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Archiv für den 07. März 2018

BORG VS. MCENROE (Universum Film)

am 07. März 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1980: Das Wimbledon-Endspiel steht an und könnte für den amtierenden Champion Borg ein Triumphzug werden, da 5 Siege noch nie jemand vor ihm geschafft hat. Borg jedoch ist ausgebrannt und obwohl erst 24, denkt er bereits ans Aufhören. Ihm im Nacken sitzt ein junger, aufstrebender Amerikaner Namens Mc Enroe, der hungrig auf seinen ersten großen Titel ist. Im Gegensatz zu dem eher introvertierten Borg, ist dieser ein Schreihals und legt sich ständig mit dem Schiedsrichter und den Zuschauern an. Es beginnt nicht nur ein sportliches Endspiel, sondern auch ein Psychoduell zwischen den beiden Kontrahenten.

Sportfilme sind eigentlich meistens interessant, weil man viele Geschichten eben nicht so gut kennt. Da ich selbst als kleiner Steppke immerhin mal Nummer 3 in meinem Bundesland meines Altersjahresganges war, habe ich zum Tennis natürlich einen besonderen Bezug. Zudem war ich immer Mc Enroe-Fan, weil ich es liebte, das mal jemand Krawall machte und nicht immer, wie die meisten, reglos über den Platz schlich.

In Sachen Besetzung hat man hier alles richtig gemacht, denn sowohl Shia LaBeauf (der privat auch nicht gerade als Leisetreter gilt) als auch Sverrir Gudnason sind perfekt besetzt und haben sich im Vorfeld gut mit ihren Charakteren auseinandergesetzt, denn sie ahmen deren Eigenarten und zum Beispiel die Aufschlagbewegungen perfekt nach. Auch optisch hat man das (insbesondere bei Gudnason) gut hinbekommen.

Beide Sportler, die damals als große Rivalen galten und in der Presse sogar als Feinde dargestellt wurden, verstehen sich heute blendend, denn Borg ist sogar Mc Enroes Trauzeuge. Letzterer war mit dem Streifen auch nicht zufrieden, weil er die Dinge nicht so empfand, wie sie dargestellt wurden, während Borg meinte, das dies doch der Realität schon sehr nahekam.

Ein bisschen stressig sind die Schnitte während des Tennisspiels. Klar man schneidet immer wieder Originalszenen und nachgestellte dazu und muss da natürlich schnell cutten, damit man keinen Unterschied sieht, aber manchmal ist mir das zu hektisch.

Unter dem Strich ein interessantes Sportlerdrama, das allerdings doch eher Tennisfans interessieren dürfte. Einige Nebenfiguren wie zum Beispiel Peter Flemming, der später Doppelpartner Mc Enroes wurde und mit ihm totel auf Titel holte, werden nur kurz angeschnitten und wenn jemand sich nicht auskennt, weiß er gar nicht wer diejenige Person nun gerade ist und welchen Stellenwert sie hat. Zudem ist die Geschichte insgesamt etwas sehr auf den Schweden fixiert und nicht ganz ausgewogen. Trotzdem auf jeden Fall sehenswert, alleine wegen des Flairs.

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DIE KILLERBRIGADE (Koch Media)

am 07. März 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Ende der 80er Jahre beginnt der Kalte Krieg langsam abzunehmen, was einigen Herrschaften gar nicht passt, denn Sergeant Gallagher findet heraus, das ein Attentat auf den russischen Generalsekretär verübt werden soll, während er den amerikanischen Präsidenten trifft. Gallagher versucht das mit Hilfe einer Freundin zu verhindern, doch das Komplott reicht bis in die höchsten Kreise, und bald weiß er nicht mehr, wem er noch trauen kann.

Der Streifen ist aus dem Jahre 1989 und spielt im noch zweigeteilten Berlin. Daher sind einige Aufnahmen sehr interessant.

Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, gerade aus dieser Zeit, ist KILLERBRIGADE auch heute noch sehr gut ansehbar, wenn auch einige Sprüche etwas altbacken wirken und man sich so heute nicht mehr ausdrücken würde.

Doch die Geschichte ist irgendwie immer noch aktuell und auch heute ist das Verhältnis zu Russland, auch von Seiten Deutschlands, ja durchaus wieder angespannter.

Regisseur Andrew Davis hatte wenige Jahre später seinen großen Durchbruch mit AUF DER FLUCHT und AUF DER JAGD, zeigte hier aber schon was er kann, denn der Streifen ist durchaus spannend.

Gene Hackman ist hier mal wieder in einer Paraderolle zu sehen. Ich finde irgendwie, das der Mann in die Rolle eines Militärangestellten einfach am besten passt. Tommy Lee Jones spielt eine kleine, aber wichtige Nebenrolle.

Das Bild des Films wurde ausgezeichnet restauriert, nur ganz am Anfang ist er etwas grobkörnig, danach sieht er aber beinahe aus wie eine neuere Produktion, der Ton ist angemessen.

Ich muss zugeben, das ich den Streifen noch nie gesehen hatte, von daher war ich doch überrascht, wie gut er die Zeit überlebt hat.

BAD BANKS (Av Visionen)

am 07. März 2018 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Im Zentrum der Geschichte steht die junge, hochbegabte Investmentbankerin Jana Liekam, die bei einer internationalen Großbank in Luxemburg arbeitet. Als sie für den Fehler eines anderen gefeuert wird, vermittelt ihre Ex-Chefin Christelle Leblanc ihr einen Job bei einer Bank in Frankfurt. Leblanc ist es auch, die Jana den Tipp für ein hochattraktives, aber äußerst riskantes Geschäft gibt, mit dem sie ihren neuen Chef Gabriel Fenger so sehr beeindruckt, dass er ihr die Leitung des Projektes überträgt. Allerdings tut die Dame das alles nicht ohne Gegenleistung, denn Jana soll Beweise dafür sammeln, dass die Firma Dreck am Stecken hat. So wird der Druck auf sie immer größer, denn das Projekt muss in wenigen Wochen fertig sein und die Zeit rinnt unaufhaltsam weiter. Zudem muss sie sich irgendwann entscheiden, ob sie ihrem Chef treu bleibt oder Leblanc ihre Geheimnisse preisgibt.

Ich hätte mir die Serie gar nicht angesehen, wäre sie mir nicht von Helmut M. empfohlen worden, den ich hiermit ganz herzlich grüße.

Auch wenn man in einigen Abschnitten nicht ganz folgen kann, weil man eben kein Insider ist und viele Fachbegriffe und Gespräche nicht versteht, ist die Serie durchweg spannend.

Als Glücksgriff erweist sich die Besetzung von Desiree Nosbusch, die als leicht angegraute Eminenz dem ganzen einen enormen Stil verleiht. Auch das Kommissar Rex Herrchen Tobias Moretti habe ich noch nie so gut gesehen. Die Hauptdarstellerin Paula Beer hat zwar schon in einigen Filmen mitgewirkt, die habe ich aber alle nicht gesehen und auch sie hat mich vollkommen überzeugt.

Selten hat man aus deutschen Landen ein so gutes Drehbuch mit ständigen Wendungen verfilmt gesehen, das mit großer Suchtgefahr einhergeht, denn eigentlich will man immer wieder sofort wissen, wie es weitergeht, doch 5 Stunden am Stück waren mir dann doch zu lang.

Das Ende hat man ebenfalls geschickt offen gelassen und zwar so, das die Geschichte zwar abgeschlossen, aber eine zweite Staffel durchaus noch im Bereich des Möglichen liegt, was sehr wünschenswert wäre, denn nachdem man schon die genialen CLUB DER ROTEN BÄNDER eingestellt hat (warum verstehe ich bis heute nicht) gibt es hier auch mal wieder Thrillerkost, die weit über Tatort-Niveau hinausgeht.

Fazit: So gut kann deutsches Fernsehen sein, was man eigentlich gar nicht mehr gewohnt ist. Menschen die sich diese Serie nicht gleich kaufen möchten, können sie in der Mediathek der ZDF abrufen. Eine Anschaffung lohnt sich aber definitiv. In wie weit das alles realistisch ist, vermag ich jedoch nicht zu sagen.

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IMMIGRATION GAME (Universum Film)

am 07. März 2018 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Europa in einer nahen Zukunft: Kein Land nimmt noch Flüchtlinge auf, außer Deutschland, allerdings muss man hierfür erst einen Spießrutenlauf überstehen. Um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten, wird man in der Fernsehsendung „Immigration Game“ eingesetzt. Wer als „Runner“ bei diesem Spiel mitmacht, wird am Berliner Stadtrand ausgesetzt und muss sich seinen lebensgefährlichen Weg bis zum Fernsehturm bahnen. Besonderen Anreiz für den deutschen Bürger – er kann ein Preisgeld einheimsen, für jeden Flüchtling den er tötet. Als der Versicherungsangestellte Joe einem hilft und dabei in Notwehr einen „Hunter“ tötet, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Es sei denn, er nimmt selbst als „Runner“ teil.

Das hört sich eigentlich ganz interessant an und Potenzial ist durchaus vorhanden, doch leider kein Budget. Auch wenn ich ja normalerweise ein Herz für B-Movies habe, wirkt das hier noch etwas sehr preisgünstig. Zudem haben die Darsteller alle merkwürdige Stimmen, was um so seltsamer ist, da es eine deutsche Produktion ist. Ich habe keinen der Hauptpersonen übrigens jemals vorher gesehen.

Zudem kann sich der Film nicht entscheiden, ob er jetzt ein Drama oder Thriller sein möchte. Und die Systemkritik ist weit hergeholt.

Natürlich sind Bezüge zu aktuellen Ereignissen hier gewollt, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das die neuen Gäste mal so etwas durchmachen müssen, da sie in Deutschland ja doch eher sehr wohlwollend aufgenommen werden.

Bevor ich aber zu politisch werde fasse ich das ganze mal als „netter Versuch einer Zukunftsutopie“ ab, der es aber sowohl an einer guten Kamera (hier wird gewackelt bis einem schwindelig ist) als auch an einem gescheiten Drehbuch fehlt.

2chuckys

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