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Archiv des Monats März 2018

ENTITY (Koch Media)

am 31. März 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Was kann schlimmer sein als die Angst vor dem nicht Sichtbaren? Die alleinerziehende Carla Moran führt ein beschauliches Leben, mit ihren 3 Kindern, bis sie eines Nachts von einem unsichtbaren Wesen vergewaltigt wird. Natürlich glaubt ihr das niemand und auch sie selbst vermutet, dass es nur ein schrecklicher Albtraum war, doch als sich diese Ereignisse häufen, sucht sie einen Psychiater auf, der natürlich ganz anders ansetzt und vieles auf ihr schwieriges Leben zurückführt, das sie in der Kindheit hatte. Als das Wesen dann auch noch die ganze Wohnung verwüstet und die sexuellen Attacken unerträglich werden, sucht Carla Experten für Parapsychologie auf.

Es gibt Filme die stehen schon ewig lange auf meiner Wunschliste. Das Versprechen der Firmen, das alle Streifen, die es mal auf DVD gab, bis Ende 2017 auch im Handel als Blu Ray erhältlich sein werden, erwies sich dabei als Schwachsinn, da gerade die Majors an so Kleinkrams gar nicht interessiert sind.

ENTITY ist aber immerhin 35 Jahre alt und solche Streifen fallen leider sehr oft durch den TEST OF TIME, weil sie einfach nicht mehr das nötige Grauen vermitteln, wie es viele der Filme heute tun. THE FOG ist zB ein Beispiel, das dieses Problem nicht hat, den kann man auch heute noch super schauen und so auch ENTITY.

Das liegt vor allem an der guten Darstellung der Barbara Hershey und an dem genialen Soundtrack, der die spannenden Szenen und die Angriffe perfekt untermalt. Auch die Synchronisation wirkt nicht so altbacken wie bei vielen Filmen dieser Dekade.

Das es sich hier um eine wahre Geschichte handelt, ist natürlich unglaublich, doch man kann dies überall nachlesen und auch die damaligen Parapsychologen äußern sich im Internet dazu und können es sich bis heute nicht erklären.

Nach dem Umzug der Familie wurden die Attacken sanfter und seltener, warum? Das weiß auch bis heute niemand…..

Fazit: Unbedingt kaufen, da auch das Bild, abgesehen von einigen Blitzern, sehr gut restauriert wurde.

4 BLOCKS (AV Visionen)

am 31. März 2018 unter Drama, Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Ali “Toni” Hamady ist der Anführer eines arabischen Familienclans, bei dem alle Fäden des organisierten Verbrechens in Neukölln und Umgebung zusammenlaufen. Eigentlich möchte er aber mit dem ganzen Mist aufhören und ein friedliches Leben mit Frau und Kind verbringen. Ganz anders sein Bruder, der gewalttätige Abbas, dem das Leben sehr viel Spaß bereitet. Dann trifft Toni seinen alten Freund Vince wieder und integriert ihn als Person seines Vertrauens in die Organisation. Er weiß jedoch nicht, das dieser ein Undercoverspitzel der Polizei ist. Abbas begegnet ihm auch mit Misstrauen. Als der Schwager der beiden verhaftet wird, und es auch noch einen Krieg mit einer Rockerbande gibt, die ebenfalls den Bezirk für sich beansprucht, kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen, bei denen es auch Tote gibt.

Als ich mehrfach las DIE BESTE DEUTSCHE SERIE ALLER ZEITEN wurde ich schon stutzig, denn das ist nun schon ein hoher Anspruch. Nicht das die Deutschen jetzt bekannt dafür wären originelle und spannende Serien zu produzieren (müsste echt überlegen ob ich 5 zusammenbekomme) aber das Wort „beste“ schreckt mich immer ab, weil man dann oft enttäuscht wird. In diesem Fall nicht.

4 Blocks ist spannende Unterhaltung mit exzellenten Schauspielern, von denen vor allem Frederick Lau in einer für ihn ungewöhnlichen Rolle zu sehen ist, da er sonst eher viel quatscht und zappelt, wie z.b. in VICTORIA. Hier spielt er sehr zurückhaltend und kommt mit wenigen Worten aus.

Natürlich kann 4 Blocks einige Klischees nicht umschiffen. Alle Araber hören deutschen Hiphop oder sagen 10 mal am Tag „Bruder“ und „ich schwöre“ usw. Auch das Aussehen mancher Darsteller wirkt etwas aufgesetzt.

Das sind jedoch nur Abzüge in der B-Note. Die ersten 4 Folgen sind sehr gelungen, die letzten beiden würde ich wirklich als das beste bezeichnen, was ich aus Deutschland seit langem gesehen habe, denn da spitzt sich die Lage zu und es wird richtig spannend.

Angeblich soll es eine Fortsetzung geben, wobei ich mir das nur schwer vorstellen kann, wenn ich mir so die Entwicklungen gegen Ende anschaue und ob diese so gut wird wie der Vorgänger, bleibt dann auch abzuwarten.

Insgesamt vergebe ich 7 Chuckies, und das obwohl ich die ganze Zeit mit deutschem Hiphop vollgenudelt wurde, für den es normalerweise schon 3 Abzug gäbe – einfach nur grauslig diese Musik. In diesem Kontext passt sie aber eben gut und stört nicht wirklich, sondern untermauert das Geschehen.

Eine Warnung noch. Die FSK 16 Freigabe ist grenzwertig, denn der Streifen ist an manchen Stellen extrem brutal und sogar teilweise sadistisch. Also zartbesaitete Gemüter sollten besser beim Tatort bleiben.

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MIDNIGHT MAN (Universum Film)

am 31. März 2018 unter Horror abgelegt

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Alex ist ein Teenager, die bei ihrer geistig verwirrten Großmutter lebt. Als sie zusammen mit einem Freund den Dachboden durchsucht, finden sie eine Spielanleitung, die bei richtiger Anwendung den „Midnight Man“ erwachen lässt, ein fieses Wesen, das jedermanns schlimmste Albträume wahr werden lässt. Natürlich hält man das alles nur für Unsinn und spielt das ganze mal durch. Aber wie das nunmal so ist, kommt dann doch ein recht gemeines Wesen zum Vorschein. Hilfe sucht man bei Dr. Goodberry, der sich eigentlich um Großmutter Anna kümmert, der aber ebenfalls über dieses Spiel Bescheid weiß – kann er das ganze stoppen?

Teenager spielen Spiele, die sie auf dem Dachboden finden, das hatten wir bereits gefühlte 10000 Mal. Anscheinend schauen die aber nie Horrorfilme, denn dann wüssten sie, das das böse enden kann.

BYE BYE MAN, CANDYMAN, MIDNIGHT MAN, Hauptsache irgend ein Man, der irgend etwas böses anstellt. Originalität geht sicherlich anders.

Lil Shaye, die in den letzten Jahren ähnlich wie Donald Pleasence, eine zweite Karriere hinlegt und in nahezu jedem Horrorfilm dabei ist, spielt die senile alte Oma hervorragend – einen etwas längeren Gastauftritt hat Freddy Krüger Darsteller Robert Englund.

Das ist nicht schlecht gemacht, die Atmosphäre ist auch ganz nett, zumal sich alles in dem Haus abspielt und man nahezu keine Außenszene hat – aber es war eben schon so oft da.

Für Menschen die nur alle 2 Jahre mal einen Horrorfilm schauen, mag das aufregend sein, für die erfahrenen Freaks ist das ein Streifen, der zwar handwerklich ordentlich gemacht ist, aber so originell wie die leeren Versprechungen der Bundeskanzlerin – alles schon zig mal da gewesen.

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SHOCK WAVE (Koch Media)

am 31. März 2018 unter Action, Thriller abgelegt

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Cheung gilt als bester Mann im Polizeidezernat, wenn es um die Entschärfung von Bomben geht. Und seine Qualitäten werden gebraucht, als in Hongkong eine Bombe nach der nächsten gefunden wird. Schnell stellt sich heraus, das dies kein Zufall ist, sondern das der Bandenchef Blast dahinter steckt. In seiner Gang hatte sich Cheung vor Jahren undercover eingeschleust, ihn verraten und dabei seinen Bruder festgenommen. Dieser will jetzt Rache und seinen inhaftierten Verwandten zurück. Für dieses Vorhaben hat er den Cross-Harbour-Tunnel blockiert und hunderte Geiseln genommen. Wenn die Bomben hier hochgehen, liegt die ganze Umgebung in Schutt und Asche und es werden jede Menge Menschen dabei draufgehen.

Ich kann mich nicht erinnern, Andy Lau mal in einem schlechten Film gesehen zu haben. Der beste Schauspieler, den Hongkong zu bieten hat, produzierte SHOCK WAVE auch gleich mit.

Die Filme in denen der beliebte Darsteller mitwirkt sind dafür bekannt, eher amerikanischen Vorbildern zu folgen und so zum Beispiel auch europäischen Sehgewohnheiten gerecht zu werden.

SHOCK WAVE ist ein gradliniger Action-Thriller, mit reichlich Spannungsmomenten und eben einem grandiosen Hauptdarsteller, der, man kann es kann glauben, mittlerweile bereits 56 Jahre alt ist. Wenn man ihn so sieht, könnte man meinen er ist bestenfalls Mitte 30.

Der Unterschied zu den amerikanischen Vorbildern ist wie so oft das Budget, denn hier wurden nur etwa 20 Millionen investiert. Damit wäre Hollywood nicht annähernd ausgekommen, obwohl der Film sich in Sachen Explosionen und Effekten wahrlich nicht verstecken muss.

Sehr gelungen ist die Synchronisation. Auch wenn man das nicht unbedingt erwähnen muss, sondern eigentlich voraussetzen sollte, stellte sich in der Vergangenheit immer wieder heraus, das durch miese Sprecher der ganze Film ruiniert wurde – gerade bei Streifen aus dem asiatischen Raum.

So bleibt unter dem Strich ein actionreicher und unterhaltsamer Streifen, der, wie bereits oben erwähnt, sich eher an westlichen Sehgewohnheiten orientiert.

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NIGHTMARE – SCHLAF NICHT EIN (Tiberius Film)

am 27. März 2018 unter Horror abgelegt

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Alice ist eine junge Ärztin, die in einem Schlaflabor arbeitet. Da sie selbst mit schlimmen Träumen zu kämpfen hat, seit ihr Bruder aus dem Fenster stürzte, versucht sie auch anderen zu helfen, die, die gleichen Probleme haben. Als sie eines Tages von einer verzweifelten Familie aufgesucht wird, die seltsamerweise komplett unter grauenhaften Alpträumen leidet, versucht sie, ihnen zu helfen und geht an diese Sache natürlich rein wissenschaftlich heran, doch sie muss bald feststellen, das sie hiermit nicht weiterkommt. Mit zunehmender Dauer erkennt sie, dass die Geschichte der Familie den gleichen Hintergrund hat, wie ihre eigene, doch wie soll man etwas übersinnliches bekämpfen, das einen im Schlaf heimsucht? Irgendwann muss eben jeder Mensch mal schlafen.

Der Streifen heißt in Original SLUMBER, was wesentlich besser passt, als der deutsche Verleihtitel, der wohl versucht, hier Assoziationen mit Freddy zu wecken, was aber kompletter Unfug ist.

Denn dieser Film hier glänzt mit einer sehr schönen Atmosphäre und subtilem Horror ohne große Gewaltexzesse und erinnerte mich in seiner ganzen Machart ein wenig an BABADOOK.

Gemeinsam hat er mit diesem auch teilweise grottenschlechte Kritiken (Babadook hat bei amazon einen völlig unverständlichen Schnitt von 2,4), denn bei imdb gibt es hierfür zum Zeitpunkt dieser Kritik eine lächerliche 4,7. Haben die alle einen anderen Film gesehen?

Maggie Q, bekannt geworden mit den drei Teilen der „Bestimmung“, liefert als junge Psychologin eine exzellente Leistung ab. Dieser Rolle ist komplett anders gelagert, als die vorherigen und zeigt sie von einer völlig anderen Seite.

Ob man diesen merkwürdigen alten Mann kurz vor Ende, der so bescheuert spricht wirklich mit hätte einbringen müssen, weiß ich nicht, denn dieser Charakter wirkt mir arg überzeichnet, auch wenn er eine wichtige Rolle spielt bei der Auflösung.

Trotz der kleinen Mängel in der B-Note ein kleiner Geheimtipp, für Menschen denen Atmosphäre wichtiger ist als Blutvergießen. Die Szenen im Schlaflabor sind absolut klasse und stellen die Highlights des Streifens dar.

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BOY MISSING (Koch Media)

am 27. März 2018 unter Thriller abgelegt

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Das Leben der erfolgreichen Anwältin Patricia de Lucas wird schlagartig zum Alptraum, denn ihr kleiner Sohn Víctor ist spurlos verschwunden und die ansonsten toughe Frau wird von Ängsten heimgesucht, dass ihrem kleinen etwas passiert ist. Doch einige Stunden später taucht Víctor bereits wieder auf. Er blutet zwar am Kopf und ist komplett verwirrt – ansonsten scheint es ihm aber gut zu gehen. Er erzählt, das er von einem Unbekannten entführt und dann wieder frei gelassen wurde. Nach seinen Angaben wird dann ein Phantombild erstellt, das relativ eindeutig auf einen bekannten Straftäter hinweist. Schnell allerdings stellt sich heraus, das hier viele Dinge ganz anders sind, als sie zunächst scheinen.

Die Spanier, das habe ich auch schon öfters erwähnt, haben in den letzten Jahren enorm aufgeholt. In den 90er Jahren eher belächelt, wird die Qualität der Filme aus dem Land der Paella immer besser.

Nachdem zunächst gelungene schwarze Komödien (zumeist von Alex de la Iglesias) und Horrorfilme wie NAMELESSS für Furore sorgten, hat man sich in den letzten Jahren auf Thriller spezialisiert, wobei insbesondere der Name Oriol Paulo immer wieder positiv auffällt.

Nach den beiden genialen Geschichten von THE BODY und DER UNSICHTBARE GAST, der zu den besten Thrillern gehört, die ich jemals gesehen habe, legt er auch hier wieder eine wendungsreiche und interessante Geschichte vor und ich denke irgendwann wird auch Hollywood diesen begabten Schreiber entdecken.

Ähnlich wie bei vorgenannten Filmen ergeben sich immer wieder Twists, die man nicht voraussehen kann – einer der größten Stärken von Oriol Paulo. Immer wenn man glaubt man weiß was als nächstes passiert kommt es doch ganz anders, was in oben aufgeführten Filmen sogar noch etwas extremer war.

BOY MISSING ist ein durchaus spannender Thriller, der am Ende mit einer wirklich originellen Schlusspointe aufwartet, auf die nun wahrlich kein Mensch kommen kann. Wie alle Filme in denen Oriol Paulo mitwirkt eine Empfehlung wert. Aber ein kleiner Wernutstropfen bleibt…..der Film hätte auch 20 Minuten kürzer sein können….

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LINE OF DUTY – STAFFEL 4 (Justbridge)

am 27. März 2018 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Nachdem sie nun schon seit Monaten auf der Jagd nach einem Serienmörder ist, steht DCI Roz Huntley unter immensem Druck, denn ihre Chefs wollen nun endlich Resultate sehen. Als eine weitere Frau entführt wird, hat man schnell einen Schuldigen gefunden, nämlich einen eher geistig einfach strukturierten jungen Mann, der schon einmal wegen Belästigung aufgefallen ist. Roz ignoriert eindeutige forensische Beweise, auf die sie ihr Kollege hinweist, nur um einen Schuldigen präsentieren zu können und schreckt sogar vor Mord an ihrem Kollegen nicht zurück. Der kommt leider zu spät, denn dieser Forensiker dem sie um die Ecke bringt, war bereits mit der AC-12 in Verbindung getreten Deren Super Intendant Hastings schleust daraufhin DS Kate Fleming dort ein, um undercover zu ermitteln, während DS Steve Arnott von außen Druck aufbaut um Roz in die Enge zu treiben. Doch die ist mit allen Wassern gewaschen.

Mittlerweile geht LINE OF DUTY in die vierte Runde und es ist erstaunlich, das diese Serie nicht an Qualität verliert. Die mit Abstand schwächste Staffel war Nummer 1, die ich immer noch gut fand, jedoch waren die beiden Nachfolger, die inhaltlich zusammenhingen schon grandios. Mit der neuen Staffel hält man hier problemlos das hohe Niveau.

Glücklicherweise konnte man auch das gesamte, altbekannte Team wieder bewegen, bei dieser Staffel mitzuspielen, was dem Ganzen natürlich zu Gute kommt, weil man die Hintergründe der Personen schon kennt.

Sollte jemand allerdings die vorhergegangen Staffeln nicht kennen, kann man dem Geschehen trotzdem folgen, da sich nichts auf früheres bezieht und das hier ein wirklich eigenständiger Fall ist.

Mit dabei sind wieder Vicky Mc Clure und Martin Compston, die beide als Team perfekt funktionieren und die ihren Charakteren eine hohe Glaubwürdigkeit verleihen, so dass sich LINE OF DUTY nach SPOOS und HAUTNAH zu einer meiner Lieblingsserien aus GB entwickelt hat.

Leider ist aber wohl nach dieser Staffel Schluss, denn die Einschaltquoten waren nicht sehr gut und es wurden überhaupt nur weitere produziert, weil die Kritiken sich überschlugen. Das ist ähnlich wie hier in Deutschland, wo man die besten Serien einstampft, totaler Müll aber merkwürdigerweise endlos läuft (von wenigen Ausnahmen abgesehen).

Wer die Serie nicht kennt, sollte sich die Gesamtbox zulegen, denn die Entwicklung der Charaktere ist durchaus interessant und die Serie wird immer besser.

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Der Holcroft-Vertrag (Koch Media)

am 27. März 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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40 Jahre nach Kriegsende soll die unvorstellbare Summe von satten 4 Billionen Dollar an den New Yorker Architekten Noel Holcroft übergehen, dessen Vater einer der Finanzberater Hitlers war. Angeblich soll das Geld dazu dienen, Opfer des Holocausts zu unterstützen. Als diverse Attentate auf ihn verübt werden, beginnt er schon zu ahnen, das die Kohle für ganz andere Dinge verwendet werden soll und Leute etwas dagegen haben, das er die Summe bekommt. Nach diversen Nachforschungen kommt heraus, das es dafür gedacht ist, ein Viertes Reich zu schaffen.

Die Geschichte dieses Streifens ist wirklich originell. Zudem muss ich zugeben, den Film noch niemals gehört, geschweige denn gesehen zu haben und war doch sehr überrascht, denn statt einem altbackenen Krimi gibt es hier wirklich einen interessanten und wendungsreichen Thriller zu sehen, von dem ich allerdings, wenn man die Kleidung und ähnliches betrachtet, davon ausging, das er aus den 70ern stammt. Er entstand jedoch 1985.

Michael Caine sieht man eh immer gerne und auch die Nebendarsteller, die mir allerdings größtenteils ebenso unbekannt sind wie der Streifen selbst, spielen überzeugend. Einer der seltenen Fälle in denen ein Film aus den 80ern die Zeit gut überstanden hat, denn auch die Dialoge sind nicht so grässlich wie bei vielen Filmen, die, wenn man sie heute sieht, einfach nur bescheuert wirken, obwohl man diese mal toll fand.

Die vorliegende Blu Ray weist ein hervorragendes Bild auf. Hier sieht man nicht das geringste Rauschen oder Grieseln – würde man die Klamotten und die Synchronisation verändern, würde man nicht glauben, dass dieser Streifen schon 33 Jahre auf dem Buckel hat.

So ist dieser Film im Gesamtpaket nicht nur für diejenigen interessant, die ihn schon immer gut fanden, sondern auch für Freunde ungewöhnlicher Geschichten, die ihn eben noch nicht kennen.

Vielleicht kann mir mal jemand erklären, wieso der Film auch schon unter dem Namen 40 Millionen Dollar-Mann vor einigen Jahren erschien…

BORG VS. MCENROE (Universum Film)

am 07. März 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1980: Das Wimbledon-Endspiel steht an und könnte für den amtierenden Champion Borg ein Triumphzug werden, da 5 Siege noch nie jemand vor ihm geschafft hat. Borg jedoch ist ausgebrannt und obwohl erst 24, denkt er bereits ans Aufhören. Ihm im Nacken sitzt ein junger, aufstrebender Amerikaner Namens Mc Enroe, der hungrig auf seinen ersten großen Titel ist. Im Gegensatz zu dem eher introvertierten Borg, ist dieser ein Schreihals und legt sich ständig mit dem Schiedsrichter und den Zuschauern an. Es beginnt nicht nur ein sportliches Endspiel, sondern auch ein Psychoduell zwischen den beiden Kontrahenten.

Sportfilme sind eigentlich meistens interessant, weil man viele Geschichten eben nicht so gut kennt. Da ich selbst als kleiner Steppke immerhin mal Nummer 3 in meinem Bundesland meines Altersjahresganges war, habe ich zum Tennis natürlich einen besonderen Bezug. Zudem war ich immer Mc Enroe-Fan, weil ich es liebte, das mal jemand Krawall machte und nicht immer, wie die meisten, reglos über den Platz schlich.

In Sachen Besetzung hat man hier alles richtig gemacht, denn sowohl Shia LaBeauf (der privat auch nicht gerade als Leisetreter gilt) als auch Sverrir Gudnason sind perfekt besetzt und haben sich im Vorfeld gut mit ihren Charakteren auseinandergesetzt, denn sie ahmen deren Eigenarten und zum Beispiel die Aufschlagbewegungen perfekt nach. Auch optisch hat man das (insbesondere bei Gudnason) gut hinbekommen.

Beide Sportler, die damals als große Rivalen galten und in der Presse sogar als Feinde dargestellt wurden, verstehen sich heute blendend, denn Borg ist sogar Mc Enroes Trauzeuge. Letzterer war mit dem Streifen auch nicht zufrieden, weil er die Dinge nicht so empfand, wie sie dargestellt wurden, während Borg meinte, das dies doch der Realität schon sehr nahekam.

Ein bisschen stressig sind die Schnitte während des Tennisspiels. Klar man schneidet immer wieder Originalszenen und nachgestellte dazu und muss da natürlich schnell cutten, damit man keinen Unterschied sieht, aber manchmal ist mir das zu hektisch.

Unter dem Strich ein interessantes Sportlerdrama, das allerdings doch eher Tennisfans interessieren dürfte. Einige Nebenfiguren wie zum Beispiel Peter Flemming, der später Doppelpartner Mc Enroes wurde und mit ihm totel auf Titel holte, werden nur kurz angeschnitten und wenn jemand sich nicht auskennt, weiß er gar nicht wer diejenige Person nun gerade ist und welchen Stellenwert sie hat. Zudem ist die Geschichte insgesamt etwas sehr auf den Schweden fixiert und nicht ganz ausgewogen. Trotzdem auf jeden Fall sehenswert, alleine wegen des Flairs.

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DIE KILLERBRIGADE (Koch Media)

am 07. März 2018 unter Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Ende der 80er Jahre beginnt der Kalte Krieg langsam abzunehmen, was einigen Herrschaften gar nicht passt, denn Sergeant Gallagher findet heraus, das ein Attentat auf den russischen Generalsekretär verübt werden soll, während er den amerikanischen Präsidenten trifft. Gallagher versucht das mit Hilfe einer Freundin zu verhindern, doch das Komplott reicht bis in die höchsten Kreise, und bald weiß er nicht mehr, wem er noch trauen kann.

Der Streifen ist aus dem Jahre 1989 und spielt im noch zweigeteilten Berlin. Daher sind einige Aufnahmen sehr interessant.

Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, gerade aus dieser Zeit, ist KILLERBRIGADE auch heute noch sehr gut ansehbar, wenn auch einige Sprüche etwas altbacken wirken und man sich so heute nicht mehr ausdrücken würde.

Doch die Geschichte ist irgendwie immer noch aktuell und auch heute ist das Verhältnis zu Russland, auch von Seiten Deutschlands, ja durchaus wieder angespannter.

Regisseur Andrew Davis hatte wenige Jahre später seinen großen Durchbruch mit AUF DER FLUCHT und AUF DER JAGD, zeigte hier aber schon was er kann, denn der Streifen ist durchaus spannend.

Gene Hackman ist hier mal wieder in einer Paraderolle zu sehen. Ich finde irgendwie, das der Mann in die Rolle eines Militärangestellten einfach am besten passt. Tommy Lee Jones spielt eine kleine, aber wichtige Nebenrolle.

Das Bild des Films wurde ausgezeichnet restauriert, nur ganz am Anfang ist er etwas grobkörnig, danach sieht er aber beinahe aus wie eine neuere Produktion, der Ton ist angemessen.

Ich muss zugeben, das ich den Streifen noch nie gesehen hatte, von daher war ich doch überrascht, wie gut er die Zeit überlebt hat.