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Archiv für den 20. September 2016

THE ARDENNES (Meteor/ALIVE)

am 20. September 2016 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

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Dave und sein großer Bruder Kenny haben gemeinsam einen Überfall verübt, der allerdings letzteren 4 Jahre seines Lebens kostete, denn er wurde von der Polizei geschnappt. Als er wieder aus dem Gefängnis kommt, hat sich vieles verändert. Zudem hat sich bei ihm allerlei Frust gestaut und er haut daher ganz schön auf die Kacke. Auch seine Mutter hat ihm nicht wirklich verziehen. Dave hat sich mittlerweile ehrlicher Arbeit gewidmet und arbeitet als Autowäscher. Er schleust seinen Bruder dort auch ein, doch nach einer Schlägerei werden beide entlassen. Zudem ist Dave nun mit der ehemaligen Freundin seines Bruders zusammen. Als der das herausfindet kommt es zu einem tödlichen Kampf.

Aus Belgien fallen mir genau zwei gute Filme ein, nämlich das Original von LOFT, sowie der grandiose ALZHEIMER CASE. Ansonsten bekommt man von der Filmindustrie in dem 11 Millionen Einwohner-Land wenig mit.

The Ardennes ist ein zweischneidiges Schwert, denn anfangs zieht sich das doch etwas hin und hat mit einem Thriller nur sehr wenig zu tun. Hier steht die Wiedereingliederung Kennys im Vordergrund. Das ist zwar ordentlich erzählt, aber bisweilen etwas langatmig.

Nach ca. 50 Minuten jedoch fiel Regisseur Pront dann aber mal auf, das er seinem Steifen mal etwas mehr Tempo mit auf den Weg geben sollte und präsentiert uns dann plötzlich 40 fulminante Minuten in den Ardennen (daher der Name), die mit einem absolut gelungenen Schlusstwist enden.

Wir wünschen uns ja immer Charakterzeichnung, aber hier ist das ganze wirklich etwas lahm in Szene gesetzt. Der zweite Teil des Streifens entschädigt jedoch wirklich für sehr vieles und beschert dem Film doch noch 5 Chuckies.

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EXPERIMENTER (Lighthouse)

am 20. September 2016 unter Biopic, Drama abgelegt

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Wir befinden uns an der Yale Universität im Jahr 1961: Verhaltensforscher Stanley Milgram führt hier ein umstrittenes Experiment durch. Verschiedene Probanden stellen einem anderen, der im Zimmer gegenüber sitzt, Fragen, die er beantworten muss. Bei jeder falschen bekommt der andere einen Stromschlag, dessen Intensität sich jedes mal erhöht. Das interessante Ergebnis dieser Studie war, das die meisten trotz Gewinsel auf der anderen Seite das Experiment durchzogen, das im Endeffekt aber vollkommen harmlos war, da die Person im Nebenraum gar keine Stromschläge erhielt, sondern ein Mitarbeiter von Milgram war. Die Testpersonen selbst rechtfertigten sich, das sie ja nur den Anweisungen des Psychologen folgten, der anwesend war. Auch Milgrams Frau Tasha ist der Meinung, das das Experiment wegweisend ist und unterstützt ihren Mann, der in der Öffentlichkeit stark umstritten ist.

EXPRIMENTER ist ein Biopic über den Verhaltensforscher Stanley Milgram, der dies alles auch wirklich durchführte. Im Laufe des Streifens bekommt man auch noch andere Experimente serviert, die er ausprobierte, wobei ich das mit dem Brief am interessantesten fand.

Das ich nach dem Film anfange zu googlen, ist immer ein gutes Zeichen, denn ich fand diesen Menschen sehr interessant und der Film ist auch wirklich so aufgezogen, dass man sich danach noch stundenlang mit dem Thema beschäftigen kann.

Peter Sarsgaard hatte in seinem ganzen Schauspielerleben sicher noch nie so viel Text, denn neben den Dialogen im Film, teilt er aus dem Off dem Zuschauer seine persönlichen Gedanken mit. Das ist sicher anfangs gewöhnungsbedürftig, passt aber hervorragend zu dem Streifen.

Selbst Winona Ryder deren Overacting in STRANGER THINGS mir etwas auf den Zeiger ging, spielt überraschend zurückhaltend. In Nebenrollen agieren Anthony Edwards, Dennis Haysbert und John Leguizamo. Nicht gerade schlecht die Besetzung.

Zeit seines Lebens galt Milgram als umstritten. Viele fanden seine Experimente faszinierend, andere eher abstoßend. Er war zudem eine Arbeitstier und verstarb viel zu früh mit gerade einmal 51 Jahren an seinem FÜNFTEN !!! Herzinfarkt.

Dieser Film stellt eine gelungene Hommage an ihn dar.

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MEKONG RUSH (Universum Film)

am 20. September 2016 unter Action, Thriller abgelegt

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In einem Krankenhaus in Laos hilft Dr. John Lake der armen Bevölkerung. Eines Abends findet er ein Mädchen am Strand, welches offensichtlich missbraucht wurde. Bei der Schlägerei mit dem vermeintlichen Vergewaltiger, kommt dieser um. Nachdem die Leiche des Herren von Dorfbewohnern gefunden wird, sperrt die Polizei die Ausreisemöglichkeiten der Insel. Dann stellt sich heraus, das der Tote auch noch der Sohn des australischen Senators ist und John erkennt, das er hier in eine ziemlich große Scheiße geraten ist. Also flieht er aus seinem Quartier, doch schnell hat die Polizei die Verfolgung aufgenommen. John muss über den Mekong und versuchen Thailand zu erreichen, doch das ist nicht so einfach.

Und wieder einmal taucht ein neuer Sutherland in den Credits auf, ebenfalls mit einem merkwürdigen Vornamen namens Riff. Ich kannte ihn nicht, ist aber wohl der Halbbruder von Kiefer. Schauspielerisch kann er ihm allerdings nicht im Ansatz das Wasser reichen.

Der Film insgesamt ist eigentlich recht gelungen. Im Internet wird gemeckert, das die Handlungsweisen des Protagonisten teilweise dämlich wären. Ich finde gerade das gut, denn welcher Mensch verhält sich in denn in so einer Situation schon rational?

Im Endeffekt konzentriert sich der Film die ganze restliche Laufzeit nach der Vergewaltigung auf die Flucht des Protagonisten, was an der einen oder anderen Stelle ein wenig langatmig gerät. Dafür bekommt man gegen Ende eine wirklich überraschende Wende kredenzt.

Vielleicht hätte sich der Regisseur entscheiden sollen, was er nun möchte. Ein Drama, einen Thriller oder einen Actionfilm, denn so ganz klappt die Fusion der Genre nicht, was allerdings nicht heißt das der Film nicht unterhaltsam wäre.

Zudem gibt es schöne Aufnahmen von Laos…..

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UNFALL IM WELTRAUM (Koch Media)

am 20. September 2016 unter Klassiker, SciFi abgelegt

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Als Forscher einen neuen Planeten entdecken ist die Überraschung groß. Das Ganze wird um so verwirrender, als man erkennt, dass dieser die gleiche Umlaufbahn wie die Erde hat – nur haargenau gegenüber. Deshalb wurde dieser auch nie entdeckt. Nach einigen Schwierigkeiten mit der Finanzierung werden jedoch der beste Astronaut der Welt und ein Astrophysiker losgeschickt um den neuen Planeten zu erkunden. Nach 3 Wochen im Hyperschlaf steht man kurz davor die zweite Erde zu erreichen. Bei der Landung passiert ein folgenschwerer Unfall. Danach ist nichts mehr wie vorher….

Also dieser Streifen bekommt auf einschlägigen Seiten im Internet durchweg gute Bewertungen, denen ich mich sogar anschließen würde, was ich bei „alten, neuen“ Filmen normalerweise nicht tue, doch auch für meine Person war dieser Streifen eine Neuheit. Ich habe noch nie etwas davon gehört.

Für die damalige Zeit bekommt man sogar sehr anständige Effekte geboten, was mich ebenfalls sehr überrascht hat. Auch die Geschichte ist durchaus originell und mich wundert, dass hiervon nie ein Remake gedreht wurde.

Die Bildqualität ist unglaublich. Besonders in den Szenen die sich in den Räumlichkeiten befinden, ist das Bild glasklar und erreicht hierbei fast die Qualität einer Neuheit. Auch der Ton rummst durchaus ordentlich – dazu gibt es ein sehr schönes Steelbook. Die seltenen kleinen Blitzer kann man getrost bei der Bildbewertung übergehen.

Schauspielerisch ist der Streifen zwar nicht überragend, interessant aber das Loni von Friedl (damals eine wirklich hübsche Person) in diese Produktion geriet: Wie wird wohl auch ihr Geheimnis bleiben.

Auch die Ausstattung weiß zu gefallen und erinnert ein wenig an 2001 oder auch an die Enterprise, irgendwie putzig die Klamotten.

Fazit: Überraschend guter Sci-fi Film, der absolut top restauriert wurde. Aber das ist man von KOCH ja fast schon gewohnt.

REDISTRIBUTORS – DIE UMVERTEILER (Lighthouse)

am 20. September 2016 unter Thriller abgelegt

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Liz arbeitet in der PR-Abteilung eines großen Rüstungskonzerns. Eines Tages gelangen geheime Informationen an die Presse ,und der Verdacht fällt sofort auf sie. Die an die Öffentlichkeit gedrungenen Geheimnisse könnten das Ende der Firma einläuten. Also heuert man Söldner an, um Madame zu finden, die sich aus dem Staub gemacht hat. Die Bosse gehen davon aus, das sie noch über eine Kopie dieser dubiosen Informationen verfügt. Sie findet Unterschlupf bei ihrem Bruder der sich einer Hackerorganisation angeschlossen hat, die sich selbst „Die Umverteiler“ nennen. Diese hacken sich in die Anlagen großer Konzerne ein und und versuchen diese bloß zu stellen, da kommt Liz mit ihren Infos gerade recht. Doch der Rüstungskonzern geht nicht zimperlich mit Mitwissern um.

Filme über Hacker sind ja im Moment groß in Mode. Auch dieser Streifen springt auf diesen Zug auf, ohne jedoch die Klasse der Vorbilder zu erreichen. Dazu ist die Geschichte ein wenig unlogisch und erscheint an manchen Stellen doch sehr weit hergeholt.

Die Darstellerin der Liz liefert eine ordentliche Leistung ab, ebenso der Darsteller des Bruders. Der Rest bekleckert sich nicht mit Ruhm und auch die Synchronisation haut einen nicht wirklich vom Hocker.

Zudem zieht sich der Film nach recht rasantem Beginn doch etwas in die Länge Wieso man Liz verschont, verstehe ich auch nicht wirklich. Normalerweise ballern Söldner ihren Gefangenen einfach ein Loch in den Kopf und dann ist Ruhe. Das stößt auch am Ende etwas unangenehm auf, welches ich jetzt nicht verraten möchte.

Fazit: Netter kleiner Film für zwischendurch. Wer Filme mit der Thematik mag, sollte lieber auf WHO AM I oder SNOWDEN zurückgreifen.

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