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Archiv für den 26. April 2017

RITTER DER DÄMONEN/BORDELLO OF BLOOD (Koch Media)

am 26. April 2017 unter Horror abgelegt

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Was in den 80er und 90ern alles geschnitten auf den Markt kam ist unfassbar. Die FSK und ihre scheintoten Angestellten hatten viel Spaß daran alle möglichen Streifen zu verunstalten. Die beiden vorliegenden Filme landeten auf den Index UND waren noch geschnitten (zumindest die frei zugänglichen Versionen). Wieso lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen und jetzt wo ich sie mir nochmal angeschaut habe verstehe ich es erst recht nicht, obwohl natürlich der ein oder andere Splattereffekt vorhanden ist. Trotzdem ist ein JOHN WICK deutlich brutaler als das hier.

Beide Filme liefen zwar unter der TALES FROM THE CRYPT Reihe, hatten aber  damit nicht wirklich viel zu tun, denn eigentlich waren das normalerweise Kurzgeschichten, während diese beiden Teile ja komplette Spielfilme waren.

RITTER DER DÄMONEN (1994)

Sechs der Schlüssel zum Tor der Hölle haben die bösen Dämonen schon in ihrem Besitz., der siebte scheint auch nur noch eine Frage der Zeit, denn der Collector hat den Besitzer des letzten Schlüssels bereits aufgespürt. Zudem hält man Bryker bei der Polizei für den Bösen. Glücklicherweise greifen toughe Bürger ein.

BORDELLO OF BLOOD (1996)

Rock’n'Roll-TV-Evangelist Current betreibt nebenher ein florierendes Bordell, dessen Madame die blutsaugende Vampirin Lilith ist. Dort verlieren die Gäste jedoch nicht nur ihre Kohle sondern auch jede Menge Blut. Genau dorthin verschlägt es Privatdetektiv Guttman, der den verschollenen Bruder seiner Klientin Katherine sucht. Schnell findet dieser heraus, das sich die Damen des Etablissements eben vom Blut ihrer Freier ernähren und er beschließt, das ganze zu beenden.

Ersterer hat die Zeit etwas besser überstanden. RITTER DER DÄMONEN lässt sich auch heute nach gut schauen, während an Teil 2 ein wenig der Zahn der Zeit genagt hat. Dennoch werden sich Fans über diese Veröffentlichung sehr freuen, zumal beide Filme wirklich Kultstatus erlangten. Bei den Effekten muss man im Jahr 2017 natürlich Abstriche machen.

Die Bildqualität ist bei beiden Teilen durchaus gut. Ein ganz leichtes Rauschen stört nicht wirklich, zumal es im Laufe der beiden Filme auch nachlässt. Der Ton ist ebenfalls ordentlich, auch wenn man natürlich keine Wunder erwarten kann.

Sehr viel Mühe hat man sich noch bei dem Bonusmaterial gegeben, denn die beiden Featurettes sind noch relativ neu.

Fazit: Es bleibt zu hoffen, das so langsam aber sicher noch mehr Filme von diesem unsäglichen Index heruntergeholt werden. Die Sehgewohnheiten haben sich nunmal geändert – siehe TANZ DER TEUFEL.

DAS UNBEKANNTE MÄDCHEN (Lighthouse)

am 26. April 2017 unter Drama abgelegt

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Eines Abends, eine Stunde nachdem die Ärztin Jenny ihre Praxis geschlossen hat, läutet es an ihrer Tür. Da der Tag aber sehr stressig war, öffnet sie nicht mehr. Einige Stunden später erfährt sie von der Polizei, das das Mädchen, welches bei ihr geklingelt hat, ermordet wurde. Jenny beginnt das schlechte Gewissen zu plagen, zumal man keinerlei Ausweispapiere gefunden hat und sie nun irgendwo anonym beerdigt werden soll. Sie kauft zunächst eine Parzelle auf dem Friedhof und versucht dann herauszufinden, wer die Unbekannte war. Im Laufe ihrer Nachforschungen stößt sie allerdings auf ziemlich zwielichtige Typen und gerät selbst in Gefahr.

An dieser Stelle musste sich der Drehbuchautor entscheiden, ob er das ganze nun als ein Drama oder einen Thriller fortführt. In diesem Falle hat er sich für ersteres entschieden.

Die Geschichte ist gut und schlüssig erzählt. Die Charakterzeichnung ist exzellent, denn spätestens Mitte des Films kennt man die Person Jenny mit all ihren Stärken und Schwächen, was eine hohe Identifikation bewirkt.

Ihre „polizeilichen“ Nachforschungen sind zudem realistisch dargestellt. So würde ein normaler Mensch versuchen herauszufinden, was einem anderen zugestoßen ist, bzw. wie und wer er war. Da wird nicht wie in anderen Filmen in irgendwelche Institutionen eingebrochen und die Protagonistin mutiert auch nicht zur Internet-Ikone, die dort alles mit 3 Mausklicks findet was sie sucht.

Allerdings gerät DAS UNBEKANNTE MÄDCHEN in der Mitte etwas langatmig. Gegen Ende bessert sich das aber wieder, wobei 20 Minuten kürzer in diesem Fall auch gereicht hätten, zumal es einige Abschnitte gibt, die nicht wirklich nötig gewesen wären.

Dazu verzichtet man komplett auf den Einsatz jeglicher Musik, was auch immer ein Experiment ist, das oft schiefgeht, weil diese nun einmal das Gesehene untermalt und den Zuschauer fesselt.

Fazit: DAS UNBEKANNTE MÄDCHEN ist eine französische Indie-Produktion, die im Arthouse Kanal deutlich besser aufgehoben ist als im Mainstream. Die Hauptdarstellerin ist glaubwürdig und spielt exzellent. Über die ein oder andere Länge muss man da eben hinwegsehen.

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AUF EINNMAL (MFA+/ALIVE)

am 26. April 2017 unter Drama abgelegt

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Ein Mann rennt wild durch die Straßen – er kommt direkt vom Krankenhaus, wo er Hilfe holen wurde, denn in seiner Wohnung ist ein Gast seiner Party umgekippt und ringt mit dem Leben. Anna so der Name der Dame, verliert diesen Kampf und stirbt. Nun sieht sich Karsten mit einigen Fragen konfrontiert. Wieso hat er nicht einfach den Notruf gewählt statt ins Krankenhaus zu rennen? Dann stellt sich heraus, das keiner weiß wer Anna eigentlich war, denn niemand hatte sie zur Party eingeladen und auch keiner scheint sie zu kennen. Als Karsten in die Schusslinie gerät und wegen unterlassener Hilfeleistung vor Gericht steht, hat das sowohl private als auch berufliche Auswirkungen für ihn.

Ein messerscharfer Psychothriller beschreibt die doch recht renommierte Filmseite „filmstarts“ diesen Streifen. Da stellt sich mir die Frage, ob die den gleichen Film gesehen habe wie ich: Das hier ist von einem Psychothriller so weit entfernt wie Peter Altmaier vom Posten des Weight Watchers Vorsitz.

AUF EINMAL ist ein lupenreines Drama, das immerhin einige Wendungen bereithält, die allerdings alle langsam und nicht mit dem Hammer kommen. Auch das Ende ist durchaus gelungen und partiell auch etwas überraschend.

Zwischendurch allerdings verliert sich der Streifen in zu vielen Wirrungen und wirkt dadurch etwas unbeholfen. Der Hauptdarsteller ist zudem weit entfernt, ein Sympathieträger zu sein, was es für den Zuschauer nicht einfacher macht.

Die Ausgangslage des Films hat durchaus Potenzial, das hier aber leider nicht ausgeschöpft wird. So bleibt unter dem Strich ein grundsolides Drama, mit vielen bekannten Gesichtern,die man aber nicht wirklich zuordnen kann.

Für Fans des Deutsches Independentkino aber durchaus einen Blick wert.

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