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Archiv für den 03. Februar 2017

DONT BREATHE (Sony Pictures)

am 03. Februar 2017 unter Horror abgelegt

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Was macht man, wenn man aus seiner Stadt weg will und keine Kohle hat (kommt mir sehr bekannt vor)? Man bricht bei einem blinden Kriegsveteranen ein und versucht, ihn um seine Kohle zu erleichtern. Das gelingt zwar anfangs auch, doch der Rückweg ist leider etwas kompliziert, da der Alte gar nicht so hilflos ist, wie die Herrschaften glauben.

Mehr sei an dieser Stelle nicht erwähnt, da in Folge noch genug gespoilert wird:

Wenn ich einen Film wie TRANSPORTER sehe, erwarte ich nicht, 90 Minuten logisch unterhalten zu werden. Bei einem Thriller jedoch, bei dem auch nichts übersinnliches dabei ist, sondern der Streifen nur von den Handlungsweisen der Protagonisten abhängig ist, jedoch schon.

Was hier allerdings an Schwachsinn geboten wird, lässt gleich 10 Hutschnüre platzen:

Es fängt schon nach einigen Minuten an, wenn der Satz „Mein Akku ist alle“ kommt. Natürlich sollte man bei einem Einbruch mit 5 % Akkuleistung starten, so dass, wenn etwas schiefgeht, man auch ja nicht um Hilfe rufen kann. Das kann durchaus passieren, wenn der „Gegner“ ein völlig neues Revolver-Modell der amerikanischen Waffenlobby besitzt. Mit diesem kann er 50  Mal ohne nachzuladen in der Gegend rumballern. Klasse. Sieht zwar sehr oldschoolig aus, ist aber totaler High-Tech.

Als wenn das noch nicht genug wäre, sieht man Menschen die zweimal angeschossen werden, aus 10 Metern auf eine Glasplatte flatschen, mit einer Heckenschere erstochen werden, aber 5 Minuten später recht gesund und munter durch die Gegend latschen.

Völlig aus der Kontrolle gerät der Humbug dann, als aus Versehen die Gebärmaschine des Veteranen erschossen wird. Diese war dazu da, ihm das Kind zu schenken, das er verloren hat und man erfährt auch noch, das eben diese, seine Tochter aus Versehen getötet hat. Wie er diese blind gefangen und in den Keller gesperrt hat? Uninteressant also erklärt man es nicht. Zudem hat man ja jetzt mit Rocky, der einzigen weiblichen Komponente des Einbrecher-Trios ein neues Opfer, das ein Kind gebären kann. Also rennt man schnell zum kleinen, gut gefüllten Sperma-Silo!!!! und entnimmt mit einer Spritze die nötige Menge (alles wie gesagt blind) um sie der Probandin einzupflanzen!!!!!! Denn man hat, in weiser Voraussicht, bereits monatelang vorgewichst!!!!!!!!!! Denn gönnerhaft wie der Herr ist, vergewaltigt er seine Opfer nicht.

Es wäre problemlos möglich, diese Ansammlung von Doofheiten noch zu erweitern, doch irgendwann muss auch eine Rezension mal zu Ende sein, besonders eine für solch unfassbaren Schrott, der noch dazu im Internet totgehypt wird. Unglaublich.

2chuckys

PULS (Concorde)

am 03. Februar 2017 unter Horror, Suspense abgelegt

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Clay Riddell ist gerade geschäftlich in Boston auf dem Flughafen unterwegs und telefoniert mit seiner Familie. Dann ist der Akku alle, was normalerweise ärgerlich ist, in diesem Fall aber günstig, denn aus dem Nichts bricht plötzlich eine Massenpanik aus und Menschen die eben noch telefonierten, mutieren zu blutrünstigen Wahnsinnigen. Clay kann sich zusammen mit dem U-Bahnfahrer Tom und seiner Nachbarin Alice zunächst in seine Wohnung retten. Am nächsten Tag will er sich aufmachen seine Familie zu suchen. Doch die Seuche hat sich schon enorm verbreitet…..

Die ganz leise Gesellschaftskritik ist durchaus lobenswert. Ebenso die ersten 15 Minuten, als ich der Illusion verfiel, hier einen wirklich guten Film kredenzt zu bekommen, denn die sind wirklich spannend inszeniert und der Flugzeugcrash bis in die Wartehallen sieht richtig gut aus.

Dann ist aber leider auch Schuss. Bald latschen die 3 durch die Gegend und werden immer wieder von den Handyzombies angegriffen. Das sieht aus und ist zudem so innovativ wie Staffel 24 von WALKING DEAD.

Ab und zu streut man eine kleine Wendung ein und integriert neue Figuren, die dann aber doch schnell das Zeitliche segnen. Zudem ist das alles einfach so unfassbar unspannend und wird gekörnt mit einem völlig versauten Schluss.

Inmitten dieses Szenarios stolpern immerhin John Cusack und Samuel Jackson durch die Walachei, wobei man sich bei beiden fragt, ob sie Geld benötigen, denn für diese Rollen hätte man jeden Trottel casten können, da schauspielerisch beide absolut null gefordert werden. Cusack hat den Mist auch noch mitproduziert und dreht leider in den letzten Jahren zu viel Unsinn.

Stephen King hat hier sogar das Drehbuch mitgeschrieben – er sollte vielleicht besser in Rente gehen, denn für diesen Stuss muss man nun echt kein Starautor sein. So etwas kann jeder Depp abliefern.

Fazit: Eine an sich gute Grundidee mit unterschwelliger Gesellschaftskritik, verkommt zum langweiligen Zombiegemetzel. Gääähn.

3chuckys

ARRIVAL (Studio Canal)

am 03. Februar 2017 unter Drama, SciFi abgelegt

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Außerirdische Raumschiffe landen an zwölf anscheinend willkürlichen Stellen auf der Erde Die Linguistin Dr. Louise Brooks wird vom Militär eingesetzt und soll gemeinsam mit einem Kollegen versuchen, die Sprache der Aliens zu entschlüsseln um herauszufinden, wozu sie hier sind…aber viele Menschen können damit nicht umgehen und erwarten eine Invasion, was zu Panik, Plünderungen und ähnlichem führt. Zudem will China angreifen. So rennt Brooks die Zeit weg.

Die Grundidee ist gar nicht übel – auch wie sich die Sprachwissenschaftler dem ganzen nähern ist eigentlich recht nachvollziehbar in Szene gesetzt und die Optik ist eh gelungen.

Trotzdem bin ich der Meinung, das sich diese Geschichte eher als Serie eignen würde. Obwohl der Film eigentlich eher langatmig wirkt, geht das alles doch sehr schnell vor sich, denn im Endeffekt brauchen die Herrschaften doch relativ wenig Zeit das ganze zu entschlüsseln.

Zudem würde in einer Serie auch die Möglichkeit bestehen, einige Wendungen einzubauen, von denen ARRIVAL leider weitgehend verschont bleibt. Zudem ist mir der esoterische Schnick Schnack doch etwas weit hergeholt und auch das Mutter-Tochter-Drama hätte man sich schenken können.

Da Amy Adams 80 % des Films alleine zu tragen hat, sind sowohl Forest Whittaker, als auch der blasse Jeremy Renner völlig unterfordert und dienen nur als Staffage.

Am Ende will der Film dann etwas zu viel (kann nicht genau schreiben was, ohne zu viel zu verraten) und wird dadurch eher schwächer als besser.

Optisch ansprechend ist die Grundidee, wie bereits erwähnt, zumindest interessant, die filmische Umsetzung, abgesehen von der Optik, allerdings nur bedingt gelungen, auch weil größtenteils einfach die Spannung fehlt.

Wohlwollende:

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