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Archiv für den 27. März 2018

NIGHTMARE – SCHLAF NICHT EIN (Tiberius Film)

am 27. März 2018 unter Horror abgelegt

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Alice ist eine junge Ärztin, die in einem Schlaflabor arbeitet. Da sie selbst mit schlimmen Träumen zu kämpfen hat, seit ihr Bruder aus dem Fenster stürzte, versucht sie auch anderen zu helfen, die, die gleichen Probleme haben. Als sie eines Tages von einer verzweifelten Familie aufgesucht wird, die seltsamerweise komplett unter grauenhaften Alpträumen leidet, versucht sie, ihnen zu helfen und geht an diese Sache natürlich rein wissenschaftlich heran, doch sie muss bald feststellen, das sie hiermit nicht weiterkommt. Mit zunehmender Dauer erkennt sie, dass die Geschichte der Familie den gleichen Hintergrund hat, wie ihre eigene, doch wie soll man etwas übersinnliches bekämpfen, das einen im Schlaf heimsucht? Irgendwann muss eben jeder Mensch mal schlafen.

Der Streifen heißt in Original SLUMBER, was wesentlich besser passt, als der deutsche Verleihtitel, der wohl versucht, hier Assoziationen mit Freddy zu wecken, was aber kompletter Unfug ist.

Denn dieser Film hier glänzt mit einer sehr schönen Atmosphäre und subtilem Horror ohne große Gewaltexzesse und erinnerte mich in seiner ganzen Machart ein wenig an BABADOOK.

Gemeinsam hat er mit diesem auch teilweise grottenschlechte Kritiken (Babadook hat bei amazon einen völlig unverständlichen Schnitt von 2,4), denn bei imdb gibt es hierfür zum Zeitpunkt dieser Kritik eine lächerliche 4,7. Haben die alle einen anderen Film gesehen?

Maggie Q, bekannt geworden mit den drei Teilen der „Bestimmung“, liefert als junge Psychologin eine exzellente Leistung ab. Dieser Rolle ist komplett anders gelagert, als die vorherigen und zeigt sie von einer völlig anderen Seite.

Ob man diesen merkwürdigen alten Mann kurz vor Ende, der so bescheuert spricht wirklich mit hätte einbringen müssen, weiß ich nicht, denn dieser Charakter wirkt mir arg überzeichnet, auch wenn er eine wichtige Rolle spielt bei der Auflösung.

Trotz der kleinen Mängel in der B-Note ein kleiner Geheimtipp, für Menschen denen Atmosphäre wichtiger ist als Blutvergießen. Die Szenen im Schlaflabor sind absolut klasse und stellen die Highlights des Streifens dar.

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BOY MISSING (Koch Media)

am 27. März 2018 unter Thriller abgelegt

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Das Leben der erfolgreichen Anwältin Patricia de Lucas wird schlagartig zum Alptraum, denn ihr kleiner Sohn Víctor ist spurlos verschwunden und die ansonsten toughe Frau wird von Ängsten heimgesucht, dass ihrem kleinen etwas passiert ist. Doch einige Stunden später taucht Víctor bereits wieder auf. Er blutet zwar am Kopf und ist komplett verwirrt – ansonsten scheint es ihm aber gut zu gehen. Er erzählt, das er von einem Unbekannten entführt und dann wieder frei gelassen wurde. Nach seinen Angaben wird dann ein Phantombild erstellt, das relativ eindeutig auf einen bekannten Straftäter hinweist. Schnell allerdings stellt sich heraus, das hier viele Dinge ganz anders sind, als sie zunächst scheinen.

Die Spanier, das habe ich auch schon öfters erwähnt, haben in den letzten Jahren enorm aufgeholt. In den 90er Jahren eher belächelt, wird die Qualität der Filme aus dem Land der Paella immer besser.

Nachdem zunächst gelungene schwarze Komödien (zumeist von Alex de la Iglesias) und Horrorfilme wie NAMELESSS für Furore sorgten, hat man sich in den letzten Jahren auf Thriller spezialisiert, wobei insbesondere der Name Oriol Paulo immer wieder positiv auffällt.

Nach den beiden genialen Geschichten von THE BODY und DER UNSICHTBARE GAST, der zu den besten Thrillern gehört, die ich jemals gesehen habe, legt er auch hier wieder eine wendungsreiche und interessante Geschichte vor und ich denke irgendwann wird auch Hollywood diesen begabten Schreiber entdecken.

Ähnlich wie bei vorgenannten Filmen ergeben sich immer wieder Twists, die man nicht voraussehen kann – einer der größten Stärken von Oriol Paulo. Immer wenn man glaubt man weiß was als nächstes passiert kommt es doch ganz anders, was in oben aufgeführten Filmen sogar noch etwas extremer war.

BOY MISSING ist ein überraschender und spannender Thriller, der am Ende mit einer wirklich originellen Schlusspointe aufwartet, auf die nun wahrlich kein Mensch kommen kann. Wie alle Filme in denen Oriol Paulo mitwirkt eine Empfehlung wert.

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LINE OF DUTY – STAFFEL 4 (Justbridge)

am 27. März 2018 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Nachdem sie nun schon seit Monaten auf der Jagd nach einem Serienmörder ist, steht DCI Roz Huntley unter immensem Druck, denn ihre Chefs wollen nun endlich Resultate sehen. Als eine weitere Frau entführt wird, hat man schnell einen Schuldigen gefunden, nämlich einen eher geistig einfach strukturierten jungen Mann, der schon einmal wegen Belästigung aufgefallen ist. Roz ignoriert eindeutige forensische Beweise, auf die sie ihr Kollege hinweist, nur um einen Schuldigen präsentieren zu können und schreckt sogar vor Mord an ihrem Kollegen nicht zurück. Der kommt leider zu spät, denn dieser Forensiker dem sie um die Ecke bringt, war bereits mit der AC-12 in Verbindung getreten Deren Super Intendant Hastings schleust daraufhin DS Kate Fleming dort ein, um undercover zu ermitteln, während DS Steve Arnott von außen Druck aufbaut um Roz in die Enge zu treiben. Doch die ist mit allen Wassern gewaschen.

Mittlerweile geht LINE OF DUTY in die vierte Runde und es ist erstaunlich, das diese Serie nicht an Qualität verliert. Die mit Abstand schwächste Staffel war Nummer 1, die ich immer noch gut fand, jedoch waren die beiden Nachfolger, die inhaltlich zusammenhingen schon grandios. Mit der neuen Staffel hält man hier problemlos das hohe Niveau.

Glücklicherweise konnte man auch das gesamte, altbekannte Team wieder bewegen, bei dieser Staffel mitzuspielen, was dem Ganzen natürlich zu Gute kommt, weil man die Hintergründe der Personen schon kennt.

Sollte jemand allerdings die vorhergegangen Staffeln nicht kennen, kann man dem Geschehen trotzdem folgen, da sich nichts auf früheres bezieht und das hier ein wirklich eigenständiger Fall ist.

Mit dabei sind wieder Vicky Mc Clure und Martin Compston, die beide als Team perfekt funktionieren und die ihren Charakteren eine hohe Glaubwürdigkeit verleihen, so dass sich LINE OF DUTY nach SPOOS und HAUTNAH zu einer meiner Lieblingsserien aus GB entwickelt hat.

Leider ist aber wohl nach dieser Staffel Schluss, denn die Einschaltquoten waren nicht sehr gut und es wurden überhaupt nur weitere produziert, weil die Kritiken sich überschlugen. Das ist ähnlich wie hier in Deutschland, wo man die besten Serien einstampft, totaler Müll aber merkwürdigerweise endlos läuft (von wenigen Ausnahmen abgesehen).

Wer die Serie nicht kennt, sollte sich die Gesamtbox zulegen, denn die Entwicklung der Charaktere ist durchaus interessant und die Serie wird immer besser.

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Der Holcroft-Vertrag (Koch Media)

am 27. März 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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40 Jahre nach Kriegsende soll die unvorstellbare Summe von satten 4 Billionen Dollar an den New Yorker Architekten Noel Holcroft übergehen, dessen Vater einer der Finanzberater Hitlers war. Angeblich soll das Geld dazu dienen, Opfer des Holocausts zu unterstützen. Als diverse Attentate auf ihn verübt werden, beginnt er schon zu ahnen, das die Kohle für ganz andere Dinge verwendet werden soll und Leute etwas dagegen haben, das er die Summe bekommt. Nach diversen Nachforschungen kommt heraus, das es dafür gedacht ist, ein Viertes Reich zu schaffen.

Die Geschichte dieses Streifens ist wirklich originell. Zudem muss ich zugeben, den Film noch niemals gehört, geschweige denn gesehen zu haben und war doch sehr überrascht, denn statt einem altbackenen Krimi gibt es hier wirklich einen interessanten und wendungsreichen Thriller zu sehen, von dem ich allerdings, wenn man die Kleidung und ähnliches betrachtet, davon ausging, das er aus den 70ern stammt. Er entstand jedoch 1985.

Michael Caine sieht man eh immer gerne und auch die Nebendarsteller, die mir allerdings größtenteils ebenso unbekannt sind wie der Streifen selbst, spielen überzeugend. Einer der seltenen Fälle in denen ein Film aus den 80ern die Zeit gut überstanden hat, denn auch die Dialoge sind nicht so grässlich wie bei vielen Filmen, die, wenn man sie heute sieht, einfach nur bescheuert wirken, obwohl man diese mal toll fand.

Die vorliegende Blu Ray weist ein hervorragendes Bild auf. Hier sieht man nicht das geringste Rauschen oder Grieseln – würde man die Klamotten und die Synchronisation verändern, würde man nicht glauben, dass dieser Streifen schon 33 Jahre auf dem Buckel hat.

So ist dieser Film im Gesamtpaket nicht nur für diejenigen interessant, die ihn schon immer gut fanden, sondern auch für Freunde ungewöhnlicher Geschichten, die ihn eben noch nicht kennen.

Vielleicht kann mir mal jemand erklären, wieso der Film auch schon unter dem Namen 40 Millionen Dollar-Mann vor einigen Jahren erschien…