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Archiv des Monats Dezember 2016

ELIMINATORS (Universum Film)

am 29. Dezember 2016 unter Action, Thriller abgelegt

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Der ehemalige FBI-Agent Thomas war 5 Jahre Undercover unterwegs um einen Waffenhändler namens Cooper zur Strecke zu bringen, Dieser erkannte den Verrat und wollte ihn ermorden. Leider erwischte er dabei nicht Thomas sondern seine eigene Tochter, die mit dem Agenten liiert war. Seitdem lebt der Agent in einem Zeugenschutzprogramm und arbeitet als Security Angestellter. Dann jedoch wird er erkannt und die Informationen dringen auch bis zu Cooper vor, der immer noch auf Rache sinnt und auch die kleine Tochter, seine Enkelin, nach „Hause“ holen will. Also schickt er einen Schergen auf die Spur von Thomas. Der flieht mit seiner Tochter, doch der Killer ist hartnäckig.

Oh je Scott Adkins in einer halbwegs anspruchsvollen Charakterrolle. Da macht man den Bock zum Gärtner, denn schauspielerisch ist das wie immer bei dem Mann, absolut minimale Performance. Wohler fühlt er sich dann schon wenn er wieder seine tollen Kickbox-Einlagen zeigen darf.

Ich finde es immer seltsam, das Killer hinter einem herjagen und 1000 Kugeln verballern, wenn sie den Delinquenten gestellt haben aber immer mit ihm in den Nahkampf gehen. Kann mir das mal jemand erklären?

Nun muss man allerdings sagen, das sich der Streifen als extrem kurzweilig erweist, denn hier passiert wirklich jede Minute etwas und Leerlauf ist komplette Fehlanzeige. Der Film ist schnell geschnitten und hat so auch ein beachtenswertes Tempo.

Die Synchronisation ist allerdings sehr steif, was im Falle von Adkins zu seiner schauspielerischen Leistung passt, doch zum Beispiel die Stimme von Cooper, dem Bösen, ist völlig falsch gewählt, aber o.k. Wen das stört kann sich den Streifen ja im Original ansehen.

Für Freunde des Actionkinos durchaus ordentlich und recht unterhaltsam. Das ist allerdings auch die einzige Zielgruppe. Besonders wenn die Kickboxeinlagen kommen wird’s für Leute wie mich nervig.

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JEDER GEGEN JEDEN (Koch Media)

am 29. Dezember 2016 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Sechs Gangster stürmen eine Bank und nehmen Geiseln um die Schließfächer einer Bank in Valencia auszuräumen. Schnell kommt ein Unterhändler dazu und versucht das Vertrauen der Gangster zu gewinnen. Die haben aber nicht vor aufzugeben, denn man hat 2 Monate vorher schon einen Tunnel zur Bank gegraben, durch den man entkommen will. Doch die anhaltenden Regenfälle haben diesen überflutet und nun sieht das Sextett ganz schön alt aus. Dann stellt sich heraus, das einer der Herrschaften namens Urugayo, wesentlich mehr über den Inhalt mancher Bankfächer weiß, als die anderen. Mit der Zeit fangen die sechs an, sich immer mehr zu misstrauen und jeder ist nur auf seinen Vorteil aus.

Das spanische Kino hat in den letzten Jahren enorm aufgeholt und sich insbesondere im Bereich des Thrillers etabliert. Aber auch im Horror-Genre kommen gute Beiträge aus dem Land der Paella.

JEDER GEGEN JEDEN ist ein nettes kleines Gaunerstück. Besonders wenn es damit anfängt, das jeder dem anderen nicht mehr vertraut und diesen versucht auszumanövrieren, wird das ganze doch recht unterhaltsam.

Allerdings ist manches auch wein wenig weit hergeholt. Insbesondere die Telefonate zwischen Urugayo und dem neuen Vermittler sind mir ein bisschen arg realitätsfremd.

Trotzdem ist das ganze kurzweilig und auch nicht sonderlich brutal. Im Gegenteil, desöfteren gibt es auch einmal eine witzige Anekdote, insbesondere weil einer der Gangster einfach nur total bescheuert ist. Bei der Szene mit der Festplatte und der Reaktionen der Kollegen musste ich herzhaft lachen.

Netter Heist-Film mit einigen Überraschungen. Wer solche Streifen mag und kein Problem mit spanischen Filmen hat wird hier ordentlich unterhalten.

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SHADES OF BLUE (Universal Pictures)

am 29. Dezember 2016 unter Suspense, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Harlee Santos ist alleinerziehende Mutter einer 17-jährigen Tochter und Detective beim NYPD. Ihr korrupter Vorgesetzter Matt Wozniak und sein Team aus dem 64. Bezirk arbeiten nach ihrem ganz eigenen Gerechtigkeitssystem, in das auch Harlee integriert ist . Gegen Bezahlung drücken sie gerne mal ein Auge zu, wenn irgendwo in New York ein Verbrechen geschieht. Als mal wieder so ein Deal ansteht wird Harlee vom FBI festgenommen und als Informantin verpflichtet. Im Gegenzug dafür erhält sie Straffreiheit. Doch Beweise gegen ihren Chef Wozniak zu beschaffen, ist gar nicht so einfach. Zudem ist dieser wie ein Vater für sie und ihre Tochter, und so kommt sie immer wieder ins Zweifeln, ob das was sie hier tut, wirklich das Richtige ist.

Die Geschichte hört sich nicht sonderlich spektakulär an und daraus gleich eine ganze Serie zu zimmern kann ja nur in die Hose gehen – dachte ich.

Doch ich wurde wirklich positiv überrascht. Eigentlich hat man nie das Gefühl, das alles in die Länge gezogen wird – Wozniak ist nur eben ein kluger Kopf, der sich nicht so leicht ins Bockshorn jagen lässt. Zudem lösen die Cops auch noch „normale „ Fälle, so das sich nicht alles um die Bloßstellung des Bösen dreht.

Ray Liotta ist mal wieder in Bestform. Wenn er die Augen aufreißt, weil er einen Verräter vermutet oder sich anderweitig aufregt, bekommt man richtiggehend Angst. Eine absolute Paraderolle für den, in meine Augen immer noch, underrateten Schauspieler.

Überraschend gut hingegen die Performance von Wackelarsch Lopez, die ich selten so überzeugend gesehen habe. Gerade wenn ich mich an BOY NEXT DOOR erinnere, da war sie absolut grausig. Hier liefert sie aber eine erstaunlich starke Performance ab, die jederzeit glaubwürdig wirkt.

Die Wendungen sind schwer vorhersehbar und fast jede Folge ist mit einem Cliffhanger versehen, was mich lange Nächte gekostet hat, da ich immer wissen wollte, wie es denn nun weitergeht.

Besonders erfolgreich war die Serie nicht, dennoch wird eine zweite Staffel gedreht, was wünschenswert ist, obwohl diese hier auch so etwas wie einen Abschluss hat, wenn auch nicht alle Fragen geklärt sind.

Endlich mal wieder eine unterhaltsame TV-Serie, deren Geschichte gar nicht so weit hergeholt erscheint.

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DESIERTO (Ascot Elite)

am 29. Dezember 2016 unter Action, Thriller abgelegt

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14 illegale mexikanische Migranten bleiben auf dem Weg in die USA mit dem Lastwagen stehen und wollen zu Fuß die Grenze erreichen. Als ein US-Redneck dies erkennt, ballert er diese nieder. Nur ein paar können fliehen und werden von dem Psychopathen verfolgt.

Also mehr an Zusammenfassung fällt mir zu diesem Steifen nicht ein, denn außer, das die Herrschaften gefühlte 100 km vor dem Spinner weglaufen, passiert hier nicht viel.

Der Regisseur dachte wohl es reicht, die wirklich beeindruckenden Bilder der Natur groß in Szene zu setzen, und schon wird der Zuschauer begeistert sein. Dem ist mitnichten so.

Ein wenig Aufklärung hätte dem ganzen auch gut getan. Denn warum dieser Spinner die Menschen abknallt, bleibt vollkommen ungeklärt. Zudem wirkt er nicht wie ein Psychopath, was das ganze noch unglaubwürdiger macht.

Ansonsten sieht man den Rest der Herrschaften über Stock und Stein fliehen, fliehen, fliehen , während der Redneck und sein fieser Köter hinterher hetzen.

Das reicht vielleicht für einen 30 minütigen Kurzfilm, doch hier wird das ganze dermaßen in die Länge gezogen, das man sich schnell langweilt, zumal es auch keinerlei überraschende Wendungen gibt.

Wem das reicht…..

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THE DEVILS HAND (Tiberius)

am 13. Dezember 2016 unter Horror abgelegt

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In der streng gläubigen Gemeinde New Bethlehem herrscht seit Jahren ein seltsamer Glaube. Sechs Mädchen wurden am sechsten Tag im sechsten Monat geboren. Sobald eine der Damen volljährig wird, soll angeblich der Teufel in sie fahren. Diese These vertritt zumindest der örtliche Pfarrer. Der Vater von Mary, einem der sechs Kinder, hält das alles für komplette Spinnerei. Als der 18. Geburtstag näher rückt, versucht er seine Tochter zu schützen, denn ein Killer läuft durch die Gegend und schlachtet ein Mädchen nach dem nächsten ab und hinterlässt dabei auch jede Menge Kollateralschäden. Zudem opfern sich die Eltern der Kinder und wählen den Freitod. Schlechte Zeit sich ausgerechnet jetzt in den Sohn des Sheriffs zu verlieben, wie es Mary passiert, denn der religiöse Pfarrer ist fest überzeugt von seinem Glauben und lässt die letzten zwei verbliebenen, geflohenen Mädchen suchen..doch was ist mit dem Fluch? Realität oder Unsinn?

Diese Frage stellt sich auch der Zuschauer den kompletten Streifen lang, dessen Durchschnittsnote von 5.1 bei imdb für mich unerklärlich ist, denn ich fand THE DEVILS HAND sehr gelungen.

Die Geschichte ist interessant, der Film hat eine schön schaurige Atmosphäre, und ein bisschen Blutzoll gibt es auch.

Dazu ist der Streifen mt Rufus Sewell (DARK CITY), Colm Meaney (Star Trek) und Alycia Debnam-Carey (Unreal) für einen kleinen B-Movie erstaunlich gut besetzt, was auch der Qualität des Streifens zu Gute kommt, denn man hat hier nie das Gefühl, dass, wie in so vielen Produktionen dieser Art, nur Laien herumfallen.

Zudem finde ich das Ende, das ich natürlich nicht verrate, sehr gelungen. Der Film nimmt in den letzten 30 Minuten noch einmal erneut an Fahrt auf und ist, zumindest aus meiner Sicht, sauspannend.

Auch die Lovestory, die man hier eingefügt hat, ist, wie so oft, nicht dazu da, den Film länger zu ziehen, sondern ergibt hier durchaus einen Sinn.

Auch wenn einen die Bibelsprüche von Meaney und der Gemeinde irgendwann ein wenig auf den Zeiger gehen, bleibt unter dem Strich ein sehr gelungener Horrorstreifen mit einer wirklich interessanten Ausgangsbasis und einer sehr guten Besetzung. Das der Streifen kein komplettes Low-Budget Ding ist, sieht man deutlich (7 Millionen Budget) und hebt ihn weit über die ganzen Veröffentlichungen heraus, die einem im Horrorbereich teilweise zugemutet werden.

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187 (Capelight/Alive)

am 13. Dezember 2016 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Trevor Garfield ist ein Lehrer aus Überzeugung. Leider bekommt er es nicht gedankt, denn viele der verzogenen Kids, die in Banden sind, interessiert der Unterricht nicht. Als er einen Schüler durchfallen lässt, sticht dieser ihn ab. Er überlebt nur knapp. 15 Monate danach bekommt er eine Vertretungsstelle in einer Schule angeboten. Auch da ist es nicht einfach, aber einige Schüler sind durchaus wissbegierig und werden von Garfield gefördert. Doch leider befinden sich auch hier wieder ziemliche Arschlöcher in der Klasse. Als einer von diesen total überschnappt, sieht Garfield die Zeit gekommen um zu handeln.

Mittlerweile hat der Streifen auch schon wieder 20 Jahre auf dem Buckel. Wie schnell die Zeit doch vergeht. Bislang gab es keine Ausgabe auf Blu Ray. Diese Lücke schließt jetzt Capelight mit einem sehr schönen Mediabook.

Die Oberfläche ist leicht geriffelt und wirkt dadurch sehr edel. Der Ton ist zweckmäßig, da sollte man keine Wunderdinge erwarten, was bei diesem Film aber auch nicht die große Rolle spielt. Das Bild ist frei von Blitzern, wirkt aber leicht milchig – dafür gibt es keinerlei Rauschen oder Blitzer.

Als Bonus gibt es einen Audiokommentar mit Jackson und Regisseur Reynolds, der durchaus interessant ist.

Das Buch zu dem Film wurde übrigens von einem Lehrer verfasst, der seine eigenen Erlebnisse dort mit einfließen ließ. Erschreckend wie es an Amerikas Schulen zugeht kann man da nur sagen und das war vor 20 Jahren. Ich glaube nicht, das sich das heute groß verbessert hat.

187 gilt für Filme als einer der besten Filme die Samuel Jackson je gedreht hat, auch weil e r viele Teile des Streifens alleine tragen muss. Seine Änderung vom einfühlsamen Lehrer zum verbitterten Mann, wird von ihm exzellent umgesetzt.

Wer den Film nicht hat, ist mit dieser Version sicherlich gut bedient. Das Mediabook ist nicht ganz billig, aber sehr schön aufgemacht. Die technische Seite geht in Ordnung. Dazu gibt es ein sehr schönes und informatives Inlay.

DIE VERDAMMTEN DES KRIEGES (Koch Media)

am 13. Dezember 2016 unter Action, Drama abgelegt

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Gerade drei Wochen ist Eriksson an der Front, als er von seinem leicht gestörten Sergeant Meserve aus einer Falle des Vietcong gerettet wird. Der erwartet von ihm nun absolute Loyalität. Als jedoch Meserve in ein Dorf marschiert um eine junges Mädchen zu entführen, damit die Gruppe es danach vergewaltigen kann, hat Eriksson Probleme wegzuschauen, denn selbst der Krieg erlaubt nicht alles. Doch da der Rest der Truppe diese Idee unterstützt, ist er völlig auf sich alleine gestellt und hat bald neben den Bomben und Kugeln die ihm um die Ohren fliegen, noch ein ganz anderes Problem.

Ich bin nun wirklich kein glühender Fan von Brian de Palma. Hier begab er sich auf recht unbekanntes Terrain, denn einen Kriegsfilm hatte er bislang noch nicht gedreht, sondern war eher auf Psychothriller oder Charakterstudien abonniert (von ihm stammt auch der weltberühmte SCARFACE).

Noch dazu schaue ich auch nicht besonders gerne Kriegsfilme, doch diesen hier muss man einfach gesehen haben, weil er die Grausamkeiten, die sich dort ereignen, recht schonungslos darstellt.

Beim Bild bleibt einem wirklich die Spucke weg. Hätte ich den Film nicht gekannt und wüsste ich nicht, dass Fox und Penn mittlerweile viel älter sind und aussehen, könnte man wirklich meinen, es handele sich um eine neue Produktion.

Das Bild ist glasklar und besser als 50% der Neuerscheinungen. Da muss man wirklich extrem gutes Ausgangsmaterial gehabt haben. Auch der Ton rumpelt gewaltig durch die Boxen.

Ob man jetzt die EXTENDED Version unbedingt haben muss, sei dahingestellt, da sie eigentlich kaum Mehrwert bietet und überwiegend aus Verhören besteht, die damals herausgeschnitten wurden um die Laufzeit zu verkürzen. Diese sind jetzt mit deutschen Untertiteln eingefügt.

Ein rundum gelungenes Package, das KOCH hier wieder mal zusammengeschnürt hat.


WHAT WE BECOME (Capelight/Alive)

am 13. Dezember 2016 unter Horror abgelegt

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In einer Vorstadt von Kopenhagen bricht plötzlich eine Seuche aus, die die Einwohner zu Menschenfressern mutieren lässt. Die Medizin ist ratlos. Gustav und seine Familie werden, wie die ganze Ortschaft, unter Quarantäne gestellt und das Haus mit einer Folie abgedeckt. Das Militär läuft schwerbewaffnet durch die Gegend und erschießt jeden, der fliehen will. Eines Abends schleicht sich Gustav raus und macht eine grauenhafte Entdeckung.

Auch die Dänen wollten mal einen Zombiefilm drehen und liefern hier ihren Beitrag ab.

So hat WHAT WE BECOME einen durchaus ordentlichen Unterhaltungswert, krankt aber etwas an neuen Ideen. Nicht wirklich viel, was wir noch nicht gesehen haben.

Dennoch gibt es positives zu berichten. Die Darsteller sind glaubwürdig, der Soundtrack ist absolut klasse (80s Style) und auch die Untoten sehen nicht billig aus, sondern ich denke, das dieser Streifen sicherlich nicht ganz billig war und in Dänemark in die A-Kategorie eingeordnet wird.

Die übliche Wackelkamera bleibt uns größtenteils erspart. Ob man die Liebesgeschichte hätte einstreuen müssen, weiß ich nicht wirklich, sie wirkt für mich ein wenig deplatziert, insbesondere in der Phase, wo die Seuche schon fortgeschritten ist.

Fazit: Grundsolider dänischer Beitrag zum Zombie-Genre, dessen größtes Problem es ist, das er überall klaut und nichts selbst kreiert. Gute Unterhaltung ist der Streifen allerdings allemal.

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THE GIRL IN THE BOOK (Lighthouse)

am 06. Dezember 2016 unter Drama abgelegt

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Alice Harvey ist Redaktionsassistentin in einem angesehenen New Yorker Buchverlag. Allerdings ist ihr Job weit unter dem was sie wirklich kann, denn sie hatte einmal das Potenzial selbst Bücher zu schreiben. Dies änderte sich als sie 13 war. Da lernt sie den Schriftsteller Milan Daneker (wer denkt sich eigentlich solche Namen aus?), kennen, der vorgab, ihr helfen zu wollen. In Wahrheit benutze er sie für seine Zwecke und baute ihre Gefühle und Erlebnisse und auch seine sexuellen Übergriffe in sein Buch ein, das ein Bestseller wurde. Nun soll ausgerechnet Alice das Rerelease vermarkten. Zudem treffen sich die beiden wieder und wissen beide nicht recht mit der Situation umzugehen, zudem Alice durch die früheren Erlebnisse emotional abgestumpft ist und jede Nacht mit einem anderen ins Bett steigt.

Endlich mal eine Geschichte die noch nicht tausend mal verfilmt wurde. Anfangs weiß man nicht auf was das ganze hinausläuft, doch mit weiterer Spieldauer des Films wird alles aufgeklärt.

Ich bin nun kein Fan von ständigen Zeitsprüngen, doch hier sind sie absolut gelungen, weil die Übergänge nicht durch harte Cuts dargestellt werden, sondern bildlich ganz weich ineinander übergehen. Dieses Stilmittel hat die Regisseurin wirklich drauf, so das man sich auf einer ständigen Zeitreise zwischen heute und damals befindet.

Revenge-Darstellerin Emily Van Camp spielt absolut überragend und zeigt, das sie auch andere Rollen beherrscht. Nyqvist ist sowieso immer gut und auch die Nebendarsteller sind absolut überzeugend.

Dazu bekommt man hier einige wirklich interessante Einblicke, wie die Arbeit in einem Buchverlag funktioniert.

Der Höhepunkt ist aber die TOP 100 Liste (möchte nicht spoilern), wer sich das ausgedacht hat, ist eigentlich zu höherem berufen und auch die optische Darstellung ist so gelungen, das dieser Handlungsstrang fast den Höhepunkt eines insgesamt rundum stimmigen Streifens darstellt – wenn man sich darauf einlassen kann, denn die Geschichte ist schon außergewöhnlich.

Für mich ein kleiner Geheimtipp für Freunde des anspruchsvolleren Kinos.

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IMPERIUM (Universum Film)

am 06. Dezember 2016 unter Drama, Thriller abgelegt

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Nate Foster ist ein junger FBI-Agent, der allerdings nur im Innendienst eingesetzt wird. Seine Kollegin Angela glaubt jedoch, das er für einen Undercover-Auftrag bestens geeignet ist. Es geht ein Gerücht um, dass bald ein Anschlag vorgesehen ist, der von einer rechten Neonazi-Organisation durchgeführt werden soll. Gegen den Willen seines Chefs begibt sich Nate in diese Szene und muss neben dem Äußeren auch seine kompletten Gewohnheiten ändern. Mit Ausnahme von Angela weiß niemand, das er nun dort undercover ermittelt. Es gelingt ihm jedoch relativ schnell Fuß zu fassen, wobei ihm sein breites Wissen hilft. Je weiter er jedoch zu den hohen Tieren der Szene gelangt, desto gefährlicher wird es für ihn.

IMPERIUM ist der erste Film den ich mit Radcliffe sehe, bei dem ich nicht immer gleich an Harry Potter denken muss. Das liegt sicher zum einen an seinem Äußeren, als auch seiner Rolle, in der er natürlich komplett gegen den Strich besetzt ist. Seine Darstellung ist, das kann ich nicht anders sagen, grandios. Ihm zur Seite steht Toni Colette, über deren Qualitäten sich eh nicht streiten lässt.

Nun sollte man aber etwas aufpassen, denn der Trailer lockt einen ein wenig auf die falsche Fährte, denn IMPERIUM ist kein Thriller, sondern ein Drama mit vielen spannenden Momenten. Der oft genannte Vergleich mit AMERICAN HISTORY hinkt dabei doch stark, denn der Ansatz ist hier ein völlig anderer.

Was hier sehr gut herausgearbeitet wurde ist, das es in der rechten Szene sowohl totale Hohlbratzen gibt, die es einfach geil finden da mitzulaufen, sowie auch hochintelligente Menschen, die die deutlich größere Gefahr darstellen. Denn ein unauffälliger Familienvater ist hier eigentlich der größte Drecksack, obwohl er nach außen ein unscheinbares Leben führt, während ein Hassprediger nicht mal im Ansatz so gefährlich ist, wie er scheint.

Fazit: Spannendes Drama, mit hervorragenden Darstellern. Insbesondere Radcliffe habe ich noch nie so gut gesehen. Wen die Thematik interessiert, kann bedenkenlos zugreifen.

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