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DIE HÄNDE MEINER MUTTER (Lighthouse)

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Markus ist 40 Jahre alt, beruflich mäßig erfolgreich und mit Monika verheiratet. Zusammen haben sie einen Sohn. Am Geburtstag seines Vaters wird er durch einen blöden Zufall von seiner Vergangenheit eingeholt. Seine Mutter Renate hat ihn als Kind sehr oft sexuell missbraucht. Zuerst versucht er das ganze abermals zu verdrängen, doch dann geht er in die Offensive und besucht einen Psychologen. Als er seiner Mutter einen Brief schreibt und sie damit konfrontiert, bittet sie ihn um Verzeihung. Doch das reicht Markus nicht und erst recht nicht seiner Gattin, die Renate zwingt, dieses Geheimnis öffentlich zu machen und sich damit selbst anzuklagen.

Starken Tobak bekommt der Zuschauer hier geboten. Nun ist Florian Eichinger auch nicht wirklich für Filme bekannt, die als lockere Unterhaltung durchgehen, doch dieser Streifen ist schon sehr sperrig.

Einige Handlungen der Protagonisten sind für mich nur schwer nachvollziehbar. Zudem finde ich die vermeintlichen Rückblenden etwas gewöhnungsbedürftig, denn in diesen wird der erwachsene Markus gezeigt, der die sexuellen Handlungen über sich ergehen lassen muss.

Natürlich kann man hier schlecht einen 9jährigen einsetzen, der an den Genitalien der Mutter herumspielt. Stattdessen aber den erwachsenen Markus mit Kindessprache zu versehen, wirkt auf mich eher ungewollt komisch, denn bewegend.

Auf der Habenseite stehen allerdings die schauspielerischen Leistungen, wobei man im Besonderen anmerken muss, zu welch guter Darstellerin sich Jessica Schwarz gemausert hat, die immerhin mal „nur“ als Viva Moderatorin angefangen hat.

Die Zielgruppe für diesen Film ist mehr als überschaubar, zumal Eichinger seinen Film auch ohne jeglichen Einsatz von Musik gedreht hat, was das ganze noch sperriger macht. Im TV wäre er am besten bei Arthaus aufgehoben. Zur Primetime im ZDF kann ich mir DIE HÄNDE MEINR MUTTER nur schwerlich vorstellen.

Fazit: Das Thema ist interessant und sicher auch wichtig und die Geschichte glaubwürdig erzählt. Trotzdem bleibe ich dabei das ich die „sexuellen Übergriffe“ nicht mit einem erwachsenen Hautdarsteller gezeigt hätte – dann lieber nur das Kopfkino bedienen…

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