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DEN STERNEN SO NAH (Universum Film)

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Gardner und Tulsa kennen sich aus einem Chatroom und hätten gerne mal ein Date. Das gestaltet sich allerdings schwierig, denn ersterer lebt ein wenig weit weg. Seine Mutter, eine Astronautin, war damals mit ihm schwanger und entband auf dem Mars ihren Sohn, verstarb allerdings dabei. Nun lebt Gardner schon seit 16 Jahren auf den langweiligen Planeten und möchte so gerne die Erde und natürlich Tulsa kennenlernen. Zudem hat er sich in den Kopf gesetzt, seinen Vater zu finden. Eines Tages bekommt er dann wirklich die Einwilligung, den Planeten zu besuchen, allerdings nur unter Sicherheitsauflagen, denn Gardner ist natürlich eine ganz andere Atmosphäre gewöhnt und leidet zudem an einer Herzkrankheit. Also ist Vorsicht geboten. Diese wirft er allerdings auf der Erde komplett über Bord, da er von den neuen Eindrücken überwältigt ist, sucht und findet Tulsa und erlebt mit ihr ein tolles Abenteuer auf der Suche nach seinem Dad.

Die Grundidee des Streifens ist, das muss man wirklich sagen, klasse. Ich kann mich auch nicht erinnern, das so etwas schon einmal so oder so ähnlich verfilmt wurde.

Das die beiden sich ineinander verlieben und der Streifen einige Male nur haarscharf am Kitsch vorbeischrammt, ist eigentlich vorprogrammiert. Dennoch machen Regisseur und Drehbuchautor hier vieles richtig, mit Abzügen in der B-Note.

Da hätten wir erstmal die Besetzung. Zwar stimmt die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern, doch als Liebespaar gehen sie irgendwie nicht durch. Asa Butterfield nimmt man den 16-jährigen noch ab, doch Britt Robertson ist zum Zeitpunkt der Entstehung des Filme schon 26 Jahre alt und das sieht man meiner Meinung nach auch. Nicht das sie eine schlechte Leistung abliefert, aber für die Rolle ist sie meiner Meinung einfach etwas zu alt. Gary Oldman ist schauspielerisch zwar etwas unterfordert, sieht man aber trotzdem immer wieder gerne.

Sehr schön hingegen ist, wie man es schafft die Hilflosigkeit und Tollpatschigkeit des Hauptdarstellers als Fremder auf einem Planeten darzustellen. Immer wieder kommt er in Situationen mit denen er überfordert ist (sei es optisch oder zwischenmenschlich). Das hat man wirklich sehr gut hinbekommen. Auch den Twist kurz vor Ende hätte man so sicherlich nicht erwartet.

DEN STERNEN SO NAH hat allerdings insgesamt ein Problem und das ist, das er den Konventionen eines Spielfilms folgen muss und trotz der staatlichen Laufzeit von 120 Minuten, kommen viele Aspekt einfach zu kurz. Aus dieser Geschichte hätte man besser eine Serie gemacht, denn vieles muss an vielen Stellen einfach zu sehr gestrafft werden, und das ist leider sehr schade.

Trotzdem ein schöner, etwas sentimentaler Streifen, der einem am Ende doch bewegt.

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