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Archiv für den 26. September 2017

IM AUGE DES WOLFES (Koch Media)

am 26. September 2017 unter Action, Reviews, Suspense, Thriller abgelegt

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Yanis Zeri und sein Team, bestehend aus seinem jüngeren Bruder Amine, Eric, Yasser und Franck, haben sich auf Überfälle von Transportern spezialisiert. Davon kann man ganz gut leben. Leider begeht jedoch Amine in seiner Gier einen schweren Fehler und man steht plötzlich in der Schuld einer großen Gang, mit denen nicht zu spaßen ist. Die verlangt von Yanis das er einen weiteren Überfall auf einen Transporter mit Drogen durchführt – erst dann ist seine Schuld getilgt. Zunächst scheint alles glatt zu laufen, doch dann kommt es zu einer Katastrophe.

Die Geschichte hört sich im ersten Moment etwas beliebig und bekannt an, hat aber doch einige Facetten, die man so noch nicht gesehen hat.

Zum Beispiel spielt die Polizei in diesem Streifen eigentlich gar keine Rolle, sondern es geht um 2 Verbrecherbanden, die ihre Coups aus völlig unterschiedlichen Motiven durchführen und die sich plötzlich im persönlichen Krieg befinden,

Obwohl auch Yanis Bande natürlich nicht wirklich zu den Guten gehört, ergreift man doch automatisch Partei als Zuschauer für diese, was einen interessanten Schachzug des Drehbuchs darstellt.

Zudem werden im Laufe des Films auch die Familienmitglieder der kleinen Gang vorgestellt. Dies passiert aber auf sehr geschickte Weise, denn statt den Zuschauer mit ewig langen Einführungen der Charaktere zu langweilen, baut man die Vorstellung der Figuren, die gegen Ende alle eine wichtige Rolle übernehmen, nebenbei und ohne viel Zeitaufwand ein.

Sami Bouajila sieht man eigentlich immer gerne. Kaum einer verkörpert den bedächtigen, französischen Gangster mit Migrationshintergrund (huch das darf man ja heute gar nicht sagen) so gut wie er. Er muss jedoch auch etwas aufpassen, das er auf diese Rolle nicht zu sehr reduziert wird, denn viele seiner Charaktere sind doch recht ähnlich. Die anderen Schauspieler sagen mir persönlich nichts, bieten aber gute Leistungen.

Frankreich hat sich in den letzten 15 Jahren zu einem wirklich guten Land gemausert, was das Genre Action-Thriller angeht. Das fing eigentlich mit DAS TÖDLICHE WESPENNEST an. Seitdem schwappen immer wieder spannende und meist sehr kurzweilige Streifen zu uns herüber.

Fazit: Auch durch die recht knackige Laufzeit gibt es hier kaum Längen und die Story ist nicht uninteressant. Zudem geht es hier an manchen Stellen recht heftig zur Sache. Die Figuren wirken für einen Film dieses Genres überraschend glaubwürdig.

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BLACK BUTTERFLY (Eurovideo)

am 26. September 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Der Schriftsteller Paul hatte schon bessere Zeiten, denn seine Bücher will niemand mehr haben. Mittlerweile lebt er zurückgezogen in einem kleinen Bergdorf und muss sich langsam damit anfreunden, sein Haus zu verkaufen, denn die Kohle ist alle. In einem Schnellimbiss lernt er den merkwürdigen Jack kennen, der ihm aber bei einem Streit aus der Patsche hilft. Als kleines Dankeschön lädt er ihn zu sich ein und bietet ihm eine Übernachtung an. Doch Paul stellt fest, das mit dem Gast etwas nicht stimmt. Wieso sammelt er zum Beispiel Zeitungsausschnitte von Morden, die in letzter Zeit in der Umgebung passiert sind?

Ja die Firma Eurovideo gibt es noch, wenn sie auf meiner Seite auch wenig präsent ist. Trotz teilweise durchaus guter Filme, ist man beim Versenden von Mustern, ich will es mal vorsichtig formulieren, sehr sparsam und so rutschen natürlich auch mir immer wieder Filme durch.

Die Geschichte dieses recht unbekannten Streifens hat durchaus Potenzial, das allerdings nicht ganz ausgenutzt wird. An manchen Stellen hätte man das alles etwas spannender gestalten können. Gerade am Anfang dauert es doch eine Weile bis die Chose in die Gänge kommt.

Allerdings ist besonders der Mittelteil gelungen und die überraschende Wende inmitten des Films erscheint zunächst etwas blödsinnig, macht dann aber durchaus Laune, da man mit zunehmender Spieldauer immer mehr an diese neuen Entwicklungen glaubt. Von da an legt auch der Streifen selbst deutlich an Qualität zu.

Banderas spielt souverän wie immer, während Jonathan Rhys Meyers irgendwie langsam das gleiche Problem hat wie Daniel Craig oder auch damals David Duchovny – man sieht in ihm immer seinen Charakter aus den TUDORS. Es wird schwierig für ihn, dieses Problem abzulegen. Zudem hat man ihm einen dämlichen Schnurrbart verpasst.

Der absolute Knackpunkt von BLACK BUTTERFLY ist dann sicherlich die Schlusspointe. Die kann man genial, aber auch total beschissen finden. Ich persönlich lasse diese aus Spoilergründen mal offen und bewerte sie auch nicht mit, denn ein guter oder schlechter Schluss, kann einen Film schon mal in der Bewertung stark verändern und über dieses Ende wird es viele verschiedene Ansichten geben.

Daher ist unten genannte Bewertung für die Zeit bis zur vorletzten Filmminute :o )

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EINER GEGEN ALLE (Koch Media)

am 26. September 2017 unter Reviews abgelegt

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Die russische Mafia plant ein großes Ding, nämlich den Einbruch in eine Bank mit einer ganz sicheren Rückzugsmöglichkeit. Dazu heuert man Victor an, der bekannt dafür ist, auch komplizierte Safes zu knacken. Für diesen hat man sich etwas ganz besonderes ausgedacht. Mit dabei ist auch Rapido, ein guter Freund des Diebes, der sich aber mittlerweile mehr den Drogen hingibt, statt konstruktiv etwas zu leisten und das schlimmste daran ist, dass er das Geheimnis von Victor kennt. . Der ist nämlich Undercover-Agent der Polizei.

Nichts Neues an der verdeckten Ermittler-Front. Das haben wir so oder so ähnlich nun wirklich schon sehr oft gesehen. Der letzte Teil des Films bringt aber immerhin eine interessante Wende, mit der man nicht wirklich rechnen kann.

Schauspielerisch liefert Javier Gutiérrez mal wieder die beste Leistung ab. Der Rest des Castes ist solide, aber nicht wirklich überragend. Dazu gesellen sich mal wieder jede Menge Russenklischees – das dürfte Putin nicht gefallen.

Wieso der Film übrigens EINER GEGEN ALLE heißt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen, denn der Titel passt eigentlich gar nicht zu dem was man hier sieht. Wer ist denn der eine? Victor? Und was ist dann mit Rapido und dem Chef der Polizei? Na gut, über die dusselige deutsche Namensgebung habe ich mich ja schon oft genug aufgeregt, diese ändert ja auch nicht wirklich was an der Qualität des Films und die ist ok.

Denn unter dem Strich bleibt ein grundsolides Drama mit Thriller-Elementen und ein wenig klassischer Polizei-Arbeit. Der Streifen hat mich einigermaßen unterhalten und ist für eine einmalige Sichtung in Ordnung, nur sind eben die Geschichten um verdeckte Vermittler-Einsätze zu oft erzählt worden und können, wenn man dann als Zuschauer erfährt, das der eigentlich böse Kerl ja ein Cop ist, nicht mehr wirklich überraschen und genau dieses Problem hat auch dieser Streifen.

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GET OUT (Universal Pictures)

am 26. September 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Mit eher gemischten Gefühlen fährt Chris in die Heimatstadt seiner Freundin Rose, denn sie möchte ihn ihren Eltern vorstellen. Eigentlich kein Problem, doch er ist Schwarzer und da weiß man eben nie, was einen so erwartet. Dort angekommen wird er allerdings herzlich empfangen und seine Bedenken legen sich schnell. Allerdings fallen ihm einige merkwürdige Dinge auf. Die Familie beschäftigt nur schwarze Menschen, die sich teilweise auch extrem merkwürdig verhalten, wie die mysteriöse Haushälterin oder der spinnerte Gärtner. Als Chris eines Morgens aufwacht, scheint irgend etwas verändert. War der merkwürdige Traum, den er hatte vielleicht gar keiner, in dem er hypnotisiert und manipuliert wurde?

Wenn man überall nachliest, wird der Streifen in den meisten Fällen als Horror-Satire bezeichnet. Dem würde ich nicht zustimmen, denn ich finde gerade sein Problem ist, das er sich an vielen Stellen viel zu ernst nimmt.

Zudem überzeugt mich Daniel Kaluuya, eigentlich ja eher für komische Rollen vorgesehen, nicht wirklich, denn außer 2 verschiedenen Gesichtsausdrücken hat er nicht viel zu bieten und immer die „ich bin doch eigentlich der coole Nigger hier“ -Masche, nutzt sich mit der Zeit ab (um besonders feinfühligen Herrschaften hier gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen, die Bezeichnung Nigger wird von denen selbst verwendet und soll keine Beleidigung sein).

Da erledigen insbesondere Catherine Keener, die sich auf der Leinwand relativ rar gemacht hat, als schrullige Mum und Bradley Whiford, als ihr nicht minder skurriler Gatte, eigentlich ihre Jobs besser, wobei natürlich auch ihre Rollen interessanter sind.

Wirklich spannend wird das ganze erst gegen Ende, dazwischen gibt es doch hin und wieder Leerlauf, insbesondere die Party, auf der man zig Gäste vorgestellt bekommt, von denen einige zwar später eine Rolle spielen werden, zieht sich aber doch sehr lange hin. Zudem ist die Auflösung doch ein wenig arg weit hergeholt.

Unter dem Strich nette Unterhaltung für zwischendurch, im A-Movie-Look, obwohl die Geschichte eher an einen Independent-Film erinnert, aber der Hype um diesen Streifen und die extrem guten Bewertungen halte ich für etwas übertrieben.

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ERPRESSUNG – WIE VIEL IST DEINE FAMIIE WERT? (Universum Film)

am 26. September 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Es sollte ein lustiger kleiner Trip in die Karibik werden. Kevin Riley reist mit Frau und seinem kleinen Sohn dorthin. Als sie eine Bootsfahrt unternehmen und an einer der vielen Inseln anlegen, haben sie kurz darauf ein Problem – der Motor springt nicht mehr an. Kurz bevor die Familie dem sicheren Tod ins Auge sieht, naht Rettung. Doch diese gibt es nicht umsonst. Der gute Mann, ein armer Fischer, will richtig viel Kohle haben. Obwohl Riley nicht so viel Vermögen besitzt, willigt er zunächst ein. Nach der Geldübergabe (per Überweisung) will ihn der Fischer zu seiner Familie führen, doch natürlich hat er Angst verraten zu werden und versucht Riley umzubringen. Dieser überlebt und wendet sich an die Polizei, Diese will ihm zunächst helfen doch der misstrauische Detektive glaubt mit der Zeit, das Kevin die Geschichte nur erfunden hat um eine Versicherungssumme zu kassieren.

Und wieder ein Film mit einem dämlichen Namen. Wer denkt sich so etwa eigentlich aus? Zudem bekommt der Streifen im Netz überwiegend schlechte Kritiken, die ich nicht nachvollziehen kann.

ERPRESSNUG hat jede Menge Wendungen, einen glaubwürdigen Hauptdarsteller und ist auch in den Nebenrollen (unter andrem mit Danny Clover) gut besetzt.

Beginnt das ganze zunächst wie ein nettes kleines Urlaubsfilmchen, mit beeindruckenden Bildern der Karibik, mausert sich das ganze dann zunächst zu einem Überlebensdrama, um dann zu einem Thriller zu mutieren. Und das durchaus gekonnt.

Zudem gerät der Film sehr kurzweilig, denn hätte ich nach dem Abspann tippen müssen, wäre ich nie darauf gekommen, das ich hier 109 Minuten hinter mir habe, auch das spricht ja für den Unterhaltungswert.

Während manche Filme merkwürdigerweise überragend bewertet werden und mich eher langweilen, fand ich ERPRESSUNG gelungen und ich würde ihn mir auch noch ein weiteres Mal anschauen, daher:

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