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Archiv für den 08. November 2016

SING STREET (Kinowelt)

am 08. November 2016 unter Drama, Komödie abgelegt

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Irland in den Achtzigern. Conor wächst in Dublin auf – seine Familie ist relativ arm und in der Schule ist er auch Außenseiter. Durch seinen Bruder und dessen umfangreicher Plattensammlung, entflieht er durch Musik aus der Tristesse. Dann lernt er eines Tages die hübsche Raphina kennen und bittet sie in dem neusten Video seiner Band mitzuspielen. Die freut sich über das Angebot und sagt zu. Das kleine Problem ist nur: Er hat gar keine Band. Doch die ist schnell gefunden, denn einige andere Jungs, die ebenfalls eher Außenseiter sind, beherrschen zum Glück einige Instrumente. So wird in wenigen Tagen die Band SING STREET geboren. Als sie ein Stück von DURAN DURAN covern meckert Conors Bruder das Kopien sinnlos sind und man eigenes erschaffen muss. Also beginnt Conor Songs zu schreiben und die sind erstaunlich gut.

SING STREET ist ein fantastisches Kleinod. Natürlich richtet sich der Streifen eher an die Generation Ü 40, da jüngere viele Dinge und auch das Lebensgefühl der 80er nicht nachvollziehen können.

Ferdia-Welsh Peelo, der noch nicht eine (!) einzige Filmminute auf seinem Konto hat, spielt Conor so klasse, dass ich mich komplett in ihn hineinversetzen konnte, da er soweit von meiner Person und meinem damaligen Charakter nicht entfernt war. Aber auch die anderen Jungs der Band sind so putzig, das man sie alle sofort totknuddeln könnte.

Eine sensationelle Idee war es, das Conors Bruder sehr viele Stilrichtungen der 80er hört und somit die Band nach jedem neuen Input anders klingt. Zwischen Hall and Oates, Duran Duran, Jam und Cure ist alles dabei.

Zu dem jeweils neuen Song wechselt Colon auch immer das Outfit. Sieht er heute noch aus wie Robert Smith von CURE, gleicht er eine Woche später Tony Hadley von Spandau Ballett. Und auch die Songs klingen dann nach der jeweiligen Band und das ohne billige Plagiate zu sein. Ein interessanter und sehr kreativer Einfall  wie ich finde.

Für die Songs selbst zeichnet Gary Clark verantwortlich, der Ende der 80er Jahr mit der Band Danny Wilson kleinere Erfolge feierte. Da ich beide Alben der Band besitze und sie grandios finde, trifft er natürlich auch genau meinen Nerv. Wobei die Songs so gut sind, das sie so ziemlich jedem 80er Jahre Fan gefallen werden.

Da ich bekanntlich sehr geizig bin bei der Vergabe der Höchstnote, weil mir die in vielen Foren zu leichtfertig gezogen wird, habe ich lange darüber nachgedacht, was ich an diesem Film kritisieren könnte, aber selbst kleinere Dinge, die man beanstanden könnte, werden durch den tollen Gesamteindruck regelmäßig ausgeglichen.

Auf dem Soundtrack, den ich mir besorgen werde, sind übrigens alle Songs der Band drauf, aufgefüllt mit Hits aus den 80ern, allerdings eher welchen aus England, von denen viele nicht wirklich nach Deutschland schwappten. Während JAMS „A TOWN CALLED MALICE“ in England ein Riesenhit war, lief die Nummer hier unter unbekannt.

Vielleicht der beste Film des Jahres: Hier passt einfach alle zusammen von der allerersten Minute. Auch die Synchronisation ist erstaunlich gut ausgefallen. Für alle Menschen 40 + die Musik lieben ein absolutes Muss!!!

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NEON DEMON (Koch Media)

am 08. November 2016 unter Suspense, Thriller, mystery abgelegt

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Wir befinden und in Los Angeles, einer Stadt in der Träume wahr werden können, aber auch genauso viele platzen. Bei Model Jesse sieht es eher so aus, als würde ihrer in Erfüllung gehen, denn sie kommt bei einer sehr angeseheneren Modelagentur unter und alle sind von ihr begeistert. Schnell erklimmt sie den Laufsteg – viel zügiger als die anderen zahlreichen Damen, die ebenfalls dieses Ziel haben. Das schürt natürlich Eifersucht..

Wie fasst man einen Film von Feuilleton-Liebling Refn zusammen? Sobald der Mann etwas neues produziert, springen alle vor Freude in die Luft. Wieso eigentlich? ONLY GOD FORGIVES gehörte zu den beknacktesten Filmen die ich je gesehen habe. Aber das ist ja Kunst. Daher kann der Mann wohl auch 2 Stunden kackende Esel zeigen und alle würden sich überschlagen.

Für seine Verhältnisse hat Refn allerdings einen recht gradlinigen Film geschaffen, der uns die Modelwelt auf eine ganz andere Weise näher bringt, als dies andere Filme taten.

Natürlich stehen auch bei NEON DEMON die künstlerischen Kameraeinstellungen und visuellen Kreationen im Vordergrund, die in Kombination mit den Klängen seines Hauskomponisten Cliff Martinez schon beeindruckende Bilder zeigen. Dem kann man nun wirklich in keinster Weise widersprechen.

Der Streifen selbst ist die letzte halbe Stunde richtig gut, während er sich vorher durchaus das ein oder andere Mal zieht und man den Eindruck gewinnt, das Herr Refn schon ziemlich selbstverliebt seine skurrilen optischen Ideen so lange auskostet, wie es nur geht.

Wieso alle in Schnappatmung verfallen, wenn sie Elle Fanning sehen, kann ich zudem nicht begreifen, was ist an ihr so besonders? Die kleine Schwester von Dakota sieht nett aus. Das wars aber auch. Die Rolle von Keanu Reeves ist zudem auch irgendwie sinnfrei.

So ist es (nimmt man Drive mal aus) wie bei jedem Film des Regisseurs. Eine einheitliche Bewertung des Films ist nicht möglich. Leute die gerne Kunstwerke sehen, werden begeistert sein, andere, die einen Filme zur Unterhaltung schauen, nur den Kopf schütteln.

P.S.: Das Interview mit Refn sollte man sich aber mal geben, der Mann wirkt als hätte er zuviel Crystal Meth genommen, aber das gehört sich wohl so bei einem Künstler.

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REAL HUMANS – STAFFEL 2 (WVG)

am 08. November 2016 unter SciFi, Suspense, TV-SERIE abgelegt

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Da jeder der Staffel 2 schaut auch den ersten Teil gesehen hat, hier nur eine ganz kurze Zusammenfassung: Menschliche Roboter, sogenannte Hubots, gehören (ähnlich wie in I ROBOT) zum Alltag der Menschen, weil sie ihnen viel Arbeit abnehmen und sich z.B. auch in der Krankenpflege bewährt haben. Doch unter den Robotern gibt es auch einige, die sogenannte freie Hubots sind, also keinem Menschen gehören und die haben ein Eigenleben entwickelt und keine Lust mehr den Hampelmann für andere zu spielen…

Soweit eine allgemeine Kurzfassung. Jetzt zur Staffel: Die befreiten Hubots haben sich in alle Winde zerstreut. Mimi lebt inzwischen recht glücklich bei einer Familie, die sie nicht als Haushaltshilfe, sondern als vollwertiges Familienmitglied sieht. Flash hat sich sogar verliebt und heiratet ihren Liebsten, obwohl dieser weiß, das sie ein Hubot ist. Gordon irrt nach dem Ableben seiner Freundin in der Gegend herum, während Bea weiterhin den Code ihres Schöpfers sucht, damit sie endlich ein richtiger Mensch sein kann und durchaus auch ihre dadurch gewinnende Macht zu Gunsten der Hubots einsetzen will.

Wer die erste Staffel nicht gesehen hat, der versteht in der Fortsetzung absolut nichts, denn alles baut auf dieser auf. Selbst ich hatte erst Probleme dem Geschehen zu folgen, da die Veröffentlichungs-Zeitpunkte der beiden Staffeln doch recht lange auseinander lagen.

Die Ereignisse setzen etwa ein halbes Jahr später an und immer wieder schaffen es die Macher besonders originelle Ideen einzubauen. Es gibt zum Beispiel mittlerweile Menschen die sind „Trans-Human-Sexuell“, verlieben sich also nur in Hubots, wie etwa Tobbe.

Es gibt eine Partei die gegen die Hubots kämpft und Jugendliche rekrutiert, die gegen diese Spezies sind und sie gnadenlos bekämpfen.

Zudem wird die Frage gestellt,ob ein freier Hubot in der Lage ist, ein Kind alleine zu erziehen.

Da haben sich die Macher wieder jede Menge interessanter Dinge einfallen lassen und schaffen es, die recht hohe Qualität des Vorgängers zu halten. Lediglich das Camp, in dem Menschen gegen Hubots Paintball spielen, finde ich etwas weit hergeholt.

Wir warten auf Staffel 3, denn diese hier endet mit einem derben Cliffhanger. Hoffentlich geht es diesmal etwas schneller….

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RUNNING GIRL (Tiberius)

am 08. November 2016 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Holly ist ein ungewöhnliches Mädel. Sie sieht zwar gut aus, hat aber wenig Lust auf Typen, sondern hackt lieber im Internet alle möglichen Accounts, zum Beispiel auch den der Krankenkasse, so dass ihre Großmutter die wichtigen Medikamente bekommen kann. Aber auch so jemand muss mal raus, also lässt sie sich von ihrer besten Freundin überreden auf eine Party zu gehen. Während sich Holly gut unterhält, reißt ihre Freundin einen Typen auf. Als diese in einem Nebenraum verschwinden, stirbt diese, weil ihr neuer Lover ihr zu viele K.O.- Tropfen eingeflößt hat. Der Täter macht schnell die Biege, während die Polizei feststellt, das Holly erst 17 ist und eigentlich in ein Heim gehört. Zudem gibt man ihr eine gewisse Mitschuld an dem Tod ihrer Freundin. Sie soll vorerst in einen Knast überführt werden, doch eine andere Insassin des Polizeiautos wird von ihrem Freund befreit. Holly ergreift ebenfalls die Flucht und versucht auf ihre Weise die Unschuld zu beweisen.

Eine 17-jährige die aussieht wie 24, nix mit Typen am Hut hat, sondern nur am Hacken ist und in Sachen Intelligenz die Reife einer 30-jährgen besitzt. Tja diese Pille muss man schlucken, wenn man sich diesen Film anschaut.

Nimmt man das den Filmemachern ab, bekommt man einen erstaunlich spannenden und teilweise sogar wirklich originellen Thriller geboten, in dem Marie Avgeropoulos ihre Rolle wirklich klasse meistert. Doch die Frau ist 30 Jahre alt!!! Sie als eine 17-jährige zu besetzen finde ich schon etwas arg übertrieben, daher habe ich mir ihr Alter während des Film weggedacht.

Die Spannungskurve steigt ständig und auch ihre Versuche den Mörder selbst zu finden und dabei immer wieder mit der Polizei per Skype in Verbindung zu treten und sie über ihre neusten Ermittlungserfolge zu informieren hat was.

Den Lover/Killer spielt Casper van Dien, der normalerweise Garant dafür ist, das der Film Mist ist. Doch dem ist in diesem Fall mitnichten so. Auch die Idee mit den langen Fingernägeln, wegen des Gitarrenspiels habe ich so noch nicht gesehen und hat einen entscheidenden Einfluss auf die Geschichte.

Fazit: Überraschend unterhaltsamer Streifen, bei dem man bei den Künsten der Hauptdarstellerin allerdings mehrmals über Logik hinwegsehen muss, aber das hat ja bei FACE OFF auch niemanden gestört.

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