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Archiv für den 09. Januar 2018

ORBITER 9 (Koch Media)

am 09. Januar 2018 unter Drama, SciFi abgelegt

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Die junge Helena lebt isoliert auf einem interplanetaren Kolonialschiff. Nachdem ihre Eltern dieses vor einigen Jahren verlassen haben, hatte sie keinerlei Kontakt mehr zu einem anderen menschlichen Wesen. Doch die Motivation, auf einem neuen Planeten eine Kolonie zu gründen, treibt sie weiterhin an. Eines Tages hat das Schiff ein Problem und so wird ein Techniker von einer nahegelegenen Raumstation gerufen um den Fehler zu beheben. Für Helena natürlich ein ganz besonderes Erlebnis. In den 2 Tagen in denen Alex bei ihr ist bauen die beiden so etwas wie eine Freundschaft auf, die auch etwas weitergeht und in der Kiste endet. Als Alex sich verabschiedet, denkt Helena das dies für immer so sein wird, doch nichts ist so wie es scheint und die beiden werden sich bald wiedersehen.

Schwierig, schwierig diesen Film zusammenzufassen ohne zu viel zu verraten, denn die Wende nach etwa 30 Minuten ist nicht vorhersehbar und hat mich komplett überrascht. Die Mischung aus Liebesgeschichte und Sciencefiction funktioniert allerdings erstaunlich gut, was angesichts des Herstellungslandes auch erwähnenswert ist, denn ich kenne auf Anhieb keinen einzigen Sci-Fi Film aus Spanien.

Die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache sehr gut und auch die zweite Wende kurz vor Schluss wirkt glaubwürdig und gelungen. Clara Lago die Helena darstellt, hat anscheinend einen Faible für extravagante Geschichten denn auch ENDE in dem sie eine Hauptrolle spielte, wandelte auf sehr ungewöhnlichen Genrepfaden.

Allerdings darf man hier eines nicht erwarten: Rasante Actioneinlagen. Der Film hat eher ruhigere Streifen wie GATTACA oder MOON zum Vorbild, bei denen es mehr um die Charaktere geht, die hier auch sehr gut herausgearbeitet werden.

Dennoch oder gerade deswegen ist ORBITER 9 meiner Meinung nach ein LOVE IT OR HATE IT Film. Menschen die oben genannte Vorbilder gut fanden, dürften auch diesen hier mögen, andere werden das Ganze einfach schlichtweg als langweilig empfinden.

Ich zähle allerdings definitiv zu ersteren, weshalb ich dem Streifen auch eine recht hohe Note verteile, aber auch Verständnis dafür habe, wenn es Menschen gibt, die ORBITER 9 nicht mögen werden.

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GRIDLOCK´D (Koch Media)

am 09. Januar 2018 unter Action, Komödie abgelegt

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Als Jazzmusikerin Cookie auch mit Drogen anfängt und sich fast eine Überdosis einwirft, beschließen die beiden Kumpels Spoon und Stretch, nun endlich clean zu werden um nicht so zu enden wie ihre Freundin. Doch so leicht ist das gar nicht, denn in Amerika bekommt man nicht so leicht Hilfe, sondern wird von einem Amt zum nächsten geschickt und keiner fühlt sich richtig zuständig. Noch komplizierter wird es, als das Loser-Pärchen mehr oder minder aus Versehen mit zwei recht fiesen Killern in Kontakt kommt, die ihnen fortan auf der Spur sind.

Was sich nach einem Thriller oder einem Drama anhört, ist in Wirklichkeit eine recht amüsante Komödie, was in diesem Fall auch die Stärke des Streifens ist, der ein ernstes Thema eher locker präsentiert Das ging in der jüngeren Filmhistorie schon öfter schief, doch 1996, als der Film entstand, war das Lebensgefühl auch noch ein etwas anderes als heute.

2 PAC, der kurz nach Drehschluss erschossen wurde, bietet eine erstaunlich gute schauspielerische Leistung, was neben einem so brillanten Mimen wie Tim Roth gar nicht so leicht ist.

Erstaunlich auch, das der Streifen heute noch genauso funktioniert und nicht dem berüchtigten TEST OF TIME zum Opfer fällt, wie es vielen Filmen ergeht. Gerade die Sachen aus den 80er und den frühen 90ern kann man heute teilweise gar nicht mehr anschauen,weil die Dialoge so behämmert sind.

Zu erwähnen ist unbedingt noch, das die Bildqualität sensationell ist und ich in letzter Zeit einige Neuheiten gesehen habe, die da nicht annähernd mithalten können. Die Farben wirken natürlich und es ist nicht der Hauch eines Rauschens zu erkennen. Auch wenn GRIDLOCK`D „erst“ 20 Jahre alt ist habe ich aus dieser Zeit da schon ganz andere Katastrophen auf meinem Plasma ertragen müssen.

So bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer Streifen, dem die Zeit nichts ausgemacht hat und eine sehr überraschende gute schauspielerische Vorstellung des farbigen Protagonisten. Daher können Fans des Films hier bedenkenlos zugreifen, insbesondere weil die technische Seite absolut hervorragend ist.

CRUEL SUMMER (Splendid)

am 09. Januar 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Der autistische Teenager Danny macht alleine einen Campingtrip an einen Angelsee. Für ihn ein Abenteuer, denn aufgrund seiner Erkrankung lebt er doch ziemlich isoliert vom Rest der Welt. Der Loser Nicholas, ein hirnloser Proll hat aber aus irgend einem schwer nachvollziehenden Grund Danny auf der Hatelist. Als er sich da immer weiter hineinsteigert und noch die Wut dazukommt, das seine Freundin mit ihm Schluss gemacht hatte sucht er sich 2 Kumpels und erfindet eine Geschichte, nämlich das Danny pädophil ist und kleine Kinder begrabscht. So schaukelt sich das Trio immer weiter an dieser Unwahrheit hoch, dass man sich aufmacht und den autistischen Jungen für etwas zu bestrafen, das er gar nicht getan hat.

Inwieweit das wieder einmal eine angeblich wahre Begebenheit ist und wenn ja, wie nahe sich das Ganze am Geschehenen aufhält, vermag ich nicht zu beurteilen.

Fakt ist aber das Regisseur Escott einen Film mit Sicherheit sehr oft gesehen hat, nämlich EDEN LAKE. Auch wenn die Geschichte da etwas anders gelagert ist, machen auch hier Typen Jagd auf zwei eigentlich unschuldige Personen und dies auch im Wald.

Natürlich hat CRUEL SUMMER nicht ganz die Qualität des Vorbildes, was bei einem Ausnahmefilm auch recht schwierig ist. Dennoch gibt es hier recht verstörende Szenen zu sehen und insbesondere die Darstellung des gepeinigten Autistenjungen ist, obwohl nicht übermäßig brutal was Splatterzenen angeht, doch sehr intensiv.

Wer des englischen mächtig ist, sollte den Streifen im O-Ton schauen, denn die Synchronisation ist nicht so übermäßig gelungen und im Original wirkt das ganze noch viel drastischer.

Ein wenig nervt zwar das die Herrschaften FUCK YOU und FICK DICH doppelt so oft sagen wie Michael Douglas FICKEN in Basic Instinct, und das war schon verdammt häufig und ging mir damals schon furchtbar auf den Zeiger.

Andererseits unterstreicht die Gossensprache natürlich auch das Milieu aus dem die Protagonisten stammen und bilden dadurch einen guten Kontrast zu dem wohl behüteten Danny.

So bleibt unter dem Strich ein verstörendes und intensives Werk, das auch nachwirkt, aber sicher nicht jedermanns Sache ist. Zartbesaitete sollten einen großen Bogen um CRUEL SUMMER machen.

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