Kalender

April 2017
M D M D F S S
« Mrz    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv für den 19. April 2017

COME AND FIND ME (Splendid)

am 19. April 2017 unter Drama, Thriller abgelegt

292765

Es ist mittlerweile ein Jahr her, das Claire verschwand. Eines Morgens wachte David auf uns eine Freundin lag nicht neben ihm. Nach einigen Tagen realisierte er, das sie sich aus dem Staub gemacht hat. Doch warum? Es gab keinen größeren Streit und die beiden passten auch gut zusammen. Oder wurde sie entführt? Auch nach dieser langen Zeit kann sich David mit den offenen Fragen nicht abfinden und forscht weiter nach ihrem Verbleib. Doch die Angelegenheit wird immer mysteriöser, zumal sich herausstellt, das Madame weder Claire hieß und auch nicht an das College ging das sie ihm genannt hat. Als er einen unentwickelten Film findet, gibt es neue Hinweise, denen er nachgeht. Doch langsam dämmert ihm, das er sich damit auch in Lebensgefahr begibt, denn einige der Bilder führen ihn in dubiose Kreise.

Ich habe die Zusammenfassung gefühlte 20 Mal umgeschrieben, weil ich immer wieder der Meinung war, zu viel zu verraten. Für den Rezensenten eher nervig, bedeutet das aber meist, das der Film gelungen ist – so auch in diesem Fall.

Die Art und Weise wie man in Rückblenden, während der Nachforschungen die David betreibt, das Verhältnis der beiden erzählt bekommt, ist sehr schön inszeniert. Das nimmt zwar immer wieder etwas Tempo aus dem Streifen, schadet ihm aber in keinster Weise, wie es vielen Filmen geht, die sich in diesen Rückblenden gerne verhaspeln. Hier wirkt das alles komplett stimmig.

Noch dazu ist David kein Superheld. Seine Handlungsweisen sind absolut nachvollziehbar und er mutiert auch nicht innerhalb der ungewöhnlich langen 112 Minuten zu einem Superagent, wie es ja in vielen Streifen der Fall ist, in denen sich die Protagonisten dann plötzlich cool aus den größten Gefahren befreien. Das wird hier komplett vermieden. Das macht den Charakter nicht nur glaubwürdig, sondern auch sympathisch.

Aaron Paul sagt mir erstmal gar nichts. Kann mich auch nicht erinnern, ihn mal in irgend einem Film gesehen zu haben, liefert aber eine tolle Leistung ab. Ebenso Annabelle Wallis, die aber auch einen interessanten Charakter gezeichnet bekommen hat.

Die letzten 20 Minuten sind zwar ein wenig konfus und die Wende zum Schluss ist nicht ganz so überraschend wie sie gerne wäre. Zudem bekommt der Zuschauer nicht alles erklärt, sondern muss sich das ein oder andere selbst zusammenreimen. Klasse hingegen jedoch wieder das Ende, bei dem der Regisseur statt einer wüsten Ballerorgie (die sich angeboten hätte) einen fast schon romantischen Ausklang findet.

COME AND FIND ME ist für mich ein kleiner Geheimtipp. Der eher schmal budgetierte Film hat eine sehr eigenwillige Struktur. Dazu gibt es passend noch einen elektronischen, aber eher zurückhaltenden Soundtrack, der das Gesehene angemessen untermalt.

Fazit: Wirklich interessante Mischung aus Thriller und Drama mit einer schönen Atmosphäre und einem ungewöhnlichen Erzählstil. Auf den muss man sich allerdings einlassen.

6-chucky121222241134116222445322

THE ELOISE ASYLUM (Universum)

am 19. April 2017 unter Horror abgelegt

295355

Jacob Martin erfährt, dass sein Vater gestorben ist, zu dem er nie viel Kontakt hatte. Erfreulich hingegen ist, das er Alleinerbe ist und bald 1,2 Millionen Dollar auf ihn warten. Leider gibt es da noch ein kleines Problem, denn seine Tante von der er nichts wusste, könnte auch noch unter den Lebenden weilen, was aber unwahrscheinlich ist, da sie damals im gefürchteten Eloise Asylum untergebracht war, welches eine recht hohe Sterberate aufwies. Also bricht er mit einigen Freunden in diese stillgelegte Nervenklinik ein um einen Beweis dafür zu finden, das seine Tante nicht mehr lebt. Keine gute Idee, denn in dem Etablissement finden gruselige Dinge statt, die die Herrschaften durch ihre Anwesenheit auslösen.

Hurra, Horror mit Handlung. Die Geschichte, die sich der Drehbuchautor hier ausgedacht hat, ist nicht unoriginell. Allerdings wird der Erklärungsnotstand im Laufe des Streifens immer größer und auch wenn einige Ideen wirklich gelungen sind, verliert man irgendwann den Faden.

Auch scheinen die Herrschaften sich gar nicht darüber zu wundern, das sie sich plötzlich 40 Jahre zurückgesetzt, in der Klinik mit realen Personen befinden. Ich würde darüber zumindest mal etwas staunen. Wie einem die Lebensgeschichte des Hauptdarstellers erzählt wird, ist wiederum sehr gut gelungen.

Sollte sich das jetzt recht chaotisch anhören – das war genau meine Absicht, denn bei diesem Film ist man ständig hin und hergerissen. Mal staunt man über pfiffige Drehbuchtwists, dann wiederum wird es einige Minuten wieder total unsinnig.

Frau Dushku wird auch nicht jünger, bleibt aber immerhin ihrem Lieblingsgenre HORROR treu. (hat die auch mal nen anderen Film gedreht?) und Robert Patrick (ganz schön in die Jahre gekommen) spielt den sadistischen Arzt mit Verve.

So bleibt unter dem Strich ein durchaus atmosphärischer Horrorstreifen, der aber in der ganzen Inszenierung sehr holprig daher kommt, und die ein oder andere Drehbuchschwäche aufweist. Dafür sieht er erstaunlich teuer aus.

Wie oben bereits erwähnt, wechseln gelungene mit mauen Sequenzen, die andere Zuschauer aber vielleicht weniger so empfinden. Daher gebe ich auch mal eine Spannweite in Sachen Bewertung an, statt mich auf eine bestimmte Note festzulegen.

3chuckys

und

5-chucky22331223333111123131423123

SHUT IN (Universum Film)

am 19. April 2017 unter Drama, Horror abgelegt

286257

Mary Portman ist eine anerkannte Kinderpsychologin, benötigt aber selbst Unterstützung, seit ihr Mann und ihr Sohn einen Autounfall hatten, Ersterer starb dabei, letzterer liegt bewegungsunfähig im Bett und muss von ihr betreut werden. Besonders den gehörlosen 9 jährigen Tom hat sie in ihr Herz geschlossen, doch die Therapie mit ihm soll abgebrochen werden. Zudem leidet Mary an Halluzinationen, hört Geräusche, hat das Gefühl, das Personen in Zimmern herumlaufen. Dann zieht auch noch ein Sturm auf und sie und ihr Sohn sind völlig von er Außenwelt abgeschnitten. Anscheinend befindet sich aber ein ungebetener Gast im Haus – und der hat schlechte Laune.

Selten ist es der Fall, das gleich 2 meiner Lieblingsschauspieler in einem Thriller zu sehen sind.. Naomi Watts rettet selbst die größte Gülle mit ihrer Präsenz und Oliver Platt mochte ich schon immer.

Dazu gesellt sich der kleine Jacob Tremblay der schon BEFORE I WAKE vorm Absturz bewahrte und Charlie Heaton aus STRANGER THINGS (wo bleibt da bitte die Fortsetzung???). Nicht die schlechteste Besetzung für eine eher kleine Produktion.

Skandalös ist es aber, das der von mir so geschätzte Peter Outerbridge (RE-GENESIS in der er die Hauptrolle spielte, ist für mich eine der besten Serien aller Zeiten) nur so eine kleine Rolle hat.

Der Film wird in allen Foren komplett niedergemacht und zerrissen. Das kann ich leider nur bedingt nachvollziehen. Die ersten 60 Minuten ist das Ganze ein sehr behutsam aufgebautes Drama mit Thriller-Elementen – ohne Blut, ein wenig wie THE OTHERS in der Neuzeit.

Ok, pünktlich zum Showdown packt der Regisseur dann den Holzhammer aus und sein Film mutiert in einem sehr konventionellen Finale, das aber nun auch nicht so schlecht ist das man dem Film weniger Punkte geben muss, als Schrott wie ID2.

Trotzdem wäre es mir lieber gewesen, SHUT IN hätte seinen ruhigen Erzählstil beibehalten. Die Wende kurz vor Schluss ist zudem gelungen und wie diese dem Zuschauer (über einen Skype-Anruf) vermittelt wird, erst recht.

So bleibt unter dem Strich ein durchaus gelungener Streifen, der im letzten Drittel seine Linie leider etwas verlässt. An den schauspielerischen Leistungen gibt es gar nichts auszusetzen. Für meinen Geschmack reicht das für

5-chucky22331223333111123131423123