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Archiv für den 13. Dezember 2016

THE DEVILS HAND (Tiberius)

am 13. Dezember 2016 unter Horror abgelegt

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In der streng gläubigen Gemeinde New Bethlehem herrscht seit Jahren ein seltsamer Glaube. Sechs Mädchen wurden am sechsten Tag im sechsten Monat geboren. Sobald eine der Damen volljährig wird, soll angeblich der Teufel in sie fahren. Diese These vertritt zumindest der örtliche Pfarrer. Der Vater von Mary, einem der sechs Kinder, hält das alles für komplette Spinnerei. Als der 18. Geburtstag näher rückt, versucht er seine Tochter zu schützen, denn ein Killer läuft durch die Gegend und schlachtet ein Mädchen nach dem nächsten ab und hinterlässt dabei auch jede Menge Kollateralschäden. Zudem opfern sich die Eltern der Kinder und wählen den Freitod. Schlechte Zeit sich ausgerechnet jetzt in den Sohn des Sheriffs zu verlieben, wie es Mary passiert, denn der religiöse Pfarrer ist fest überzeugt von seinem Glauben und lässt die letzten zwei verbliebenen, geflohenen Mädchen suchen..doch was ist mit dem Fluch? Realität oder Unsinn?

Diese Frage stellt sich auch der Zuschauer den kompletten Streifen lang, dessen Durchschnittsnote von 5.1 bei imdb für mich unerklärlich ist, denn ich fand THE DEVILS HAND sehr gelungen.

Die Geschichte ist interessant, der Film hat eine schön schaurige Atmosphäre, und ein bisschen Blutzoll gibt es auch.

Dazu ist der Streifen mt Rufus Sewell (DARK CITY), Colm Meaney (Star Trek) und Alycia Debnam-Carey (Unreal) für einen kleinen B-Movie erstaunlich gut besetzt, was auch der Qualität des Streifens zu Gute kommt, denn man hat hier nie das Gefühl, dass, wie in so vielen Produktionen dieser Art, nur Laien herumfallen.

Zudem finde ich das Ende, das ich natürlich nicht verrate, sehr gelungen. Der Film nimmt in den letzten 30 Minuten noch einmal erneut an Fahrt auf und ist, zumindest aus meiner Sicht, sauspannend.

Auch die Lovestory, die man hier eingefügt hat, ist, wie so oft, nicht dazu da, den Film länger zu ziehen, sondern ergibt hier durchaus einen Sinn.

Auch wenn einen die Bibelsprüche von Meaney und der Gemeinde irgendwann ein wenig auf den Zeiger gehen, bleibt unter dem Strich ein sehr gelungener Horrorstreifen mit einer wirklich interessanten Ausgangsbasis und einer sehr guten Besetzung. Das der Streifen kein komplettes Low-Budget Ding ist, sieht man deutlich (7 Millionen Budget) und hebt ihn weit über die ganzen Veröffentlichungen heraus, die einem im Horrorbereich teilweise zugemutet werden.

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187 (Capelight/Alive)

am 13. Dezember 2016 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Trevor Garfield ist ein Lehrer aus Überzeugung. Leider bekommt er es nicht gedankt, denn viele der verzogenen Kids, die in Banden sind, interessiert der Unterricht nicht. Als er einen Schüler durchfallen lässt, sticht dieser ihn ab. Er überlebt nur knapp. 15 Monate danach bekommt er eine Vertretungsstelle in einer Schule angeboten. Auch da ist es nicht einfach, aber einige Schüler sind durchaus wissbegierig und werden von Garfield gefördert. Doch leider befinden sich auch hier wieder ziemliche Arschlöcher in der Klasse. Als einer von diesen total überschnappt, sieht Garfield die Zeit gekommen um zu handeln.

Mittlerweile hat der Streifen auch schon wieder 20 Jahre auf dem Buckel. Wie schnell die Zeit doch vergeht. Bislang gab es keine Ausgabe auf Blu Ray. Diese Lücke schließt jetzt Capelight mit einem sehr schönen Mediabook.

Die Oberfläche ist leicht geriffelt und wirkt dadurch sehr edel. Der Ton ist zweckmäßig, da sollte man keine Wunderdinge erwarten, was bei diesem Film aber auch nicht die große Rolle spielt. Das Bild ist frei von Blitzern, wirkt aber leicht milchig – dafür gibt es keinerlei Rauschen oder Blitzer.

Als Bonus gibt es einen Audiokommentar mit Jackson und Regisseur Reynolds, der durchaus interessant ist.

Das Buch zu dem Film wurde übrigens von einem Lehrer verfasst, der seine eigenen Erlebnisse dort mit einfließen ließ. Erschreckend wie es an Amerikas Schulen zugeht kann man da nur sagen und das war vor 20 Jahren. Ich glaube nicht, das sich das heute groß verbessert hat.

187 gilt für Filme als einer der besten Filme die Samuel Jackson je gedreht hat, auch weil e r viele Teile des Streifens alleine tragen muss. Seine Änderung vom einfühlsamen Lehrer zum verbitterten Mann, wird von ihm exzellent umgesetzt.

Wer den Film nicht hat, ist mit dieser Version sicherlich gut bedient. Das Mediabook ist nicht ganz billig, aber sehr schön aufgemacht. Die technische Seite geht in Ordnung. Dazu gibt es ein sehr schönes und informatives Inlay.

DIE VERDAMMTEN DES KRIEGES (Koch Media)

am 13. Dezember 2016 unter Action, Drama abgelegt

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Gerade drei Wochen ist Eriksson an der Front, als er von seinem leicht gestörten Sergeant Meserve aus einer Falle des Vietcong gerettet wird. Der erwartet von ihm nun absolute Loyalität. Als jedoch Meserve in ein Dorf marschiert um eine junges Mädchen zu entführen, damit die Gruppe es danach vergewaltigen kann, hat Eriksson Probleme wegzuschauen, denn selbst der Krieg erlaubt nicht alles. Doch da der Rest der Truppe diese Idee unterstützt, ist er völlig auf sich alleine gestellt und hat bald neben den Bomben und Kugeln die ihm um die Ohren fliegen, noch ein ganz anderes Problem.

Ich bin nun wirklich kein glühender Fan von Brian de Palma. Hier begab er sich auf recht unbekanntes Terrain, denn einen Kriegsfilm hatte er bislang noch nicht gedreht, sondern war eher auf Psychothriller oder Charakterstudien abonniert (von ihm stammt auch der weltberühmte SCARFACE).

Noch dazu schaue ich auch nicht besonders gerne Kriegsfilme, doch diesen hier muss man einfach gesehen haben, weil er die Grausamkeiten, die sich dort ereignen, recht schonungslos darstellt.

Beim Bild bleibt einem wirklich die Spucke weg. Hätte ich den Film nicht gekannt und wüsste ich nicht, dass Fox und Penn mittlerweile viel älter sind und aussehen, könnte man wirklich meinen, es handele sich um eine neue Produktion.

Das Bild ist glasklar und besser als 50% der Neuerscheinungen. Da muss man wirklich extrem gutes Ausgangsmaterial gehabt haben. Auch der Ton rumpelt gewaltig durch die Boxen.

Ob man jetzt die EXTENDED Version unbedingt haben muss, sei dahingestellt, da sie eigentlich kaum Mehrwert bietet und überwiegend aus Verhören besteht, die damals herausgeschnitten wurden um die Laufzeit zu verkürzen. Diese sind jetzt mit deutschen Untertiteln eingefügt.

Ein rundum gelungenes Package, das KOCH hier wieder mal zusammengeschnürt hat.


WHAT WE BECOME (Capelight/Alive)

am 13. Dezember 2016 unter Horror abgelegt

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In einer Vorstadt von Kopenhagen bricht plötzlich eine Seuche aus, die die Einwohner zu Menschenfressern mutieren lässt. Die Medizin ist ratlos. Gustav und seine Familie werden, wie die ganze Ortschaft, unter Quarantäne gestellt und das Haus mit einer Folie abgedeckt. Das Militär läuft schwerbewaffnet durch die Gegend und erschießt jeden, der fliehen will. Eines Abends schleicht sich Gustav raus und macht eine grauenhafte Entdeckung.

Auch die Dänen wollten mal einen Zombiefilm drehen und liefern hier ihren Beitrag ab.

So hat WHAT WE BECOME einen durchaus ordentlichen Unterhaltungswert, krankt aber etwas an neuen Ideen. Nicht wirklich viel, was wir noch nicht gesehen haben.

Dennoch gibt es positives zu berichten. Die Darsteller sind glaubwürdig, der Soundtrack ist absolut klasse (80s Style) und auch die Untoten sehen nicht billig aus, sondern ich denke, das dieser Streifen sicherlich nicht ganz billig war und in Dänemark in die A-Kategorie eingeordnet wird.

Die übliche Wackelkamera bleibt uns größtenteils erspart. Ob man die Liebesgeschichte hätte einstreuen müssen, weiß ich nicht wirklich, sie wirkt für mich ein wenig deplatziert, insbesondere in der Phase, wo die Seuche schon fortgeschritten ist.

Fazit: Grundsolider dänischer Beitrag zum Zombie-Genre, dessen größtes Problem es ist, das er überall klaut und nichts selbst kreiert. Gute Unterhaltung ist der Streifen allerdings allemal.

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