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BORG VS. MCENROE (Universum Film)

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Wir schreiben das Jahr 1980: Das Wimbledon-Endspiel steht an und könnte für den amtierenden Champion Borg ein Triumphzug werden, da 5 Siege noch nie jemand vor ihm geschafft hat. Borg jedoch ist ausgebrannt und obwohl erst 24, denkt er bereits ans Aufhören. Ihm im Nacken sitzt ein junger, aufstrebender Amerikaner Namens Mc Enroe, der hungrig auf seinen ersten großen Titel ist. Im Gegensatz zu dem eher introvertierten Borg, ist dieser ein Schreihals und legt sich ständig mit dem Schiedsrichter und den Zuschauern an. Es beginnt nicht nur ein sportliches Endspiel, sondern auch ein Psychoduell zwischen den beiden Kontrahenten.

Sportfilme sind eigentlich meistens interessant, weil man viele Geschichten eben nicht so gut kennt. Da ich selbst als kleiner Steppke immerhin mal Nummer 3 in meinem Bundesland meines Altersjahresganges war, habe ich zum Tennis natürlich einen besonderen Bezug. Zudem war ich immer Mc Enroe-Fan, weil ich es liebte, das mal jemand Krawall machte und nicht immer, wie die meisten, reglos über den Platz schlich.

In Sachen Besetzung hat man hier alles richtig gemacht, denn sowohl Shia LaBeauf (der privat auch nicht gerade als Leisetreter gilt) als auch Sverrir Gudnason sind perfekt besetzt und haben sich im Vorfeld gut mit ihren Charakteren auseinandergesetzt, denn sie ahmen deren Eigenarten und zum Beispiel die Aufschlagbewegungen perfekt nach. Auch optisch hat man das (insbesondere bei Gudnason) gut hinbekommen.

Beide Sportler, die damals als große Rivalen galten und in der Presse sogar als Feinde dargestellt wurden, verstehen sich heute blendend, denn Borg ist sogar Mc Enroes Trauzeuge. Letzterer war mit dem Streifen auch nicht zufrieden, weil er die Dinge nicht so empfand, wie sie dargestellt wurden, während Borg meinte, das dies doch der Realität schon sehr nahekam.

Ein bisschen stressig sind die Schnitte während des Tennisspiels. Klar man schneidet immer wieder Originalszenen und nachgestellte dazu und muss da natürlich schnell cutten, damit man keinen Unterschied sieht, aber manchmal ist mir das zu hektisch.

Unter dem Strich ein interessantes Sportlerdrama, das allerdings doch eher Tennisfans interessieren dürfte. Einige Nebenfiguren wie zum Beispiel Peter Flemming, der später Doppelpartner Mc Enroes wurde und mit ihm totel auf Titel holte, werden nur kurz angeschnitten und wenn jemand sich nicht auskennt, weiß er gar nicht wer diejenige Person nun gerade ist und welchen Stellenwert sie hat. Zudem ist die Geschichte insgesamt etwas sehr auf den Schweden fixiert und nicht ganz ausgewogen. Trotzdem auf jeden Fall sehenswert, alleine wegen des Flairs.

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