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Archiv für den 06. Dezember 2016

THE GIRL IN THE BOOK (Lighthouse)

am 06. Dezember 2016 unter Drama abgelegt

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Alice Harvey ist Redaktionsassistentin in einem angesehenen New Yorker Buchverlag. Allerdings ist ihr Job weit unter dem was sie wirklich kann, denn sie hatte einmal das Potenzial selbst Bücher zu schreiben. Dies änderte sich als sie 13 war. Da lernt sie den Schriftsteller Milan Daneker (wer denkt sich eigentlich solche Namen aus?), kennen, der vorgab, ihr helfen zu wollen. In Wahrheit benutze er sie für seine Zwecke und baute ihre Gefühle und Erlebnisse und auch seine sexuellen Übergriffe in sein Buch ein, das ein Bestseller wurde. Nun soll ausgerechnet Alice das Rerelease vermarkten. Zudem treffen sich die beiden wieder und wissen beide nicht recht mit der Situation umzugehen, zudem Alice durch die früheren Erlebnisse emotional abgestumpft ist und jede Nacht mit einem anderen ins Bett steigt.

Endlich mal eine Geschichte die noch nicht tausend mal verfilmt wurde. Anfangs weiß man nicht auf was das ganze hinausläuft, doch mit weiterer Spieldauer des Films wird alles aufgeklärt.

Ich bin nun kein Fan von ständigen Zeitsprüngen, doch hier sind sie absolut gelungen, weil die Übergänge nicht durch harte Cuts dargestellt werden, sondern bildlich ganz weich ineinander übergehen. Dieses Stilmittel hat die Regisseurin wirklich drauf, so das man sich auf einer ständigen Zeitreise zwischen heute und damals befindet.

Revenge-Darstellerin Emily Van Camp spielt absolut überragend und zeigt, das sie auch andere Rollen beherrscht. Nyqvist ist sowieso immer gut und auch die Nebendarsteller sind absolut überzeugend.

Dazu bekommt man hier einige wirklich interessante Einblicke, wie die Arbeit in einem Buchverlag funktioniert.

Der Höhepunkt ist aber die TOP 100 Liste (möchte nicht spoilern), wer sich das ausgedacht hat, ist eigentlich zu höherem berufen und auch die optische Darstellung ist so gelungen, das dieser Handlungsstrang fast den Höhepunkt eines insgesamt rundum stimmigen Streifens darstellt – wenn man sich darauf einlassen kann, denn die Geschichte ist schon außergewöhnlich.

Für mich ein kleiner Geheimtipp für Freunde des anspruchsvolleren Kinos.

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IMPERIUM (Universum Film)

am 06. Dezember 2016 unter Drama, Thriller abgelegt

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Nate Foster ist ein junger FBI-Agent, der allerdings nur im Innendienst eingesetzt wird. Seine Kollegin Angela glaubt jedoch, das er für einen Undercover-Auftrag bestens geeignet ist. Es geht ein Gerücht um, dass bald ein Anschlag vorgesehen ist, der von einer rechten Neonazi-Organisation durchgeführt werden soll. Gegen den Willen seines Chefs begibt sich Nate in diese Szene und muss neben dem Äußeren auch seine kompletten Gewohnheiten ändern. Mit Ausnahme von Angela weiß niemand, das er nun dort undercover ermittelt. Es gelingt ihm jedoch relativ schnell Fuß zu fassen, wobei ihm sein breites Wissen hilft. Je weiter er jedoch zu den hohen Tieren der Szene gelangt, desto gefährlicher wird es für ihn.

IMPERIUM ist der erste Film den ich mit Radcliffe sehe, bei dem ich nicht immer gleich an Harry Potter denken muss. Das liegt sicher zum einen an seinem Äußeren, als auch seiner Rolle, in der er natürlich komplett gegen den Strich besetzt ist. Seine Darstellung ist, das kann ich nicht anders sagen, grandios. Ihm zur Seite steht Toni Colette, über deren Qualitäten sich eh nicht streiten lässt.

Nun sollte man aber etwas aufpassen, denn der Trailer lockt einen ein wenig auf die falsche Fährte, denn IMPERIUM ist kein Thriller, sondern ein Drama mit vielen spannenden Momenten. Der oft genannte Vergleich mit AMERICAN HISTORY hinkt dabei doch stark, denn der Ansatz ist hier ein völlig anderer.

Was hier sehr gut herausgearbeitet wurde ist, das es in der rechten Szene sowohl totale Hohlbratzen gibt, die es einfach geil finden da mitzulaufen, sowie auch hochintelligente Menschen, die die deutlich größere Gefahr darstellen. Denn ein unauffälliger Familienvater ist hier eigentlich der größte Drecksack, obwohl er nach außen ein unscheinbares Leben führt, während ein Hassprediger nicht mal im Ansatz so gefährlich ist, wie er scheint.

Fazit: Spannendes Drama, mit hervorragenden Darstellern. Insbesondere Radcliffe habe ich noch nie so gut gesehen. Wen die Thematik interessiert, kann bedenkenlos zugreifen.

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THE SECT (Koch Media)

am 06. Dezember 2016 unter Horror, Klassiker abgelegt

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Zwei scheinbar unzusammenhängende Ereignisse – ein mysteriöser Besucher in einer Hippie-Kommune der 70er und ein grausamer Mord im Frankfurt der frühen 90er – ebnen der Geburt des Leibhaftigen den Weg. Das weiß die junge Miriam noch nicht, als sie kurz darauf beinahe den mysteriösen Moebius Kelly über den Haufen fährt. Sie nimmt den alten Mann vorübergehend bei sich auf und wird als Werkzeug und Gefäß für die Pläne einer satanischen Sekte zunehmend zwischen Traum und Realität zerrieben.

Das trifft es eigentlich ganz gut und da hat man sich ausnahmsweise auch mal Mühe gegeben, denn viele Pressetexte sind einfach langweilig und hingerotzt.

Zum Thema Mühe geben: Was KOCH MEDIA den Fans von Argento und/oder Soavi hier hinzaubert, ist sensationell:

Das Mediabook sieht toll aus. Schon die Vorderseite wirkt sehr einladend. Doch der Inhalt ist definitiv noch besser. Es gibt, wie üblich, den Film als DVD und als Blu Ray. Zudem hat man wirklich noch eine Bonus DVD zusammenbekommen, in denen es Interviews mit der damaligen Crew zu sehen gibt. Das Highlight ist aber das wunderschöne eingefügte Booklet, das sich mit dem Film und seiner Entstehungsgeschichte befasst.

Das Bild ist spitze. Gestochen scharf, ohne Blitzer, wirkt es fast wie eine neue Produktion. Rauschen ist ebenfalls absolute Fehlanzeige. Nun ist der Streifen ja noch nicht so alt (1991), aber wenn man das mal mit anderen Firmen vergleicht, was die dem Zuschauer teilweise zumuten, hat man hier echt tolle Arbeit geleistet.

Der Ton ist ebenfalls grundsolide, wobei man da keine Wunder erwarten sollte. Der Film ist sowohl in englisch, italienisch und auch deutsch abrufbar.

Ich persönlich bin jetzt weder ein Argento noch ein Giallo-Fan, im allgemeinen und kann eigentlich nur mit SUSPIRIA und PHENOMENA etwas anfangen, daher steht es mir hier irgendwo nicht zu, eine Bewertung für den Films abzugeben.

Für Fans des Streifens, hat jedoch KOCH MEDIA das beste herausgeholt was möglich ist. Daher ist der recht hohe Preis für das Package absolut gerechtfertigt

REMAINS (Splendid)

am 06. Dezember 2016 unter Horror abgelegt

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John hat es nicht leicht. Kürzlich erst hat er seine Frau verloren und zieht mit seinen 3 Kindern nun in ein neues Haus ein, dessen Preis erstaunlich niedrig war. Was er allerdings nicht weiß ist, das sich vor ca. 100 Jahren dort schreckliche Dinge ereigneten, wobei es im Zuge einer Seance zu einem Blutbad kam. So kommt es wie es kommen muss, denn schon bald werden die Kids von merkwürdigen Erscheinungen heimgesucht und verändern sich.. Besonders betroffen sind seine beiden jungen Kinder, die auf dem Dachboden Dinge finden, von denen sie hätten besser die Finger lassen sollen.

Spukhausfilme haben es schwer. Das liegt zum einen daran, dass es einfach schon zu viele gibt und wenn sich mal ein Major an so ein Projekt traut (CONJURING) ist die Sache natürlich deutlich professioneller und aufwändiger inszeniert.

Ich persönlich halte REMAINS, der bei imdb schlecht wegkommt, allerdings für unterschätzt. Das Grauen kommt hier nicht mit brachialer Gewalt, sondern eher subtil. Die beiden kleinen Kids spielen hervorragend – zudem gibt es ein gelungenes Ende.

Dazu kommt, das der Streifen keinerlei großen Leerlauf besitzt und durchgehend gut unterhält. Natürlich ist die ein oder andere Sache auch schon in der Vergangenheit in Spukhausfilmen aufgetaucht. Aber das ist bei Filmreihen wie SAW oder HALLOWEEN doch genauso.

Ich finde Thomas Della Bella (kann man wirklich so heißen?) hat hier einen grundsoliden Horrorstreifen hingelegt, bei dem wenig Blut fließt, aber durchaus Spannung vorhanden ist.

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CARACAS, EINE LIEBE (Universum Film)

am 06. Dezember 2016 unter Drama abgelegt

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Als der Zahntechniker Armando von der Rückkehr seines Vaters erfährt, gerät sein geordnetes Leben aus der Bahn. Beide verbindet ein traumatisches Kindheitserlebnis, über das Armando nicht sprechen will. Zudem holt er sich regelmäßig junge Kerle ins Haus, um sich vor ihnen zu befriedigen. So auch Elder, einen kriminellen Straßenjungen, den Armando kurz zuvor kennengelernt hat und der sich zusehends in ihn verliebt. Um ihm zu gefallen und nah zu sein, ist Elder bereit, dessen Vater zu töten.

Juhu Kunst, Endlich mal wieder ein Film für sämtliche Feuilleton-Seiten der TAZ, WELT oder sonstigen Gazetten.

Ich persönlich habe es wirklich geschafft, den Film komplett durchzuhalten, was meiner Meinung nach einer meiner größten Leistungen der letzten zwanzig Jahre darstellte.

Der Film ergibt (für Kunstbanausen wie mich) überhaupt keinen Sinn. Wieso Armando so handelt ist schon nicht nachvollziehbar, warum sich allerdings ein Stock-Hetero ausgerechnet in einen 30 Jahre älteren Mann verliebt, bleibt komplett ungeklärt.

Ebenso wirr ist es, das Elder Armando beim ersten Treffen zusammenschlägt, letzterer ihn aber wieder und wieder aufsucht. Wo liegt da bitte der Sinn, zumal Armando ja doch gar nicht schwul zu sein scheint. Jetzt komplett verwirrt? So gings mir auch.

Die Goldene Palme gabs für diesen Streifen, was eigentlich unfassbar ist, Anscheinend muss man für so einen Preis nur einen wirren Film einreichen, der zudem teilweise auf einer Szene die 10fache Zeit verharrt, als notwendig und man dadurch ständig gegen den Schlaf ankämpft.

Für mich ist das hier Caracas, eine Grütze.

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