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Archiv des Monats Januar 2018

FROZEN MONEY (Lighthouse Film)

am 23. Januar 2018 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Das Pärchen William und Dawn ist auf dem Heimweg von einem geschäftlichen Gespräch, das leider anders verlief als gedacht, denn er hat den Job nicht bekommen, was er ihr aber verheimlicht. Das Geld geht zur Neige und Dawn, Tochter aus reichem Haus hat auch relativ hohe Ansprüche. Da das Wetter mies ist, nehmen sie 2 Anhalter mit, die angeblich Geschwister sind. Das ungleiche Quartett trifft einige Kilometer später auf einen völlig durchgefrorenen Mann, der blind durch die Gegend tappt. Man packt ihn in den Wagen und fährt ihn in die nächste Rettungsstelle, doch es ist zu spät. In seinem Mantel findet sich eine Zeichnung mit mysteriösen GPS-Koordinaten sowie eine Goldmünze. Da in der Nähe in den letzten Jahren mehrere Raube stattgefunden haben, liegt die Vermutung nahe, dass diese Koordinaten auf die Beute hindeuten. Nachdem man eine Nacht drüber geschlafen hat, begibt man sich zu viert auf die Suche, ist jedoch für so etwas zu schlecht ausgestattet, denn der Winter zeigt seine raue Seite. Die Gier nach dem Gold treibt die vier allerdings voran und natürlich beginnt jeder dem anderen zu misstrauen.

FROZEN MONEY ist vor allem eines: Mal etwas völlig anderes. Die Mischung aus Drama, Thriller und, ja man kann fast sagen Abenteuer-Film, ist sehr unterhaltsam und hält einige überraschende Wendungen parat.

Zudem ist der Streifen exzellent gedreht. Der noch recht unbekannte Regisseur wird in Zukunft sicherlich noch zu beachten sein, denn er schafft es (wie auch immer) dem Zuschauer die eisige Kälte und die Leiden der Protagonisten so zu vermitteln, das man beim zusehen fast mitfriert. Das gelingt unter anderem mit vielen Bildern aus der Höhe, die die frostige Atmosphäre wunderschön unterstreichen.

Die Besetzung ist für einen kleinen Independent-Film zudem ordentlich. Jamie Bamber und Marie Avgeropoulos sind unter anderem mit dabei, wobei letztere sichtlich Spaß an der Rolle der rotzigen Göre hat.

Zudem ist der Streifen exzellent synchronisiert. Normalerweise sollte man das nicht extra erwähnen müssen, doch in letzter Zeit kommt es immer öfter vor, das diese den ganzen Film zerstört. Schon mehrfach habe ich in jüngster Vergangenheit auf den englischen Ton umgeschaltet, weil die deutschen Stimmern nicht zu ertragen waren.

Mit FROZEN MONEY beweist das kleine Label Lighthouse mal wieder gutes Gespür für gelungenes Independent-Kino. Der Streifen wirkt in Sachen Professionalität auch eher wie ein A-Movie, obwohl das Budget gering war. Eine besondere Erwähnung soll hier noch die mehr als originelle Schlusspointe finden, die man nie und nimmer voraussehen kann.

Fazit: Ein gelungener Genre-Mix, mit einem guten Regisseur und Darstellern ergibt in der Summe spannende Unterhaltung.

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CRUCIFIXION (Tiberius)

am 23. Januar 2018 unter Horror, Thriller abgelegt

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Nach dem merkwürdigen Ableben einer Nonne wittert die junge Journalistin Nicole eine große Story, was ihr Verleger allerdings nicht so sieht. Glücklicherweise ist er aber mit ihr verwandt und genehmigt das Vorhaben. Nicole findet heraus, das an der Nonne ein Exorzismus durchgeführt wurde. Widersprüchliche Aussagen gibt es hingegen bezüglich ihres Ablebens. Und auch die Kreuzigung ist nicht wirklich eine Maßnahme, die während einer solchen Prozedur durchgeführt wird. Anscheinend verheimlicht die Kirche hier etwas, also forscht sie im Umfeld des Opfers weiter und befragt Bekannte und Familie. Zunächst tut sie die Aussagen, das ein Dämon in die junge Nonne gefahren ist, als Unsinn ab, muss aber schnell feststellen, das es Dinge gibt, die sie an ihrer Überzeugung zweifeln lassen, denn jetzt wo die Nonne tot ist, braucht der Dämon ein neues Opfer und da passt ihm Nicole gerade in den Kram.

Gibt es noch irgend etwas Neues was der Film diesem Genre zufügen kann? Klare Antwort: NEIN

Lohnt es sich den Streifen anzusehen. Klare Antwort: JA

Denn die Herangehensweise ist durchaus originell gestaltet. Der Film beginnt daher auch eher als Thriller, wenn Nicole auf eine Mauer des Schweigens stößt und sich langsam versucht zur Wahrheit vorzukämpfen. Mit der Zeit werden dann immer mehr Horrorelemente eingestreut – eine Mischung die erstaunlich gut funktioniert.

Zudem merkt man, das hier keine Pfeife auf den Regiestuhl sitzt, denn die Kameraführung des Films ist absolut superb und die immer wieder vorhandenen Schwenks zeugen von einem guten Auge.

Ich wusste, da es sich um einen Ansichtslink handelte nicht wer dahintersteckt, aber im Abspann erschien dann Xavier Gens, den die Freunde des Ekelhorrors seit FRONTIERS zu schätzen wissen (allerdings nur in der Originalversion, denn die deutsche war mal wieder fürchterlich verstümmelt).

Wer allerdings hofft hier massenweise Blut vorzufinden, wird enttäuscht sein, denn hier spielt sich das alles auf der eher subtilen Ebene ab und die Splattereffekte gehen wirklich gegen Null.

Sehr gut hat mir die junge Hauptdarstellerin gefallen, die der neugierigen und erfolgshungrigen Nachwuchsreporterin ein Gesicht verleiht.

Fazit: Das Exorzismus-Subgenre atmet im Gegensatz zu der Nonne noch. Auch wenn es nicht wirklich mehr etwas Neues zu berichten gibt, ist der Streifen alleine durch die Art der Inszenierung sehenswert.

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THE MIMIC (Splendid Film)

am 23. Januar 2018 unter Horror abgelegt

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Nach dem spurlosen Verschwinden ihres kleines Sohnes zieht die von Schuldgefühlen geplagte Hee-yeon mit ihrem Mann und ihrer Tochter und der spleenigen Großmutter aufs Land. Mittlerweile ist es 5 Jahre her, dass ihr kleiner weglief und außer ihr glaubt niemand mehr, dass er noch lebt. Kurz darauf werden im nahegelegenen Wald 2 Leichen entdeckt. Zudem taucht ein schüchternes kleines Mädchen auf, das ihrer Tochter sehr ähnelt. Sie nimmt sie vorerst bei sich auf, was jedoch nicht die beste Idee ist, denn hinter dem unscheinbaren kleinen Mädel, verbirgt sich ein düsteres Geheimnis.

Wir gehen kurz ca. 15 Jahre zurück. RINGU war wohl der Streifen der eine regelrechte Horrorwelle auslöste und auch ein brillantes Remake bekam. (wo bleibt die Blu Ray? Skandal) Plötzlich kam jede Woche ein neuer Film aus Japan oder Südkorea auf den Markt – vieles davon auch totaler Schrott. Natürlich gab es auch Highlights wie JU-ON (Remake Schrott), INTO THE MIRROR (Remake ziemlicher Schrott), SHUTTER (Remake Schrott) oder DARK WATER (Remake ok). Hollywood sprang auf den Zug auf und verfilmte alles was nicht bei 3 auf den Bäumen war bzw. die Rechte noch zu haben waren.

Doch diese Welle ebbte extrem ab, eben weil es auch ziemlich viel Unsinn gab (ich sage nur EXTENSIONS, in dem Haarverlängerungen Menschen umbrachten!!!). Zudem ging EMS die Firma, die viele dieser Streifen veröffentlichte, bankrott.

So gab es eigentlich nur noch bei WVG und deren Labeln ab und an einen asiatischen Horrorfilm zu sehen – diese waren meistens auch gelungen. Mit AMAZIA schaffte man zudem eine Plattform für asiatische Produktionen im Allgemeinen.

Mit dem grandiosen TRAIN TO BUSAN brachte Splendid mal wieder einen richtig guten Film nach Deutschland und auch MIMIC (hat nichts zu tun mit dem Film mit Mira Sorvino) kann man als gelungen bezeichnen.

Die Idee mit dem Formwandler, der alle Stimmen imitieren kann ist zudem neu – zumindest im Spielfilmbereich. Ich kann mich erinnern, das es das mal in einer AKTE X Folge gab. Und das macht MIMIC gerade gegen Ende sehr spannend, denn man weiß nie wo man gerade dran ist. Ruft hier die verzweifelte Tochter oder ist es der Dämon?

Im letzten Abschnitt wird es zwar ein wenig verwirrend und auch die Reaktion der Mutter ist nur bedingt nachvollziehbar, aber asiatische Streifen neigen eigentlich immer dazu etwas schräg zu enden.

Bis dahin bekommt der Zuschauer aber einen spannenden Horrorstreifen geboten, der einige wirklich interessante Ideen zeigt. Neben dem Sprachwandler hat mir die Idee mit den Spiegeln gut gefallen.

Wer also des asiatischen Horrorfilms nicht oder nicht mehr überdrüssig ist, sollte sich mal Zeit für MIMIC nehmen.

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DAS GESETZ DER FAMILIE (Koch Media)

am 23. Januar 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Seit Generationen leben die Familienmitglieder des berüchtigten Cutler-Clans in Gloucestershire in England. Natürlich haben sie keine Kohle, aber dafür kann man ja in umliegende Häuser einbrechen. Die Polizei ist vollkommen machtlos und wird dabei auch noch vorgeführt, was einigen dort mächtig stinkt. Chad der Sohn von Cutler, sehnt sich allerdings nach einem ruhigen und bürgerlichen Leben, was seinem Vater gar nicht gefällt. Als dieser mitbekommt das Chad bei einem Bekannten einziehen will, verhindert er dies, denn sein Einfluss ist enorm und er ist der Auffassung das sesshaft werden nicht in die Familientradition passt. Nach einem fast misslungenen Bruch beginnt Chad, der für seine Frau und seine beiden Kinder etwas Besseres will, als er selbst hatte, sich gegen seinen Vater aufzulehnen.

Britisches Independentkino ist immer Geschmackssache.In den meisten Fällen auch meiner. Doch dieser Streifen hat 2 Probleme:

Bis er mal in die Gänge kommt dauert es einfach zu lang. Die gelungene letzte halbe Stunde entschädigt dann für einiges und auch das Ende ist stimmig – bis dahin hat man sich aber viel zu sehr mit Nebenfiguren beschäftigt, die gar keine tragende Rolle spielen. Was soll zum Beispiel dieser komische Typ der im Lager rumhüpft?

Das zweite Problem ist sein Hauptdarsteller. Während man Gleeson natürlich das rotzige, britische Familienoberhaupt noch abnimmt, ist Fassbender als angeblich prolliger Sohn die Fehlbesetzung des Jahres. Ich habe nichts gegen den Schauspieler, aber diese Rolle will einfach nicht zu ihm passen. Ob das an seinem Typ liegt oder an seinen Vorgängerrollen? Ich weiß es nicht.

Allerdings ist der Film jetzt auch kein Totalausfall – die positiven Dinge habe ich ja oben beschrieben, aber die Geschichte hätte mehr Potenzial gehabt, wäre der Streifen auch mit etwas mehr Tempo ausgestattet.

Als Milieustudie durchaus ok, ist der Streifen von dem, auf dem Cover beschriebenen „spannenden Thriller“, meilenweit entfernt. Solide, mehr aber auch nicht. Beim nächsten Mal sollte der Regisseur mal einen Darsteller engagieren, dem man den typischen Briten abnimmt. Fassbender ist es jedenfalls nicht.

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ORBITER 9 (Koch Media)

am 09. Januar 2018 unter Drama, SciFi abgelegt

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Die junge Helena lebt isoliert auf einem interplanetaren Kolonialschiff. Nachdem ihre Eltern dieses vor einigen Jahren verlassen haben, hatte sie keinerlei Kontakt mehr zu einem anderen menschlichen Wesen. Doch die Motivation, auf einem neuen Planeten eine Kolonie zu gründen, treibt sie weiterhin an. Eines Tages hat das Schiff ein Problem und so wird ein Techniker von einer nahegelegenen Raumstation gerufen um den Fehler zu beheben. Für Helena natürlich ein ganz besonderes Erlebnis. In den 2 Tagen in denen Alex bei ihr ist bauen die beiden so etwas wie eine Freundschaft auf, die auch etwas weitergeht und in der Kiste endet. Als Alex sich verabschiedet, denkt Helena das dies für immer so sein wird, doch nichts ist so wie es scheint und die beiden werden sich bald wiedersehen.

Schwierig, schwierig diesen Film zusammenzufassen ohne zu viel zu verraten, denn die Wende nach etwa 30 Minuten ist nicht vorhersehbar und hat mich komplett überrascht. Die Mischung aus Liebesgeschichte und Sciencefiction funktioniert allerdings erstaunlich gut, was angesichts des Herstellungslandes auch erwähnenswert ist, denn ich kenne auf Anhieb keinen einzigen Sci-Fi Film aus Spanien.

Die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache sehr gut und auch die zweite Wende kurz vor Schluss wirkt glaubwürdig und gelungen. Clara Lago die Helena darstellt, hat anscheinend einen Faible für extravagante Geschichten denn auch ENDE in dem sie eine Hauptrolle spielte, wandelte auf sehr ungewöhnlichen Genrepfaden.

Allerdings darf man hier eines nicht erwarten: Rasante Actioneinlagen. Der Film hat eher ruhigere Streifen wie GATTACA oder MOON zum Vorbild, bei denen es mehr um die Charaktere geht, die hier auch sehr gut herausgearbeitet werden.

Dennoch oder gerade deswegen ist ORBITER 9 meiner Meinung nach ein LOVE IT OR HATE IT Film. Menschen die oben genannte Vorbilder gut fanden, dürften auch diesen hier mögen, andere werden das Ganze einfach schlichtweg als langweilig empfinden.

Ich zähle allerdings definitiv zu ersteren, weshalb ich dem Streifen auch eine recht hohe Note verteile, aber auch Verständnis dafür habe, wenn es Menschen gibt, die ORBITER 9 nicht mögen werden.

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GRIDLOCK´D (Koch Media)

am 09. Januar 2018 unter Action, Komödie abgelegt

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Als Jazzmusikerin Cookie auch mit Drogen anfängt und sich fast eine Überdosis einwirft, beschließen die beiden Kumpels Spoon und Stretch, nun endlich clean zu werden um nicht so zu enden wie ihre Freundin. Doch so leicht ist das gar nicht, denn in Amerika bekommt man nicht so leicht Hilfe, sondern wird von einem Amt zum nächsten geschickt und keiner fühlt sich richtig zuständig. Noch komplizierter wird es, als das Loser-Pärchen mehr oder minder aus Versehen mit zwei recht fiesen Killern in Kontakt kommt, die ihnen fortan auf der Spur sind.

Was sich nach einem Thriller oder einem Drama anhört, ist in Wirklichkeit eine recht amüsante Komödie, was in diesem Fall auch die Stärke des Streifens ist, der ein ernstes Thema eher locker präsentiert Das ging in der jüngeren Filmhistorie schon öfter schief, doch 1996, als der Film entstand, war das Lebensgefühl auch noch ein etwas anderes als heute.

2 PAC, der kurz nach Drehschluss erschossen wurde, bietet eine erstaunlich gute schauspielerische Leistung, was neben einem so brillanten Mimen wie Tim Roth gar nicht so leicht ist.

Erstaunlich auch, das der Streifen heute noch genauso funktioniert und nicht dem berüchtigten TEST OF TIME zum Opfer fällt, wie es vielen Filmen ergeht. Gerade die Sachen aus den 80er und den frühen 90ern kann man heute teilweise gar nicht mehr anschauen,weil die Dialoge so behämmert sind.

Zu erwähnen ist unbedingt noch, das die Bildqualität sensationell ist und ich in letzter Zeit einige Neuheiten gesehen habe, die da nicht annähernd mithalten können. Die Farben wirken natürlich und es ist nicht der Hauch eines Rauschens zu erkennen. Auch wenn GRIDLOCK`D „erst“ 20 Jahre alt ist habe ich aus dieser Zeit da schon ganz andere Katastrophen auf meinem Plasma ertragen müssen.

So bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer Streifen, dem die Zeit nichts ausgemacht hat und eine sehr überraschende gute schauspielerische Vorstellung des farbigen Protagonisten. Daher können Fans des Films hier bedenkenlos zugreifen, insbesondere weil die technische Seite absolut hervorragend ist.

CRUEL SUMMER (Splendid)

am 09. Januar 2018 unter Drama, Thriller abgelegt

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Der autistische Teenager Danny macht alleine einen Campingtrip an einen Angelsee. Für ihn ein Abenteuer, denn aufgrund seiner Erkrankung lebt er doch ziemlich isoliert vom Rest der Welt. Der Loser Nicholas, ein hirnloser Proll hat aber aus irgend einem schwer nachvollziehenden Grund Danny auf der Hatelist. Als er sich da immer weiter hineinsteigert und noch die Wut dazukommt, das seine Freundin mit ihm Schluss gemacht hatte sucht er sich 2 Kumpels und erfindet eine Geschichte, nämlich das Danny pädophil ist und kleine Kinder begrabscht. So schaukelt sich das Trio immer weiter an dieser Unwahrheit hoch, dass man sich aufmacht und den autistischen Jungen für etwas zu bestrafen, das er gar nicht getan hat.

Inwieweit das wieder einmal eine angeblich wahre Begebenheit ist und wenn ja, wie nahe sich das Ganze am Geschehenen aufhält, vermag ich nicht zu beurteilen.

Fakt ist aber das Regisseur Escott einen Film mit Sicherheit sehr oft gesehen hat, nämlich EDEN LAKE. Auch wenn die Geschichte da etwas anders gelagert ist, machen auch hier Typen Jagd auf zwei eigentlich unschuldige Personen und dies auch im Wald.

Natürlich hat CRUEL SUMMER nicht ganz die Qualität des Vorbildes, was bei einem Ausnahmefilm auch recht schwierig ist. Dennoch gibt es hier recht verstörende Szenen zu sehen und insbesondere die Darstellung des gepeinigten Autistenjungen ist, obwohl nicht übermäßig brutal was Splatterzenen angeht, doch sehr intensiv.

Wer des englischen mächtig ist, sollte den Streifen im O-Ton schauen, denn die Synchronisation ist nicht so übermäßig gelungen und im Original wirkt das ganze noch viel drastischer.

Ein wenig nervt zwar das die Herrschaften FUCK YOU und FICK DICH doppelt so oft sagen wie Michael Douglas FICKEN in Basic Instinct, und das war schon verdammt häufig und ging mir damals schon furchtbar auf den Zeiger.

Andererseits unterstreicht die Gossensprache natürlich auch das Milieu aus dem die Protagonisten stammen und bilden dadurch einen guten Kontrast zu dem wohl behüteten Danny.

So bleibt unter dem Strich ein verstörendes und intensives Werk, das auch nachwirkt, aber sicher nicht jedermanns Sache ist. Zartbesaitete sollten einen großen Bogen um CRUEL SUMMER machen.

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