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Archiv des Monats Februar 2018

WHAT HAPPENED TO MONDAY? (Splendid Film)

am 21. Februar 2018 unter Action, Drama, SciFi, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Die Bevölkerungsdichte ist auf einem sehr kritischen Stand angelangt und die Regierungen der Länder beschließen eine EIN-KIND-POLITIK, was eben bedeutet, dass jede Familie nur noch ein Kind haben darf. Sollten zum Beispiel Zwillinge geboren werden, muss eines der beiden in einen Cryo-Schlaf versetzt werden, in der Hoffnung, dass sich durch diese Maßnahme die Bevölkerung wieder reguliert und diese Kinder in 30 Jahren ein normales Leben führen können. Die Tochter von Terence Settman bekommt gleich 7 Kinder auf einmal. Da er gute Kontakte hat, schafft er es, dieses Geheimnis zu verbergen und gibt den Kindern die Namen der Wochentage. Jedes von Ihnen darf daher auch eben nur an diesem Tag, der seinem Namen entspricht in die Öffentlichkeit, weil die Gefahr ansonsten zu groß wäre, entdeckt zu werden. Das geht auch 30 Jahre lang gut, doch eines Abends kommt eine der Schwestern nicht mehr nach Hause. Die anderen sechs haben natürlich jetzt das Problem, das sie nicht wissen was passiert ist. Schnell müssen sie feststellen, dass die Regierung von ihrer Existenz weiß.

Die Story dieses Films ist absolut klasse. In Zeiten der Innovationslosigkeit und ständigem Wiederholen bekannter Geschichten sind originelle Plots rar geworden – da freut man sich doch über so eine gelungene Grundidee.

Zudem ist der Streifen hervorragend besetzt, denn hier spielen unter anderem Willem Defoe, Glenn Close und der unverwüstliche Robert Wagner in einer kleinen Rolle mit.

Was jedoch Noomi Rapace hier abliefert ist sensationell. Da die Geschwister sich natürlich in ihrer Art komplett unterscheiden, muss sie hier praktisch (zumindest anfangs) 7 verschiedene Rollen spielen, was sie wirklich klasse erledigt, zumal die charakterliche Bandbreite und die äußerlichen Unterschiede der Schwestern sehr groß sind.

Gegen Ende opfert der Film zwar seine tolle Story ein wenig der Action, was sich aber aufgrund der Geschichte andererseits auch nicht vermeiden lässt, denn da die Geschwister gejagt werden, bleiben natürlich Action-Szenen nicht aus.

Tommy Wirkola, dessen beide DEAD SNOW Filme, zu Kultstreifen neueren Datums avancierten, bekam hier mal richtig Kohle in die Hand und das sieht man dem Film auch an.

Insgesamt hinterlässt der Film einen hervorragenden Gesamteindruck und obwohl er hier gefühlte 5 Genre durcheinanderwirbelt, gelingt der Spagat sehr gut. Dazu kommt eine überraschende Wende gegen Ende.

Fazit. Spannender und gut gespielter Sci-Fiction-Thriller mit einer grandiosen Hauptdarstellerin und tollen Effekten. Vielleicht hätten 20 Minuten weniger auch gereicht, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.

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SADIE (Splendid Film)

am 21. Februar 2018 unter Horror, Suspense, mystery abgelegt

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Die aufstrebende Autorin Sadie trifft auf einer Lesung ihren Exfreund Alex wieder, mit dem sie ein dunkles Geheimnis verbindet, denn beide stehen auf sehr ausgefallene Sexpraktiken im SM-Bereich. Er lädt sie zu seiner Party auf einem nahegelegenen Schloss ein – sie sagt trotz Bedenken zu. Dort befreundet sie sich mit der geheimnisvollen Francesca, mit der sie eine sexuelle Affäre beginnt. Zwischendurch wird sie aber immer wieder von merkwürdigen Alpträumen geplagt und kann bald Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden. Als in einem dieser Träume, ein Mädchen getötet wird versucht sie zu fliehen, doch das lässt die geschlossene Gesellschaft nicht zu.

Puh, die Geschichte ist nicht gerade einfach zusammenzufassen, da sie doch recht ungewöhnlich ist und wohl am besten im Bereich Erotikhorror einzuordnen ist – ein Genre das es früher zu VHS Zeiten deutlich öfters gab.

Der Film ist daher auch arge Geschmackssache. Menschen die meinen, das ihr wöchentlicher Hausfrauensex schon unfassbar gewagt ist, werden hier schreiend davonlaufen. Da ich jahrelang in der Gothic Szene unterwegs war und diese mit den SM-lern ja schon zusammenhängt, kann ich mich da etwas besser hineinversetzen.

Optisch hat man hier ein fantastisches Werk abgeliefert. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal solch ästhetische Kamerafahrten und Bilder gesehen habe. Besonders die Aufnahmen im Schloss sind überwältigend – ebenso die Traumsequenzen.

Die Hauptdarstellerin ist mir gänzlich unbekannt, spielt aber durchaus überzeugend, was bei dieser doch ungewöhnlichen Geschichte gar nicht so einfach ist.

Ein wenig schwierig ist die Zielgruppe dieses Streifens festzulegen, denn dieser Mix und die teilweise doch etwas schrägen Phantasien und Bilder werden nicht jedem zusagen, wobei hier keine Hardcore-Erotik gezeigt wird.

Daher ist je nach Geschmackssache hier wirklich jede Bewertung möglich. Mir persönlich hat der Streifen gut gefallen, da ich aber hier immer versuche objektiv zu bewerten und das bei diesem Streifen einfach nicht möglich ist, verzichte ich darauf.

DIE DÄMONISCHEN (Pixar/Alive)

am 21. Februar 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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In der kleinen amerikanischen Provinzgemeinde Santa Mira gehen seltsame Dinge vor: Menschen scheinen sich komplett zu verändern, obwohl sie genauso aussehen wie immer, doch irgendwie haben viele anscheinend jegliche Emotionen verloren. Dr. Hill und seine Freundin versuchen schlimmeres zu verhindern, doch der Kontakt zum Rest des Landes ist abgebrochen, also versucht man die Stadt zu verlassen, doch das gestaltet sich schwierig, denn die „neuen Menschen“ breiten sich immer weiter aus und sind nicht gerade wild darauf, das man andere vor der Übernahme der Macht warnt.

Ich habe die Beschreibung extra kurz gehalten, denn diesen Film dürfte wohl so ziemlich jeder kennen. Es handelt sich hierbei um das Original aus dem Jahre 1956. Es folgten 3 Remakes.

Zuerst der ebenfalls gelungene DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN, der die Geschichte ein wenig variiert. BODY SNATCHERS von Abel Ferrara hingegen setzt direkt am Ende dieses Streifens an – wenn auch 35 Jahre später. Dazu gesellt sich INVASION mit David Craig und Nicole Kidman, der sich sehr nahe am Original aufhält.

Der Film hat die Zeit sehr gut überstanden, was auch daran liegt, das man hier nicht viele Effekte verwenden musste. Man sieht nur einmal die berühmten Schoten aufplatzen in denen menschliche Körper sind und der Effekt ist eigentlich gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt wie alt der Streifen ist Sonst spielt sich vieles ja eher im Wesen der Bewohner ab und wird daher schauspielerisch verkörpert..

Das Bild ist sehr gut restauriert. Rauschen oder grobkörnige Bilder sucht man vergebens. Der Ton hat ein leichtes Rauschen, aber die Stimmen sind sehr gut verständlich, so das man dieses verschmerzen kann.

Ich kann mir vorstellen dass der Film 1956 auf die Menschen sicherlich erschreckend wirkte, denn damals war man so etwas nicht gewohnt. Trotzdem kann man sich DIE DÄMONISCHEN auch heute noch gut ansehen – er wirkt nicht angestaubt wie zum Beispiel die ganzen Monsterstreifen, die heute eher lächerlich sind.

Fazit: Sehr gute Veröffentlichung eines Kultfilms von Don Siegel, der, wie bereits erwähnt, eine sehr gute Restaurierung verpasst bekam.

VICTOR CROWLEY (Tiberius Film)

am 14. Februar 2018 unter Horror, Komödie abgelegt

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Zehn Jahre scheint der legendäre Axtmörder Victor Crowley nun tot zu sein. Der damals einzige Überlebende Andrew hat sich ganz gut vermarktet und gerade sein neuestes Buch veröffentlicht. Jedoch denken viele, das Crowley nur eine Erfindung ist, und das Andrew damals die Morde begangen hat. Dann bekommt er ein Angebot, das er nicht ablehnen kann, denn damit sein Buch ein Erfolg wird, fliegt er mit seiner Verlegerin zurück in die Sümpfe. Mit an Bord ist auch seine Ex-Frau, die eine bekannte Moderatorin ist und deren Team. Dann stürzt das Flugzeug ab. Die Passagiere überleben, müssen aber schnell erfahren das Crowley mitnichten nur eine Legende ist.

Eigentlich wollte ich mir diesen Streifen gar nicht ansehen, denn ich fand das Original schon nicht so pralle und die Fortsetzungen habe ich mir auch geschenkt. Aber da die Bewertungen ganz gut waren, hab ich mir das doch gegeben und wurde überrascht, denn der Streifen bietet erstaunlich gute Unterhaltung.

Das liegt ganz einfach daran, das er sich absolut nicht ernst nimmt und eher eine Komödie ist, denn ein Horrorfilm, der mich in Sachen Humor an Tucker und Dale erinnert, allerdings extremst brutal ist. Ob dieser Streifen so über die FSK kommt (ich sah ein Vorabpromo) wage ich noch zu bezweifeln, denn hier geht’s doch heftig zur Sache.

Insbesondere in den letzten 30 Minuten ist die Gagdichte wirklich extrem hoch und ich musste mehrfach laut lachen, insbesondere wenn Dillon, einer der Darsteller seine Bemerkungen abschießt. Auch die Dialoge, der sich teilweise spinnefeinden Anwesenden in dem abgestürzten Flugzeug sind wirklich humorvoll angelegt.

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Wer gerne brutale Horrorkomödien schaut, kann hier eigentlich nichts falsch machen, auch wenn der Streifen nur als solche funktioniert, denn wirklich spannend ist der Film nicht. Da er diesen Anspruch aber auch nicht stellt, gebe ich dafür überraschend gute

RESET (Koch Media)

am 14. Februar 2018 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Zwei konkurrierende Konzerne stehen kurz vor dem Durchbruch auf dem Gebiet der Zeitreise und Erforschung von Paralleluniversen. Einer der beiden hat einen Zwischenfall, der sie weit zurückwirft. Also versucht man die Konkurrenz auszuspionieren Dazu entführt man den fünfjährigen Sohn der am Projekt beteiligten jungen Wissenschaftlerin Xia Tian, um aus ihr Informationen zu bekommen. Sie geht darauf ein, doch der Gangster tötet ihren Sohn trotzdem. In Ihrer Verzweiflung benutzt sie die Zeitmaschine, um die Ereignisse zu verändern. Doch diese wurde noch nie an einem Menschen versucht.

Zeitreisen und Paralleluniversen sind schon immer beliebt gewesen in der Vergangenheit. Hier liefern auch die Chinesen einen Beitrag zu dem Thema. Der Film wurde übrigens von Jackie Chan produziert, ist aber nicht, wie man befürchten konnte, eine Actionkomödie, sondern ein rasanter Sci-Fi Thriller mit einer enorm begabten Hauptdarstellerin.

Es dauert nur wenige Minuten bis RESET richtig loslegt. Die Mischung aus Actioneinlagen und dem Science Fiction Elementen stimmt und auch der futuristische Look braucht sich wahrlich nicht vor amerikanischen Streifen zu verstecken.

Dann kommt natürlich wieder die Frage nach der Logik. Da setze ich immer dagegen, das man ja gar nicht wissen kann ob hier Logikfehler vorhanden sind, denn ich wüsste nicht das es eine Maschine gibt, die Zeitreisen ermöglicht. Also kann man hier nicht von Unlogik sprechen, auch wenn einiges natürlich doch sehr hypothetisch erscheint.

Nochmal kurz zu den beiden Hauptdarstellern. Die Dame muss insgesamt 3 verschiedene, komplett anders geartete Charaktere spielen und erledigt das erstaunlich gut. Auch ihr Gegenspieler wurde perfekt ausgewählt und erinnert mich in seiner Art des Schauspiels ein wenig an Andy Lau.

So bleibt unter dem Strich ein sehr unterhaltsamer Streifen, der besonders gegen Ende einige Überraschungen bereithält. Ein wenig pathetisch gerät der Schluss, aber das kennt man irgendwie aus Filmen die aus China oder Südkorea kommen. Das schmälert den Gesamteindruck allerdings bestenfalls minimal.

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BLACK WATER (Koch Media)

am 14. Februar 2018 unter Action abgelegt

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Wheeler ist ein mit allen Wassern gewaschener Geheimagent. Dennoch ist es Unbekannten gelungen, ihn zu überwältigen, die einen Dongel haben möchten, der sich in seinem Besitz befindet und auf dem sich wichtige Informationen befinden: Als er wieder erwacht, befindet er sich an Bord eines Atom-U-Boots, das der CIA als Gefängnis dient. Er versucht herauszufinden, wer ihn in die Falle gelockt hat. Dazu verbündet er sich mit seinem Kollegen aus der Nachbarzelle und einer unerfahrenen Agentin.

Ich muss mir einen Film anschauen, in dem Van Damme und Lundgren mitspielen, daher ahnte ich schlimmes, denn die schauspielerischen Fähigkeiten der beiden ergeben zusammen nicht mal 10 % eines Ryan Gosling.

Allerdings muss ich sagen, das der Streifen gar nicht so übel ist, wie ich gedacht habe. Der Look sieht eher nach einem A-Movie aus und auch die Regie ist durchaus anständig.

Wäre das Ding hier 1995 herausgekommen, hätte man sich bei den beiden Darstellern in der Videothek lange anstellen müssen, um diesen Streifen ausleihen zu können, denn sie sind eben die typischen VHS-Helden gewesen, für die viele damals Schlange standen.

Ganz witzig ist die Besetzung von Patrick Kilpatrick als CIA-Agent – er war nämlich der Gegenspiele von van Damme in dem (für seine Verhältnisse recht gelungenen) MIT STÄHLENER FAUST. Der liefert überraschenderweise eine durchaus ansehnliche darstellerische Leistung ab.

Insgesamt bin ich nun wirklich nicht der richtige Mann um so einen Film zu bewerten, denn dazu bin ich einfach zu sehr vorgeprägt. Ich habe ihn aber durchgeschaut und fühlte mich gut unterhalten. Das sollte Fans der beiden Darsteller dann zumindest genauso gehen.

DEAD ZONE – MEDIABOOK (Koch Media)

am 14. Februar 2018 unter Drama, Klassiker, mystery abgelegt

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Die Geschichte dieses Streifens dürfte den meisten bekannt sein, daher nur eine kurze Zusammenfassung.

Fünf lange Jahre lag der Englischlehrer Johnny Smith nach einem Unfall im Koma, bevor er mit einer besonderen Gabe erwacht: Berührt er andere Menschen, kann er in deren Zukunft sehen – und diese auch verändern. Doch je öfter er diese benutzt, desto schwächer wird sein Körper. Als er nach einem Händeschütteln mit dem Präsidentschaftskandidaten Greg Stillson sieht, dass dieser einen Atomkrieg mit der Sowjetunion anzetteln wird, will er diesen stoppen und riskiert dafür sein eigenes Leben.

Der Film erscheint von Koch Media in einem wunderschönen Mediabook, wie man es von der Firma gewohnt ist. Das Wort BOOK passt hier wirklich gut, denn man hat sich hier eine unglaubliche Mühe gegeben und beleuchtet in dem Einband viele Dinge und Hintergründe des Films.

Auch die Extras sind gelungen, denn dort gibt es Interviews unter anderem mit Regisseur Cronenberg, die neueren Datums zu sein scheinen. Dessen damalige Besetzung war doch eher überraschend, da der Kanadier eigentlich dafür bekannt ist, nur eigene Geschichten zu verfilmen und zudem DEAD ZONE für seine Verhältnisse ein recht konventioneller Film ist.

Das Beste kommt jedoch zum Schuss und das ist das Bild. Ich habe schon viele Filme gesehen, die neu abgetastet wurden, aber die Qualität dieses immerhin 35 Jahre alten Streifens ist grandios. Keine Blitzer, keine Körner, keine Schlieren, hier findet sich wirklich nichts was man aussetzen könnte. Anscheinend war das Ausgangsmaterial extrem gut, denn wenn man an den Klamotten nicht erkennen könnte, dass das hier ein älterer Streifen sein muss, könnte man meinen er wäre gerade gedreht worden. Hervorragende Arbeit.

So lohnt sich die Anschaffung des Mediabooks und des Filmsauf jeden Fall, zumal er die Zeit erstaunlich gut überstanden hat und man sich DEAD ZONE auch heute noch gut anschauen kann, was nicht bei vielen Filmen aus den 80ern der Fall ist.

I REMEMBER YOU (Concorde)

am 06. Februar 2018 unter Drama, Thriller, mystery abgelegt

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Der Isländer Garðar kommt eigentlich aus der Stadt, doch auf einer abgelegenen Insel mitten im Nirgendwo hat er ein altes Haus erstanden, das er jetzt auf Vordermann bringen will. Seine Frau Katrin und ihre gemeinsame Freundin Líf wollen ihm dabei helfen und zunächst sieht es danach aus, als würde alles nach Plan verlaufen. Doch dann geschehen mysteriöse Dinge. Parallel dazu bekommt man die Geschichte des Psychologen Freyr erzählt, der seinen Sohn verloren hat und in der Einsamkeit nun schon Jahre versucht, den Schicksalsschlag zu überwinden. Die beiden Handlungsstränge laufen langsam ineinander über, denn die Geschichten sind eng miteinander verwoben.

Die Isländer können mittlerweile auch ganz ordentliche Filme drehen. Überhaut haben alle Länder aus dem hohen Norden enorm aufgeholt. Nicht nur gute Spielfilme, sondern vor allem tolle Serien wie DIE BRÜCKE, LIFJORD oder KOMMISSARIN LUND kommen aus dem Norden Europas.

I REMEMBER YOU macht aber wieder einmal den Fehler, im Trailer einen Horrorfilm anzukündigen, was dieser Streifen einfach nicht ist. Eher ein Kriminalfilm mit einigen übernatürlichen Elementen. Grundsätzlich ist das ja nicht schlimm, doch warum man immer falsche Erwartungen weckt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

Der Film hat eine sehr schöne Atmosphäre, ist an manchen Stellen aber etwas langatmig gestaltet. Gegen Ende bekommt das ganze mehr Fahrt und besonders ab dem Zeitpunkt, wo beide Geschichten zusammenlaufen, wird er dann richtig gut.

Wem es nichts ausmacht, dass es sich hier nicht wirklich um einen Horrorfilm handelt, kann durchaus einen Blick riskieren, denn insgesamt würde ich I REMEMBER YOU als gelungen bezeichnen, dem aber an manchen Stellen ein bisschen weniger Blaufilter gut getan hätte.

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STARK (Koch Media)

am 06. Februar 2018 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Der Schriftsteller Thad Beaumont begeistert mit seinen Romanen die Kritiker – aber auch nur diese, denn richtig Kohle verdient er nur mit Horror-Lektüre, die aber deutlich unter seinem Niveau liegt und die er daher unter dem Pseudonym George Stark verfasst. Sein literarisches Doppelleben droht ein Ende zu nehmen, als ein Erpresser auftaucht, der Thads zweite Identität enttarnen will. Doch dem kommt er zuvor und geht selbst an die Öffentlichkeit, gibt zu, dass er Stark ist, kündigt an, kein weiteres Buch mehr zu schreiben und trägt ihn sogar zu Grabe. Doch kurz darauf geschehen im Umfeld des Autors mehrere Morde, und seine Fingerabdrücke werden gefunden. Seine Romanfigur hat anscheinend keine Lust zu sterben und rächt sich nun….

Warum dieser Film mal auf dem Index war. erschließt sich mir nicht. Das war aber Anfang der 90er so ziemlich die schlimmste Zeit, in der die FSK nicht nur alles kaputtschnitt, sondern auch jeden Film, in dem mehr als ein Tropfen Blut floss, auf den Index knallte. STARK ist diesbezüglich nämlich ein eher harmloser Film.

George A. Romero dürfte jedem Horrorfan bekannt sein, durch seine Zombiefilme, in die er immer jede Menge Gesellschaftskritik hineinpackte. Hier verfilmte er einen Stephen King Roman.

Man muss sagen, das der Streifen, der immerhin mittlerweile auch ein Viertel Jahrhundert auf dem Buckel hat, die Zeit ganz gut überstanden hat, denn so viel anders würde man ihn heute auch nicht drehen. Auch die Synchronisation wirkt nicht altbacken. Zudem sind hier sehr wenige CGIS vorhanden, was bei alten Filmen meistens sehr störend wirkt, da der Zahn der Zeit daran genagt hat.

Es ist fast langweilig das immer schreiben zu müssen, weil man von KOCH ja nichts anderes gewohnt ist, aber das Bild ist exzellent. Mit Ausnahme von einigen ganz wenigen Blitzern könnten die Farben vielleicht einen Tick kräftiger sein, aber ansonsten sieht man hier praktisch keinerlei Bildrauschen.

Auch dieser Film wird von einigen erwartet, die nun eine weitere Lücke in ihrem Filmregal schließen können. Zudem zählt STARK auch zu den guten King Verfilmungen, was man nun wahrlich nicht von allen sagen kann.

6 BELOW (Universum Film)

am 06. Februar 2018 unter Biopic, Drama abgelegt

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Im Februar 2004 startet Ex-Eishockeyspieler Eric LeMarque eine Snowboardtour durch die höchsten Gipfel der Sierra Nevada. Auf ihn wartet ein Prozess wegen eines Unfalls. Bis dahin will er nochmal den Kopf freikriegen, denn eigentlich steht er vor einem Scherbenhaufen. Seine Karriere hat er durch Drogen und seinen Dickkopf ruiniert und auch zu seinen Eltern hat er ein schlechtes Verhältnis. Als er trotz miesen Wetters eine Abfahrt herunterboardet verirrt er sich irgendwann im Schneegestöber und irrt tagelang, fernab jeglicher Zivilisation, umher und kämpft ums Überleben.

Da es sich hier um eine wahre Geschichte handelt, ist es wohl erlaubt zu spoilern, denn wenn Eric nicht überlebt hätte, gäbe es diesen Film ja nicht. Sein Leben läuft mittlerweile in geordneten Bahnen, obwohl er beide Beine verlor, was sowohl im Abspann, als auch den Extras gezeigt wird. Allerdings finde ich es etwas merkwürdig das es bei Universum Film im Jahre 2018 bei allen Extras keine deutschen Untertitel gibt – das sollte man doch ändern.

Grundsätzlich ähnelt der Streifen dann auch Filmen wie Jungle oder 127 Hours, in dem Menschen unfassbares erlebt und überlebt haben.

Eigentlich nicht so mein Genre. Ich habe mir den Film eher wegen des Hauptdarstellers angeschaut, denn Josh Hartnett mochte ich schon immer. Um ihn ist es in den letzten Jahren ziemlich ruhig geworden, nachdem er mit genialen Streifen wie FACULTY oder 30 DAYS OF NIGHT recht viel Geschick bei seiner Filmauswahl bewies.

Trotz der recht langen Laufzeit halten sich die langatmigen Abschnitte die mich z.B. bei 127 Hours störten hier in Grenzen, zumal mal in Rückblenden die Geschichte des Hauptdarstellers erzählt bekommt.

In der Rolle seiner Mutter ist übrigens die von mir eh geschätzte Mira Sorvino zu sehen, wobei sie ihren Sohn dann schon mit 11 Jahren entband, denn Hartnett ist eben nur soviel jünger als Sorvino, was aber nicht wirklich stört.

Insgesamt ein unterhaltsamer und gut gespielter Film mit beeindruckender Naturkulisse. Wer solche Filme mag, kann bedenkenlos zugreifen.

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