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UNTER DEM SAND (Koch Media)

280507

Wir schreiben das Jahr 1945. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende und die Deutschen haben diesen verloren. Allerdings ist der Horror für manche noch nicht vorbei, denn deutsche, junge Soldaten, teilweise noch Kinder, sind nun Kriegsgefangene in Dänemark. An den Stränden des Landes liegen geschätzte 2 Millionen Minen und die Soldaten sind dazu auserkoren, diese alle zu entschärfen. Der Film konzentriert sich auf ein Dutzend von ihnen, die in einem Gebiet am Nordseestrand 45000 Minen entfernen sollen. Dafür garantiert man ihnen dann die Ausreise nach Deutschland, was bei diesem Todeskommando jedoch nur eine kleine Hoffnung ist. Der teils sadistische Aufseher Carl, entwickelt jedoch mit der Zeit freundschaftliche Gefühle für die Jungs, doch das hilft auch nichts – die Minen müssen alle entschärft werden, erst dann naht die Freiheit. Aber tut sie das wirklich?

Und die nächste Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht, aber selbst in Dänemark nicht sehr bekannt ist, da sich das Land für diese Aktion schämt. Auf der anderen Seite kann man auch verstehen, das man dafür nicht die eigenen Leute nahm, sondern diejenigen, die auch für den Krieg und die große Ansammlung der Minen mitverantwortlich waren.

Und das ist das interessante an dem Film von Zandvliet. Er ergreift für keine der beiden Graupen Partei, sondern überlässt diese (durchaus schwierige) Wahl dem Zuschauer.

In den Extras erfährt man, das nahezu der gesamte Film mit Handkamera gedreht wurde, was ich gar nicht glauben kann, denn auch während Sturm und den sehr schönen Aufnahmen des Strandes, wackelt die Kamera nicht einen Moment.

Schauspielerisch gibt es auch absolut nichts auszusetzen. Während der Dreharbeiten waren die Jungs wohl auf ähnlich engem Raum untergebracht wie im Film selbst, was diese wohl auch unglaublich zusammenschweißte. Sämtliche Darsteller agieren wirklich wie ein Team.

Für Roland Möller ist es im zarten Alter von 43 Jahren die erste Hauptrolle überhaupt. Da sind einige der jungen Soldaten schon wesentlich bekannter bei uns, wie zum Beispiel Joel Basman, den man in Deutschland schon in vielen Hauptrollen gesehen hat.

Fazit. Eine noch nie verfilmte (Ausnahme eine Doku) wahre Geschichte, die von tollen Darstellern und einer schönen Atmo getragen wird. Zudem sind die Dialoge sehr realistisch und die Handlungsweisen nachvollziehbar. Für mich ein Geheimtipp für Menschen die dem Mainstream entfliehen wollen, denen aber Kunstfilme zu gestelzt sind.

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