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Archiv für den 22. November 2016

EQUALS (Koch Media)

am 22. November 2016 unter Drama, SciFi abgelegt

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Nachdem die Welt von einem atomaren Krieg heimgesucht wurde, schalteten Wissenschaftler bei Menschen die Emotionen ab. Diese arbeiten, essen, gehen nach Hause und schlafen. Eine recht unbefriedigende Existenz, die viele das Leben kostet, da sie in ihrem Dasein keinen Sinn erkennen und sich das Leben nehmen. Auch Silas und Nia gehören zu dieser Gattung. Doch beide verspüren mit der Zeit eine gewisse Anziehungskraft. Als sie sich heimlich treffen, lernen sie kennen, wie schön es ist, einen anderen Menschen zu berühren und ihm nahe zu sein. Diese Treffen häufen sich, sind aber sehr gefährlich, denn werden sie entdeckt gelten sie als „infiziert“ und werden aus dem Verkehr gezogen. Dann wird Nia schwanger….

In diversen Foren habe ich nun schon mehrmals gelesen, das EQUALS eine Kopie von Equilibrium darstellt. Das einzige was die Filme gemeinsam haben ist, das man die Emotionen der Menschen unterdrückt. Ansonsten hat letztgenannter, auch mit der Verbrennung der Bücher und dem extra entwickelten Kampfstil meiner Meinung nach einen ganz anderen Ansatz und gehört nicht einmal dem gleichen Genre an.

Stilistisch erinnert EQUALS stark an den von mir sehr geschätzten GATTACA, verfeinert jedoch noch dessen Look, was wohl auch daran liegt, das man heute technisch mehr Möglichkeiten hat.

Wenn man schon Vergleiche zieht, dann fällt mir eine Platte von Mike Batt namens ZERO ZERO ein, die es auch als Video gibt. Diese könnte durchaus Vorbild für EQUALS gewesen sein. Auch da verliebt sich ein Mann in ein Mädchen, obwohl dies eigentlich gar nicht mehr möglich scheint.

Meine Begeisterung für Kristen Stewart und Nicholas Hoult hält sich eigentlich stark in Grenzen, doch was die beiden hier bieten, besonders in den Szenen, in denen sich beide annähern, ist emotional fast schon ergreifend.

Frau Stewart ist in der letzten Zeit eher in kleineren Filmen zu sehen, was ihr sichtlich guttut. Auch in CAMP-X-RAY lieferte sie bereits eine sehr gute Leistung ab.

EQUALS ist ein hervorragendes Drama mit tollen Schauspielern und einer subtilen Handlung. Wer hier viel Action erwartet, wird gänzlich enttäuscht.

Mich persönlich hat das nicht im Geringsten gestört, es wird aber auch Leute geben die maulen „da passiert doch nix“. Tut es wohl, nur eben auf einer anderen Ebene. Nichts für das Mainstream-Publikum.

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BACKTRACK (Eurovideo)

am 22. November 2016 unter Horror, Suspense, mystery abgelegt

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Nach dem Tod seiner Tochter ist Peter Bower bemüht, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Das klappt jedoch nur bedingt. Seine Frau leidet an schweren Depressionen und auch er leidet weiterhin unter dem Verlust. Sein Freund Ducan hat ihm jedoch eine kleine Praxis besorgt, wo er seinem Job als Psychologe weiterhin nachgehen kann. Eines Tages taucht ein kleines Mädchen bei ihm auf, das anscheinend seine Hilfe benötigt, aber nicht reden will. Kaum lässt er sie aus den Augen, ist sie auch schon wieder weg, hat ihm jedoch einen Zettel mit 5 Zahlen hinterlassen. Als er nachforscht entdeckt er, das dieses Datum eines ist, was er längst verdrängt hatte. Dann scheint sich herauszustellen, dass die Patienten die er betreut, gar nicht mehr leben. Peter beginnt an seinem Verstand zu zweifeln.

BACKTRACK ist ein Film, bei dem man Gefahr läuft zu viel zu verraten. Auch ich habe die Zusammenfassung jetzt schon dreimal umgeschrieben, weil man dem Zuschauer ja nicht alles erzählen möchte.

Jedenfalls bekommt man hier einen spannenden Mystery-Thriller serviert, der ohne jegliches Blutvergießen auskommt.

Adrien Brody erinnerte sich wohl daran, dass er ja mal ein ganz guter Schauspieler war, und vielleicht dieses Talent mal wieder abzurufen, statt in tumben Gangsterfilmen (American Heist) herumzustolpern oder Predatore zu erschießen. Hier macht er seine Sache wirklich gut. In einer kleinen, aber feinen Nebenrolle, agiert Sam Neill.

Ein großes Lob geht auch an Regisseur Michael Petroni und seinem Drehbuchautor, die es geschickt verstehen, falsche Fährten zu legen und das ganze mit (teilweise versteckten) kleinen Hinweisen zu versehen.

Der Showdown gerät zwar, im Vergleich zu dem vorher gesehenen, insgesamt ein wenig konventionell, das stört jedoch kaum, da man es hier wirklich schafft, praktisch nur mit Atmosphäre, einen spannenden Film zu präsentieren. Für mich ein kleiner Geheimtipp.

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DER NACHTMAHR (Koch Media)

am 22. November 2016 unter Drama, Horror abgelegt

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Tina ist 17 Jahre alt und ständig in den Berliner Discotheken unterwegs. Doch bei einer Poolparty bricht sie zusammen. Danach ist nichts mehr so wie es war, denn sie hat nun einen Begleiter. Ein kleines merkwürdiges Wesen, das aber anscheinend nur sie sehen kann. Ihre Eltern halten sie für verrückt und überlegen sie in die Klapse zu stecken. Mit der Zeit jedoch gewöhnt sich Tina an ihren neuen Freund, und spürt eine seltsame Nähe, denn seinen Schmerz fühlt auch sie. Doch kann wirklich nur sie dieses Kreatur sehen?

Mit dieser Frage spielt der Film eigentlich die komplette Laufzeit und bildet den zentralen Kernpunkt der Geschichte.

Für einen deutschen Streifen ist DER NACHTMAHR schon reichlich skurril und bricht Genre-Konventionen, wobei ich dieses Tierchen von Anfang an eher putzig, denn abstoßend finde.

Die mir komplett unbekannte Carolyn Genzkow meistert ihre schwierige Rolle hervorragend, denn sie muss gerade im emotionalen Bereich viele verschiedene Facetten zeigen. Das sie im ganzen Film recht heiße Klamotten trägt, dürfte den männlichen Zuschauern zudem gefallen.

Der Film gibt im Vorspann schon eine Warnung, das er ziemlich laut ist und das nervt manchmal wirklich ein bisschen. Am besten sollte man die Fernbedienung bereithalten, denn von einem leisen Gespräch springt der Ton plötzlich auf Hardcore-Techno um – teils ohne Vorwarnung.

Im Internet habe ich gelesen, das der Film gerade einmal 100.000 EURO gekostet hat. Das sieht man ihm nun wirklich nicht an, und so richtig glauben kann ich es auch nicht, denn das ganze wirkt wirklich wie ein professioneller A-Film, nur eben aus deutschen Landen.

Leider fällt es mir schwer eine Bewertung zu verteilen, da ich ja immer versuche, diese einigermaßen neutral zu halten. Ich persönlich finde den Film gelungen, bin aber auch Fan des deutschen Independent-Kinos. Ich bin mir sicher viele werden hier den Kopf schütteln. Ein klassisches Love it or hate it Ding. Daher entfällt die Bewertung.

THE DEVIL YOU KNOW (Tiberius)

am 22. November 2016 unter Drama, Thriller abgelegt

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Zoes Schauspiel-Karriere ist auf dem aufsteigenden Ast. Ihr Problem ist aber, das ihre Mutter, eine ehemalige Diva, imaginär über ihr thront. Diese beendete ihre Karriere, als ihr Mann erschossen wurde. Der Mörder wurde nie gefunden und ein Restverdacht gegen Kathryn blieb immer zurück. Dann bekommt sie wieder Drohbriefe, inmitten den Vorbereitungen zu ihrem geplanten Comeback. Versucht Zoe ihre Rückkehr zum Film zu verhindern oder ist es etwa Kathryns neuer Ehemann?

Die Story hat ein durchaus beachtliches Potenzial. Was man jedoch hier raus macht ist mehr als ernüchternd, denn der Film pendelt hilflos zwischen Mutter-Tochter Konflikt und Möchtegern-Thriller hin und her, ohne jemals in Schwung zu kommen.

Wie man es dann schaffte Rosamund Pike und Lena Olin für diese beiden Rollen zu gewinnen ist mir schleierhaft. Dazu gibt es einen 1-minütigen (!) Auftritt von Jennifer Lawrence, die auf dem Cover aber groß erwähnt wird. Auch deren Auftritt ist mir unerklärlich. Kam sie zufällig mal am Set vorbei? Oder bot man ihre für diese Mörderrolle Geld das sie nicht ausschlagen konnte?

Das dramatische an allem ist, das der Streifen handwerklich absolut sauber inszeniert ist. Die Regie und die Kamera sind exzellent und auch die Atmosphäre stimmt – nur die Geschichte trägt eben den Film nicht, der nach 63 !!!! Minuten mit dem Abspann beginnt.

Fazit: Ein merkwürdiger Film, der einen mit vielen Fragen zurücklässt und die beziehen sich weniger auf die Geschichte sondern auf die Entstehung dieses Streifens.

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EXPOSED (New Ksm)

am 22. November 2016 unter Thriller abgelegt

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Hier der offizielle Pressetext dieses Streifens:

Galban erfährt, dass sein Partner und langjähriger Freund Detective Cullen erstochen wurde, setzt er alles daran, seinen Mörder zu finden. Während der Ermittlungen verfestigt sich die Vermutung, dass Cullen in Drogendeals verwickelt war und nach und nach sterben Leute, die ihn kannten. Cullens Frau Janine und sein Boss versuchen, Galban von weiteren Ermittlungen abzubringen, um Cullens Namen und den Ruf der Polizei nicht zu beschmutzen. Galbans einzige Hoffnung indes ist Isabel, die am Tatort gesehen wurde. Die junge gläubige Frau war Zeugin übernatürlicher Geschehnisse, die sie für ein Wunder hält. Wie Galban kämpft auch Isabel mit den Dämonen ihrer Vergangenheit und es ist Galbans Aufgabe, Licht in ein dunkles Kapitel zu bringen.

Ich muss sagen, das diese Zusammenfassung durchaus gelungen ist und das Geschehene auch gut beschreibt. Was dabei aber verschwiegen wird ist, das der Streifen die Langsamkeit neu erfindet und dieses ewige Gott-Gequatsche einem mit der Zeit tierisch auf den Zeiger geht.

Ich mag Keanu Reeves eigentlich, doch ich glaube dieser Film war wohl das Ergebnis einer verlorenen Wette, denn er spielt dermaßen lustlos, das man glaubt er hätte mindestens 3 Valium inne.

Regisseur Declan Dale hat bislang noch nicht viel gedreht und wenn wir in Zukunft nur solchen langweiligen Unfug erwarten dürfen, dann soll er besser in seinen alten Beruf zurückgehen, was immer er auch gelernt hat.

Wer allerdings Einschlafhilfe benötigt und wie Reeves keine Valium zur Hand hat, wird hier bestens bedient. Nach allerspätestens 20 Minuten ist man sanft entschlummert….na ja ist ja auch was….

2chuckys