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Archiv für den 09. November 2017

SLASHER – STAFFEL 1 (Justbridge)

am 09. November 2017 unter Horror, TV-SERIE abgelegt

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Sarah Bennet kehrt nach vielen Jahren in ihre Heimatstadt zurück, in der ihre Eltern damals brutal ermordet wurden. Der Killer schnitt der schwangeren Mutter das Kind aus dem Bauch, doch Sarah überlebte tatsächlich. Gegen den Willen ihres Freundes, nimmt sie mit dem im dortigen Knast sitzenden Killer Kontakt auf, unter anderem auch, weil sich gerade eine grauenhafte Mordserie in dem kleinen Städtchen ereignet und der Mörder das gleiche Kostüm benutzt, wie sein Vorbild damals. Es stellt sich heraus, das dieser die 7 Todsünden zum Vorbild hat und nach diesen die Leute niedermetzelt.

Fangen wir zunächst mit dem negativen an. Insgesamt wirkt die Geschichte doch sehr sehr weit hergeholt und das sich eine Frau mit dem Mann trifft und ihm um Rat fragt, der ihre Eltern ermordet hat, ist nur bedingt logisch. Zudem sind einige Dialoge etwas naiv.

Dafür gibt es aber auch einige Dinge auf der Haben-Seite, denn ich kann mich weder an einen Film noch an eine Serie erinnern, wo es so viele Verdächtige gab, die man aber, weil sie von dem Killer ermordet werden, dann auch wieder ausschließen kann. Wer gerne miträt, wer der Böse ist, hat hier einen Heidenspaß. Zudem gibt es in jeder Folge eine Wendung nach der nächsten. Ich gebe zu, das dies mit der Zeit etwas unglaubwürdig wirkt. Aber das ist in den SCREAM Filmen, die die Serie zum Vorbild hat, aber auch nicht anders.

Zudem ist der Killer in seinen Mordarten sehr flexibel und benutzt nie die gleiche Methode. Insbesondere die Nachbarin von Sarah bekommts mal richtig besorgt. Daher ist die FSK-Freigabe 18, die es eher selten für eine TV-Serie gibt, durchaus berechtigt.

Bei der Auflösung des Ganzen scheiden sich dann die Geister Ich möchte diese nicht vorwegnehmen und auch keine Bewertung vornehmen. Das soll jeder für sich selbst beurteilen.

Da eine zweite Staffel in Bearbeitung ist, wird diese wohl eine neue Geschichte erzählen. Zumindest lässt das Ende dies vermuten. Die vielen Wendungen allerdings wären auch in Staffel 2 wünschenswert, auch wenn der Sinn dabei manchmal auf der Strecke bleibt. Aber diese Freiheit darf sich ein Horrorfilm dann doch nehmen.

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HAUS DES ZORNS (Koch Media)

am 09. November 2017 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Andy ist schwer krank und kann sich nur im Rollstuhl fortbewegen. Das sagt zumindest die sehr dominante Mutter, die ihm zudem alles verbietet. Als er eines Tages Maryann kennenlernt, die kürzlich erst in die Nähe gezogen ist, freundet er sich mit dem Mädchen an, was Mami aber gar nicht passt und sie versucht den Kontakt zu verhindern. Doch Maryann will ihren neuen Freund nicht verlieren. Als sie eines Tages bei ihm ist, kommt Madame überraschend früh von der Arbeit zurück und das Mädel flüchtet in den Keller. Was sie allerdings findet, macht ihr ganz schön Angst – und das zurecht.

WILD THINGS Regisseur Mc Naughton ist ja Spezialist für Thriller, daher wundert mich auch, das er nicht selbst gemerkt hat, das der Film entweder an manchen Stellen etwas langatmig wirkt und/oder nicht gut geschnitten ist.

Zudem kann sich der Streifen nicht wirklich entscheiden, ob er jetzt ein Drama oder ein Thriller sein möchte und springt ständig zwischen den beiden Genre hin und her. Auch erscheinen mir manche Handlungsweisen der Mutter etwas weit hergeholt.

Allerdings möchte ich den Film auch nicht schlechtreden, denn insgesamt hat HAUS DES ZORNS (dämlicher Titel) mir doch recht gut gefallen. Klasse die Leistung des Mädchens das Maryann spielt. Ich kann mich nicht erinnern, sie bisher in einem Film gesehen zu haben, aber die werden wir noch öfters sehen.

Auch der Rest des Casts ist nicht gerade schlecht. Samantha Morton darf mal die Furie raushängen lassen, was ihr sichtlich Spaß bereitet, Michael Sheen ist als Vater wie immer souverän und zurückhaltend in seinem Spiel. Dazu hat Peter Fonda eine Gastrolle. Der ehemalige EASYRIDER spielt Maryanns Opa. So ändern sich die Zeiten.

Fazit: Insgesamt ist der Streifen wie eine Bratwurst, die man ein wenig zu lange auf dem Grill gelassen hat. Schmeckt immer noch gut, könnte aber noch besser schmecken. Trotzdem bietet der Streifen gute Unterhaltung und die wirklich sensationelle Wende gegen Ende ist auch eigentlich nicht vorhersehbar, was wiederum ein Pluspunkt ist.

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RILLINGTON PLACE (Polyband/WVG)

am 09. November 2017 unter Biopic, Drama, Thriller abgelegt

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Wir schreiben das Jahr 1938. Die Eheleute Ethel und John haben sich jahrelang nicht gesehen und beschließen, es nochmal miteinander zu versuchen. Letzterer wohnt in einem ziemlich maroden Haus im Rillington Place. Zuerst verläuft alles sehr harmonisch, doch dann entdeckt Ethel, das ihr Gatte anderen Frauen nachstellt – und es kommt noch schlimmer. Immer mehr beschleicht sie der Verdacht, das er diese auch noch umbringt. Als er gegenüber ihr gewalttätig wird verlässt sie ihn. Doch nach einem mitleiderregenden Brief kehrt sie wieder zurück. Ein schwerer Fehler wie sich herausstellen sollte.

Und wieder haben wir hier eine wahre Geschichte, denn diesen Herren gab es wirklich. Wie nahe sich der Film an der Realität befindet, vermag ich jedoch nicht zu beurteilen, da ich die Hintergründe nicht kenne und von dem Fall noch nie etwas gehört habe.

Sehr wohl beurteilen kann ich aber die schauspielerische Leistung von Tim Roth, die hier absolut herausragend ist. Wie er den Spagat schafft, zwischen dem Killer und dem nett aussehenden Herren von nebenan, ist einfach grandios. Man hat ihn hier auch 20 Jahre älter aussehen lassen. Auch Samatha Morton ist wie immer souverän und ihre Darstellung der Ethel hat mir ebenso gefallen.

Allerdings ist RILLINGTON PLACE eher Drama denn Thriller und wer hier Horror erwartet, liegt komplett daneben. Das heißt jedoch nicht, das die Miniserie (3 x 50 Minuten) nicht unterhaltsam wäre, aber hier wird eher mit leisen Tönen gearbeitet, als das man einem Serienkiller beim Abschlachten seiner Opfer beiwohnt.

London in den Spätdreißigern ist ebenfalls gut getroffen und der Film hat dadurch eine schöne Atmosphäre. Bei diesen Streifen achte ich immer ganz genau darauf, ob ich nicht irgendwelche Filmfehler erkenne, doch mir ist keiner aufgefallen.

Wer sich für diese Thematik interessiert kann hier nicht falsch liegen. Ich muss aber anmerken, das man durchaus sieht, das es sich um eine TV Serie und nicht um einen Spielfilm handelt. Aber das ist heutzutage ja kein Problem mehr, da sich Fernsehproduktionen qualitativ immer mehr Spielfilmen annähern.

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SPACEWALKER (Capelight/Alive)

am 09. November 2017 unter Biopic, Drama, SciFi abgelegt

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Im Zuge des Kalten Krieges kämpfen die UdSSR und die USA im Jahr 1965 erbittert um die Führung im kosmischen Rennen. Die Sowjetunion steht kurz vor dem historischen Versuch, den ersten Menschen auf einen Weltraumspaziergang zu schicken. Allerdings planen die Amerikaner ähnliches, also hetzt man die Konstrukteure, es statt 1967 wie geplant, schon 2 Jahre früher möglich zu machen. Als dann das Prüfungsraumschiff in die Luft fliegt, scheint das Rennen erst mal verloren. Doch die beiden Kampfflieger Pavel Beljajev und sein jüngerer Partner Aleksej Leonov sind trotzdem bereit, trotz aller Gefahren den Schritt ins Unbekannte zu wagen…

Letzterer lebt heute noch und war als Berater des Films tätig, was dem Ganzen natürlich eine große Authentizität verleiht. Auch wenn man weiß, wie die Geschichte ausgeht, ist SPACEWALKER dennoch spannend.

Die Effekte sind großartig und stehen amerikanischen Produktionen wirklich in nichts nach. Insbesondere die Szenen im Weltraum sind richtig gut.

Ein wenig nervt aber das patriotische Geplapper zwischendurch, auch diesbezüglich ähnelt der Streifen den amerikanischen Vorbildern. Genosse hier Genosse da, und die bösen Amerikaner finden oft Erwähnung, aber das muss man wohl so hinnehmen, da es zu der Zeit eben diesen Kalten Krieg gab.

Allerdings wird einem der Streifen als Thriller im All verkauft, was er nun wahrlich nicht ist. Ich würde das ganze eher als ein Drama mit stark biografischen Zügen und Spannungsmomenten bezeichnen. Zudem hätten es 20 Minuten weniger auch getan, denn gegen Ende zieht es sich dann doch ein wenig.

Ich bin kein Kenner des russischen Films, daher kann ich zu den Darstellern wenig sagen, diese erledigen ihren Job jedoch gut. Insbesondere der Chef des Ganzen spielt seine Rolle sehr überzeugend und ist eigentlich auch die sympathischste Figur, weil er zuerst an das Überleben seiner beiden Schützlinge denkt. Der „Held“ und Weltraumspaziergänger wird mir insgesamt etwas zu pathetisch dargestellt.

So bleibt unter dem Strich ein interessantes Drama mit wirklich gelungenen Effekte, nach wahren Begebenheiten. In den Extras erwähnt der originale Leonov nochmals, das sich das alles genauso abgespielt hat.

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