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Archiv für den 14. November 2017

UNLOCKED (Universum Film)

am 14. November 2017 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Die CIA-Agentin Alice Racine hat den aktiven Dienst vor einiger Zeit quittiert. Während sie nun undercover in London arbeitet, kommandiert man sie plötzlich ab und reaktiviert sie, denn die CIA hat einen Verdächtigen festgenommen, der Informationen zu einem bevorstehenden Anschlag auf London haben soll. Alice gilt als beste Verhörspezialistin und verfügt über enorme Sprachkenntnisse. Nach kurzer Zeit hat sie die Wahrheit aus dem jungen Mann herausgepresst. Doch dann bekommt sie einen Anruf, dass eben die CIA diesen Mann gefangenhält und sie bitte das Verhör übernehmen soll. Wer sind dann bitte die Herrschaften im Nebenraum? Sie versucht zu flüchten – der Verdächtige wird dabei niedergeschossen. Offensichtlich ist Alice in ein übles Komplott geraten. Wem kann Sie jetzt noch trauen?

Der Film beginnt etwas lahm. Zudem scheint die Geschichte etwas beliebig, denn das Vernehmen von irgendwelchen Arabern ,hat man nun doch zu Genüge gesehen.

Doch mit dem Anruf tritt die entscheidende Wende sehr früh ein und der Film wird zu einem durchaus spannenden und recht actionreichem Werk, in dem Frau Rapace mal richtig die Sau rauslassen kann. An manchen Stellen scheinen mir ihre Fähigkeiten allerdings arg übertrieben.

Da aber ansonsten mit Ausnahme von Orlando Bloom, der zum Glück nur eine Nebenrolle hat, ausnahmslos Schauspieler agieren, die ich mag, konnte da wenig schiefgehen. In Nebenrollen sind nämlich unter anderem John Malkovich (genialer Auftritt) die latent unterschätzte Toni Colette und Michael Douglas zu sehen.

An manchen Stellen wirkt der Streifen aber etwas wirr und man weiß gar nicht mehr wer hier gut und böse ist. Das hat man dann allerdings mit der Hauptdarstellerin gemein.

Das Ende ist leider zu kurz, denn nach dem vermeintlichen Showdown geht es nämlich noch weiter, aber diesen Handlungsstrang hätte ich gerne etwas weiter ausgebaut gesehen, denn das geht mir dann doch etwas arg schnell.

Unter dem Strich für Freunde von Agentenfilms ein recht sicherer Tipp, auch wenn mir Rapace als Gothic-Braut äußerlich in den Stieg Larsson Filmen besser gefallen hat. Aber das ist natürlich Geschmackssache :o ).

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ARSENAL (Universum Film)

am 14. November 2017 unter Action, Drama abgelegt

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Die Brüder Mike und JP sind unzertrennlich, doch ihre Entwicklungen verlaufen unterschiedlich. Der eine wird zum erfolgreichen Unternehmer, während der andere durch Alkohol und Drogenmissbrauch in der Gosse landet. Eines Tages bekommt JP einen Anruf, das sein Bruder in der Gewalt eines Kidnappers sei und dieser 350.000 Dollar fordert. Zunächst verdichten sich die Zeichen das Mike und der Ganove die Sache zusammen ausgeheckt haben, doch JP ist überzeugt, das ihm das sein Bruder nicht antun würde. Dann wird auch noch die Tochter von Mike entführt. Jetzt wird das ganze zur Familiensache und zudem äußerst blutig.

ARSENAL wird die Lager sicherlich spalten. Die einen werden sagen, es handelt sich hier um ein furioses Actiondrama, die anderen werden sagen, das ist ziemlicher Stuss. Ich befinde mich in der Mitte dieser beiden Ansichten, denn unterhaltsam ist der Streifen durchaus und noch dazu mehr als ordentlich besetzt.

Neben Jonathan Scheach agieren sowohl John Cusack, als auch Adrian Grenier. Mit dabei auch mein Freund Nicolas Cage, der nach einigen durchaus wieder gelungenen Streifen, mit subtileren Auftritten wie PAY THE GHOST oder PAKT DER RACHE, hier wieder den Affen raushängen lässt. Wieso er sich für diese Rollen hergibt, bleibt für mich unverständlich, denn sein Toupet und die behämmerte Sonnenbrille sind noch doofer als der Charakter den er verkörpert. Aber irgendwie braucht der Mann das oder er muss echt jeden Cent mitnehmen, da er ja pleite zu sein scheint, wie die Presse mitteilte.

Mit Kunstblut wird hier nicht gespart und die Brutalität ist hier doch sehr hoch – da werden Köpfe mit Schlagringen bearbeitet oder platzen und das Blut spritzt teilweise in Fontänen durch die Gegend, was den Herrschaften, die auf so etwas stehen, durchaus gefallen wird.

Hin und wieder wird dass Stilmittel der Zeitlupe benutzt, was jedoch nicht immer so wirklich passt, im Showdown aber sehr gut wirkt.

So bleibt am Ende eine recht interessante Geschichte mit guten Darstellern (Cage mal ausgenommen) und mehr Blutzoll als in jedem Horrorfilm. Die Meinungen dürften unterschiedlich ausfallen, daher ist hier alles drin zwischen

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und

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ACHTERBAHN (Koch Media)

am 14. November 2017 unter Drama, Klassiker, Suspense, Thriller abgelegt

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Als ein vollbesetzter Achterbahnzug aus der Spur und in die Zuschauermenge getragen wird, fällt der Verdacht auf den technischen Inspektor Harry Calder, der das Karussell einige Wochen zuvor auf seine Sicherheit getestet hatte. Bald jedoch stellt sich heraus, das ein mysteriöser Fremder mithand einer Bombe ein Gleis sprengte. Nun droht er dies nochmals zu tun und fordert 1 Million, damit es nicht dazu kommt. Fieberhaft suchen die Polizei und Calder nach dem Täter. Als die Übergabe schiefgeht, scheint es nur eine Frage der Zeit, bis weitere Menschenleben dran glauben müssen.

ACHTERBHAN ist aus dem Jahre 1977 und ist einer von vielen Katastrophenfilmen die in den 70ern Hochkultur hatten, so das dies fast zu einem eigenen Genre wurde. Oft waren diese Streifen aber auch grottenschlecht.

Nicht so ACHTERBAHN. Obwohl ich mich zu Bewertungen von so alten Filmen eigentlich zurückhalte, und nur die technische Seite bespreche. möchte ich hier eine Lanze brechen, denn der Film ist auch 40 Jahre nach Erscheinungstermin noch sehr gut anzuschauen und durchaus spannend inszeniert.

Dazu gibt es eine geradezu unfassbare Besetzung: George Segal, Richard Widmark, Susan Strassberg, Timothy Buttoms, sowie die junge Helen Hunt, in ihrerm ersten Auftrirr auf der Leinwand, hat man hier aufgefahren. Zudem spielt Henry Fonda noch eine kleine Nebenrolle und die schräge Band SPARKS hat einen längeren Auftritt.

Die Technik der Blu Ray ist exzellent. Von ganz wenigen Passagen abgesehen bietet der Streifen ein fantastisches Bild, insbesondere wenn man das Alter zu Grunde legt. Blitzer und grieseln sind wirklich nur ganz selten zu sehen und im überwiegenden Teil könnte man fast meinen, es handele sich um eine aktuelle Produktion. Dazu gesellt sich ein sehr guter Ton, der bei den Achterbahnszenen recht ordentlich durch die Boxen brettert.

Fazit: Gelungene Umsetzung eines Klassikers mit überragender Besetzung. Fans des Streifens können bedenkenlos zugreifen.

DAS LEBEN DANACH (Release Company/Alive)

am 14. November 2017 unter Drama abgelegt

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Antonia Schneider wollte wie Tausende andere einfach nur feiern an dem Tag, doch es sollte ihr schlimmster Alptraum werden. Die Loveparade, die in dem Jahr in Duisburg stattfand, wurde zur Todesfalle für über 20 Personen. Hunderte wurden verletzt – Antonia war mittendrin. Die Auswirkungen sind bis heute zu spüren, denn immer wieder hat sie Flashbacks und insbesondere bunte Farben erinnern sie an das schreckliche Unglück. Dann lernt sie den Taxifahrer Sascha kennen, der zuerst angibt, auch bei dem tragischen Ereignis dabei gewesen zu sein, was sich aber als Lüge herausstellt. Antonia findet heraus, das er einer der Mathematiker war, der die Loveparade und den dafür vorhandenen Platz im Voraus absegnete. Obwohl sie ihn eigentlich irgendwo gern hat, stellt sie ihn immer wieder bloß, um ihm seine Fehleinschätzung heimzuzahlen, bis die Sache eskaliert.

Die Deutschen können nicht viel, aber für gute Dramen sind sie einfach immer wieder prädestiniert. Während man bei Horrorfilmen nur selten ein gutes Händchen beweist (Anatomie reicht wohl als Beispiel) und auch bei Thrillern öfters mal die Spannung vergisst, sind die Dramen eigentlich immer gelungen. Dieses hier besonders.

Zuerst einmal finde ich es gut, einen Film über die Ereignisse von damals zu drehen, denn ansonsten wird die Sache schnell wieder vergessen, was in der Natur der Menschheit liegt. Auch wenn diese Geschichte nicht auf wahren Begebenheiten beruht, könnte sie durchaus so stattgefunden haben.

Das ausgerechnet Jella Haase für diese Rolle verpflichtet wurde, die in den eher tumben und einfältigen FACK JO GÖTHE Teilen mitspielte, erschien mir zuerst suspekt. Sie liegt hier aber eine wirklich tolle, eindrucksvolle Performance hin, als eher extrovertierte Antonia.

Dem gegenüber steht mit Carlo Jjubek das komplette Gegenteil. Ein eher ruhiger und verschlossener Mensch, der sich mit seinem Geheimnis genauso quält wie Antonia.

Auch wenn manche Reaktionen und Aktionen von Antonia etwas heftig und weit hergeholt erscheinen, sind sie jedoch irgendwie nachvollziehbar. Zudem können wir als Zuschauer nicht beurteilen, wie sich ein Mensch fühlt, der dieses Grauen live miterlebt hat.

Das es sich hier um einen Fernsehfilm handelt, erkennt man eigentlich nur am WDR Zeichen am Anfang, ansonsten ist das hier absolutes Kinoniveau und ich denke der Streifen hätte auch dort sein Publikum gefunden.

Fazit: Toll gespieltes und intensives Drama, das ich als Geheimtipp bezeichnen würde. Wer ihn im TV verpasst hat, sollte ihn sich nun zulegen, es lohnt sich.

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