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Archiv für den 28. Juni 2017

MEAN DREAMS (Meteor/Alive)

am 28. Juni 2017 unter Drama abgelegt

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Jonas wächst in einem sehr ländlichen Teil Amerikas auf einer Farm auf und arbeitet trotz seiner erst 15 Jahre im eigenen Betrieb mit. Eigentlich führt er aber ein recht langweiliges Leben bis er Casey kennenlernt. Die Gleichaltrige ist mit ihrem Vater Wayne, der bei der örtlichen Polizei arbeitet, gerade erst hergezogen. Anfangs gibt sich ihr Dad als freundlich und gelassen. Doch bald merkt Jonas, das dieser Mann seine Tochter mies behandelt. Als er ihn bei einem illegalen Geschäft beobachtet und feststellen muss, das der liebe Papa auch über Leichen geht, versucht er Casey aus dessen Klauen zu befreien – und entwendet die Kohle aus dem Drogendeal, was natürlich nicht ohne Folgen bleibt.

Die Geschichte hört sich im ersten Moment relativ unspektakulär an. Junge lernt Mädchen kennen, verliebt sich und haut mit ihr ab. Doch MEAN DREAMS hat mir insgesamt außerordentlich gut gefallen.

Das liegt erst einmal an den beiden grandiosen Hauptdarstellern. Die mir persönlich vollkommen unbekannten Sophie Nelisse und Josh Wiggins liefern hier eine tolle Leistung ab. Gerade das sehr nuancierte Spiel der beiden, das zudem extrem glaubwürdig wirkt, hievt den Streifen auch über die ein oder andere kleine Länge. Zudem gefällt, das hier nicht völlig unrealistische Sexszenen gezeigt werden, sondern das die Verliebtheit sich mehr im Kopf der Zuschauers abspielt.

Dazu gesellt sich eine fantastische Kameraführung. Leider weiß ich den Namen des Verantwortlichen nicht mehr, aber was dieser hier für Bildkompositionen, insbesondere auch mit Licht und Schattenspielen, zaubert ist klasse. Der Regisseur hat auch erkannt, was er hier für ein Talent an der Kamera hat. Denn in den Extras geht man eben auf dessen Arbeit explizit ein.

Bill Paxton, der dieses Jahr doch einigermaßen überraschend verstarb, liefert als sadistischer Vater ebenfalls eine gute Performance ab. Colm Feore sieht man eh immer gern.

Zudem ist MEAN DREAMS für einen Streifen, der eigentlich eher dem Drama zuzuordnen ist sehr spannend und mutiert teilweise zum Thriller. Die Flucht der beiden Kids ist zudem realistisch geschildert und nicht mit irgendwelchen dämlichen Actionszenen vollgepackt.

Für mich ist das hier ein Geheimtipp. Nicht weil der Film jetzt eine unfassbar innovative Handlung hat, aber die schauspielerischen Leistungen, die kleinen Wendungen und die tolle Kamera sind im Gesamtbild komplett stimmig.

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RINGS (Universal Pictures)

am 28. Juni 2017 unter Horror abgelegt

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Julias Freund Holt, hat sich lange nicht mehr gemeldet, was für ihn ungewöhnlich ist. Kurzerhand fährt sie zu seiner Universität und sucht ihn. Dort lernt sie Professor Gabriel kennen, der ihn aber angeblich noch nie gesehen hat. Doch Julia merkt das der Herr lügt und folgt ihm in einen Gebäudetrakt, der nur bestimmten Leuten zugänglich ist. Hätte sie besser lassen sollen, denn sie findet heraus, das ihr Freund wohl ein Video gesehen hat, das ihm innerhalb der nächsten 7 tage den Tod bringen wird – es sei denn er reicht den Fluch weiter. Doch die Zeit wird knapp. Als sie die Freundin des Professors mit nach Hause nimmt begreift Sie erst, das sie die nächste ist.

RINGS ist sehr schwer zu bewerten und zwar weil man eben die Originale kennt, wobei ich jetzt von dem amerikanischen Verfilmungen spreche, die einen etwas anderen Ansatz als die japanischen RINGU verfolgten.

Hätte man diese nicht gesehen, fände man den Streifen sicherlich besser, denn wenn man RINGS insbesondere mit Nummer 1 (damals mit Naomi Watts) vergleicht, liegen da doch Welten dazwischen.

Die ersten 45 Minuten sind eigentlich noch recht gelungen. Wie man das VHS-Video ins Computerzeitalter rüberzieht ist eigentlich ganz pfiffig gelöst. Zudem baut sich eine gewisse Spannung auf, die aber verschwindet, als Holt und Julia versuchen das Schicksal von Samara, dem Mädchen aus dem Video herauszufinden. Das wird im Laufe der zweiten Hälfte immer abstruser und unglaubwürdiger.

Sehr gelungen hingegen die Auflösung und das Ende. Trotzdem herrscht dazwischen einfach zu viel Leerlauf und ihre ständigen Visionen gehen einem auch auf den Zeiger. Zudem weiß der Streifen nicht, ob er etwas Neues kreieren oder sich doch mehr an die alten Teile halten will.

Würde man die Vorgänger nicht kennen würde die Bewertung höher ausfallen. So bleibt bestenfalls ein „solide“, mit, das muss man allerdings sagen, gelungenen Effekten und einigen durchaus interessanten Neuerungen.

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LET HER OUT (I-on New Media)

am 28. Juni 2017 unter Horror abgelegt

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Nach einem schweren Unfall leidet Helen plötzlich an merkwürdigen Halluzinationen. Zudem wacht sie an Orten auf, von denen sie nicht weiß, wie sie dort hinkam. Als ein MRT durchgeführt wird, entdeckt die Ärztin etwas seltsames. Noch im Mutterleib hat Helen anscheinend ihren Zwilling absorbiert, der nun aber keine Lust mehr hat dort zu bleiben und ein eigenständiges Leben führen will. Immer mehr nimmt er Besitz von seiner Schwester, die langsam aber sicher zu einem gefährlichen Monster mutiert und anderen Gewalt antut.

Jetzt werden einige den Kopf schütteln und sich fragen wie man denn auf so einen Unsinn kommt. Die gleichen werden sich aber wundern, das es diese Merkwürdigkeit der Natur wirklich gibt. Foetus in foeto nennt sich das Ganze.

Natürlich wird die Geschichte, so wie sie hier dargestellt ist, nicht passieren. Trotzdem ist die Grundidee nicht frei erfunden, was ich aber auch erst herausbekommen habe, als ich nach dem Film zum Spaß mal googlte.

Die kanadische Produktion bietet durchaus spannenden Horror mit, insbesondere gegen Ende, recht gewalttätigen Abschnitten, wobei mich hier, ähnlich wie bei anderen Streifen der letzten Monate, die FSK-Freigabe 16 erstaunt. Man scheint dort bei Filmen mit übernatürlichen Handlungen milde geworden zu sein.

Obwohl es sich hier um eine kanadische Produktion handelt, erinnert die Machart eher an Filme aus GB. Auch diese arbeiten meistens mit einem etwas verwaschenen Bild. Die Darsteller sind solide, der Soundtrack (insbesondere der Abspann) ist sehr gelungen, und im Stile eines typischen Horrofilm-Scores.

Die 89 Minuten vergehen wie im Flug, da der Streifen recht schnell geschnitten ist und die Einführung der Charaktere knapp ausfällt, was mich bei Horrorfilmen allerdings weniger stört als bei Dramen. Gegen Ende hätte ich mir noch eine kleine Wende gewünscht .

Fazit: Durchaus spannender und recht brutaler Streifen, der für jeden Horrorfan eine sichere Empfehlung ist. Wer dem englischen mächtig ist, sollte den Film im Originalton schauen, da die Synchro an manchen Stellen etwas steif wirkt und das Grauen im Originalton etwas heftiger rüberkommt.

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