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Archiv für den 14. März 2017

DONT KNOCK TWICE (Splendid)

am 14. März 2017 unter Horror abgelegt

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Chloe wohnt im Jugendheim, in das sie ihre Mutter vor vielen Jahren weggegeben hatte, weil sie der Erziehung, aufgrund ihrer Alkoholsucht, nicht mehr gewachsen war. Als sie mit ihrem Kumpel zweimal an die Tür eines leerstehenden Hauses, das den Ruf genießt, verflucht zu sein, klopft, werden die beiden kurz danach von Visionen heimgesucht. Diese werden jedoch bald bittere Realität. Chloe flüchtet zu ihrer Mutter, die versucht, ihrer Tochter Halt zu geben und sich ihr wieder anzunähern. Das Böse ist in diesem Fall aber leider nicht ortsgebunden und so wird Chloe weiterhin verfolgt. Als auch ihre Mum die merkwürdigen Geschehnisse nicht mehr ignorieren kann und versucht Aufklärung zu schaffen, kommen beide hinter ein düsteres Geheimnis.

Nun könnte man sagen, das diese Story nicht wirklich einen Originalitätspreis bekommt, denn das Ganze wurde so schon öfters gezeigt und erinnert insbesondere an CANDYMAN, da durfte man eben nicht dreimal den Namen sagen – hier darf man nicht zweimal klopfen. Wieso man es dann trotzdem tut ist eben immer die Frage, aber sonst würde der Film ja erst gar nicht beginnen.

Was den Streifen aber wohltuend von vielen Filmen ähnlicher Machart unterschiedet, sind die beiden wirklich ausgezeichneten Schauspieler. Hätte man diese Rollen mit irgendwelchen Nichtskönnern besetzt, hätte sich das Ganze sicher negativ auf die Bewertung ausgewirkt, doch die beiden Damen spielen wirklich hervorragend.

Bemerkenswert auch, das der Blutzoll hier gegen Null tendiert. Die einzige Szene, in der man mal ein wenig, von der von so vielen Horrorfans geliebten, roten Flüssigkeit sieht, ist nicht einmal real. Daher wird DONT KNOCK TWICE auch deutlich eher Freunde von Filmen wie THE OTHERS ansprechen, als Menschen, die lieber Gemetzel statt Spannung möchten.

Letztere kann man dem Streifen nämlich nicht absprechen. Eben diese Spannung bezieht der Film fast ausschließlich durch Atmosphäre, was mir persönlich immer am liebsten ist. Dazu gesellt sich ein fantastisches Bild. Überhaupt fallen Filme von SPLENDID in letzter Zeit diesbezüglich extrem positiv aus, denn auch TRAIN TO BUSAN lag fast im Referenzbereich.

Fazit: Oldschool-Gruseler, der durch subtile Spannung zu punkten weiß. Zudem liegen die Darstellerinnen für einen Horrorfilm weit über dem üblichen Niveau.

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PASSENGERS (Sony Pictures)

am 14. März 2017 unter SciFi abgelegt

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Weltraumreisen zu neuen Planeten sind in de Zukunft kein Problem mehr, da man mit Lichtgeschwindigkeit fliegen und daher auch ferne Galaxien mühelos erreichen kann. Da dies aber trotzdem eine Weile dauert werden die Reisenden in einen künstlichen Kälteschlaf versetzt. Als Jim aufwacht ist er zunächst erfreut, denn schon bald kann er sein neues Zuhause sehen. Dafür müsste er aber ziemlich alt werden, denn die Kammer hat einen Defekt und er wurde 90 Jahre zu früh geweckt. Da er der einzige der 500 Passagiere ist, dem dieses Missgeschick passierte, wird das Leben für ihn trotz anfänglicher Freuden bald zur Qual, und er steht kurz vor dem Suizid. Dann entdeckt er Aurora in einer der Schlafkabinen und holt Erkundigungen über sie ein. Nach und nach verliebt er sich und fasst den für sie folgenschweren Entschluss, sie vorher aufzuwecken, wohl wissend, das das auch für sie bedeutet, das sie ihr restliches Leben im Weltraum verbringen muss. Doch das ist bald nicht das einzigste Problem, denn so wie es aussieht, wird das Schiff seinen Zielort niemals erreichen.

PASSENGERS beginnt richtig stark. Die erste habe Stunde erinnert von der Geschichte ein wenig an MOON. Hier findet man sogar ernste Töne, denn die folgenschwere Entscheidung Aurora aufzuwecken, stellt den Protagonisten vor eine große Gewissensfrage. Zudem zeigt der Film eben auch auf, das der Mensch nicht fürs Alleinsein geschaffen ist.

Nach diesem überraschend tiefgründigem Beginn folgt PASSENGERS dann aber doch den üblichen Hollyood-Gesetzen, bleibt aber trotzdem weiterhin unterhaltsam. Die Wende mit dem „dritten“ Passagier der aufwacht, ist ebenfalls gelungen.

Alles in allem hätte ich dem Streifen, der eine wirklich fantastische Optik auf den Beamer zaubert, durchaus eine sehr hohe Bewertung gegeben. Leider tue ich mich aber wieder schwer mit den letzten 10 Minuten. Muss das denn immer alles so glattgebügelt werden? Kann man nicht einfach mal einen Film ohne komplettes Happy-End lassen? Anscheinend nicht.

Die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache gut, wobei mich vor allem Chris Pratt überrascht, der ja weite Teil des Films im Alleingang tragen muss. Das Lawrence gut schauspielern kann, nur meist die falschen Rollen annimmt, die sie unterfordern (ich sage nur Panem) ist nichts Neues.

So bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer Streifen, mit tollen Effekten und einigen originellen Zukunftsideen (der Barkeeper sorgt immer wieder für ein Lächeln), dessen Gesamteindruck durch die typischen Gesetze eines A-Movies leicht getrübt wird. Trotzdem:

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THE MONSTER (Koch Media)

am 14. März 2017 unter Horror abgelegt

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Eigentlich wollte die geschiedene und alkoholkranke Kathy ihre junge Tochter Lizzy bei ihrem Ex-Mann abliefern, mit dem Wissen, dass diese nie wieder zurückkommen wird. In einem einsamen Waldabschnitt läuft den beiden plötzlich ein Wolf vors Auto und Kathy muss bremsen. Die beiden verletzen sich nur leicht, hocken jedoch im Nirgendwo fest. Glücklicherweise naht in Form von Jessie und seinem Abschleppwagen bald Hilfe – sollte man meinen, denn als der das Auto der beiden wieder fit machen will, taucht ein recht unfreundliches Tierchen auf, das ihm unsanft die Eingeweide entnimmt. Nun setzen auch Mutter und Tochter in der Falle, denn das Vieh kann jederzeit wieder zuschlagen.

Grundsätzlich ist diese Geschichte natürlich in Ordnung und bietet zumindest Potenzial für Spannung. Diese kommt jedoch nur bedingt auf, was auch daran liegt, das Regisseur Bertino die eigentliche Geschichte immer wieder mit Rückblenden unterbricht, in denen man zu sehen bekommt, wieso das Verhältnis von Mutter und Tochter so schlecht ist.

Das mag in einem Drama funktionieren, in einem Monsterfilm zieht es leider die Spannung ab und an in den Keller. Zudem bringen die in der Vergangenheit passierten Sachen die eigentlichen Geschichte kein Stück weiter, sondern dienen gefühlt eher dazu, die Laufzeit des Streifens zu verlängern.

Das Vieh ist eigentlich recht ordentlich getrickst und auch die Atmosphäre passt, denn auf der einsamen Landstraße bieten sich natürlich die idealen Möglichkeiten.

Schauspielerisch ist das insgesamt überschaubar, wobei Frau Kazan mir eh etwas überbewertet ist und eigentlich auch nicht ganz in die Rolle hereinpasst. Das kann aber auch daran liegen, das ich sie bislang eher aus lustigen Filmen kenne.

So bleibt unter dem Strich ein netter kleiner Film, der sein Potential aber nicht komplett ausreizt, das durchaus vorhanden gewesen wäre. Übrigens hatte der Regisseur das gleiche Problem auch schon bei STRANGERS.

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RECOVERY (Splendid)

am 14. März 2017 unter Horror, Thriller abgelegt

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Diese Party hatte sich Jessie sicherlich anders vorgestellt, denn ihr Freund geht vor ihren Augen fremd. Dann wird sie von einer gleichaltrigen namens Kim angesprochen, die gleich sieht was da läuft und rät ihr, die Party zu verlassen, um mit ihr in einem Klub zu gehen. Vorher sammelt man noch Jessies Bruder und einen schnuckeligen Typen aus dem Internet auf und dann geht’s ab zum Feiern. Doch plötzlich ist Kim verschwunden. Und mit ihr Jessies Handy, das sie ihr geliehen hatte. Glücklicherweise hat ihr Bruder eine App installiert, mit der man dieses überall orten kann. Bald stellt sich jedoch heraus, das man das Handy besser Handy hätte sein lassen sollen, denn das Leben ist doch etwas kostbarer als ein Stück Elektronik.

RECOVERY beginnt etwas konfus. Irgendwie wirken die ersten 20 Minuten etwas unbeholfen chaotisch und ohne eine klare Linie. Mit Verlassen des Clubs allerdings ändert sich dies, was auch damit zusammenhängt das der Streifen erst von einem Jugendfilm zu einem Thriller und später zum Horrorfilm mutiert.

Die Wende in der Mitte des Streifens ist nicht ganz so überraschend wie sie gerne wäre, das Ende ist aber mit einer wirklich fiesen (wenn auch nicht zwingend logischen) Schlusspointe versehen. Das zauberte mir ein Grinsen ins Gesicht.

Schauspielerisch ist das ganze durhsccnittlich. Lediglich Samuel Larsen, der durch die Serie GLEE bekannt wurde, sticht ein wenig hervor und war auch kürzlich schon in REMAINS zu sehen, der ebenfalls über Splendid vertrieben wird.

Spannend ist der Streifen allemal und, das muss ich jetzt wirklich explizit erwähnen, die Handlungsweisen der Protagonisten sind hier ausnahmsweise wirklich mal nachvollziehbar. Hier wird nicht nur dumm herumgeschrien und um Gnade gewinselt. Man wehrt sich gegen den vermeintlich lauernden Tod. Das muss man heutzutage schon gesondert erwähnen, denn normalerweise sind solche Gestalten ja immer nur dankbares Schlachtvieh.

Apropos Blut: Der Streifen ist an manchen Stellen durchaus etwas brutaler, aber eine FSK 16 hätte es meiner Meinung nach auch getan, aber das 18er Logo macht es eben immer noch etwas interessanter für den geneigten Käufer.

Fazit: Wenig Tiefgang, aber ordentliche Spannung.

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