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Archiv für den 30. Mai 2017

ACCIDENTS (Lighthouse)

am 30. Mai 2017 unter Drama abgelegt

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Bevor es zu einem tödlichen Unfall in einer Mine in einer kleinen Gemeinde irgendwo in den USA kam, herrschte Harmonie in dem Örtchen, doch nun ist alles anders. Minenmanager Bill will keine Verantwortung übernehmen, denn er handelte nur nach Vorschrift. Seine Frau Diana leidet unter den Anfeindungen der anderen Bewohner. Als deren gemeinsamer Sohn TJ eines Tages nicht mehr nach Hause kommt und auch wochenlang nicht gesehen oder gefunden wird, beginnt Diana eine Affäre mit Amos, dem einzigen Überlebenden des Minenunglücks. Der wiederum wird von seinen Kollegen unter Druck gesetzt auch ja die „Wahrheit“ beim Gerichtstermin auszusagen. Obwohl der Tod von TJ ein Unfall war, leidet der vermeintliche Mörder Owen seelisch sehr darunter – trotzdem erzählt er niemandem etwas.

Wie man an der Zusammenfassung erkennen kann, handelt es sich hier um mehrere Handlungsstränge, die erst mit der Zeit zusammengeführt werden. ACCIDENTS ist daher eher ein unabhängiger Blick auf eine Kleinstadt und wie sich das Leben der Mitbewohner von einem auf den anderen Tag schlagartig ändern kann, als klassisches Erzähl-Kino.

Chloe Sevigny, Josh Lucas, Elisabeth Banks – es gibt schlechtere Besetzungen für eine kleine Independent-Produktion, die übrigens auf dem SUNDANCE-Festival zu sehen war.

Am meisten überrascht mich hierbei Banks, deren schauspielerische Qualitäten ich eher für beschränkt halte, die hier aber eine ungewöhnlich intensive und glaubwürdige Vorstellung abliefert. Chloe Sevigne hat leider zu wenig Screentime.

Insbesondere das Minenunglück wird am Anfang des Streifens nur kurz erwähnt und erst mit zunehmender Spieldauer bekommt der Zuschauer die ganzen Hintergründe und Zusammenhänge erklärt, da man sich zu Beginn sehr auf den Charakter des Owen konzentriert, der von dem mir unbekannten Jacob Lofland hervorragend authentisch dargestellt wird.

ACCIDENTS ist nichts zum nebenher schauen. Man sollte sich doch ausschließlich auf die sehr gut ausgearbeiteten Charaktere konzentrieren, die wie bereits erwähnt, auch sehr gut besetzt wurden .

Menschen die Filme wie WINTERS BONE mögen, kommen hier voll auf ihre Kosten – zu denen zähle ich auch. Das Mainstream-Publikum wird das hier als langweilig empfinden.

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A KIND OF MURDER (Universum Film)

am 30. Mai 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Walter Stackhouse ist ein erfolgreicher Architekt im New York der Sechzigerjahre, verheiratet mit der schönen Clara und führt ein vermeintlich perfektes Leben. Zumindest nach außen hin, denn seine Gattin hat schwere Depressionen und ist krampfhaft eifersüchtig. Da Stackhouse schon immer einen Hang zu spannenden Kriminalfällen hat und selbst gerne Autor wäre, kommt ihm ein Mord in der Umgebung gerade recht. Der Tatverdächtige ist der Ehemann, den er in dessen Buchladen unter einem Vorwand aufsucht. Kurz darauf bekommt der Architekt jedoch selbst Probleme. Seine Gattin wird ebenfalls tot aufgefunden. Als ans Licht kommt das er eine Affäre mit einer Barsängerin hatte, gerät er plötzlich ebenfalls unter Mordverdacht.

Das der Streifen sich an Hitchcock-Vorbildern orientiert ist offensichtlich. Leider erreicht er natürlich nicht annähernd die Qualität, wobei das nicht unbedingt an der Qualität des Regisseurs liegt, sondern an dem etwas holprigen Drehbuch.

Zudem dauert es recht lange, bis die eigentliche Krimihandlung mal ins Rollen kommt, davor ist der Streifen an manchen Stellen doch etwas geschwätzig.

Gelungen hingegen ist das coole 60s Flair und auch die Darsteller machen keinen schlechten Job, wobei Wilson sichtlich Spaß an seiner Rolle hat und den Hobby-Detektiv mit Verve verkörpert.

Hätte man die Geschichte etwas verschachtelter erzählt und die ein oder andere Wende eingebaut, wäre hier deutlich mehr möglich gewesen, als ein solider Genre Beitrag. Denn eigentlich gibt es hier einfach keine möglichen Verdächtigen, so dass der Ausgang im Grunde von vornherein klar ist.

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XX (Koch Media)

am 30. Mai 2017 unter Horror abgelegt

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Wer in diversen Internetforen unterwegs ist wird wissen, das die Bezeichnung XX oft für das männliche Genital gebraucht wird. Wer aber glaubt, es handele sich hier um einen erotischen Streifen, den muss ich enttäuschen. Vielmehr sind es 4 Kurzgeschichten, die allesamt von Frauen inszeniert wurden und dem Horror-Genre zuzuordnen sind.

THE BOX: Nachdem ein Junge in der U-Bahn in die Geschenkbox eines Passagiers gesehen hat, verweigert er die komplette Nahrungsaufnahme.

BIRTHDAY PARTY: Es soll eine lustige Geburtstagsparty werden, doch Papa beschließt am gleichen Tag sich umzubringen. Aber man will ja dem Kleinen nicht seinen schönsten Tag versauen…

DONT FALL: In der Wildnis werden ein paar Freunde im Urlaub von einem mysteriösen Vieh angegriffen, was einigen gar nicht gut bekommt.

OLNY LIVING SON: Ihr Sohn weiß schon lange das mit ihm etwas nicht stimmt und das seine Herkunft nicht die ist, die ihm erzählt wurde. Seine Mutter versucht die Wahrheit zu vertuschen..

Wie immer bei diesen Kurzgeschichten steht und fällt das Ganze natürlich mit der Grundidee. Im Falle von BOX ist diese wirklich gelungen. Auch wenn nicht alles aufgeklärt wird, ist das ganze vom Prinzip die interessanteste Folge. Birthday Party ist eher schwarzhumorig aber dennoch unterhaltsam, während die dritte Folge leider sehr beliebig wirkt. Nummer 4 weiß zu unterhalten und hat ein gelungenes Ende.

Eingerahmt wird das ganze von einer schönen Animation.

Insgesamt kann man dem Ganzen einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen. Potenzial für einen kompletten Film hätte allerdings wirklich nur THE BOX.

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ZIMMER 108 (Universum Film)

am 30. Mai 2017 unter TV-SERIE, mystery abgelegt

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Die 19-jährige Kato Hoeven wacht eines Morgens blutüberströmt in einem Hotelzimmer auf – ohne zu wissen was passiert ist. Das ist allerdings der eher harmlosere Teil, denn als sie ihren Körper in der Badewanne sieht, realisiert sie, das sie tot ist. Nun versucht sie als Geist ihren eigenen Mord aufzuklären. Überraschenderweise stellt sie allerdings fest, das einige Leute sie sehen können – anscheinend alle, die am Abend ihres Todes mit ihr in Kontakt kamen. Mit Hilfe ihrer Stiefschwester, dem Cousin ihres Ex, sowie ihrer besten Freundin, versucht sie herauszufinden, was an dem Abend passiert ist und ihren Mörder zu finden.

Die Grundidee dieser 10-teiligen Serie ist auf jeden Fall originell. Auch das einige Kato sehen können, die meisten aber nicht, sorgt für interessante Wendungen und spannende Momente – zudem liefert Lynn Van Royen als Hauptdarstellerin eine sehr gute Leistung ab.

Auf den ersten Blick erscheint die kleine Gemeinde in Belgien als uninteressant, doch viele der dort Lebenden verbergen ein Geheimnis. Zum Beispiel der Polizeichef, der von Anfang an als einer der Hauptverdächtigen für den Zuschauer gilt, da er Kato nicht leiden konnte. Im Laufe der Geschichte kommt es immer wieder zu überraschenden kleinen Wendungen, die man so nur schwer voraussehen kann.

Die Auflösung bzw. das Ende und damit auch das Schicksal von Katos Geist wird in vielen Foren bemängelt. Das wiederum kann ich nicht nachvollziehen, denn gerade diesen Abschluss finde ich sehr stimmig.

Abzüge gibt es hier in der B-Note, denn man hätte das ganze auch in 8 Folgen erzählen können. Einige Handlungsstränge laufen ins Leere, andere bringen die Geschichte nicht wirklich voran.

Trotzdem bleibt insgesamt ein positiver Gesamteindruck. Wer allerdings hier eine Special-Effects Orgie erwartet, die man nach der Geschichte durchaus vermuten könnte wird enttäuscht werden. Die Geistergeschichte ist eigentlich nur eine zusätzliche Komponente zu eigentlichen Krimihandlung und nicht dazu gedacht mit Effekten zu glänzen.

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