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Archiv für den 11. Oktober 2016

GREEN ROOM (Universum Film)

am 11. Oktober 2016 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Den Rockn Rollern von Ain’t Rights wurde ein Gig in einer Kneipe in einem amerikanischen Kaff vermittelt. Dort angekommen fühlt man sich nicht gerade wohl, denn das Publikum besteht nur aus Skinheads, viele davon den Nazis nicht gerade abgeneigt. Aber die Bezahlung ist gut, also quält man sich durch den Auftritt. Als man die Location wieder verlassen will, fällt der einzigen Dame des Quartetts auf, das sie ihr Handy vergessen hat. Ihr Kumpel will es schnell holen, doch als er die Tür öffnet sieht er eine Tote dort liegen, der ein Messer in den Schädel gerammt wurde. Zeugen kann man hierfür nicht gebrauchen und auch wenn der Obermacker Darcie verspricht die Band nach dem alles „erledigt ist“ gehen zu lassen verbarrikadiert sich die Kombo gemeinsam mit der Skin-Braut Amber, der besten Freundin des Opfers, im Backstageraum. Doch eigentlich können sie ihr Testament machen, denn wie sollen sie hier wieder rauskommen?

Aus dieser eigentlich sehr simplen Grundstory zaubert Regisseur Saulnier einen kleinen, wirklich fiesen Thriller, der insbesondere gegen Ende auch noch extrem brutal wird.

Nach 20 Minuten fragte ich mich, wie man diesen Streifen nun noch auf Filmlänge bekommen will. Zu begrenzt schienen mir die Möglichkeiten. Doch das durchaus clevere Drehbuch hält einiges an Wendungen bereit.

Patrick Stewart als Obergangster, eine Rolle, die wir von ihm ja nun gar nicht kennen, liefert einen tollen Job ab, ebenso, die Jungs und Mädels der Band, die trotz der Gefahr die lauert, immer noch so agieren, wie man es sich vorstellt, wenn es ums nackte Überleben geht und nicht nur panisch rumblöken.

Unter ihnen auch der mit 27 Jahren verstorbene Anton Yelchin, der (wie immer) grandios aufspielt. Eine absolute Schande, das der Kerl so früh von uns ging und dann auch noch durch einen so dämlichen Tod (wurde von seinem eigenen Auto eingequetscht).

Die Farben sind zudem sehr trist gehalten, es gibt hier keine einzige wirklich bunte Szene und unterstreichen damit das rundum gelungene Ambiente. Auch das Porträt der Skinheads, die in vielen Film ja als hohl und doof präsentiert werden, ist hier absolut gelungen.

Fazit: Einer der besten Filme die ich dieses Jahr gesehen habe. Spannend, brutal und durchaus clever, gespickt mit morbiden Einfällen. Klasse!!!

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DER GEIST UND DIE DUNKELHEIT (Splendid)

am 11. Oktober 2016 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Obwohl der Film sicherlich den meisten bekannt sein dürfte, hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung:

Im Jahre 1898 soll der junge Architekt John Patterson im Auftrag einer englischen Eisenbahngesellschaft eine Brücke über den Fluss von Tsavo bauen. Die Briten haben dabei Konkurrenz von anderen Staaten, denn das Projekt beinhaltet sehr viel Prestige. Allerdings ist das vor Ort noch das kleinste Problem, denn dort richten zwei menschenfressende Löwen ein enormes Chaos an und hinterlassen eine blutige Spur, so dass die Arbeiter ihren Job hinwerfen. Mit der Unterstützung des grantigen Jägers Remington versucht Patterson das Problem zu lösen. Doch die Viecher sind ziemlich schlau.

DER GEIST UND DIE DUNKELHEIT ist einer der Filme die auf meiner Warteliste standen (da befinden sich allerdings immer noch gefühlt 200 andere Streifen). Diese Lücke wäre jetzt auch gefüllt und zwar wesentlich besser als gedacht.

Das Bild ist fast schon sensationell zu nennen – an manchen Stellen schon fast plastisch. Vor allem in den dunklen Einstellungen sieht man nicht einen Hauch von Grieseln – da gibt es neuere Produktionen deren Schwarzwerte wesentlich schlechter sind.

Auch beim Ton rummst es gewaltig. Insbesondere wenn die Löwen auf den Plan treten, haben die Boxen gut zu tun. Auch wenn das heute bei neuen Produktionen natürlich noch etwas mehr Power hätte, ist auch der Ton als sehr gut zu bewerten.

Allerdings meckern einige Leute in den Foren das der Originalton nicht dabei ist. Warum das so ist vermag ich nicht zu sagen, aber es stört mich eben auch nicht, zumal die Synchronisation absolut gelungen ist und beide Hauptdarsteller ihre bekannten Sprecher haben.

Zudem hat man tatsächlich auch noch ein wenig Bonusmaterial ausgegraben. Es gibt eine B-Roll, den Trailer und Interviews mit den Darstellern und dem Regisseur Stephen Hopkins, der sich mittlerweile mehr der Arbeit beim TV verschrieben hat. Kilmer wirkt allerdings, als hätte er ein wenig viel gekokst.

Zudem wurde der Film auf diversen Seiten schon für 10 EURO gesichtet.

Daher kann ich hier nur sagen, das es sich um sehr gutes Gesamtpaket handelt. Jeder der den Film nicht besitzt, sollte ihn sich in dieser Version zulegen. Doch es lohnt sich für den Preis auch ein Update, denn das Bild ist schon sehr gelungen und damals gab es auch keinerlei Bonusmaterial. Zugreifen!!!!

SCHERZO DIABOLICO (Donau Film/Alive)

am 11. Oktober 2016 unter Drama, Horror abgelegt

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Der unscheinbare Anwalt Aram hat daheim ständig Ehekrach, weil er viel zu viele unbezahlte Überstunden macht. Doch dem will er nun ein Ende setzen. Er entführt die Tochter seines Chefs und quält diese mit Essensentzug und Nacktaufnahmen. Irgendwann lässt er sie aber frei, auch weil es ihm einfach nicht im Blut liegt, so etwas längere Zeit durchzuziehen. Doch das hat gereicht, da sein Chef sich nicht mehr seinen Aufgaben widmen kann und gefeuert wird. Aram übernimmt seinen Platz und hat nun das Leben, welches er sich schon lange ersehnt hat. Doch er hat nicht mit der Rache seines Opfers gerechnet, denn leider war sein Verbrechen nicht perfekt.

Ich weiß gar nicht, ob ich jemals einen Film aus Mexiko gesehen habe. Wenn, dann kann ich mich nicht mehr erinnern.

Der Streifen wirkt keineswegs billig und hat auch keinen dilettantischen Look, so dass man ihn in die B-Movie Ecke verfrachten würde. Ich denke eher, dass er für die Verhältnisse des Landes schon eine relativ große Produktion war, es sei denn ich unterschätze hier die Filmindustrie von Mexiko.

Erstaunlich ist die sehr gute Synchronisation, denn Donau Film ist eine eher kleine Firma. Da sieht man aber, das, wenn man sich etwas Mühe gibt, so etwas auch nicht Unmengen Geld verschlingen muss.

Im ersten Abschnitt bekommen wir hier eher ein Drama geboten über einen Mann, der alles versucht, es aber keinem wirklich recht machen kann, während es im zweiten Teil derbe zur Sache geht und der Blutzoll enorm ansteigt. Das der Film so über die FSK kam grenzt an ein Wunder, denn insbesondere zwei Szenen sind schon recht derbe.

Der Film ist durchweg nur mit klassischer Musik, von recht bekannten Komponisten, unterlegt, was zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, im Laufe des Films aber sogar eine gewisse Bedeutung erlangt.

Fazit: Nichts für die breite Masse, aber auch nichts für die Trash-Fraktion und daher schwer zu empfehlen. Ich persönlich fand ihn überraschend gut. Und für die Schlussszene gibt’s nen halben Chucky extra, die ist nämlich absolut klasse.

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