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DONT KNOCK TWICE (Splendid)

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Chloe wohnt im Jugendheim, in das sie ihre Mutter vor vielen Jahren weggegeben hatte, weil sie der Erziehung, aufgrund ihrer Alkoholsucht, nicht mehr gewachsen war. Als sie mit ihrem Kumpel zweimal an die Tür eines leerstehenden Hauses, das den Ruf genießt, verflucht zu sein, klopft, werden die beiden kurz danach von Visionen heimgesucht. Diese werden jedoch bald bittere Realität. Chloe flüchtet zu ihrer Mutter, die versucht, ihrer Tochter Halt zu geben und sich ihr wieder anzunähern. Das Böse ist in diesem Fall aber leider nicht ortsgebunden und so wird Chloe weiterhin verfolgt. Als auch ihre Mum die merkwürdigen Geschehnisse nicht mehr ignorieren kann und versucht Aufklärung zu schaffen, kommen beide hinter ein düsteres Geheimnis.

Nun könnte man sagen, das diese Story nicht wirklich einen Originalitätspreis bekommt, denn das Ganze wurde so schon öfters gezeigt und erinnert insbesondere an CANDYMAN, da durfte man eben nicht dreimal den Namen sagen – hier darf man nicht zweimal klopfen. Wieso man es dann trotzdem tut ist eben immer die Frage, aber sonst würde der Film ja erst gar nicht beginnen.

Was den Streifen aber wohltuend von vielen Filmen ähnlicher Machart unterschiedet, sind die beiden wirklich ausgezeichneten Schauspieler. Hätte man diese Rollen mit irgendwelchen Nichtskönnern besetzt, hätte sich das Ganze sicher negativ auf die Bewertung ausgewirkt, doch die beiden Damen spielen wirklich hervorragend.

Bemerkenswert auch, das der Blutzoll hier gegen Null tendiert. Die einzige Szene, in der man mal ein wenig, von der von so vielen Horrorfans geliebten, roten Flüssigkeit sieht, ist nicht einmal real. Daher wird DONT KNOCK TWICE auch deutlich eher Freunde von Filmen wie THE OTHERS ansprechen, als Menschen, die lieber Gemetzel statt Spannung möchten.

Letztere kann man dem Streifen nämlich nicht absprechen. Eben diese Spannung bezieht der Film fast ausschließlich durch Atmosphäre, was mir persönlich immer am liebsten ist. Dazu gesellt sich ein fantastisches Bild. Überhaupt fallen Filme von SPLENDID in letzter Zeit diesbezüglich extrem positiv aus, denn auch TRAIN TO BUSAN lag fast im Referenzbereich.

Fazit: Oldschool-Gruseler, der durch subtile Spannung zu punkten weiß. Zudem liegen die Darstellerinnen für einen Horrorfilm weit über dem üblichen Niveau.

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