereignisse geschickt untermalt. Die surrealistischen Elemente und die teilweise extrem schräge Geräuschkulisse tun ihr übriges.

Zudem baut der Regisseur hier ein interessantes Stilmittel ein. Jedesmal wenn man von diesen eben genannten Geräuschen heimgesucht wird (auch als Zuschauer), schwenkt er kurz darauf zum Beispiel auf den Wald, so dass auf diese nervigen Töne plötzlich totale Ruhe folgt. .

Angereichert ist das ganze mit surrealistischen Elementen. Allerdings muss man auch sagen, das gegen Ende doch einige Fragen offen bleiben, denn die Geschichte ist insgesamt wesentlich komplexer, als sie im ersten Moment scheint. Daher werde ich mir SHORTWAVE auch noch einmal anschauen, denn ich muss zugeben, das ich ein paar Sachen nicht verstanden habe. Der Showdown allerdings ist richtig gut.

Für Leute des stringenten Mainstreamkinos ist der Film daher auch ungeeignet, und auch den Zeitsprüngen ist teilweise nicht einfach zu folgen. Der Film beginnt als Drama und wandelt sich dann zu einem Horrorfilm, was er aber auch recht gut hinbekommt.

Fazit: Nicht so schräg wie ein Lynch Film, aber doch ungewöhnlich. Hier ist viel eigene Vorstellungskraft gefragt.

5-chucky223312233331111231314231232

05chucky11221112122131

KICKS (Universum Film)

am 10. April 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

p12809541_p_v8_ac

Kicks ist das authentische und eindringliche Porträt eines Jungen, der ein Mann werden muss, um auf der Straße zu überleben. Seien Familie ist sehr arm und er kann sich keine gescheiten Klamotten und im speziellen Schuhe leisten. Doch eines Tages erhält er die Möglichkeit an seine Traumboots zu kommen. Danach fühlt er sich wie ein anderer Mensch. Doch diese Freude ist nur von kurzer Dauer, denn ein paar Halbstarke verprügeln den schmächtigen Jungen und nehmen ihm die Schuhe wieder ab. Doch er ist fest entschlossen diese wiederzuholen, koste es was es wolle. Hilfe bekommt er hierbei von seinen beiden besten Freunden und seinen Cousins. Doch der Dieb ist nicht gerade ein netter Kerl und geht auch mal über Leichen.

Dass Markenschuhe ein Statussymbol sind, ist in Deutschland auch ein Phänomen. Wer hier keine Nike, Adidas oder Vans trägt, braucht sich in der Schule nicht blicken lassen, was ich als eine erschreckende Entwicklung empfinde.

In Amerika ist das ganze aber noch eine Spur schlimmer – hast du da keinen gescheiten Style, hast Du keine Chance bei einem Mädchen zu landen.

Als Hauptdarsteller hat man sich einen knuffigen Kerl besorgt, mit dem man mitfiebert und das nur weil er seine Schuhe haben will. Das klingt extrem banal, ist aber interessant und auch glaubwürdig erzählt. Gerade die Beweggründe werden deutlich herausgearbeitet.

Der Film besteht auch nur aus schwarzen Darstellern – ich kann mich zumindest nicht erinnern, eine weiße Person gesehen zu haben, auch das ist sicherlich genau so gewollt.

Was allerdings bei einem, nennen wir es mal Schwarzendrama, völlig überrascht, sind die eingefügten, surrealen Elemente mit dem Astronauten, der die Gefühle und die Wünsche des Jungen parallel aufzeigt. Ein wirklich interessantes Experiment, das sich aber überraschend gut in den Film einfügt.

So bleibt unter dem Strich eine eigentlich simple, ja fast schon zu simple Story, die aber smart und interessant umgesetzt wurde.

6-chucky1212222411341162224453222

A SILENT VOICE (Themroc/Av-Visionen)

am 10. April 2018 unter Drama abgelegt

299394

In der Grundschule ist Shoya Ishida ein recht fieses Kerlchen und ärgert gerne andere. Da kommt ihm die gehörlose Shoko Nishimiya, die neu in seine Klasse kommt, gerade recht und er mobbt sie nach Strich und Faden. Auch ihre Hörgeräte verschwinden, genau wie auch das Mädchen bald von der Schule. Wer diese entwendet hat, liegt auf der Hand. Seine Mutter muss sämtliche Kosten für die von ihrem Sohn zerstörten Hörgeräte tragen. Einige Jahre später, ist Shoya erwachsen geworden und in der höheren Stufe. Mittlerweile plagen ihn auch seine damaligen Taten so sehr, dass er sich sogar umbringen will. Doch dann beginnt Shoya zu arbeiten, um der Mutter den Schaden zu ersetzen und macht sich auf die Suche nach dem gemobbten Mädchen. Als er sie findet, will sie zunächst nichts von ihm wissen, doch er bleibt am Ball, denn er möchte unbedingt sein schlechtes Gewissen bereinigen. Doch ist eine Freundschaft zwischen den beiden möglich?

Ich bin nun wahrlich kein ANIME-Experte und kenne nur die Basics, die jeder so gesehen hat.Von daher ist so eine Review schon eine Herausforderung, da ich nahezu keine Vergleichswerte habe und mich aber auch nicht blamieren will.

Fangen wir also mit dem naheliegenden an: Der Streifen wäre auch sehr gut als Realfilm vorstellbar, denn das Thema Mobbing ist immer wieder aktuell und die Charaktere sind schon im Anime sehr gut ausgearbeitet – da bräuchte man gar nicht viel umschreiben.

Was mir auffiel ist, das die Stimmen extrem gut gewählt waren. In asiatischen Filmen allgemein sind die deutschen Sprecher teilweise so unterirdisch schlecht, dass sie einem den ganzen Film versauen. Hier ist das wirklich gelungen. Ob das der Standard bei Animes ist, vermag ich nicht zu sagen.

Gerade die Figur der Shoko ist meiner Meinung nach in ihrer Darstellung sehr gut gezeichnet und wenn sie ein Tränchen vergießt, wirkt das erschreckend echt. Auch die Idee mit den Kreuzen, also das der Junge um sich herum einfach keinen mehr wahrnimmt, fand ich sehr gelungen.

So bleibt unter dem Strich ein schöner, teilweiser herzzerreißender Streifen, der aber meiner Meinung nach 20 Minuten hätte kürzer ausfallen können.

Da ich im Internet überwiegend positives lese, kann ich mit meiner Bewertung nicht so falsch liegen. Da ich aber keine Vergleichsmöglichkeit habe entfällt her die typische Chucky Richtlinie, aber ich spreche dennoch eine klare Kaufempfehlung für den Streifen aus.