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Archiv für den 06. Oktober 2016

BODY (Splendid)

am 06. Oktober 2016 unter Horror abgelegt

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Die Geschichte dieses Streifens ist schnell erzählt. Weihnachten steht vor der Tür und die besten Freundinnen Cali, Holly und Mel wollen den Abend nicht zu Hause verbringen, deshalb lädt Cali ihre beiden Freundinnen mit in das Haus ihres Onkels ein um da ein wenig die Sau rauszulassen, da dieser im Urlaub weilt. Die kleine Party macht anfangs auch Spaß, doch dann erscheint ein Überraschungsgast, der auf recht unglückliche Weise zu Tode kommt. Nun haben die Damen ein Problem, denn wohin mit der Leiche? Zudem sind ja überall ihre Fingerabdrücke im Haus. Doch das ist noch das kleinste Übel, denn die angebliche Leiche lebt noch. Und das Haus ist gar nicht Calis Onkel, sondern sie ist hier nur Babysitter. Was jetzt?

Und genau von der Antwort auf diese Frage lebt dieser kleine Streifen, der wirklich Spaß macht, auch wenn das Gequatsche der Herrschaften anfangs etwas nervt, doch dann mutiert das alles zu einem wirklich unterhaltsamen Filmchen.

Die besondere Problematik besteht darin, das alle drei unterschiedliche Meinungen haben, wie man denn nun am besten vorgehen sollte und jede versucht, eine der anderen auf ihre Seite zu ziehen.

Die Wendungen sind teilweise durchaus überraschend und passieren praktisch im 5-Minutentakt ohne dabei aber zu unglaubwürdig zu wirken.

Die Darstellerinnen sind in Ordnung, hauen aber einen auch nicht vom Hocker, was in diesem Fall aber auch nicht wirklich relevant ist , da das wirklich gute Drehbuch für sich selbst spricht.

Obwohl der Spuk nach nur 70 Minuten vorbei ist (der Abspann ist sehr lange) oder vielleicht auch gerade deswegen. ist BODY eine extrem kurzweilige Sache, die dann gegen Ende durchaus auch etwas blutiger wird, wobei die FSK Freigabe etwas übertrieben ist.

Fazit: Kleiner, garstiger Streifen mit netten Wendungen und überraschend hohem Unterhaltungswert.

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DAS JERICO PROJEKT (Splendid)

am 06. Oktober 2016 unter Action, SciFi, Thriller abgelegt

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Einen Großteil seines Lebens hat Jerico im Knast verbracht. Durch eine seltene Gehirnkrankheit ist er nicht in der Lage Empathie für jemanden oder etwas zu entwickeln. Da er den Staat schon ne Menge Geld gekostet hat, beschließt man, dass er nun mal etwas davon zurückgeben sollte. Durch eine neuartige Operation soll es gelingen, das Wissen des verstorbenen Agent Pope auf ihn zu übertragen, der als einziger den Aufenthaltsort von Jan Stroop kannte, der eine gefährliche Software entwickelt hat, die in den falschen Händen zu einem Weltkrieg führen könnte. Da Jerico auch die emotionalen Verhaltensweisen von Pope mit übertragen bekommt, stürzt ihn das in ein totales mentales Chaos. Mit der Zeit jedoch lernt er diese neuen Dinge zu kontrollieren. Doch es steckt trotzdem noch immer sehr viel von Jerico in ihm – und das ist nicht gut.

Diese Geschichte als hirnverbrannt zu bezeichnen, wäre noch deutlich untertrieben. Aber wenn man das im Vorfeld weiß und das einfach als gegebene Tatsache hinnimmt, bekommt man einen grundsoliden Thriller geboten, der allerdings meiner Meinung richtig falsch besetzt ist.

Costner als Schwerverbrecher? Sorry aber das passt einfach nicht. Da hätte ich lieber Gary Oldman genommen, der hier den Geheimdienst-Direktor gibt. Und Tommy Lee Jones hätte bei mir dessen Part bekommen und Costner den des Arztes, den Jones spielt. Meiner Meinung nach wäre das die ideale Besetzung für die Personen gewesen, denn keiner kann einen Psychopathen so gut spielen wie Oldman und Costner in der Rolle eines empathielosen Verbrechers? Naja.

Zu diesen drei Hochkarätern gesellen sich auch noch Ryan Reynolds und Gal Gadot. Das reicht normalerweise für 3 Filme und vielleicht ist das auch mit der Grund wieso der Film in meinen Augen solide aber nicht überragend ist.

Die ohnehin schwer verdauliche Geschichte wird zudem noch mit teilweise etwas wirren Twists unnötig verlängert. So gerät der Streifen mit fast zwei Stunden zudem etwas zu lang.

Fazit: Gut anschaubar und grundsolide erwartet man bei der Besetzung insgesamt aber doch etwas mehr, als das was unter dem Strich bei rauskommt. Den ähnlich gelagerten FACE OFF schlägt er jedoch um Längen.

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MR. COLLINS ZWEITER FRÜHLING (Koch Media)

am 06. Oktober 2016 unter Drama, Komödie abgelegt

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Obwohl Danny Collins noch immer ein treues Stammpublikum hat, ist er des Tourens müde. Zudem hat er seit 20 Jahren keinen einzigen neuen Song mehr geschrieben. Als er es dann endlich versucht, gehts komplett in die Hose, denn die Fans sind eben mit gealtert und wollen nur die ollen Kamellen hören. Da bekommt er von seinem Manager einen Brief überreicht, den ihm John Lennon 1971 geschrieben hat, der ihm aber vorenthalten wurde. Dieser verändert sein Leben und seine Einstellung. Er sagt die Tour ab und versucht Kontakt zu seinem 30jährigen Sohn zu bekommen, dem er immer nur Geld geschickt, aber nie getroffen hat. Doch der ist wenig begeistert, das Daddy Interesse zeigt. Lediglich die Hotelmanagerin erkennt, dass in Danny ein ganz anderer Mensch steckt, als der, den er vorgibt zu sein.

KOCH MEDIA veröffentlicht in letzter Zeit einige dieser sogenannten FEELGOOD-FILME und beweist dabei ein recht sicheres Händchen.

Natürlich ist die Geschichte sehr konstruiert, aber dennoch originell und absolut überragend besetzt. Pacino spielt den angestaubten Musiker mit Verve, wandelt dabei aber oftmals haarscharf am Overacting vorbei, was bei ihm eher selten ist. Trotzdem kann niemand der nüchtern ist, einen Betrunkenen so gut spielen wie Pacino.

Ein weiteres Highlight ist der mittlerweile 85 jährige Christopher Plummer, den man sich wirklich perfekt als Pacinos Manager vorstellen kann und der für sein Alter erstaunlich fit wirkt. In Nebenrollen gibt es dann noch Jennifer Garner und Annette Benning zu bewundern. Nicht schlecht der Cast – für so einen kleinen Film.

Die Wandlung des Hauptdarstellers ist durchaus nachvollziehbar und obwohl der Streifen deutlich mehr in Richtung Drama driftet, sind doch einige humorvolle Momente dabei, wobei der Bus von Collins die Grenze des guten Geschmacks deutlich unterschreitet.

Das Ende hat mir sehr gut gefallen, denn es bleibt relativ offen und der Zuschauer kann sich den Rest selbst ausmalen. Sogar eine Fortsetzung ist denkbar.

Unter dem Strich eine nette Geschichte mit guten Darstellern und sehr schönem Soundtrack, da man hier auch viele Lennon Stücke eingestreut hat.

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THE VVITCH (Universal Pictures)

am 06. Oktober 2016 unter Horror abgelegt

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Neuengland, 1630. Farmer William findet, gemeinsam mit Frau Katherine und den fünf Kindern, ein neues Zuhause auf einem abgelegenen Stück Land, nahe eines düsteren Waldes, nachdem er aus seinem Dorf verstoßen wurde.
Bald kommt es zu beunruhigenden Vorfällen: Tiere verhalten sich aggressiv, eines der Kinder verschwindet, während ein anderes von einer dunklen Macht besessen zu sein scheint. Die älteste Tochter Thomasin wird der Hexerei beschuldigt. Als sich die Lage immer weiter zuspitzt, werden Glaube, Loyalität und Liebe jedes einzelnen Familienmitgliedes auf eine schreckliche Probe gestellt.

Nichts Neues an der Mittelalter-Horrofront, wie immer sind die Wälder und die Hexen schuld an allem. Nur leider geht dieser Versuch hier völlig in die Hose.

Was vor allem nervt sind diese grausigen Dialoge. „Du bist Sünder, ich bin Sünder, Gott wird dich strafen, wir sind unwürdig“ usw.usw.. So unterhalten die sich die ganze Zeit und das geht einem irgendwann so auf den Zeiger, das man auf den Rest des Filmes kaum mehr achtet.

Die Atmosphäre und die Farben passen sehr gut, doch die retten das Ganze dann auch nicht, denn neben dem Bibelgeseier ist der Streifen auch noch ziemlich langweilig. Hier hat man nicht ungeschickt einen Trailer gezimmert, der nach deutlich mehr aussieht, als das was unter dem Strich rauskommt.

Vielleicht für Gottesgläubige und Bibelfetischisten geeignet, ich kann hiermit absolut nichts anfangen.

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