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Archiv des Monats April 2018

HOSTILE (Splendid)

am 17. April 2018 unter Drama, Horror abgelegt

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Juliette hat ein mieses Leben und verdient sich ihren Lebensunterhalt mit illegalen Geschäften. Zudem ist sie drogenabhängig. Dann lernt sie eher durch Zufall den smarten Jack kennen. Dieser verliebt sich in sie und versucht sie aus der Hölle, in der sie sich befindet herauszuholen.

Wir machen einen Sprung. Die Menschheit ist fast ausgestorben. Eine der wenigen Überlebenden der Apokalypse ist eben Juliette, die mit dem Geländewagen die Umgebung abfährt und nach Lebensmitteln sucht. Dann hat sie einen Unfall, bei dem sie sich überschlägt und das Bein bricht. Hilfe kann erst am nächsten morgen da sein. Und außerhalb des Wagens lauern fiese Mutanten, die nur darauf warten ihr nächstes Opfer in die Finger zu bekommen.

Die wohl skurrilste Genre-Mischung, die mir je unterkam, haben wir hier. Oder kennt jemand einen Mix aus Drama, Romanze und Endzeithorrorfilm? Also ich wüsste hier keine Referenz.

Das ganze beginnt auch nach dem großen Chemieunfall, der die Menschheit dahingerafft hat. Wie sie Jack kennenlernt, wird immer wieder in kurzen Rückblenden zwischendurch erzählt. Dieser Stil ist seit LOST sehr beliebt, denn das war eigentlich die erste Serie, die dies massenweise zeigte.

Natürlich nehmen diese Rückblicke immer wieder etwas das Tempo aus dem Streifen. Da diese aber interessant erzählt sind und sich daraus auch eine hervorragende Charakterentwicklung ergibt, sind sie als gelungen zu bewerten.

Das sich alle Teile des Filmes gerade gegen Ende so perfekt ergänzen ist sicherlich auch dem Geschick des Drehbuchautors zu verdanken, denn eigentlich kann dieser Genremix niemals gutgehen. Dazu gibt es noch einen Twist mit einer wirklichen Überraschung und einen sehr stimmigen Abschluss.

Zwar hat Regisseur Mathieu Turi schon an sehr vielen bekannten Filmen in verschiedenen Funktionen mitgewirkt, doch dieses hier ist sein Spielfilmdebüt.

Eine korrekte Bewertung zu finden ist hier sehr schwer, da vielen Horrorfreaks, die anderen Elemente nicht gefallen werden und Leuten, die gerne Dramen sehen, wohl kaum die Horrorelemente. Daher ist die Bewertung in diesem Falle eher sehr subjektiv, denn ich fand HOSTILE großartig. Daher

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All I See Is You (Universum Film)

am 17. April 2018 unter Drama abgelegt

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Gina ist nach einem Unfall blind und muss sich ganz auf ihren Ehemann James verlassen. Sie lebt mit ihm in Bangkok und ist eigentlich zufrieden, doch sie ist im Endeffekt immer ihrem Ehemann praktisch irgendwie ausgeliefert, der ihr ständig zur Seite stehen muss. Eines Tages dann bietet sich ihr die Gelegenheit das Augenlicht zumindest einseitig wiederzuerlangen. Mit Hilfe einer Hornhauttransplantation, gelingt es ihr, wieder sehen zu können. Als sie jedoch langsam wieder anfängt das Leben zu genießen, entfremdet sie sich immer mehr von ihrem Ehemann, denn jetzt wo sie alles selbst erledigen kann, ist sie nicht mehr auf ihn angewiesen und die Ehe gerät in die Krise.

Grundsätzlich ein interessanter Ansatz, den der Film zu bieten hat. Was ist wenn ein Mensch, der völlig auf einen anderen angewiesen ist, diesen im Grunde dann irgendwann nicht mehr braucht? Ändert sich dann das Verhältnis so sehr wie hier beschrieben?

Mit Marc Forster hat man hier natürlich den idealen Regisseur gewonnen, denn der Schweizer ist bekannt für sein Spiel mit Farben und Kameraeinstellungen, was ihm besonders in dem grandiosen STAY so gut gelang und dieses Können ist hier gefragt, wenn die Kamera aus Sicht der Protagonistin nach der OP agiert.

Dennoch bleibt der Film im Endeffekt unter seinen Möglichkeiten. Vielleicht hätte das eine oder andere Thrillerelement alles etwas verbessert, denn irgendwie bleibt man nach dem Streifen fragend zurück. Nicht das man sich gelangweilt hätte, aber hier wurde doch einiges verschenkt.

Trotz mehrfachem Anschauen habe ich das Ende nicht verstehen. VORSICHT SPOILER: Sollte mir jemand erklären können, wieso ihr Mann nach dem Song den Raum verlässt und das ganze dann vorbei ist, soll er mir dies bitte mitteilen. Vielleicht fehlt mir hierfür der nötige Intellekt.

Insgesamt ein ordentlicher Film, bei dem es aber praktisch an jeder Ecke aus dem Fernseher schreit, das hier mehr möglich gewesen wäre. Die Schauspieler und die Regie hingegen sind exzellent.

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LADY MACBETH (Koch Media)

am 17. April 2018 unter Drama abgelegt

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Im Jahr 1856 wird die Waise Katherine mit einem älteren Mann verheiratet, der jedoch wenig Interesse an ihr zeigt und sie bei jeder Gelegenheit drangsaliert, genau wie sein herrischer Vater. Als beide auf eine längere Reise gehen, blüht Katherine auf und begeht eine Affäre mit den Gutsarbeiter Sebastian. Doch als ihr Schwiegervater wieder auftaucht, weiß er darüber Bescheid. Damit das ganze nicht publik wird, sorgt sie dafür, dass er schnell aus dem Leben scheidet. Dann kehrt ihr Mann wieder zurück und auch den kann sie jetzt nicht gebrauchen. Nach und nach beseitigt sie alle, die ihr im Wege stehen, ihren Traum weiter zu leben, doch auch ihre Affäre beginnt an der Richtigkeit der Handlungen seiner Geliebten zu zweifeln.

Nun bin ich wahrlich nicht der Experte für klassische Verfilmungen, die einige Jahrhunderte zuvor spielen. Ich habe den Roman nicht gelesen und auch noch nie eine Verfilmung gesehen. Daher bezieht sich diese Rezension praktisch ohne jegliches Vorwissen auf diesen Streifen alleine.

Der Film kommt etwas schwer in die Gänge, was aber nicht ungewöhnlich ist, denn schließlich muss man als Zuschauer erst einmal die Verhältnisse durchschauen. Anscheinend war es üblich, das man sich im Mittelalter solche Frauen kaufte. Wieso ihr tyrannischer Ehemann allerdings kein Gefallen an ihr findet, erschließt sich mir nicht.

Jedoch ist LADY MACBETH auch kein reines Historiendrama, sondern streut hier und da auch einige Thrillerelemente ein. Das macht den Streifen in der zweiten Hälfte wesentlich interessanter.

Die mir komplett unbekannte Florence Pugh liefert hierbei eine hervorragende Leistung ab, denn sie muss schließlich 3 gänzlich unterschiedliche Phasen spielen. Erst die ungeliebte Ehefrau, dann das Aufblühen und danach auch noch die kühle und abgebrühte Mörderin und erledigt das alles sehr gut.

So bleibt unter dem Strich ein Historiendrama, das im Internet hoch gelobt wird. Ob diese Verfilmung mit anderen Mithalten kann oder wesentlich besser oder schlechter ist, kann ich, wie bereits erwähnt, nicht sagen. Jedenfalls ist der Streifen an sich sehenswert.

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AMERICAN PSYCHO 2 (Koch Media)

am 17. April 2018 unter Horror, Komödie abgelegt

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Die beinahe tödlich verlaufene Begegnung mit dem Ur-Psycho Patrick Bateman hat die junge Rachael Newman nachhaltig geprägt: Fasziniert von Mördern und deren Taten will sie an der Universität bei Ex-Agent Starkman alles dafür tun, um FBI-Profilerin zu werden. Ein Ziel, für das sie bald schon in die Fußstapfen ihrer Forschungsobjekte tritt und vom Opfer zur atemberaubend schönen Täterin wird…

Soweit der Pressetext, den ich mal dreist übernommen habe, einfach weil er alles gut zusammenfasst und der Streifen auch den meisten bekannt sein dürfte, da er immerhin schon 15 Jahre auf dem Buckel hat.

Das Problem für die damals vernichtenden Kritiken war sicherlich nicht der Film an sich, sondern die völlig beknackte Herleitung zu Bateman. Da wollte man nochmal schnell Geld verdienen und die meisten fielen ja auch darauf rein. Abgesehen von den ersten dusseligen 5 Minuten hat der Film aber GAR nichts mit dem ersten Teil zu tun und die sind auch an den Haaren herbeigezogen.

Betrachtet man den Streifen jedoch als völlig eigenständigen Film ist er durchaus unterhaltsam. Zudem handelt es sich hierbei ganz klar um eine Horrorkomödie, denn hier sind deutlich mehr Gags vorhanden, als das Spannung aufgebaut wird

Sogar Antischauspielerin Mila Kunis macht ihre Sache ganz ordentlich und William Shatner sieht man eh immer wieder gerne. Dazu gibt es ein recht originelles Ende.

Wäre der Film unter einem anderen Namen erschienen, hätte man ihn sicher besser befunden. Daher bezieht sich meine Bewertung auch auf den Streifen selbst und da dieser durchaus unterhaltsam ist gebe ich…

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SHORTWAVE (Ion New Media)

am 10. April 2018 unter Drama, Horror abgelegt

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Josh und Isabel können das spurlose Verschwinden ihrer kleinen Tochter auch nach 2 Jahren nicht verarbeiten und ziehen in ein abgelegenes Landhaus, das Joshs Chef ihnen zur Verfügung gestellt hat. Ihr Mann arbeitet an etwas sehr speziellem. Mit Hilfe von Radiokurzwellensignalen will er beweisen, das es Außerirdische gibt, die so über die Erde miteinander kommunizieren. Rein zufällig stellt sich heraus, das Isabel sehr zugänglich für diese Sache ist und bei Abhören dieser Signale von Visionen eingeholt wird, die teilweise recht schmerzhaft sind, ihr aber auch verraten, dass sie ihre Tochter wiedersehen kann. Doch so einfach ist das nicht, denn diese Experimente haben ungeahnte Auswirkungen auf alle Beteiligten.

Die Geschichte dieses Streifens ist so ziemlich das schrägste, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Alleine schon die Idee dass man mit Hilfe von Radiogeräten erforschen will, das Außerirdische Signale schicken und so kommunizieren ist schon reichlich abstrus..Dennoch macht der Film vieles richtig.

Da wäre zuerst der geniale elektronische Score zu nennen, der die Ereignisse geschickt untermalt. Die surrealistischen Elemente und die teilweise extrem schräge Geräuschkulisse tun ihr übriges.

Zudem baut der Regisseur hier ein interessantes Stilmittel ein. Jedesmal wenn man von diesen eben genannten Geräuschen heimgesucht wird (auch als Zuschauer), schwenkt er kurz darauf zum Beispiel auf den Wald, so dass auf diese nervigen Töne plötzlich totale Ruhe folgt. .

Angereichert ist das ganze mit surrealistischen Elementen. Allerdings muss man auch sagen, das gegen Ende doch einige Fragen offen bleiben, denn die Geschichte ist insgesamt wesentlich komplexer, als sie im ersten Moment scheint. Daher werde ich mir SHORTWAVE auch noch einmal anschauen, denn ich muss zugeben, das ich ein paar Sachen nicht verstanden habe. Der Showdown allerdings ist richtig gut.

Für Leute des stringenten Mainstreamkinos ist der Film daher auch ungeeignet, und auch den Zeitsprüngen ist teilweise nicht einfach zu folgen. Der Film beginnt als Drama und wandelt sich dann zu einem Horrorfilm, was er aber auch recht gut hinbekommt.

Fazit: Nicht so schräg wie ein Lynch Film, aber doch ungewöhnlich. Hier ist viel eigene Vorstellungskraft gefragt.

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KICKS (Universum Film)

am 10. April 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Kicks ist das authentische und eindringliche Porträt eines Jungen, der ein Mann werden muss, um auf der Straße zu überleben. Seien Familie ist sehr arm und er kann sich keine gescheiten Klamotten und im speziellen Schuhe leisten. Doch eines Tages erhält er die Möglichkeit an seine Traumboots zu kommen. Danach fühlt er sich wie ein anderer Mensch. Doch diese Freude ist nur von kurzer Dauer, denn ein paar Halbstarke verprügeln den schmächtigen Jungen und nehmen ihm die Schuhe wieder ab. Doch er ist fest entschlossen diese wiederzuholen, koste es was es wolle. Hilfe bekommt er hierbei von seinen beiden besten Freunden und seinen Cousins. Doch der Dieb ist nicht gerade ein netter Kerl und geht auch mal über Leichen.

Dass Markenschuhe ein Statussymbol sind, ist in Deutschland auch ein Phänomen. Wer hier keine Nike, Adidas oder Vans trägt, braucht sich in der Schule nicht blicken lassen, was ich als eine erschreckende Entwicklung empfinde.

In Amerika ist das ganze aber noch eine Spur schlimmer – hast du da keinen gescheiten Style, hast Du keine Chance bei einem Mädchen zu landen.

Als Hauptdarsteller hat man sich einen knuffigen Kerl besorgt, mit dem man mitfiebert und das nur weil er seine Schuhe haben will. Das klingt extrem banal, ist aber interessant und auch glaubwürdig erzählt. Gerade die Beweggründe werden deutlich herausgearbeitet.

Der Film besteht auch nur aus schwarzen Darstellern – ich kann mich zumindest nicht erinnern, eine weiße Person gesehen zu haben, auch das ist sicherlich genau so gewollt.

Was allerdings bei einem, nennen wir es mal Schwarzendrama, völlig überrascht, sind die eingefügten, surrealen Elemente mit dem Astronauten, der die Gefühle und die Wünsche des Jungen parallel aufzeigt. Ein wirklich interessantes Experiment, das sich aber überraschend gut in den Film einfügt.

So bleibt unter dem Strich eine eigentlich simple, ja fast schon zu simple Story, die aber smart und interessant umgesetzt wurde.

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A SILENT VOICE (Themroc/Av-Visionen)

am 10. April 2018 unter Drama abgelegt

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In der Grundschule ist Shoya Ishida ein recht fieses Kerlchen und ärgert gerne andere. Da kommt ihm die gehörlose Shoko Nishimiya, die neu in seine Klasse kommt, gerade recht und er mobbt sie nach Strich und Faden. Auch ihre Hörgeräte verschwinden, genau wie auch das Mädchen bald von der Schule. Wer diese entwendet hat, liegt auf der Hand. Seine Mutter muss sämtliche Kosten für die von ihrem Sohn zerstörten Hörgeräte tragen. Einige Jahre später, ist Shoya erwachsen geworden und in der höheren Stufe. Mittlerweile plagen ihn auch seine damaligen Taten so sehr, dass er sich sogar umbringen will. Doch dann beginnt Shoya zu arbeiten, um der Mutter den Schaden zu ersetzen und macht sich auf die Suche nach dem gemobbten Mädchen. Als er sie findet, will sie zunächst nichts von ihm wissen, doch er bleibt am Ball, denn er möchte unbedingt sein schlechtes Gewissen bereinigen. Doch ist eine Freundschaft zwischen den beiden möglich?

Ich bin nun wahrlich kein ANIME-Experte und kenne nur die Basics, die jeder so gesehen hat.Von daher ist so eine Review schon eine Herausforderung, da ich nahezu keine Vergleichswerte habe und mich aber auch nicht blamieren will.

Fangen wir also mit dem naheliegenden an: Der Streifen wäre auch sehr gut als Realfilm vorstellbar, denn das Thema Mobbing ist immer wieder aktuell und die Charaktere sind schon im Anime sehr gut ausgearbeitet – da bräuchte man gar nicht viel umschreiben.

Was mir auffiel ist, das die Stimmen extrem gut gewählt waren. In asiatischen Filmen allgemein sind die deutschen Sprecher teilweise so unterirdisch schlecht, dass sie einem den ganzen Film versauen. Hier ist das wirklich gelungen. Ob das der Standard bei Animes ist, vermag ich nicht zu sagen.

Gerade die Figur der Shoko ist meiner Meinung nach in ihrer Darstellung sehr gut gezeichnet und wenn sie ein Tränchen vergießt, wirkt das erschreckend echt. Auch die Idee mit den Kreuzen, also das der Junge um sich herum einfach keinen mehr wahrnimmt, fand ich sehr gelungen.

So bleibt unter dem Strich ein schöner, teilweiser herzzerreißender Streifen, der aber meiner Meinung nach 20 Minuten hätte kürzer ausfallen können.

Da ich im Internet überwiegend positives lese, kann ich mit meiner Bewertung nicht so falsch liegen. Da ich aber keine Vergleichsmöglichkeit habe entfällt her die typische Chucky Richtlinie, aber ich spreche dennoch eine klare Kaufempfehlung für den Streifen aus.