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Archiv für den 25. Juli 2017

LAKE BODOM (Koch Media)

am 25. Juli 2017 unter Horror abgelegt

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Die beiden Freunde Elias und Atte überreden die Mädels Ida und Nora, zu einem Trip an den legendären See Bodom. Dort fanden 1960 grauenhafte Morde statt, die nie aufgeklärt wurden. Das verschweigt man den Damen allerdings. Es kommt wie es kommen muss, kurz darauf ist man nur noch zu dritt. Aber der Täter kann doch nicht wirklich nach so langer Zeit noch am Leben sein?

Kurze Zusammenfassung, weil der Steifen zwar mehr hergäbe, ich dann aber grauenhaft spoilern müsste, denn auf die Wende nach 35 Minuten kommt nun wirklich kein Mensch. Diese ist zwar nur bedingt logisch, aber immerhin interessant.

Im Internet wird der Film in vielen Foren heftig verrissen, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, denn das Hauptargument ist, das LAKE BODOM den typischen Teenie-Slasher-Vorbildern folgt, was ich so gar nicht unterschreibe, denn das was nach der oben angesprochenen Wende passiert, habe ich so noch nie gesehen. Ich gebe aber zu, die letzten 30 Minuten geraten dann doch sehr konventionell.

Insbesondere die beiden Mädels machen schauspielerisch einen sehr guten Job und wirken glaubwürdig, im Gegensatz zum Drehbuch, das an manchen Stellen doch etwas über das Ziel hinausschießt.

Interessant hier bei ist, das diese Morde tatsächlich stattgefunden haben und das Internet voll von Berichten zu den damaligen Ereignissen ist. Das Verbrechen wurde niemals aufgeklärt – zwischenzeitlich stand sogar mal der einzige Überlebende des Massakers unter Verdacht, wurde jedoch freigesprochen. Die Hintergrundgeschichte ist hier also sehr interessant.

Fazit: Neben einem wirklich guten Bild, bekam der Streifen auch eine sehr gute Synchronisation verpasst. Insgesamt ein solider Beitrag, dessen Hintergrund allerdings fast interessanter ist, als der Streifen selbst, der aber über die ganze Laufzeit spannend bleibt.

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AMERICAN VIOLENCE (Lighthouse)

am 25. Juli 2017 unter Action, Drama abgelegt

American Violence DVDJackson Shea wurde zum Tode verurteilt. Bevor die Hinrichtung jedoch durchgeführt wird, zieht man die bekannte Psychologin Amanda Tyler hinzu. Diese soll den kompletten Fall nochmals überprüfen und feststellen, woher die Gewalttaten ihren Ursprung haben. Anfangs ist sie von der Schuld des Angeklagten überzeugt, doch als er ihr nach und nach seine Lebensgeschichte erzählt, bekommt sie wirkliche Zweifel, ob er etwas für sein verkorkstes Leben kann. Wird sie jedoch die Hinrichtung aufhalten?

Das Cover offeriert einem etwas völlig anderes als das, was man im Endeffekt zu sehen bekommt, denn es handelt sich hier eher um ein Drama, denn einen Actionfilm. Natürlich ist Action vorhanden, denn bei seinen Taten kam es natürlich auch zu Schießereien und ähnlichem, doch hier steht der psychologische Ansatz im Vordergrund.

Denise Richards, einst gefeierter Nachwuchsstar ist ganz schön alt geworden. Die Rolle der Psychologin nimmt man ihr nur bedingt ab. Sehr gut und glaubwürdig ist die Darstellung von Kaiwi Lyman-Mersereau (wie kommt man an so einen Namen?), der dem Gewalttäter ein, ja fast sympathisches Profil verleiht.

In weiteren Rolle sind unter anderem Michael Pare und Bruce Dern zu sehen – nicht schlecht für so einen kleinen, doch recht unbekannten Film. Es fällt allerdings auf, das die Nebendarsteller ziemlich chargieren und sich nahezu alle am Overacting bewegen, als wären sie mit ihren kleinen Rollen unzufrieden und meinen so Eindruck zu hinterlassen. Das habe ich in einem Streifen so geballt selten gesehen. Vielleicht fällt das aber auch nur durch das der eher zurückhaltende, sehr nuancierte Spiel des Hauptdarstellers so sehr auf.

Wer einen Actionfilm erwartet, wird hier relativ enttäuscht sein. Dieser Streifen geht eher in Richtung LAST DANCE, damals mit Sharon Stone, der eine ähnliche Handlung hatte. Als Drama funktioniert AMERICAN VIOLENCE allerdings erstaunlich gut.


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DEN STERNEN SO NAH (Universum Film)

am 25. Juli 2017 unter Komödie, SciFi abgelegt

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Gardner und Tulsa kennen sich aus einem Chatroom und hätten gerne mal ein Date. Das gestaltet sich allerdings schwierig, denn ersterer lebt ein wenig weit weg. Seine Mutter, eine Astronautin, war damals mit ihm schwanger und entband auf dem Mars ihren Sohn, verstarb allerdings dabei. Nun lebt Gardner schon seit 16 Jahren auf den langweiligen Planeten und möchte so gerne die Erde und natürlich Tulsa kennenlernen. Zudem hat er sich in den Kopf gesetzt, seinen Vater zu finden. Eines Tages bekommt er dann wirklich die Einwilligung, den Planeten zu besuchen, allerdings nur unter Sicherheitsauflagen, denn Gardner ist natürlich eine ganz andere Atmosphäre gewöhnt und leidet zudem an einer Herzkrankheit. Also ist Vorsicht geboten. Diese wirft er allerdings auf der Erde komplett über Bord, da er von den neuen Eindrücken überwältigt ist, sucht und findet Tulsa und erlebt mit ihr ein tolles Abenteuer auf der Suche nach seinem Dad.

Die Grundidee des Streifens ist, das muss man wirklich sagen, klasse. Ich kann mich auch nicht erinnern, das so etwas schon einmal so oder so ähnlich verfilmt wurde.

Das die beiden sich ineinander verlieben und der Streifen einige Male nur haarscharf am Kitsch vorbeischrammt, ist eigentlich vorprogrammiert. Dennoch machen Regisseur und Drehbuchautor hier vieles richtig, mit Abzügen in der B-Note.

Da hätten wir erstmal die Besetzung. Zwar stimmt die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern, doch als Liebespaar gehen sie irgendwie nicht durch. Asa Butterfield nimmt man den 16-jährigen noch ab, doch Britt Robertson ist zum Zeitpunkt der Entstehung des Filme schon 26 Jahre alt und das sieht man meiner Meinung nach auch. Nicht das sie eine schlechte Leistung abliefert, aber für die Rolle ist sie meiner Meinung einfach etwas zu alt. Gary Oldman ist schauspielerisch zwar etwas unterfordert, sieht man aber trotzdem immer wieder gerne.

Sehr schön hingegen ist, wie man es schafft die Hilflosigkeit und Tollpatschigkeit des Hauptdarstellers als Fremder auf einem Planeten darzustellen. Immer wieder kommt er in Situationen mit denen er überfordert ist (sei es optisch oder zwischenmenschlich). Das hat man wirklich sehr gut hinbekommen. Auch den Twist kurz vor Ende hätte man so sicherlich nicht erwartet.

DEN STERNEN SO NAH hat allerdings insgesamt ein Problem und das ist, das er den Konventionen eines Spielfilms folgen muss und trotz der staatlichen Laufzeit von 120 Minuten, kommen viele Aspekt einfach zu kurz. Aus dieser Geschichte hätte man besser eine Serie gemacht, denn vieles muss an vielen Stellen einfach zu sehr gestrafft werden, und das ist leider sehr schade.

Trotzdem ein schöner, etwas sentimentaler Streifen, der einem am Ende doch bewegt.

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