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DER CLUB DER ROTEN BÄNDER / STAFFEL 2 (Universum Film)

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Nachdem Staffel 1 bei mir großen Anklang fand und ich das ganze als das beste, was ich seit langem aus deutschen Lande gesehen habe, befand, war ich natürlich erfreut, dass die Geschichte und die Serie fortgesetzt werden, da wohl auch andere meiner Meinung waren und VOX fantastische Zuschauerzahlen bescherte. Meine Befürchtungen, dass die Serie nun deutlich schwächer wird, weil man schnell uninspiriert etwas hinterherschießt, bewahrheiten sich nicht – ganz im Gegenteil!

Leo und Hugo sind die einzigen beiden übrig gebliebenen Patienten des Clubs. Aber Toni ist immer in der Nähe, wenn man ihn braucht, denn er heuert als Praktikant an, um seinen beiden Freunden nahe zu sein. Jonas hingegen versucht seine Kumpels zu vergessen und wieder den Einstieg ins normale Leben zu finden und mutiert dabei zu einem richtigen Arschloch. Emma beginnt eine Beziehung mit Leo, doch diese hält nicht lange und sie flüchtet nach Berlin und scheint sich dort auch gut zurechtzufinden. Doch das ist nicht von langer Dauer.

Was die zweite Staffel besser macht als den Vorgänger (obwohl das kaum möglich war) ist, das der Szenen-Wechsel zwischen den Ereignissen im Krankenhaus und die Probleme der beiden, die nun in „Freiheit“ leben, deutlich mehr Abwechslung bringt und eine Seite beleuchtet, die es in der ersten Staffel noch nicht gab. Auch die Rolle des Benito wird weiter ausgebaut.

Äußerste ich an der Besetzung von Tim Oliver Schultz in der ersten Review noch Kritik, weil er einfach nicht als 17-jähriger durchgeht, ziehe ich diese nun zurück. Denn seine Rolle wurde noch etwas ausgebaut und er muss eine enorme Bandbreite von Emotionen durchleben, die ein 17-jähriger sicherlich nicht so intensiv dargestellt hätte.

Und ich bleibe dabei, das sich das Casting als Glücksfall erweist. Hier hat man wirklich die perfekte Auswahl an Darstellern getroffen, besonders Nick Julius Schick ist so knuffig, das ich ihn sofort adoptieren würde.

Wer glaubt das Alex gänzlich von der Bildfläche verschwunden ist, wird eines Besseren belehrt. Ähnlich wie das Schwimmbad in Staffel 1 als Zwischenwelt fungiert, taucht der Verstorbene den verbliebenen Klubmitgliedern als sehr lebendig aussehender Geist auf und redet ihnen ins Gewissen. Diese übernatürliche Komponente war in Teil 1 schon so eine Sache für sich. Macht es Sinn eine Serie, die ansonsten so auf Realismus bedacht ist, mit sowas auszuschmücken? Mich hat es diesmal nicht so gestört, wie bei der vorherigen Staffel.

Alles in allem eine grandiose Fortsetzung mit gewohnt tollen Darstellern und interessanten Geschichten, die manchmal zum Lachen aber auch oft zum Weinen sind. Leider soll nach Staffel 3 Schluss sein, was wirklich schade wäre, denn hier gibt es wirklich noch jede Menge zu erzählen. Gruß an die Macher: Falls ihr Leo sterben lasst werde ich sauer :o )

8chuckys1

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