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Archiv des Monats August 2016

DARK TOUCH (ALIVE)

am 23. August 2016 unter Horror abgelegt

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Bei einem grauenhaften Massaker in ihrem Elternhaus ist die elfjährige Niamh die einzige Überlebende. Während das Mädchen immer wieder erzählt, dass es das Haus selbst war, das dies anrichtete, verfolgt die Polizei natürlich eine irdische Spur. Niamh kommt übergangsweise in einer befreundeten Nachbarsfamilie unter. Doch auch hier gibt es reihenweise mysteriöse Vorfälle, die man sich nicht erklären kann. Liegt es womöglich an dem Mädchen selbst, welches über ihr unbekannte Kräfte verfügt?

Mit dieser Frage beschäftigt man sich die ganze Zeit, besonders wenn Niamh anfängt zu weinen. Das kleine Mädchen spielt ihre Rolle ausgezeichnet, so dass man wirklich nicht aus dem Gesicht herauslesen kann, ob sie jetzt böse ist oder nicht und ob sie Kontrolle hat über das was sie tut oder nicht.

Allerdings ist DARK TOUCH nicht im konservativen Stile gedreht, so dass sich über den Film eine latente Spannung aufbauen würde, die in einem Showdown endet, sondern zwischendrin gibt es immer wieder mal richtige Höhepunkte – danach konzentriert sich der Film wieder auf die Geschichte selbst. Das mögen nicht viele und diese Art des Films kann auch daneben gehen, weil sie eben die gewohnten Sehgewohnheiten sprengt (siehe JUNE, der genauso gedreht war).

Der letzte Film den ich von der Regisseurin gesehen habe, war der sehr umstrittene IN MY SKIN, der bei Erscheinen sehr extreme Reaktionen hervorrief.

Ganz einfache Kost ist das hier auch nicht, denn man muss schon etwas mitdenken um dem Geschehen folgen zu können. Wer DARK TOUCH nur nebenbei schaut, wird nach spätestens der Hälfte nicht mehr mitkommen, da der Streifen bzw. seine Geschichte erstaunlich komplex sind. Die Szene mit den Schulkindern kurz vor Ende ist zudem der Hammer. Kann mich nicht erinnern, das schon einmal in einem Film gesehen zu haben.

Noch dazu ist der Look von DARK TOUCH keinesfalls der eines typischen B-Movies, sondern sieht eher wie ein kleiner A-Streifen aus, wie etwa auch THE BOY.

Ein leichtes Problem habe ich mit den letzten 10 Minuten, deren Sinn sich mir nicht ganz erschließt. Wer mir das erklären kann, möge sich bitte mit mir in Verbindung setzen :o )

Trotzdem unter dem Strich ein spannender Horrorthriller, der teilweise richtig scary gerät. Kleiner Geheimtipp.

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CLOSER TO GOD (Tiberius Film)

am 23. August 2016 unter Drama abgelegt

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Dr. Reed ist auf dem Gebiet der Gen-Forschung tätig und gilt als brillant. Obwohl es (noch) nicht erlaubt ist, ein menschliches Wesen zu klonen, setzt er seine Forschungen fort. Eines Tages schafft er es dann auch und bringt ein gesundes Baby zur Welt, welches er Elisabeth tauft. Allerdings bekommt die Öffentlichkeit von seinen Versuchen mit und Reed wird von Bürgern und Medien an den Pranger gestellt. Wenn die erst wüssten, das es schon vor Elisabeth ein Kind gab, das zuerst gesund zur Welt kam, dann aber im Sterben lag, bevor es Reed seiner Haushälterin gab. Doch Ethan lebt immer noch, ist missgebildet und alles andere als ein netter kleiner Junge.

Wer sich den Untertitel „Frankensteins Kinder“ ausgedacht hat, gehört eigentlich lebenslang eingesperrt. Das hat mit dem Streifen absolut gar nichts zu tun, der zudem mitnichten ein Horrorfilm ist.

Es handelt sich hier um ein Drama, das sich recht intensiv mit den Vorteilen und Nachteilen des Klonens auseinandersetzt – und das im Jahre 2016 nicht irgendwann in der Zukunft.

Gegen Ende kommen zwar noch Thrillerelemente dazu, aber ein Horrorfilm, wie es einem das auffällige Cover suggeriert, ist der Streifen keine einzige Minute lang.

Schauspielerisch hält sich das ganze auf einem überschaubaren Level. So richtig überzeugen kann keiner der Darsteller. Zudem hat der Streifen die ein oder andere Länge, besonders in der Mitte.

Trotzdem ist die Thematik interessant und auch die Reaktionen der Gegner der Klonforschung werden gut herausgearbeitet.

Aber nochmals der Hinweis: Es handelt sich hier um keinen Horrorfilm. Jeder der das erwartet, wird enttäuscht werden. Wer sich für diese Thematik interessiert kann allerdings einen Blick riskieren.

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THE MODEL (Koch Media)

am 23. August 2016 unter Drama abgelegt

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Viele Mädels träumen von einer Karriere als Model, auch wenn die Schattenseiten dieses Business mittlerweile bekannt sein sollten. Auch die junge Dänin Emma (überzeugend: Maria Palm). In Paris angekommen haust sie in einem kleinen Zimmer mit einem anderen Model. Beim ersten Shooting lernt sie den egozentrischen Fotografen Shane kennen und beginnt eine Affäre mit ihm. Der bringt sie indes groß heraus und alles scheint perfekt zu laufen, doch dann begeht Emma unter Drogeneinfluss einen entscheidenden Fehler und ihre Karriere scheint den Todesschuss (im wahrsten Sinne des Wortes) bekommen zu haben.

THE MODEL ist ein exzellent gespieltes Drama mit extrem guten Darstellern. Auch Ed Skrein als Shane liefert eine gelungene Performance ab – im Gegensatz zu seinem Transporter-Unsinn.

Was an dem Film besonders gefällt ist, das hier alles nicht so übertrieben dargestellt wird und es doch eine gewisse familiäre Atmosphäre zwischen den Beteiligten gibt, auch wenn im Endeffekt jeder nur ans Geld verdienen denkt.

Apropos Geld: Das ist der einzige Punkt, der mir in dem Film ein wenig kurz kommt, denn was Emma verdient bei Ihren Shootings wird mit keiner Silbe erwähnt und dass sie auch später noch in dem kleinen Zimmer haust, ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar.

Ansonsten bekommt der Zuschauer einen wirklich interessanten Einblick in die Model-Szene mit all ihren Verlockungen, denen junge Mädchen immer wieder erliegen.

Allerdings muss ich dazu sagen, das ich Darstellerin Emma nun bei weitem nicht so umwerfend attraktiv finde, wie alle Darsteller in dem Film, aber das ist ja nun wiederum Geschmackssache:

Fazit: Gut gespieltes Drama, innerhalb einer Szene, die manche als Hölle, manche als Glücksfall erleben.

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HOLIDAYS (Meteor Film/Alive)

am 09. August 2016 unter Horror, Komödie, Suspense, Thriller abgelegt

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Lange her, das ich eine Ansammlung von Horrorkurzfilmen gesehen haben, die in den 80er und 90er Jahren so populär waren. Holidays sieht sich ganz im Geiste dieser, hat aber eben auch das gleiche Problem wie schon früher – nicht alle sind gelungen – der Qualitätsunterschied ist hier sogar relativ groß. Allerdings überwiegen die positiven Folgen. Gerade gegen Ende hin sind eigentlich alle durchweg gelungen. Hier eine kurze Besprechung zu jeder Geschichte:

Valentines Day: Ein Mädchen wird von einer Mitschülerin aufs heftigste gemobbt und ist heimlich in ihren Schwimmlehrer verliebt. Dann ergibt sich die Möglichkeit, ihm ihr „Herz“ auszuschütten: Fazit: Gelungen.

St. Patrick’s Day: Ein Mädel in der Schulklasse einer Lehrerin lacht nie. Als sie ihr versucht zu helfen, vergeht ihr selbst das Lachen: Fazit: Etwas übertrieben aber ganz nett.

Easter: Ein kleines Mädchen fürchtet sich ganz dolle vor dem Osterhasen und wird darin bestätigt. Fazit: Merkwürdig.

Mother’s Day: Sie war bereits 21 mal schwanger und hat jedes Mal das Kind verloren, jetzt soll es klappen. Fazit: Guter Ansatz, maue Umsetzung.

Father’s Day: Ein Mädel bekommt einen Kassettenrekorder geschickt, auf dem ihr angeblich verschwundener Vater zu hören ist. Er gibt ihr Anweisungen wie sie ihn finden kann. Fazit: Spannend und originell, fast geeignet für einen Langfilm.

Happy Halloween: 3 Mädels, die für einen schmierigen Zuhälter mit Internetsex anschaffen gehen, wollen am Halloween frei. Das passt diesem nicht, da schlagen sie zurück. Fazit. Skurril und recht brutal aber gut.

Christmas:  Es ist kurz vor Weihnachten und ein Vater ist spät dran mit dem Geschenk für seinen Sohn, Die letzte gewünschte Virtual Reality Brille schnappt ihm ein anderer weg – aber nur für wenige Minuten….Fazit: Die beste Folge mit schwarzem Humor und einer originellen Geschichte.

New Years Eve: Endlich hat der Killer wieder ein Opfer über das Internet gefunden, doch diesmal hat er sich mit der falschen angelegt: Fazit: Lustig, besonders die Dialoge zwischen den beiden.

So jetzt sollte jeder selbst entscheiden können, ob er sich diese Kurzgeschichten-Sammlung zulegen will….eine Gesamtbewertung entfällt….

FAST CONVOY (Universum)

am 09. August 2016 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Eine Gruppe Gangster startet in Spanien, um Drogen nach Paris zu befördern. Man ist in getrennten Autos unterwegs um notfalls reagieren zu können, falls die Polizei einschreitet. Doch man hat sich einen schlechten Tag ausgesucht, denn es geht schief was schiefgehen kann. Als einer der Gangster durchdreht und verfolgt wird, kommt es zu einem Schusswechsel, bei dem sein Freund stirbt. Nun ist der ganze Convoy in Gefahr, zumal die nicht gerade professionellen Drogenkuriere die Nerven verlieren.

Wer hier einen Action Film erwartet, wird wohl eher enttäuscht sein, denn arg viel gib es davon nicht. Einige Schusswechsel, ein paar Verfolgungsjagden – das wars dann aber schon.

Trotzdem ist der Streifen unterhaltsam, denn die Idee des Convoys und die ständigen Kommunikationen der Gangster in den verschiedenen Autos per Handy untereinander ist durchaus spannend in Szene gesetzt. Ich kann mich an keinen Film erinnern, der eine ähnliche Handlung hatte und das ist ja schon mal sehr positiv.

Auch die reichlichen Wendungen sind nicht allzu weit hergeholt, sondern durchaus nachvollziehbar. Die Schauspieler sind einem fast alle „vom Sehen“ bekannt, ohne das ich sie einem anderen Film zuordnen könnte. Alleine Benoit Magimel kennt man aus dem, ebenfalls gelungenen, SPURLOS, bei dem auch Gregoire Vigneron Regie führte.

Trotzdem muss man eben sagen, das die Geschichte eher nach „Fast and the Furios“ klingt, und dem wird der Film eben nicht gerecht und die Aufschrift des Covers „Echtes Action-Kino“ passt eben auch nicht wirklich.

Unter dem Strich ein spannender und wendungsreicher Thriller mit Drama-Elementen, der aber eben eher ein Krimi, denn ein Action-Streifen ist.

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THE BIG SHORT (Paramount)

am 09. August 2016 unter Biopic, Drama abgelegt

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Wir befinden uns im Jahre 2005: Der Dollar ist stark und die amerikanische Wirtschaft boomt. Insbesondere in der Immobilienbranche steigen die Umsätze in unfassbare Höhen, weil diese Anlage als absolut sicher gilt und selbst arme Schlucker können sich durch Kredite, die zur Verfügung gestellt werden, schöne Villen leisten. Doch einer erkennt, das diese Blase bald zerplatzen wird. Der eher schrullige Hedgefonds-Manager Michael Burry rechnet die Zahlen durch und ist sich sicher das es in 2 Jahren zur Katastrophe kommt. Doch seine Warnungen werden überhört. Daraufhin entwickelt Burry den „Big Short“. Durch Leerkäufe von Aktien großer Investmentbanken wettet er praktisch gegen das Finanzsystem. Auf den Zug springen auch der Trader Steve Eisman auf, der durch einen absoluten Zufall von der Sache erfährt und 2 Jungs, die das große Geld wittern.

Man könnte diese Zusammenfassung noch endlos erweitern, denn in diesem Streifen passiert so unglaublich viel – an ständig wechselnden Schauplätzen.

Der Film beruht auf Tatsachen, denn es gab wirklich Menschen, die diesen Mörder-Crash vorhergesehen haben. Ob es jetzt genau diese waren und die authentisch dargestellt werden, kann ich nicht sagen, doch der von Christian Bale dargestellte Charakter kommt mir schon etwas überzogen vor.

Ich bin auch ganz ehrlich: Obwohl ich den Film in deutscher Sprache gesehen habe – verstanden habe ich nicht alles, da einem hier die Banker-Fachbegriffe nur so um die Ohren fliegen und man schon ein Finanzexperte sein muss, um alles zu kapieren. Daher werde ich mir den Streifen auch nochmal anschauen, denn interessant ist er auf jeden Fall.

Was für eine Besetzung: Christian Bale, Ryan Gosling, Steve Carrell, Brad Pitt und einige andere veredeln den Film zusätzlich, wobei ich vor allem von der Vorstellung Pitts überrascht war, der, komplett gegen den Strich gebürstet, einen ehemaligen Trader spielt.

Man sollte auf jeden Fall aber Interesse an moderner Zeitgeschichte mitbringen, sonst kann einem der Film nicht wirklich gefallen. Und wie man es schafft eine Villa auf den Namen seines Hundes zu kaufen, sollte man auf jeden Fall mal gesehen haben.

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ENTER THE DARKNESS (Maritim Pictures/ALIVE)

am 09. August 2016 unter Horror abgelegt

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Kommt jemandem das bekannt vor: Tommy muss mit ansehen, wie seine schwangere Frau von einem Rudel kapuzentragender Straßenkinder ins Koma geprügelt wird. Als die Maschinen abgestellt werden, bleibt ihm nur noch seine kleine Tochter. Er leidet danach unter heftiger Agoraphobie und traut sich kaum mehr aus der Wohnung, zumal er in einem heruntergekommenen Viertel lebt. Doch dann kommen die Kapuzenträger zurück und entführen seine Tochter. Zusammen mit einem durchgeknallten Priester versucht er diese zu retten.

Der Film wurde bereits von ASCOT, die ja leider ihren Vertrieb in Deutschland eingestellt haben, unter dem Namen CITADEL veröffentlicht. Ich hatte ihn allerdings nie gesehen und das jetzt, ohne das ich dies vorher wusste, nachgeholt.

Wenn manche Handlungsstränge auch ins Leere laufen und am Ende einige Fragen offen bleiben, ist ENTER THE DARKNESS ein durchaus spannender Horrorthriller, mit einem sehr guten Hauptdarsteller.

Zudem arbeitet der Regisseur mit sehr tristen Farben, teilweise nimmt er diese fast ganz heraus, was dem ganzen eine sehr hoffnungslose Atmosphäre vermittelt. Das einzige Mal, als der Film richtig schön bunt wird, befindet sich Tommy bei einer guten Freundin, die der einzige positive Lichtblick für ihn ist. Ich bin mir recht sicher, das das genau so beabsichtigt war.

Um in England heruntergekommene Siedlungen zu finden, muss man nicht besonders intensiv suchen, doch diese Ecke in der der Film spielt, ist schon extrem hoffnungslos und heruntergekommen.

Ein durchaus unterhaltsamer, kleiner B-Movie, bei dem aber eben nicht alles aufgeklärt wird, was aber der Spannung keinen Abbruch tut. An manchen Stellen ist der Streifen zudem ziemlich scary.

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