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SING STREET (Kinowelt)

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Irland in den Achtzigern. Conor wächst in Dublin auf – seine Familie ist relativ arm und in der Schule ist er auch Außenseiter. Durch seinen Bruder und dessen umfangreicher Plattensammlung, entflieht er durch Musik aus der Tristesse. Dann lernt er eines Tages die hübsche Raphina kennen und bittet sie in dem neusten Video seiner Band mitzuspielen. Die freut sich über das Angebot und sagt zu. Das kleine Problem ist nur: Er hat gar keine Band. Doch die ist schnell gefunden, denn einige andere Jungs, die ebenfalls eher Außenseiter sind, beherrschen zum Glück einige Instrumente. So wird in wenigen Tagen die Band SING STREET geboren. Als sie ein Stück von DURAN DURAN covern meckert Conors Bruder das Kopien sinnlos sind und man eigenes erschaffen muss. Also beginnt Conor Songs zu schreiben und die sind erstaunlich gut.

SING STREET ist ein fantastisches Kleinod. Natürlich richtet sich der Streifen eher an die Generation Ü 40, da jüngere viele Dinge und auch das Lebensgefühl der 80er nicht nachvollziehen können.

Ferdia-Welsh Peelo, der noch nicht eine (!) einzige Filmminute auf seinem Konto hat, spielt Conor so klasse, dass ich mich komplett in ihn hineinversetzen konnte, da er soweit von meiner Person und meinem damaligen Charakter nicht entfernt war. Aber auch die anderen Jungs der Band sind so putzig, das man sie alle sofort totknuddeln könnte.

Eine sensationelle Idee war es, das Conors Bruder sehr viele Stilrichtungen der 80er hört und somit die Band nach jedem neuen Input anders klingt. Zwischen Hall and Oates, Duran Duran, Jam und Cure ist alles dabei.

Zu dem jeweils neuen Song wechselt Colon auch immer das Outfit. Sieht er heute noch aus wie Robert Smith von CURE, gleicht er eine Woche später Tony Hadley von Spandau Ballett. Und auch die Songs klingen dann nach der jeweiligen Band und das ohne billige Plagiate zu sein. Ein interessanter und sehr kreativer Einfall  wie ich finde.

Für die Songs selbst zeichnet Gary Clark verantwortlich, der Ende der 80er Jahr mit der Band Danny Wilson kleinere Erfolge feierte. Da ich beide Alben der Band besitze und sie grandios finde, trifft er natürlich auch genau meinen Nerv. Wobei die Songs so gut sind, das sie so ziemlich jedem 80er Jahre Fan gefallen werden.

Da ich bekanntlich sehr geizig bin bei der Vergabe der Höchstnote, weil mir die in vielen Foren zu leichtfertig gezogen wird, habe ich lange darüber nachgedacht, was ich an diesem Film kritisieren könnte, aber selbst kleinere Dinge, die man beanstanden könnte, werden durch den tollen Gesamteindruck regelmäßig ausgeglichen.

Auf dem Soundtrack, den ich mir besorgen werde, sind übrigens alle Songs der Band drauf, aufgefüllt mit Hits aus den 80ern, allerdings eher welchen aus England, von denen viele nicht wirklich nach Deutschland schwappten. Während JAMS „A TOWN CALLED MALICE“ in England ein Riesenhit war, lief die Nummer hier unter unbekannt.

Vielleicht der beste Film des Jahres: Hier passt einfach alle zusammen von der allerersten Minute. Auch die Synchronisation ist erstaunlich gut ausgefallen. Für alle Menschen 40 + die Musik lieben ein absolutes Muss!!!

8chuckys1

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