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Archiv für den 06. Februar 2018

I REMEMBER YOU (Concorde)

am 06. Februar 2018 unter Drama, Thriller, mystery abgelegt

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Der Isländer Garðar kommt eigentlich aus der Stadt, doch auf einer abgelegenen Insel mitten im Nirgendwo hat er ein altes Haus erstanden, das er jetzt auf Vordermann bringen will. Seine Frau Katrin und ihre gemeinsame Freundin Líf wollen ihm dabei helfen und zunächst sieht es danach aus, als würde alles nach Plan verlaufen. Doch dann geschehen mysteriöse Dinge. Parallel dazu bekommt man die Geschichte des Psychologen Freyr erzählt, der seinen Sohn verloren hat und in der Einsamkeit nun schon Jahre versucht, den Schicksalsschlag zu überwinden. Die beiden Handlungsstränge laufen langsam ineinander über, denn die Geschichten sind eng miteinander verwoben.

Die Isländer können mittlerweile auch ganz ordentliche Filme drehen. Überhaut haben alle Länder aus dem hohen Norden enorm aufgeholt. Nicht nur gute Spielfilme, sondern vor allem tolle Serien wie DIE BRÜCKE, LIFJORD oder KOMMISSARIN LUND kommen aus dem Norden Europas.

I REMEMBER YOU macht aber wieder einmal den Fehler, im Trailer einen Horrorfilm anzukündigen, was dieser Streifen einfach nicht ist. Eher ein Kriminalfilm mit einigen übernatürlichen Elementen. Grundsätzlich ist das ja nicht schlimm, doch warum man immer falsche Erwartungen weckt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

Der Film hat eine sehr schöne Atmosphäre, ist an manchen Stellen aber etwas langatmig gestaltet. Gegen Ende bekommt das ganze mehr Fahrt und besonders ab dem Zeitpunkt, wo beide Geschichten zusammenlaufen, wird er dann richtig gut.

Wem es nichts ausmacht, dass es sich hier nicht wirklich um einen Horrorfilm handelt, kann durchaus einen Blick riskieren, denn insgesamt würde ich I REMEMBER YOU als gelungen bezeichnen, dem aber an manchen Stellen ein bisschen weniger Blaufilter gut getan hätte.

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STARK (Koch Media)

am 06. Februar 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Der Schriftsteller Thad Beaumont begeistert mit seinen Romanen die Kritiker – aber auch nur diese, denn richtig Kohle verdient er nur mit Horror-Lektüre, die aber deutlich unter seinem Niveau liegt und die er daher unter dem Pseudonym George Stark verfasst. Sein literarisches Doppelleben droht ein Ende zu nehmen, als ein Erpresser auftaucht, der Thads zweite Identität enttarnen will. Doch dem kommt er zuvor und geht selbst an die Öffentlichkeit, gibt zu, dass er Stark ist, kündigt an, kein weiteres Buch mehr zu schreiben und trägt ihn sogar zu Grabe. Doch kurz darauf geschehen im Umfeld des Autors mehrere Morde, und seine Fingerabdrücke werden gefunden. Seine Romanfigur hat anscheinend keine Lust zu sterben und rächt sich nun….

Warum dieser Film mal auf dem Index war. erschließt sich mir nicht. Das war aber Anfang der 90er so ziemlich die schlimmste Zeit, in der die FSK nicht nur alles kaputtschnitt, sondern auch jeden Film, in dem mehr als ein Tropfen Blut floss, auf den Index knallte. STARK ist diesbezüglich nämlich ein eher harmloser Film.

George A. Romero dürfte jedem Horrorfan bekannt sein, durch seine Zombiefilme, in die er immer jede Menge Gesellschaftskritik hineinpackte. Hier verfilmte er einen Stephen King Roman.

Man muss sagen, das der Streifen, der immerhin mittlerweile auch ein Viertel Jahrhundert auf dem Buckel hat, die Zeit ganz gut überstanden hat, denn so viel anders würde man ihn heute auch nicht drehen. Auch die Synchronisation wirkt nicht altbacken. Zudem sind hier sehr wenige CGIS vorhanden, was bei alten Filmen meistens sehr störend wirkt, da der Zahn der Zeit daran genagt hat.

Es ist fast langweilig das immer schreiben zu müssen, weil man von KOCH ja nichts anderes gewohnt ist, aber das Bild ist exzellent. Mit Ausnahme von einigen ganz wenigen Blitzern könnten die Farben vielleicht einen Tick kräftiger sein, aber ansonsten sieht man hier praktisch keinerlei Bildrauschen.

Auch dieser Film wird von einigen erwartet, die nun eine weitere Lücke in ihrem Filmregal schließen können. Zudem zählt STARK auch zu den guten King Verfilmungen, was man nun wahrlich nicht von allen sagen kann.

6 BELOW (Universum Film)

am 06. Februar 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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Im Februar 2004 startet Ex-Eishockeyspieler Eric LeMarque eine Snowboardtour durch die höchsten Gipfel der Sierra Nevada. Auf ihn wartet ein Prozess wegen eines Unfalls. Bis dahin will er nochmal den Kopf freikriegen, denn eigentlich steht er vor einem Scherbenhaufen. Seine Karriere hat er durch Drogen und seinen Dickkopf ruiniert und auch zu seinen Eltern hat er ein schlechtes Verhältnis. Als er trotz miesen Wetters eine Abfahrt herunterboardet verirrt er sich irgendwann im Schneegestöber und irrt tagelang, fernab jeglicher Zivilisation, umher und kämpft ums Überleben.

Da es sich hier um eine wahre Geschichte handelt, ist es wohl erlaubt zu spoilern, denn wenn Eric nicht überlebt hätte, gäbe es diesen Film ja nicht. Sein Leben läuft mittlerweile in geordneten Bahnen, obwohl er beide Beine verlor, was sowohl im Abspann, als auch den Extras gezeigt wird. Allerdings finde ich es etwas merkwürdig das es bei Universum Film im Jahre 2018 bei allen Extras keine deutschen Untertitel gibt – das sollte man doch ändern.

Grundsätzlich ähnelt der Streifen dann auch Filmen wie Jungle oder 127 Hours, in dem Menschen unfassbares erlebt und überlebt haben.

Eigentlich nicht so mein Genre. Ich habe mir den Film eher wegen des Hauptdarstellers angeschaut, denn Josh Hartnett mochte ich schon immer. Um ihn ist es in den letzten Jahren ziemlich ruhig geworden, nachdem er mit genialen Streifen wie FACULTY oder 30 DAYS OF NIGHT recht viel Geschick bei seiner Filmauswahl bewies.

Trotz der recht langen Laufzeit halten sich die langatmigen Abschnitte die mich z.B. bei 127 Hours störten hier in Grenzen, zumal mal in Rückblenden die Geschichte des Hauptdarstellers erzählt bekommt.

In der Rolle seiner Mutter ist übrigens die von mir eh geschätzte Mira Sorvino zu sehen, wobei sie ihren Sohn dann schon mit 11 Jahren entband, denn Hartnett ist eben nur soviel jünger als Sorvino, was aber nicht wirklich stört.

Insgesamt ein unterhaltsamer und gut gespielter Film mit beeindruckender Naturkulisse. Wer solche Filme mag, kann bedenkenlos zugreifen.

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AMERICAN PSYCHO – MEDIABOOK (Koch Media)

am 06. Februar 2018 unter Horror, Klassiker, Thriller, mystery abgelegt

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Was soll ich mir zu diesem Kultfilm noch eine große Beschreibung ausdenken, also übernehme ich, leicht abgeändert, den Pressetext. Patrick Bateman hat im New York der 80er alles: Geld, gutes Aussehen, jeden erdenklichen Luxus… und einen unstillbaren Hass auf sein Umfeld. Diesen kompensiert er mit sadistischen Morden an jungen Frauen, für die ihm bald schon die Polizei auf der Spur ist. Aber Schein und Sein liegen nahe beieinander in der trügerischen Welt des Yuppie-Killers und er stellt fest, das man nicht mal die Namen und Gesichter seiner besten Freunde kennt – so oberflächlich ist deren Leben.

Der Film erschien bereits bei CONCORDE Film, wurde aber hier neu abgetastet und liegt daher in einem exzellenten Bild vor. Der Ton ist bei diesem Streifen nicht wirklich entscheidend, kommt aber bei den Musikeinlagen sehr homogen rüber.

Das Mediabook ist wunderschön gestaltet und lohnt die Investition. Alleine schon der Einband ist wesentlich attraktiver als die o.g. Veröffentlichung und man hat auch ein dickes Booklet mit verschiedenen Szenen des Films hereingepackt.

Dazu gibt es jede Menge Extras, die allerdings auch schon bei der vorigen Veröffentlichung enthalten waren.

Meine persönlichen Lieblingsszenen sind diese, wo er seinen Gästen Musik vorspielt und dazu jeweils eine ausführliche Beschreibung gibt, und mit seinem Wissen prahlt, welches aber außer ihm nicht wirklich jemanden interessiert. Das der Streifen in den 80ern spielt ist hierbei natürlich auch nicht uninteressant, da zu dieser Zeit nunmal sehr viel gute Musik entstand.

Ursprünglich war ja Leonardo di Caprio für die Rolle vorgesehen, doch die Regisseurin Mary Harron wollte unbedingt den damals recht unbekannten Christian Bale für die Hauptrolle. Was danach passierte und wie er in den Olymp Hollywoods aufstieg ist bekannt.

Wer den Film noch nicht sein eigen nennt, sollte hier zugreifen. Aufgrund der neuen Abtastung und der wunderschönen Verpackung lohnt sich allerdings auch ein Update.

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