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Archiv für den 17. Januar 2017

DER CLUB DER ROTEN BÄNDER / STAFFEL 2 (Universum Film)

am 17. Januar 2017 unter Drama, TV-SERIE abgelegt

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Nachdem Staffel 1 bei mir großen Anklang fand und ich das ganze als das beste, was ich seit langem aus deutschen Lande gesehen habe, befand, war ich natürlich erfreut, dass die Geschichte und die Serie fortgesetzt werden, da wohl auch andere meiner Meinung waren und VOX fantastische Zuschauerzahlen bescherte. Meine Befürchtungen, dass die Serie nun deutlich schwächer wird, weil man schnell uninspiriert etwas hinterherschießt, bewahrheiten sich nicht – ganz im Gegenteil!

Leo und Hugo sind die einzigen beiden übrig gebliebenen Patienten des Clubs. Aber Toni ist immer in der Nähe, wenn man ihn braucht, denn er heuert als Praktikant an, um seinen beiden Freunden nahe zu sein. Jonas hingegen versucht seine Kumpels zu vergessen und wieder den Einstieg ins normale Leben zu finden und mutiert dabei zu einem richtigen Arschloch. Emma beginnt eine Beziehung mit Leo, doch diese hält nicht lange und sie flüchtet nach Berlin und scheint sich dort auch gut zurechtzufinden. Doch das ist nicht von langer Dauer.

Was die zweite Staffel besser macht als den Vorgänger (obwohl das kaum möglich war) ist, das der Szenen-Wechsel zwischen den Ereignissen im Krankenhaus und die Probleme der beiden, die nun in „Freiheit“ leben, deutlich mehr Abwechslung bringt und eine Seite beleuchtet, die es in der ersten Staffel noch nicht gab. Auch die Rolle des Benito wird weiter ausgebaut.

Äußerste ich an der Besetzung von Tim Oliver Schultz in der ersten Review noch Kritik, weil er einfach nicht als 17-jähriger durchgeht, ziehe ich diese nun zurück. Denn seine Rolle wurde noch etwas ausgebaut und er muss eine enorme Bandbreite von Emotionen durchleben, die ein 17-jähriger sicherlich nicht so intensiv dargestellt hätte.

Und ich bleibe dabei, das sich das Casting als Glücksfall erweist. Hier hat man wirklich die perfekte Auswahl an Darstellern getroffen, besonders Nick Julius Schick ist so knuffig, das ich ihn sofort adoptieren würde.

Wer glaubt das Alex gänzlich von der Bildfläche verschwunden ist, wird eines Besseren belehrt. Ähnlich wie das Schwimmbad in Staffel 1 als Zwischenwelt fungiert, taucht der Verstorbene den verbliebenen Klubmitgliedern als sehr lebendig aussehender Geist auf und redet ihnen ins Gewissen. Diese übernatürliche Komponente war in Teil 1 schon so eine Sache für sich. Macht es Sinn eine Serie, die ansonsten so auf Realismus bedacht ist, mit sowas auszuschmücken? Mich hat es diesmal nicht so gestört, wie bei der vorherigen Staffel.

Alles in allem eine grandiose Fortsetzung mit gewohnt tollen Darstellern und interessanten Geschichten, die manchmal zum Lachen aber auch oft zum Weinen sind. Leider soll nach Staffel 3 Schluss sein, was wirklich schade wäre, denn hier gibt es wirklich noch jede Menge zu erzählen. Gruß an die Macher: Falls ihr Leo sterben lasst werde ich sauer :o )

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NERVE (Studio Canal)

am 17. Januar 2017 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die eher schüchterne Highschool-Schülerin Vee entschließt sich, aufgestachelt von ihrer besten Freundin, bei dem Internetspiel “Nerve” mitzumachen, bei dem man “Player” oder “Watcher” sein kann. Als “Player” muss man aktiv an dem Spiel teilnehmen, als „Watcher“ sieht man zu und votet. Erst fängt alles harmlos an: Vee muss einen völlig fremden Jungen küssen. Sie wählt den attraktiven Ian, mit dem sie fortan gemeinsam zunehmend gefährlichere Mutproben überstehen muss, die von den “Watchern” beobachtet und ausgeheckt werden. Doch deren Einfälle werden immer skurriler und mit der Zeit ist auch der erste Tote nur noch eine Frage der Zeit.

NERVE ist vor allem eins: Bunt. Mir persönlich sind die Farben partiell etwas arg schrill. Das trifft sicherlich den NERVE der Jugendlichen von heute – mir ist das persönlich etwas over the top, genau wie die ganze Geschichte, die insgesamt zwar unterhaltsam, aber doch sehr weit hergeholt ist.

In mitten dieser stürmen und stolpern Roberts und Franco durch die Challenges und verlieben sich ineinander – auch das ist von Anfang an vorhersehbar.

Die leise Gesellschaftskritik ist immerhin erwähnenswert, wenn auch nur angedeutet und auch die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache gut, wobei ich mich immer frage, wieso man für solche Rollen Schauspieler castet, die fast 10 Jahre älter sind als ihr Charakter. Auch wenn man sich bemüht hat, Miss Roberts deutlich jünger aussehen zu lassen, erkenne ich darin keinen Sinn.

So bleibt unter dem Strich ein nettes Filmchen, dessen Zielgruppe allerdings nicht wirklich Leute in meinem Alter sind. Ich denke bei Ende 20 wird das Verständnis für die Handlungsweisen der Protagonisten aufhören. Für die Generation „ohne mein Handy sterbe ich“ allerdings der ideale Streifen. Mit viel gutem Willen und für den Soundtrack:

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PURGE 3 – ELECTION YEAR (Universal Pictures)

am 17. Januar 2017 unter Action, Horror, Suspense abgelegt

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Die neuen Präsidentschaftswahlen stehen in Amerika bevor. Leo Barnes arbeitet mittlerweile für die Senatorin Charlie Roan, die gegen die Purge-Nacht ist und diese, sollte sie gewählt werden, auch umgehend abschaffen würde. Doch ihre politischen Gegner sehen das gar nicht gerne und versuchen sie umzubringen. Leo hat alle Hände voll zu tun, die Dame zu schützen, doch dann entdeckt er, das sich in seinen eigenen Reihen ein Verräter befindet und muss mit Charlie fliehen – was in der Purge-Nacht nicht weniger gefährlich ist, denn draußen warten jede Menge Irre mit Knarren..

Es geht in den dritten Teil der PURGE-Reihe. Nach mäßigen Kritiken, aber einem sehr guten Einspielergebnis, bei geringen Produktionskosten von Teil 1, war es eigentlich klar, das man diese Reihe fortsetzen wird, die sich auch durchaus auch zur Serie eignet. Der Streifen entwickelte sich zudem in der DVD-Szene zum absoluten Geheimtipp.

War Teil 2 allerdings ein wenig uninspiriert und machte sich das Fehlen von Ethan Hawke doch bemerkbar, geht es hier wieder aufwärts, denn im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist ELECTION YEAR durchaus spannend geworden, auch wenn manche Dinge sich mittlerweile schon wiederholen.

Frank Grillo scheint auch noch für 10 weitere Teile bereitzustehen, während der Rest relativ austauschbar scheint (bezogen auf die Geschichte, nicht auf das schauspielerische Talent). Der von mir äußerst geschätzte Mykelti Williamson bekommt hier endlich mal ordentlich Screentime. Er ist irgendwie das schwarze Pendant zu Ray Liotta, der auch immer nur in der zweiten Reihe agiert, obwohl er wesentlich mehr drauf hätte.

Ob man jetzt noch weitere Fortsetzungen braucht, sei mal dahingestellt, denn eigentlich ist das ganze doch schon relativ auserzählt, doch das war bei SAW nach spätestens Teil 3 auch so und trotzdem ging es immer weiter.

Dieser ist jedenfalls recht gelungen.

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